treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

das treibhaus ist wieder offen - alltäglich ab 16:00 bis mitternacht

der Garten öffnet alltäglich ab 16:00 - um 19:00 mutiert der Teil vor der Gartenbühne in einen KONZERTSAAL. Das ganze Sommerprogramm findet an der frischen Luft statt. Konzertbesucher können gern Platzkarten reservieren - procedere wie im Sommer & Herbst. (auf www.treibhaus.at/programm). Einlaß in die Konzerte ist um 18:00. Restkarten werden am Veranstaltungstag ab 18:30 ausgegeben. // fürs Wirtshaus reservieren wir keine Tische - denn da ist Platz für fast alle: die Weiberwirtschaft hat sich auch wieder auf den Treibhaus-Vorplatz & den Platz zwischen Fumoir & Schlössl ausgedehnt - unser Begleitservice hilft beim Tisch-suchen. Kommt, ihr habt alle Platz. aber kommt ge-duscht. ge-föhnt. ge-kampelt. ge-küßt & ge-liebt. Hauptsach: ge-sund. Alles wird gut.

TREIBHAUS SPENDENKONTO * IBAN: AT 752050303352791960 * SOMMERSPIELE '21

das sommerprogramm findet bei freiem eintritt statt - jede/r entscheidet selber, wieviel er/sie/es beitragen kann & will. das treibhaus verläßt sich auf eure großzügigkeit. ihr bekommt eure spende note für note in musik zurück. SPENDENKONTO * IBAN: AT 752050303352791960. impft das treibhaus mit eurer solidarität. bitte.

Jelena Popržan / MADAME BAHEUX & HORNS. FRAUENPOWER

Jelena Popržan: viola, vocals
Ljubinka Jokić: guitar, vocals
Emily Smejkal: bass
Maria Petrova: drums, percussion

MADAME BAHEUX - WITH HORNS:

Dee Linde: cello
Christoph Pepe Auer: clarinet, alto saxophone
Markus Pechmann: trumpet
Phil Yaeger: trombone

«Frauen-Power» wäre eine Untertreibung in Anbetracht dieses neuen femininen Balkanquartetts. Jelena Popržan aus Serbien, Ljubinka Jokić aus Bosnien, Maria Petrova aus Bulgarien und Lina Neuner aus Wien: vier Stimmen, fünfzehn Saiten, zwei Bögen plus Percussion und Drums. Witzig, spritzig, schräg und groovy! Jung, feminin und frech! Mitreißende Folk-Songs aus Bulgarien, Serbien, Bosnien und Mazedonien in innovativen Arrangements, smarte Eigenkompositionen der Bandmitglieder und Lieder von Ewan MacColl, Bertolt Brecht, Georg Kreisler sowie ein Lied über ungastliche Wiener und ihre ausländischen Gäste in experimentellem Fiktiv-Wienerisch.
Obwohl die Musikerinnen ihre Wurzeln in Südosteuropa haben (außer «Gastarbajterka» aus Kloster Neuburg Lina Neuner) und ein Teil ihres Repertoires sich dazu bekennt, weist das Quartett sowohl in seinem Repertoire als auch in seinem künstlerischen Ausdruck weit darüber hinaus. Nach allen Richtungen offen zeigt es sich, Jazz, Rock, kritisches Lied … in, Serbokroatisch, Bulgarisch, Englisch und «Weanarisch» … Madame Baheux bringen etwas Neues auf die Bühne, das mitreißt, verführt, zum Lachen reizt, in Hirn, Herz und Beine geht …

MADAME BAHEUX & HORNS // EINE FEIERSTUNDE ODER ZWEI


Madame Baheux, Power-Quartett aus Wien mit balkanischer Herkunft und intergalaktischem Anspruch (von wegen World-Music ...) feiern die ersten zehn Jahre ihres Bestehens. 
In vielen stilistischen Farben funkelt die Welt von Madame Baheux (eine »Französisierung« übrigens des Wiener Slangworts »Bahö« = Tohuwabohu), mehr als nur eine Synthese von Popržans vielen darstellerischen und musikalischen Talenten, Jokićs erdiger 70ies-Gitarre und Soulstimme, Neuners Jazzsensibilität und Maria Petrovas rhythmischer Finesse formt diese Welt. Madame Baheux haben ein dynamisches Konzept entwickelt, das sowohl bei fast allen Genres andocken als auch von allen ausgeschlossen werden kann. Was ist das also? Art-Rock? Jazz? Dark Cabaret? Fempop? World? Balkan? Agitprop? Kunstmusik zwischen Punk und Klassik? ...
Die musikjournalistischen Schubladen knirschten und barsten jedenfalls bei jedem Madame-Baheux-Konzert. Madame Baheux sind sich in der beglückenden Verwirrung von genreformatierten Erwartungen treu geblieben. Und dem Porgy & Bess, wo sie immer wieder fulminante Auftritte hinlegten.
​Lina Neuner ging in Mutterpause, Emily Smejkal steigt für sie mit großem Enthusiasmus ein, Dee Linde (Netnakisum), die einige Zeit das Frauenquartett zu einem Frauenquintett machte, kehrt zurück. Und mit Christoph Pepe Auer, Markus Pechmann und Phil Yaeger haben sich die Mesdames drei der hierzulande arriviertesten Jazzinstrumentalisten zu spannenden Arrangements auf die Bühne geholt.  Greatest Hits in altem und neuem Gewand, einiges Neues, und unverminderte Spielfreude, damit ziehen sie ihre Bilanz und zünden zugleich die Lunte für ein weiteres Jahrzehnt musikalischer Überraschungen.

»... Zappa-Level ...« Sydswenskan

„In the quartet’s music there might be more influences from around the world than into a regualar musical atlas fit“
Harald Justin (FOLKER)

„Madame Baheux is one of the most notable groups of the last time. Powerful music, rhythmic energy, twisted and tightly played in an ongoing perpetual motion of vitality.“
Mattie Poels (Music Frames/NL)

„Exzentrisch gab sich auch die Wiener Frauenkombo Madame Baheux. Die famose Sängerin Jelena Poprzan lockt in balkanische Schluchten ebenso wie auf die weinbewachsenen Wiener Hausberge. Georg Kreislers „Meine Freiheit, deine Freiheit“, als altösterreichischer Rap angekündigt, begeisterte wie das hypnotische, gitarrengetriebene „Ljubi’s Song“. Highlight aber war „Das Schawapeanzara-Lied“, das die Konflikte zwischen Hiesigen und „Zuagrasten“ pointenreich abhandelte. Wie Poprzan da das imaginäre Experimentalwienerisch des Komponisten Richard Schuberth zungentechnisch bewältigte, das hatte wahrhaft Artistisches.“
Samir H. Köck  (Die Presse)

 “Vermutlich DAS Weltmusikalbum des Jahres aus Österreich! Das Erstaunliche und zugleich Schöne an der ganzen Sache ist, dass trotz all der musikalischen Vielfalt und der großen Zahl an Einflüssen, alles seine Richtung hat und sich nicht im Überambitionierten verliert. Das, was das serbisch-bosnisch-bulgarisch-österreichische Quartett mit unbeschreiblichen Spielwitz auf den Weg bringt, hat alles Hand und Fuß: die hochenergetisch, verrückt-virtuos gespielten Passagen, die fast schon Gänsehaut erzeugenden gefühlvollen elegischen Momente, die wunderbaren, sich unaufhörlich bis zum Höhepunkt steigernden Instrumentalteile. Das Debütalbum von Madame Baheux ist, auf den Punkt gebracht, die musikalische Lebendigkeit pur. Mitreißend, berührend, originell, eigenständig, unterhaltend und fordernd. Ein wirklich starker erster Auftritt, dem hoffentlich noch einige folgen werden.”
Michael Ternai – Dort wo es keine stilistischen Grenzen mehr gibt – MADAME BAHEUX

Jelena Popržan (Viola, Gesang)
Allroundkünstlerin aus der Vojvodina mit außergewöhnlichem Stimmvermögen, Charisma, komödiantischem Talent und Experimentierfreude. Hat an der Musikuni Graz studiert, zunächst durch Projekte mit Alegre Corrêa und Mathias Rüegg auf sich aufmerksam gemacht, dann mit ihrem Duo Catch-Pop String-Strong (mit Rina Kacinari) und dem persisch-serbischen Trio Sormeh neuen Wind in die World-Music-Szene gebracht. Bringt zudem klassische Erfahrung, die Möglichkeiten elektronischer Loops, kritisches Engagement sowie viel Schmäh in die Band.

 Ljubinka Jokić (Gesang, Gitarre, E-Gitarre)
Der spielerfahrenen Bosnierin verdankt sich der hemmungslose Rock ’n’ Roll-Spirit der Band. Und einige ihrer ausgefuchstesten Kompositionen. Legendär waren ihre Sessions mit Otto Lechner und Konsorten in ihrem Pomali-Grill am Gaußplatz, ebenso wie die energiegeladenen Performances mit ihrer YOK!-Band. Unübliche Melodiösität des Gitarrenspiels, die nichts an Groove verschenkt, und ein expressiver Soul in der Stimme, in dem der Jugorock der 80er-Jahre, bosnische Sevdalinka und russischer wie balkanischer Roma-Melos nachhallen.

Lina Neuner (Kontrabass)
Nach allen Richtungen hin neugierige Meisterbassistin und solider Backbone des Quartetts. Nach ihrem Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst gefragte Instrumentalistin der Wiener Szene (Tini Trampler und die Dreckige Combo, Pom Pom Pommegranate, Christina Zurbrügg u. a.), mit großer Empathie für balkanische und orientalische Melodik (wie bei der österreichisch-türkisch-kurdischen Band Roja). Steuert dem Quartett eine seiner jazzigsten und komplexesten Kompositionen bei.

Maria Petrova (Drums, Percussion)
Seit über einem Jahrzehnt rhythmischer Puls und jugendliche Auffrischungsimpfung der Wiener Tschuschenkapelle und darüber hinaus äußerst gefragte Drummerin und Percussionistin der Wiener Szenen (Rondo Vienna, Katrin Weber, Steve Nick, Celia Mara, Wladigeroff Brothers, Susana la Gitana Rubia, Hans Salomon, Marianne Mendt, Loukia Agapiou u. a.), deren Fertigkeit, wie ihr Kollegen attestieren, auch in jedem Blindtest Bewunderung fände. Wie Lina Neuner Absolventin der Universität für Musik und darstellende Kunst. Entfaltet beim Quartett ihr gesamtes rhythmisches Œuvre an Drums, Darbuka, Cajón und der riesigen balkanischen Rahmentrommel Tupan.

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