DIE WETTER SCHLAGEN UM, SIE WERDEN KÄLTER
wer gestern noch aufstand rief ist heut schon drei tage älter
Eine Tragikomödie mit Witz und ein an Feelgood-Movies erinnerndes Happy End trotz Horrorelementen. Großer Jubel am Ende, weil auch im falschen Film das richtige Lachen hilft. Regie: Petra Dobetsberger

Zu viele Krisen gleichzeitig, zu viele Superschurken, zu viele grindige Digitaleffekte, zu wenige positive Identifikationsfiguren: Wäre die Gegenwart ein Film, hätte der ein Drehbuchproblem.
Man hätte gerne so was wie eine Fernbedienung, eine, mit der man auf einen anderen, besseren wechseln könnte. Aber immerhin: Zumindest fad ist der Film, der grad läuft, echt nicht. Und man kann ja immer auf ein Happy End hoffen. Und Lachen, heißt‘s ja, hilft.
Regie: Petra Dobetsberger
„Maurer in Hochform“, Falter
„Großes Kino im Kopf“, Kurier
„Eines seiner besten Programme“, Salzburger Nachrichten
All seine Gedankengänge vollführt Maurer pantomimisch großartig beim steten Herunterdrücken einer neuen Espressotasse. Einfach menschlich, einfach Maurer. Ein Humanist, der nicht locker lässt. Standard Stefan Weiss
Mag schon sein, dass sich die Welt wie ein falscher Film anfühlt, dass man den Film gern stoppen und das Kino verlassen möchte. Geht halt nicht. Und für Maurers Programm, eines seiner besten in den vergangenen Jahren, gilt es sowieso nicht. Es gelingt ihm eine Tragikomödie mit Witz und ein an Feelgood-Movies erinnerndes Happy End trotz Horrorelementen. Großer Jubel am Ende, weil auch im falschen Film das richtige Lachen hilft. SN Bernhard Flieher
Seit Jahrzehnten zählt Thomas Maurer (58) hierzulande zu den geschliffenen Speerspitzen der Satire. Nicht nur als Mitglied des Trios "Wir Staatskünstler" und des legendären TV-Quartetts "Die 4 da" oder als Co-Host des wöchentlichen Polit-Podcasts "Maurer & Cik", sondern vor allem mit seinen mittlerweile über 20 Soloprogrammen, die er seit 1988, da er von I Stangl, dem legendären Betreiber des Kabarett Niedermair, kurzerhand von der Straße und der gesicherten Karriere als Buchhändler weg fürs Kabarett schanghait wurde, präsentiert hat.
Dazu kommt noch rund ein Dutzend weiterer Bühnenprogramme für kabarettistische Kollaborationen mir Josef Hader ("Die Zwei"), Leo Lukas ("Servus, Hong Kong") und Florian Scheuba ("Zwei echte Österreicher", "Anleitung zur politischen Unmündigkeit") sowie für literarische Hommagen an Alfred Polgar & Egon Friedell ("Soldatenleben im Frieden") oder - zuletzt - Franz Kafka ("Maurer.Kafka.Komisch").
Ein umfangreiches und vielseitiges Werk, für das ihm gebührend Anerkennung gezollt wurde. Denn neben allen maßgeblichen Kabarettauszeichnungen - vom Deutschen Kleinkunstpreis über den Salzburger Stier bis zum Österreichischen Kabarettpreis - stehen auch ein Nestroy-Theaterpreis (Sonderpreis 2003 für "Die neue Selbständigkeit") und eine Romy (Bestes Drehbuch 2008 für "Die4da") in seiner Vitrine.
Fred Wesley schrieb gemeinsam mit James Brown und George Clinton als Architekt des Funk Geschichte. Nun schlägt er ein neues Kapitel auf, das ihn mit seinen Jazz-Wurzeln und einer spannenden Zukunft verbindet

Fred Wesley: trombone
Leonardo Corradi: hammond organ
Tony Match: drums
In die Musikgeschichtsbücher, Kapitel 20. Jahrhundert, Unterkapitel Funk Jazz, schrieb er sich als langjähriger, von 1967 bis 78, Bläsersatz-Leader und maßgeblicher Arrangeur von „Mr. Dynamite“ James Brown ein. Gemeinsam mit diesem schickte Wesley den Funk auf Reisen. Alle Welt sah in ihm obendrein den funkiest Posaunisten. Und weiterhin lässt „Mr. Funky Trombone“ die Funken sprühen. Trockener Groove, als irisierender Energizer, erdige Hooklines. In Feinabstimmung mit dem satten Präzisionsbeat des Schlagzeuges. Unvergleichlich lässig ziehen dabei Off-Beat- Extravaganzen ihre Bahnen. Ausstaffiert mit dieser untrüglichen Funkiness. Inklusive Big Soul und tiefverwurzeltem Bluesfeeling. In all dieser Kollektivbeschaffenheit sondern weiters spritzige Soli ihre Leuchtkraft ab. Altmeister Wesley, immer noch voluminös bei Ton, mit fokussierten, scharf konturierten Linien. Die Formel die einst ein anderer berufener „Funkianer“ James „Blood“ Ulmer apostrophierte „Jazz Is The Teacher, Funk Is The Preacher“ geht zweifelsohne auf Fred Wesley zurück. Und in seinem aktuellen Projekt „Generations“, bei dem er auf das Hard Bop-typische „Orgeltrio“ zurückgreift, wird diese genauso zündend FUNKtionieren. (Hannes Schweiger)
Fred Wesley schrieb gemeinsam mit James Brown und George Clinton als einer der Architekten des Funk Geschichte. Nun schlägt Fred Wesley ein neues Kapitel auf, das ihn mit seinen Jazz-Wurzeln und einer spannenden Zukunft verbindet: Generations.
Generations ist ein wandelbares Trio mit Fred Wesley an der Posaune, Leonardo Corradi an der Orgel und dem französischen Schlagzeuger Tony Match. Ursprünglich kamen die drei Musiker zusammen, um dem souligen Jazz des legendären Organisten Jimmy Smith Tribut zu zollen – und fanden sofort eine musikalische Chemie, die sie bis heute gemeinsam grooven lässt.
Dabei begrenzen sich die drei nicht nur auf Jazz. Sie grooven gemeinsam durch Rap, Soul und Funk und schaffen einen Sound, der ebenso vielseitig wie mitreissend ist. Zusammen heben sie ihren Groove auf ein neues Level und bringen den Rhythmus zum Leben.
ARTIKEL 2
Es wird erlassen,
dass jeder Wochentag,
auch der Dienstag
der aschfarbenste von allen,
das Recht hat
sich in einen Sonntagmorgen
zu verwandeln