
Zwischen modernem Alt. Rock und Indie wechseln sich akzentuierte Riffs, frische Drumgrooves und eingängige Gesangsmelodien ab. Wer die Band schon live erleben durfte, weiß, warum Fans immer wieder kommen!
Mit Mitte Zwanzig auf eine zehnjährige Bandgeschichte zurückzublicken setzt vor allem eines voraus: Vertrauen ineinander. Flo Kiesling, Daniel Kotitschke und Jonas Schramm, gemeinsam VAN HOLZEN, verlauten auf ihrem vierten Studioalbum „SOLANG DIE ERDE SICH DREHT“ (VÖ: 12.09.25) mit einem Augenzwinkern „Ich will für immer jung und dumm sein“ und widmen dem gemeinsamen
Erwachsenwerden oder Nicht-Erwachsenwerden-Wollen ein Album über’s Weitermachen inmitten des Chaos. Über das Sich-fallen-Lassen und Aufgefangen werden. So sind sie sich, nach drei Alben, zahlreichen Tourneen und dem Älterwerden im Konstrukt Rock-Band in eben jenem Chaos ihrer Sache sicher geworden. Nach „Aus der Ferne“, dem zuletzt 2021 erschienen Album, haben sie sich erstmalig in Singles probiert, die nicht an ein Gesamtwerk gekettet sind. In Features mit Mia Morgan und Dissy haben VAN HOLZEN ihr Können an eingängigen Hooks und weniger vagen Texten geschliffen. So konnte man die Band 2023 erstmalig über die Grenzen des eigenen Genres hinaus klingen hören. In der mit Alternative-Rock assoziierten Düsternis ist ein Licht entflammt, das bald den Weg zu ihrem vierten Album leuchtete. Ab Oktober 2023 begannen dann die Arbeiten an „SOLANG DIE ERDE SICH DREHT“ - zunächst unter der Sonne Griechenlands, dann im 8qm Studioraum in Berlin. Nach einigen, über das Jahr 2024 verteilten Sessions wurde das Album schließlich im Oktober nach Rotenburg an der Fulda gebracht, wo es im Toolhouse Studio von kidney paradise und Flo Kiesling ausproduziert wurde. Auch aufgrund Kieslings Beteiligung an der Produktion sind sich VAN HOLZEN in ihrer Arbeit nun näher denn je. „SOLANG DIE ERDE SICH DREHT“ ist ein ehrliches, therapeutisches Album, aus dessen nun nicht mehr allzu vagen Texten man die Bilanz ziehen kann, dass alle Dunkelheit heller und jeder Rückschlag weniger lähmend ist, solange man gemeinschaftlich durchs Leben geht.
Dieses Gefühl von Verbundenheit scheint auch auf das Publikum und macht die energiegeladenen Konzerte des Trios zu einer Besonderheit. Ab dem 13.03.25 geht es auf die nächste Tour, die 18 Termine umfasst. Und auf der Bühne und im Saal weiß man: ohne einander könne man nicht hier sein. „SOLANG DIE ERDE SICH DREHT“ streckt so, in Worten und Klang, die Hände aus: Nach dem Publikum, nach den besten Freunden, nach oben, nach dem Licht.
...ist eine Alternative Rock Band aus Tirol, und bespielt seit Jahren nicht nur die Tiroler Musikszene. Nach vielen Shows im In- und Ausland und zwei EPs wurde im Frühjahr des Jahres 2024 ihre dritte EP mit dem Namen „nero“ veröffentlicht. Diese wurde live eingespielt, und erscheint zeitgleich auf Vinyl, CD und auf Video. Ihr unvergleichbarer Stil welcher sich aus einem Mix aus Alternative Rock, Emo und Progressiv Rock beschreiben lässt, gepaart mit einer einzigartigen Liveshow verspricht einen unvergesslichen und intensiven Konzertabend.
Ariel Oehl entführt mit seiner einzigartigen Fusion von Elektropop und Indie-Sounds und einer beeindruckenden Bandbreite an Einflüssen in eine musikalische Welt voller Emotionen. SUPP: KLEINABAOHO
Musik, die sich anfühlt wie eine Umarmung „Männer weinen Heimlich“ singt Herbert Grönemeyer 1984 im Song “Männer”. Nicht so Ariel Oehl, der Sänger und Songwriter. Ariel zeigt seine Gefühle auf mittlerweile drei Platten, im monatlichen Newsletter, auf Instagram, auf der Bühne. Seine Lieder gehen tief unter die Haut und sind dabei alles andere als gefühlsduselig. Sie verhandeln die großen Themen der Gesellschaft und werden auf treibenden Beats serviert, mit lebendigen Bass-Lines und einer Sanftmut, die im deutschsprachigen Indiepop ihresgleichen sucht. Die Musik von Oehl ist schwer und leicht zugleich, eine Summe von Gegensätzen, die in der Musik zusammenkommt und sich, wie man in Österreich sagt, ganz selbstverständlich „ausgeht“.
Auf der Bühne steht Oehl als 5-köpfige Liveband, deren tiefe Zuneigung füreinander auch dem Publikum nicht verborgen bleibt. Oehl ist seit 2019 bei Grönemeyers Label Grönland unter Vertrag und hat dort nach "Über Nacht" (2020) und "100%Hoffnung" (2021) im Jahr 2022 auch das Album "Keine Blumen" veröffentlicht. 2024 erschien das aktuelle Album "TOM". Wer sagt, dass traurige Tracks nicht tanzbar sein können?
Neil Zaza ist ein Instrumentalgitarrist, der für seine grossartigen technischen Fähigkeiten und seine einzigartigen Interpretationen klassischer Werke von Bach und Mozart bekannt geworden ist.SUPP: RODRIGO / KRENAR DUO
Neil Zaza ist ein Instrumentalgitarrist, der für seine grossartigen technischen Fähigkeiten und seine einzigartigen Interpretationen klassischer Werke von Bach und Mozart bekannt geworden ist. Seine melodischen Eigenkompositionen sind ebenfalls stark von klassischem Einfluss geprägt. Sein Song „I’m Alright“ (Live on Crooked River Groove). hat derzeit über 4 Millionen Aufrufe auf You Tube. Zaza begann mit 10 Jahren Gitarre zu spielen und studierte Klassische Gitarre an der University of Akron, OH, USA. Im jungen Alter von 23 Jahren gründete er dann die Band ZAZA (damals noch mit Lead Vocals) und veröffentlichte „Just Get It“ (1989), „Party with the big boys“ (1991). Sein erstes von mittlerweile 10 Solo Instrumental Alben erschien 1992 („Two Hands One Heart“). Zwei Weihnachtsalben „One Silent Night“ (Vol.1, Vol.2) Die neuesten Veröffentlichungen sind „Vermeer“ (2022, Melodik Records) und „One Dark Night … A Rock Symphony of the Macabre!“ (2022). Live war ZAZA in 2024 mit über 30 Tourdaten in Europa und Chine unterwegs und startet jetzt seine Europa Tournee im Treibhaus Innsbruck.
LINE UP:
NEIL ZAZA (guit)
WALTER CERASANI (bass)
ENRICO CANCIUSI (drums)
SUPPORT:
Das Rodrigo/Krenar Duo besteht aus den zwei E-Gitarristen, Rodrigo Gouveia und Krenar Cilku, die ihre Talente in einem Repertoire aus Pop-, Jazz- und Blues-Klassikern vereinen. Mit einem Fokus auf Improvisation und einem organischen Sound kreieren sie dynamische Darbietungen, die ikonische Melodien zum Leben erwecken.
Klettern an Squamish's legendärem Cobra Crack, ein unglaubliches 18-tägiges Big-Wall-Epos am Torre Central in Patagonien und die Verwirklichung eines Lebenstraums – eine 5.15 - Erstbegehung. hosted by BLOCBOX
Reel Rock 19 showcases three world-premiere climbing films spanning disciplines, characters, and continents: a heartfelt story of second chances in love and climbing on Squamish’s legendary Cobra Crack; an outrageous 18-day big wall epic on Patagonia’s towering Torre Central; and the pursuit of a lifelong dream—a 5.15 first ascent—made possible by an unlikely partnership.
DEATH OF VILLAINS:
A former child climbing-prodigy confronts his struggle with disordered eating to attempt his life-long dream of climbing a groundbreaking 5.15 first ascent, with the help of an unlikely, and controversial partner.
Featuring: Kai Lightner & Joe Kinder
RIDERS ON THE STORM:
Three Belgian big-wallers endure eighteen days of howling snowstorms, frozen feet, and gnarly runouts in their attempt to make a long-coveted alpine first ascent.
Featuring: Siebe Vanhee, Sean Villanueva O’Driscoll & Nico Favresse
THE COBRA & THE HEART:
A turbulent 20-year saga of love, loss, and redemption: a whirlwind romance, a crushing defeat on a legendary climb, a religious epiphany, and family betrayal, all building to a desperate bid for a rare second chance—at love, fatherhood, and climbing.
Featuring: Didier Berthod, Thomasina Pidgeon & Cedar Pidgeon
Reel Rock 19 is organized and hosted by the BlocBox
Klettern an Squamish's legendärem Cobra Crack, ein unglaubliches 18-tägiges Big-Wall-Epos am Torre Central in Patagonien und die Verwirklichung eines Lebenstraums – eine 5.15 - Erstbegehung. hosted by BLOCBOX
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DEATH OF VILLAINS:
A former child climbing-prodigy confronts his struggle with disordered eating to attempt his life-long dream of climbing a groundbreaking 5.15 first ascent, with the help of an unlikely, and controversial partner.
Featuring: Kai Lightner & Joe Kinder
RIDERS ON THE STORM:
Three Belgian big-wallers endure eighteen days of howling snowstorms, frozen feet, and gnarly runouts in their attempt to make a long-coveted alpine first ascent.
Featuring: Siebe Vanhee, Sean Villanueva O’Driscoll & Nico Favresse
THE COBRA & THE HEART:
A turbulent 20-year saga of love, loss, and redemption: a whirlwind romance, a crushing defeat on a legendary climb, a religious epiphany, and family betrayal, all building to a desperate bid for a rare second chance—at love, fatherhood, and climbing.
Featuring: Didier Berthod, Thomasina Pidgeon & Cedar Pidgeon
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Lukas Lauermann's Cello-Solo: Töne aus einer fernen Welt, ein Konzentrat aus dem Schönstmöglichen - „barrierefrei-modern-klassisch”. der „wohl vielseitigste und produktivste Cellist des Landes“ (Standard).
Wer sich für Musik made in Austria interessiert, hat ihn auf die eine oder andere Art wohl schon einmal spielen gehört. Sei es bei einem Konzert mit Alicia Edelweiss, Donauwellenreiter oder dem Nino aus Wien, auf einem Tonträger von Soap&Skin oder Wanda, im Volkstheater, bei einer Performance von Gelitin oder aus den Boxen im Kinosaal. Lukas Lauermann, "der wohl vielseitigste und produktivste Cellist des Landes" (Der Standard), ist aber nicht nur gefragter Mitmusiker. Auch solo ist er sehr erfolgreich unterwegs: vom Popfest Wien, über das Banksy Hotel in Betlehem, weiter nach Peking, bis zum Rockclub in Seattle.
Mit 'Interploitation' veröffentlichte er im November 2022 sein drittes Album auf dem er einmal mehr einen "Schritt ins Unbetretene" (Robert Rotifer/FM4) wagt. Effektgeräte waren schon immer Teil seines Klangkosmos zwischen Alternative Pop und zeitgenössischer Klassik. Auf den Stücken des neuen Albums widmet er sich aber ganz ausschließlich dieser elektronischen Facette. Lukas Lauermann lässt das Cello im Koffer, spielt dessen Töne über Sampler und Tapes ab und dreht an den Knöpfen und Reglern seiner Pedale. Mit Spiel- und Experimentierfreude greift er radikal in bestehende Aufnahmen ein.
Cello-Töne aus einer fernen Welt, ein Konzentrat aus dem Schönstmöglichen.“ (Falter Jahrescharts)
Elektronisch erweitert - barrierefrei – modern – klassisch: Kompositionen, die Herz und Hirn erfüllen. Lukas Lauermann, 1985 in Wien geboren, arbeitet als Live- und Studiomusiker, Arrangeur und Komponist mit Bands und KünstlerInnen wie Donauwellenreiter, Alicia Edelweiss, Soap&Skin, Der Nino aus Wien, Mira Lu Kovacs und Ritornell zusammen. Letzte Arbeiten als Studiomusiker für Wanda, André Heller und Tocotronic. Theater- und Performanceprojekte mit Gelatin, Saint Genet, u.a. gehören ebenso zu seinen Tätigkeitsfeldern, wie Musikproduktionen für Hörspiel und Film. Über 40 Veröffentlichungen sind im
Zuge von Kollaborationen bereits entstanden. Seit einiger Zeit ist der „wohl vielseitigste und produktivste Cellist des Landes“ (Der Standard). Konzertreisen bringen Lukas Lauermann regelmäßig in bekannte Spielstätten auf der ganzen Welt, zum Beispiel La Cigale Paris, Royal Festival Hall London, National Concert Hall Taipeh, Burgtheater Wien, Philharmonie Köln, auch Festivals in Kasachstan, Malaysia und Kanada standen bereits auf seinen Tourplänen
Bei aller Experimentierfreude changiert seine Musik zwischen der intellektuellen Ernsthaftigkeit, die durch den Konzertsaal weht, und der Unmittelbarkeit von Popmusik. In beiden Welten ist Lukas Lauermann zu Hause. Seinen Stil bezeichnet er selbst als „barrierefrei modern klassisch”.
VIDEO:
Eröffnung der Wiener Festwochen 2021 mit einem Auftritt von Lukas Lauermann (Cello) und Mira Lu Kovacs (Gesang) und ihrer Version von Radioheads "The National Anthem"
Wie klingt das, wenn 2 Mitglieder von SEEED ihrer Liebe zu afro-amerikanischer und karibischer Musik nachgehen? Ganz einfach, es bouncet, und zwar Tutti! Be there, or be... Bounce den FREI:TAG
Ohne Worte sprechen vier virtuose Nerds eine musikalische Sprache aus Dub, Rock, karibischen und afroamerikanischen Beats, manchmal trappy. Based, Tchamp und El Gris (alle Seeed) und Berger (himself!) erzeugen eine akustische Dramaturgie, die den Menschen als klangbeeinflussbares und ganzheitlich fühlendes Wesen wahrnimmt. Wesentlich dafür ist der detailliert ausgearbeitete Einsatz von Samples mit einem Stimmungsspektrum das die ganze Welt abbilden kann. Gitarre, Bass und Drums liefern den Groove, die Posaune setzt Highlights. 100% bounce mood! „Dazu der Griff in die Spielkonsole - Feiersounds und Aufwecker sind immer eine Maßnahme!“ so Tchamp und Based, die bei Seeed spielen, seit sie sich erinnern können. „Das ist Teil des großen Erbes jamaikanischer Soundsystems, ohne das geht Nix!". Im Herbst 2022 erschien die erste Vinyl-EP „Jackie“. Die ersten Ideen zu den Tracks sind im Rahmen der letzten Seeed-Produktion „Bam Bam“ entstanden - damals noch mit Gründungsmitglied El Gris am Bass. „Wir haben gemerkt, dass wir auch als Trio gut harmonieren und eine ähnliche musikalische Vision teilen. Damit war klar, dass wir ein langfristiges Projekt starten“, so die Band. „Wir wollten diese vier Perlen einfach als reine Instrumental-EP veröffentlichen und mit dem Sound auf die Straße!“ Komplett mit Dirk Berger (The Krauts) an der Gitarre ist die Band seitdem live unterwegs. Und spielt eigene hochintensive Clubkonzerte genauso wie druckvolle Supportshows für Peter Fox (2023) und die Beatsteaks (2024). Mo ́Leen O ́Swald hat El Gris am Bass beerbt, der inzwischen in den Weiten Patagoniens beim Fliegenfischen neue Inspirationen sammelt. „Mo hat die großen Füße und den fetten Sound, um Tobis riesige Fussstapfen auszufüllen, das hat sofort gepasst“, bestätigt Based.
Sie lieben Bässe – und das viel mehr als Gesang. Die Songs von Jérôme Bugnon, Tobias Cordes & Based von Tutti Bounce sind eine so energetische Mischung aus Dub, Afro-Rap und karibischen Beats, dass es einem wirklich schwerfällt, stillzustehen. Musik- und Bühnenerfahrung haben Tutti Bounce genug, stehen sie doch seit Jahren mit ihrer "anderen" Band Seeed auf der Bühne. Das hört man den Songs von Tutti Bounce natürlich an. Man möchte sogar sagen, wahrscheinlich klingen sie auch deshalb so gut. (Radio 1 / Berlin)
Mothers Cake verwandeln nach der Veröffentlichung ihres Albums "ULTRABLISS" endlich wieder den Keller unterm Volksgarten in ein Tollhaus. Ein HEIMSPIEL! Support: DIRTY SOUND MAGNET (SUI)
Nach der just erfolgten Veröffentlichung der ersten Vorab-Single, ‚One Of These Days‘, erschien am 18.10.2024 das neue Studioalbum Ultrabliss via Embassy of Music.
Dass Mother’s Cakes fünftes Album der Beginn eines brandneuen Kapitels darstellt, ist unüberhörbar: Weitgehend befreit von songstrukturellen Zwängen klang die österreichische Band nie so losgelöst wie auf dieser, mit fei(n)sten Jams gespickten, freifließenden Abenteuerreise von einem Album. Und dass, obwohl man inspiratorisch sogar einer Art von roten Faden folgt.
Schon der instrumentale Opener namens ‚Clockwork‘ hat es mit mit einer Spieldauer von fast zehn Minuten in sich: Mit flirrenden Synthie-Schwaden, Kraut-Beats und Anleihen an das musikalische Hauptmotiv aus Stanley Kubricks Kultfilm A Clockwork Orange (1971) erinnert der epische Eröffnungstrack zunächst an einen Retro-Science-Fiction-Score, bevor sich später Klänge einschleichen, die man durchaus als Pink-Floyd-inspiriert oder sogar „krautig“ bezeichnen kann. Es folgt der überraschende Bruch: Das flotte ‚Feel Alright’ ist kein massiver Prog-Brocken, sondern ein funky Brit-Tanzflächenfeger, der auch Franz Ferdinand, den Arctic Monkeys oder Kasabian gut zu Gesicht gestanden hätte. „Diese ganze 2008er-Indie-Zeit habe ich aktiv mitbekommen, das neue Album hat viel von diesen Vibes“, bestätigt Sänger, Gitarrist und Songarchitekt Yves Krismer, der genauso für die Klassiker der Sechziger und Siebziger von Beatles bis Jimi Hendrix schwärmt.
Den erhöhten Jam-Faktor des neuen Albums – neben erwähntem ‚Intro‘ bringen Tracks wie ‚Love Me’, ‚On A Trip’ oder das finale ‚Into The Light’ ebenfalls deutlich erweiterte Spielzeiten auf die Uhr – erklärt der Sänger und Gitarrist wie folgt: „Diesmal haben wir uns nicht so viel Gedanken über das Songschreiben gemacht. Einfach auch deshalb, weil ich diese klassischen Strukturen aus Strophe, Bridge und Refrain gerne immer weiter auflösen möchte, sodass bei den Stücken eher ein freier Fluss entsteht. Ähnlich der musikalischen Erfahrung, die man macht, wenn man in einen Club geht.“
So wechseln sich auf Ultrabliss funkige Diskurse der Red-Hot-Chili-Peppers-Schule mit wabernden Klanglandschaften ab oder kann ein Song wie ‚Poor Boy’ auch mal mit einer britischen (Bass-)Attacke daherkommen, wie sie aktuell Post-Punks wie die Idles perfektionieren. Mother’s Cakes diebische Freude an musikalischen Easter Eggs in Form von klanglichen Referenzen an andere Songs und Bands schwingt bei all dem stets mit. „Wer die entsprechenden Songs kennt, dem dürfte das schon auffallen. Man muss auch solch Dinge ein bisschen einbauen“, grinst der Sänger und deutet auf allerhand versteckte tonale Assoziations-Trigger-Impulse hin, die bis hin zu Grauzones NDW-Hit ‚Eisbär’ reichen. Dass mittendrin das melodische, vergleichsweise beruhigte und zudem mit überraschendem Baritongesang intonierte ‚Clementines’ auftaucht – und dabei wie ein Outtake aus Blurs selbstbetitelten 1997er anmutet –, ist der Verdienst von Krismers Frau, die sich dafür stark gemacht hat, dass die ursprüngliche Demo-Ausnahmenummer ebenfalls aufs Album kommt. Inhaltlich ist das fünfte Mother’s-Cake-Album indes von den Themen geprägt, über die Yves seit jeher gerne singt: „Diese ganze Sex, Drugs und Rock’n’Roll-Welt. Also all das, was es eigentlich gar nicht mehr gibt, weil die meisten Bands heute ja lieber auf Nummer sicher gehen.“ Nicht allein deshalb passt der auf dem knallig-bunten Album-Artwork integrierte ‚Rated R’-Warnhinweis-Sticker, wie man ihn sonst von Amerikanischen Filmen kennt, gut ins Bild. Denn der mit ‚Intro‘ etablierte filmische Siebziger-Kosmos sowie Kubricks Kino kann man durchaus als eine Art konzeptuellen roten (oder in diesem Zusammenhang vielleicht eher orangenen) Faden betrachten, der sich durch das gesamte Album als Einfluss zieht. Wie bereits das Vorgängeralbum Cyberfunk! ist auch Ultrabliss im Sevenarts Studio, Überlärm Studio und Moonwalker Productions Studio entstanden und wurde erneut von Yves Krismer in Zusammenarbeit mit Manuel Renner und Raphael Neikes klanglich in Szene gesetzt. Dass Mulitinstrumentalist Neikes – der live sowohl Gitarre als auch Keys spielt – bereits seit der 2021er Mother’s-Cake-Veröffentlichung Studio Live Sessions zum festen vierten Mann für die bis dahin als Trio operierende Band avanciert ist, bleibt indes nicht die einzige personelle Veränderung: Während Bassist Benedikt Trenkwalder bei den Aufnahmen unvorhergesehen durch eine Krankheit verhindert war und hier glücklicherweise Arthur Darnhofer-Demar am 4-Saiter einsprang, hat Gründungsschlagzeuger Jan Haußels nach Beendigung der Albumsessions sowie 14 gemeinsamen Jahren die Band im Guten verlassen. Ein Nachfolger ist in Alex Kerbl schon gefunden und sogar die Feuerprobe erster gemeinsam absolvierter Bühnenauftritte bereits erfolgreich bestanden.
Für die Live-Zukunft planen Mother’s Cakes keineswegs mit zusätzlichen Show-Gimmicks das Kubrick-Konzept noch weiter zu verfolgen. „Ich finde heroische große Auftritte in einem 300er Club ein bisschen übertrieben“, so der Frontmann, „Das kann man eher vor Tausend Leuten machen. Deswegen machen wir auch eher die Anti-Rock-Show“, sagt der Sänger schmunzelnd und deutet damit bezüglich der Albumbegleitenden Tour auf ganz geerdete Gig-Gebärden an. Große multimediale Ablenkungsmanöver sind bei dem musikalischen Feuerwerk aus Psychedelia, Prog, Funk und (Classic-) Rock, welches Mother’s Cake musikalisch auf der Bühne entfachen werden, allerdings auch gar nicht nötig.
Dirty Sound Magnet ist ein Psychedelic Rock-Power-Trio aus der Schweiz, das seit 2017 die Musikwelt im Sturm erobert. Mit über 500 Shows in Europa, Großbritannien und Mexiko haben sie sich als unaufhaltsame Kraft des Rock etabliert. Ihr Sound verschmilzt die Energie von Led Zeppelin, die Mystik von The Doors und moderne Einflüsse wie Tame Impala zu einer einzigartigen Mischung aus Psychedelic, Progressive und Blues Rock. Die Band, bestehend aus Stavros Dzodzos (Gitarre, Gesang), Marco Mottolini (Bass) und Maxime Cosandey (Schlagzeug), ist bekannt für ihre hypnotisierenden Live-Performances mit schamanischer Bühnenpräsenz und instrumentaler Virtuosität. Ihr aktuelles Album „Dreaming in Dystopia“ (2023) setzt ihre musikalische Evolution fort, die sie mit Alben wie „Western Lies“ (2017) und „DSM-III“ (2022) begonnen haben. Dirty Sound Magnet verspricht eine unvorhersehbare Show voller Rockstar-Charisma, poetischem Gesang und mitreißender Dynamik – ein Muss für Fans von kreativem, grenzüberschreitendem Rock.
Herbert & Mimi, die zwei wunderbaren Clowns, MACHEN BLAU. Sie sind die ganze Woche fleißig und da ist es nur ganz natürlich, dass sie sich auf den Sonntag freuen.f ür Menschen im besten Alter - so ab 3 Jahren....
Herbert und Mimi sind die ganze Woche fleißig und da ist es nur ganz natürlich, dass sie sich auf den Sonntag freuen. Da kann man endlich einmal etwas gemeinsam machen. Naja, nicht jeder. Denn während sich Mimi auf den einzigen Tag in der Woche freut, an dem sie sich erholen kann, ist Herbert sehr damit beschäftigt, all das zu tun, wofür er sonst nie Zeit hat. Na bravo!
Musen-Kuss am Canapé - hochkarätig besetzt mit zwielichtigen Gestalten aus der musikalischen Unterwelt lockt mit einer außergewöhnlichen Chanson-Revue in die Athmosphäre der 20-er Jahre nach Berlin & überhaupt.
„Musenkuss am Canapé“ ist eine Chanson-Revue im Geist des Berlins der 20er Jahre.
Masterminds hinter der Konzept-Show sind neben Burgi Pichler Martin Peter und Eva Reheis von „Die Horchideen“.
Das musikalische Geschehen entspinnt sich rund um die Kunstfigur Madame Chevrolet:
Diese löst sich aus düsteren, kriminellen Verstrickungen und avanciert zur gefeierten Diva.
Begleitet wird die verwegene Lebefrau von Weggefährten aus ihrer eigenen Varietézeit.
Gemeinsam bilden sie das Ensemble Musenkuss am Canapé.
Auf der Bühne gewährt Madame Chevrolet dem Publikum immer mehr Einblick, wer sich hinter ihrer schillernden Maske verbirgt.
Erweitert um hochkarätige Streicherinnen wartet das „Musenkuss“-Ensemble im Septett-Format mit vielversprechender Instrumentierung auf.
Musenkuss am Canapé sind:
Martin Peter, Piano, Komposition, Arrangements
Burgi Pichler, Kontrabass, Gesang
Stefan Gritsch, Schlagzeug
Eva Reheis, Gesang, Texte
dazu das StreichTrio Infernale:
Sarah Kurz, Geige
Lydia Kurz, Bratsche
Sophie Trobos, Geige
und:
Clemens Ebenbichler als President Petzi am Saxophon
Moderne Musik-Comedy trifft auf klassische Standup Comedy: Eingängige Melodien zum Mitsingen und pointierte Publikumsinteraktion sind bei Lorenz Hinterberger's Show garantiert.
„Lo“ ist ein Millenial der gerne Rockstar wäre, aber bis Dato noch irgendwo zwischen Schulalltag und Kleinkunstleben zu finden ist.
Im Jahr 2023 konnts er einen ersten Kabarettpreis, nämlich den Grazer Kleinkunst-Publikumsvogel abstauben und auch direkt danach bei der Kabarett Talenteshow in Baden den Sieg davontragen. Mit seinem Stil hat er Publikum und Kritiker überzeugt.
Moderne Musik-Comedy trifft auf klassische Standup Comedy:
Eingängige Melodien zum Mitsingen und pointierte Publikumsinteraktion sind bei jeder Show garantiert.
John Blow: Eine Marching Band im Taschenbuchformat mit ordentlich Wumms. Der Bläsersatz deckt sämt-liche Höhen & Tiefen der Musikwelt ab, Genialität wird ihm nachgesagt
‚John Blow’ ist ein kompakter 7-köpfiger Luftdruckreiniger für die Ohren. Schnell, Mittel, Langsam. Sehr Laut, Laut und Mittelleise.
Wahlweise mit Trompeten-, Posaunen- oder Saxophonsoli gewürzt.
Das Menü beinhält alte und neue Klassiker und solche, die es werden wollen.
Und das genreübergreifend, im Marching-Band-Format
(3x Blech, 2x Holz, 2x Schlagzeug),
ohne Strom, ohne Stühle, ohne Notenständer.
Alles zum Mitnehmen, auch mit Lieferservice.
Jede Veranstaltung, die etwas auf sich hält, hat eine mobile Kleinblaskapelle vorzuweisen,
die Anzug- und Lederhosen sich von Bankett- und Bierbänken erheben lässt.
Die siebenköpfige Marching Band John Blow ist ein echtes Powerpaket – ganz ohne Strom und Notenständer bringen sie genreübergreifend Klassiker und moderne Hits im Marching-Band-Format auf die Bühne. Das Publikum darf sich auf ein energiegeladenes Programm freuen, bei dem Trompeten-, Posaunen- und Saxophonsoli für den besonderen Klang sorgen.
Eine Zeitreise in die Zukunft, die in den 50-er Jahren noch ausschließlich gut war - und Weihnachten noch weiß… Schlagertherapie eben – oder doch Therapie vom Schlager? auf alle Fälle: GANSCH, der Professa & Co
Thomas Gansch - Trompete, Gesang
Sebastian Fuchsberger - Gesang, Posaune
Leonhard Paul - Posaune, Gesang
Michael Hornek - Klavier
»Ein Schiff wird kommen, und das bringt mir den einen
Den ich so lieb' wie keinen, und der mich glücklich macht
Ein Schiff wird kommen und meinen Traum erfüllen
Und meine Sehnsucht stillen, die Sehnsucht mancher Nacht.«
Geht es Ihnen auch so? Sie schlagen die Zeitung auf, öffnen den Computer, drehen den Fernseher auf, oder stellen das Radio an und verzweifeln im selben Moment, da man Sie auf all diesen Kanälen davon zu überzeugen versucht, das Ende der Welt stünde unmittelbar bevor?
Sehnen Sie sich dann auch manchmal zurück nach der Zeit, als Mama beim Bügeln auf Radio Niederösterreich, der blaugelben Welle surfend, die schönsten Schlager der 50er und 60er Jahre von Caterina, Vico, Connie und Peter, Udo und natürlich auch Peter dem Großen mitsang? Als die Zukunft ausschließlich gut war und die Vergangenheit in Schwarzweiß. Als man von der Ferne träumte, von Fernando, Alfredo und Jose, der Ankunft des Schiffs harrte, das da kommen würde, oder ganz verliebt, nach ein paar Gläschen griechischen Weins, zwei Spuren in den Schnee zog und anschließend zwei kleine Italiener vom Bahnhof abholte?
Mir geht es manchmal so und deshalb gibt es diesen besonderen Abend. Vergessen wir für eine kurze Weile die Sorgen der Welt und ergeben wir uns unseren sehnsüchtigsten Träumen - damit wir's danach wieder frisch gestärkt mit der Realität aufnehmen können! Schlagertherapie sozusagen.
(Thomas Gansch)
Lassen Sie sich von Thomas Gansch und seinen musikalischen Begleitern auf eine außergewöhnliche Zeitreise in die 1950er und 60er Jahre entführen, als die unvergesslichen Melodien von Peter Alexander, Udo Jürgens, Caterina Valente, Vico Torriani und Connie Francis aus dem Radio trällerten. Zurück in eine Zeit, als man von der Ferne träumte, von Fernando, Alfredo und Jose, der Ankunft des Schiffs harrte, das da kommen würde, oder ganz verliebt, nach ein paar Gläschen griechischen Weins, zwei Spuren in den Schnee zog und anschließend zwei kleine Italiener vom Bahnhof abholte.
Ein ganz besonderer Abend voller nostalgischer Glückseligkeit, an dem die Sorgen der Gegenwart für eine kurze Weile vergessen werden dürfen und sehnsüchtige Erinnerungen wieder lebendig werden. Echte Schlagertherapie sozusagen!
[YThttps://www.youtube.com/watch?v=4hYYg62W8sE&t=58s]
Die junge österreichische Musikerin rüttelt gekonnt am Bild dessen, was man über zutiefst Popmusik zu wissen geglaubt hat. AVEC hat dieses besondere Etwas, dieses Verträumte, Zauberhafte & Ursprüngliche.
AVEC geht im Frühjahr 2025 mit ihrer Band auf große Europa-Tour Die über hundert Millionen Mal gestreamte Künstlerin AVEC startet im Frühjahr 2025 ihre große Tour durch Europa, mit einem besonderen Fokus auf Deutschland und Österreich. Anlässlich der Veröffentlichung ihres vierten Albums „AVEC“ im Januar 2025 präsentiert sich AVEC so, wie sie sich immer gesehen hat – authentisch und tiefgründig. Diese persönliche Note wird sich auch auf der Bühne widerspiegeln.AVECs Leidenschaft für das Live-Spielen ist unvergleichlich. Sie schafft es, Emotionen freien Lauf zu lassen und mit dem Publikum auf eine einzigartige Weise zu kommunizieren. Der Raum wird durch ihre Musik in ein Meer von Gefühlen getränkt. Ihre Konzerte laden zum Weinen und Tanzen ein, geben Gedankenanstöße und lassen das Publikum eintauchen und schweben. Diese Musik erfüllt jeden Raum und hat gleichzeitig die Kraft, die Zeit stillstehen zu lassen.
Die schönsten Lieder basieren nicht selten auf den spannendsten Geschichten. Und die sind im Idealfall wahr: Seit 2015 AVECs erste EP “Heartbeats” erschienen ist, rüttelt die junge österreichische Musikerin gekonnt und gut am Bild dessen, was man über zutiefst ehrliche Popmusik zu wissen geglaubt hat.
Die erste, sehr erfolgreiche Single “Granny” hat den Weg zum jugendlich-melancholischen Debütalbum “What If We Never Forget” geebnet. Es wurde mit mehreren Nominierungen bei den Austrian Amadeus Music Awards (unter anderem “Künstlerin des Jahres” und “Best Sound”) belohnt: ein erstes, starkes Folkpop-Statement, reduziert, kraft- und eindrucksvoll. So eindrucksvoll, dass AVEC in weiterer Folge unter anderem Support-Slots für Zucchero, Sting oder The Tallest Man On Earth gespielt hat.
Und genau da hat sich ein schöner Kreis geschlossen: Gerade der Letztgenannte ist für die selten gute und schlichte Art, wie er nur mit Gitarre und Stimme ganze Welten heraufbeschwört, bekannt. Lieder nach geschichtenerzählender Folktradition, die AVEC als sehr junger Teenager für sich entdeckt hat: Musik war in ihrem Leben immer da, angefangen bei den sehr guten 80er-Jahre-Pop-Vorlieben ihrer Mutter bis zu den ersten musikalischen Schritten in der Schule, damals noch an der Geige. Und etwas später dann, die unverhoffte Entdeckung der eigenen, herausragenden Stimme.
Wie viele sehr gute Musiker*innen hat AVEC sich geweigert, Noten lesen zu lernen, und sich stattdessen anhand von Büchern und Youtube-Videos selbst beigebracht, ihre Stimme und die damals ersten Texte an der Gitarre zu begleiten. Taylor Swift (und ihr Song „Fifteen“) war es dann schließlich, die AVEC zum ersten Mal das Gefühl gab, dass das der eine, echte, wichtigste Lebenssinn sein kann. Nachdem sie erste Songs daheim mit ihrem Handy aufgenommen und auf Soundcloud hochgeladen hat, hat die Entdeckung nicht lang gedauert. Der Rest ist eine fabelhafte Geschichte.
Als Gitarren-Virtuose Harri Stojka 2011 Indien bereiste, um den Spuren der Roma zu folgen, entstand dabei ein preisgekrönte Film - aber vor allem auch eine tiefe Freundschaft mit indischen Star-Musikern. Freuet euch....
Am 11.. April 2025 lädt der österreichische Gitarrenvirtuose Harri Stojka zu einem außergewöhnlichen Konzertabend ins Treibhaus. Mit seinem INDIA EXPRESS präsentiert er mehr als nur ein Musikerlebnis – es ist eine tiefgreifende kulturelle Erkundung, die Grenzen überwindet und die Wurzeln der Roma-Musik freilegt.
Die Geschichte dieses Projekts beginnt im Jahr 2010, als Harri Stojka für den Dokumentarfilm „Gypsy Spirit - Harri Stojka eine Reise" nach Indien reiste. Auf der Suche nach den musikalischen Ursprüngen seiner Vorfahren bereiste er Rajasthan und traf dort Musiker, die sein musikalisches Verständnis für immer verändern sollten. Der Film, der 2011 mit der Romy als bester Kinodokumentarfilm ausgezeichnet wurde, dokumentiert eine Reise, die weit mehr war als eine geografische Expedition – es war eine spirituelle und musikalische Entdeckungsreise.
Harri Stojka, selbst ein Meister der Improvisation und des musikalischen Dialogs, hat eine einzigartige Gabe: er kann Musiktraditionen überbrücken, ohne sie zu verwässern. Seine Gitarre spricht eine Sprache, die Jazz, Blues, Soul und Swing mit der uralten Musiktraditition der Roma verwebt. In Zusammenarbeit mit den indischen Musikern Kutle Khan, Gafur Khan und Aditya Bhasin entsteht so eine musikalische Fusion, die atemberaubend in ihrer Authentizität und Energie ist.
Die Freundschaft, die während der Dreharbeiten zu „Gypsy Spirit" entstand, mündete nicht nur in das Liveprojekt „Harri Stojka India Express", sondern 2012 erschien die erste Studioaufnahme „India Express“, 2017 folgte die Jubiläums-Live-CD aus dem Gasometer „India Express LIVE“ und 2023 dann die gemeinsam mit Jatinder Thakur (Tablas, Percussions & Voices) 2005 eingespielte CD vom ORF „Improvisation: Live“.
Besetzung:
Harri Stojka – guitar
Kutle Khan – voc
Gafur Khan – voc, karthal, babang, morchang
Aditya Bhasin – voc, dotara
Geri Schuller – keys
Sigi Meier – drums
Walter Hof – bass
„Wir im Westen sind teilweise übersättigt von Musik. In Indien habe ich wieder die existenziellen Grundlagen entdeckt: die Spielfreude, die Konzentration, die Freude am Üben, die Virtuosität, die Vollendung. - Es war irgendwie ein Gefühl wie Heimkommen. Diese irrsinnig dunklen Gesichter haben zu mir immer gesagt: ‚Welcome home Harri!' Wir sprechen dieselbe Sprache: die Sprache der Musik.“ (HARRi STOJIKA)
Die frühe Geschichte der Roma-Kultur liegt weitgehend im Dunkeln. Gesichert gilt, dass das Volk der Roma einst von Indien aus zu einer großen, bis heute nicht enden wollenden Reise aufbrach. Ihr Weg führt über Jahrhunderte hinweg durch unzählige Länder, Kulturkreise, Hemisphären. Die einzige Heimat, die dem fahrenden Volk blieb, war die eigene Kultur, zuvorderst die Musik. Roma-Musiker tragen die Fähigkeit in sich, unterschiedlichste musikalischen Einflüsse aufzugreifen & in ihren persönlichen Stil und individuelle Spielweise zu integrieren. Forscht man nach den Wurzeln des Gypsy Spirit, führen alle Wege zurück nach Osten, nach dem Urgrund der eigenen Identität: Nach Indien. Harri Stojka ist ihr stetig auf der Spur.
Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet - u.a. mit der Romy für den Preis „Bester Kinodokumentarfilm 2011“
Trotz gemeinsamer Wurzeln und einem Fundament traditioneller Tonleitern und Harmonien gibt es keine einheitliche Romamusik. Im Gegenteil: sie ist so vielfältig wie die Weltgegenden, in denen ihre Interpreten und Hörer leben. Forscht man nach dem Wurzeln des „Gypsy Spirit“, führen alle Wege nach Osten und schlussendlich nach Indien....
Die frühe Geschichte der Roma-Kultur liegt weitgehend im Dunkeln. Als gesichert gilt die Annahme, dass das Volk der Roma einst von Indien aus zu einer großen, bis heute nicht enden wollenden Reise aufbrach. Ihr Weg führte und führt über Jahrhunderte, eventuell Jahrtausende hinweg durch unzählige Länder, Kulturkreise, Hemisphären. Die einzige Heimat, die dem fahrenden Volk blieb, war die eigene Kultur, zuvorderst die Musik. Roma-Musiker tragen die Fähigkeit in sich, unterschiedlichste musikalischen Einflüsse aufzugreifen und in ihren persönlichen Stil und ihre individuelle Spielweise zu integrieren. Trotz gemeinsamer Wurzeln und einem Fundament traditioneller Tonleitern und Harmonien gibt es – einige wenige Lieder ausgenommen – keine einheitliche Romamusik. Im Gegenteil: sie ist so vielfältig wie die Weltgegenden, in denen ihre Interpreten und Hörer leben. In Mitteleuropa konnten sich trotz Ausgrenzung und Verfolgung von Rom und Sinti verschiedene Biotope, Überlieferungen und Spielweisen entwickeln. Forscht man nach dem Wurzeln des „Gypsy Spirit“, führen alle Wege wieder zurück nach Osten, nach dem Urgrund der eigenen Identität und Existenz. Nach Indien....
Walter Richard Langer über Harri Stojka:
" Viel Bluesfeeling, immense gitarristische Technik, die mit soviel spielerischer Souveränität dargeboten wird, daß man sie fast für selbstverständlich nimmt."
„Clever und monströs“ Süddeutsche / „Berührt Herz und Hirn. Spielt sich in absurde Höhen mit fabelhaften Begegnungen“ Presse / „Ein gar so hoffnungsloser Fall ist Christoph Fritz im realen Leben nicht.“ Standard
Wenn Christoph Fritz seine Mutter trifft, schütteln sie sich zur Begrüßung die Hände. Manchmal verzehrt er sich so sehr nach Nähe, dass er sich über den Erhalt von Spammails freut oder die an den Vorvormieter adressierten Briefe.
Da man auf Spammails aber nicht antworten sollte und das heimliche Öffnen von fremden Briefen über Wasserdampf bekanntlich auch keine Dauerlösung darstellt, begibt er sich auf die Suche nach Intimität, die er an Orten findet, an denen er sie nicht vermutet hätte.
So werden eine abgelegene Straße in Frankreich, ein nächtlicher niederösterreichischer Garten oder die Ordination eines Urologen zu Schauplätzen unverhoffter Zärtlichkeit.
Regie: Sebastian Huber und Sonja Pikart
Christoph Fritz zählt zu den großen Talenten des heimischen Kabaretts. In seinem zweiten Programm "Zärtlichkeit" geht es um Sex. Kann das gutgehen? Beherzter Griff in die von Angst besetzten Schamzonen: Christoph Fritz schätzt zum Beispiel an Beziehungen, dass man ihretwegen "auf keine Dates mehr gehen muss".
Zum Interviewtermin erscheint Christoph Fritz weder zu früh noch zu spät. Ihm gelingt eine Punktlandung. Und das ist schon die erste Pointe – vorausgesetzt, man hat sein neues Kabarettprogramm gesehen. Es heißt Zärtlichkeit, ist das zweite seit seinem vielgefeierten Debüt Das Jüngste Gesicht (2018) und handelt schwerpunktmäßig von einem Thema, über das man(n) nicht so gerne redet: vorzeitiger Samenerguss.
Jetzt muss man sich Christoph Fritz als jemanden vorstellen, der über derlei gänzlich anders spricht, als man es vielleicht von billigen Macho-Comedians der Marke Mario Barth kennt. Christoph Fritz besticht durch radikale Schüchternheit. Seine Sätze klingen sanft und zögerlich, mitunter stotternd, und sind dennoch von einer Trotzigkeit, die das Publikum verdutzt zurücklässt. Es habe ihn gereizt, etwas Schambehaftetes aufzugreifen, sagt er dem STANDARD, genauso zögerlich wie er auf der Bühne spricht.
Im Programm stellt Fritz sich als jemand dar, der beim Sex nicht an die Sache an sich, "sondern an die schmelzenden Polkappen denkt" und seine Kondome – so er sie denn je braucht – sicherheitshalber in einem Tupperg’schirrl aufbewahrt. "Verklemmt" wäre wohl eine Zuschreibung dafür, aber Fritz deutet derlei mit einem achselzuckenden "Ich bin, wie ich bin" zum Empowerment um: Er sei eben jemand, der sogar seine Therapeutin deprimiert.
Ein gar so hoffnungsloser Fall ist Christoph Fritz im realen Leben nicht, wie er im Gespräch beruhigt: "Ich bin in echt schon auch sozial unbeholfen, aber auf der Bühne ist natürlich vieles übertrieben und überhöht. Das muss so sein."
Aufgewachsen ist Christoph Fritz im ländlichen Niederösterreich, in der Schule war er der Einserschüler. Theatererfahrung oder Kabarettbegeisterung gab es bei ihm zunächst gar keine, "zum ersten Mal als lustig wahrgenommen wurde ich, als ich – warum auch immer – als Schulsprecher kandidiert habe".
Später tat er das, "was alle tun, die nicht wissen, was sie tun sollen, aber trotzdem einen Job wollen", und studierte Betriebswirtschaft. "Das war trocken, ja", sagt er, aber vielleicht passte es ganz gut zur Humorart des heute 28-Jährigen: Die ist nämlich staubtrocken.
Eine Studienkollegin setzte ihm schließlich den Floh ins Ohr, er könne es doch mit Stand-up-Comedy probieren. "Dann habe ich Youtube-Videos geschaut. Englischsprachiges, Louis C. K., Andy Kaufman, Monty Python." Sein erster Auftritt war dann auch auf Englisch in einem australischen Pub in Wien. "Ich hab’ mich eh fast nicht getraut."
Dank guter Kritiken für das erste abendfüllende Programm ging es im Jahr vor der Pandemie rasant nach oben. Fast zu rasant, denn die Zwangspause durch die Lockdowns habe ihm "auch gutgetan, die vielen Auftritte waren einmal zu Ende. Und man hatte endlich keine Angst mehr, irgendetwas zu verpassen."
Verglichen wurde Christoph Fritz von Anfang an mit dem jungen Josef Hader. Den hat er nun sogar in sein Programm hineinimaginiert, als Stehnachbar bei einer beklemmenden Pissoirszene. Natürlich möge er den Hader-Humor, aber ein Vorbild? "Nicht wirklich, wichtiger ist für mich der Austausch mit Kabarettkollegen meines Alters."
Frauen sind in der Digitalisierung stark unterrepräsentiert. Um den ''Digital Gender Gap'' rasch zu schließen, fördert die Arbeiterkammer Wien im Rahmen des Digitalisierungsfonds zahlreiche Projekte speziell für Mädchen und Frauen.
Inhaltlich gehe es ihm durchaus darum, ein anderes Männerbild jenseits von Muskeln und Performancedruck vorzuleben. Dazu gehört im Programm Zärtlichkeit das Spiel mit sexuellen Orientierungen: hetero-, homo-, bi- oder asexuell? Alles fluide, und zu allem fällt Fritz etwas Lustiges ein. "Für mich fühlt sich Sex an, als wär’ ich gerade mit der Polizeischule fertig geworden und muss jetzt im Kaufhaus eine Bombe entschärfen", ist so ein Satz.
Hinzu kommt die Lust an Widersprüchen, wenn er sich einerseits als jemand darstellt, der an seiner Überempathie scheitert ("Wenn ich im Kino vor einem großen Menschen sitze, frage ich ihn, ob das für ihn eh okay ist"), und an anderer Stelle gänzlich erkaltet agiert ("Das beste an Beziehungen ist, dass man auf keine Dates mehr gehen muss").
Wohin es karrieretechnisch noch gehen kann? "Ich würde gerne etwas schreiben, das nicht für die Bühne bestimmt ist, einen Roman vielleicht, auch eine Filmidee trage ich mit mir herum." 2022 hatte er selbst eine kleine Schauspielrolle im Film Der Onkel – The Hawk von und mit Michael Ostrowski. "Auch in die Richtung kann es weitergehen, es ist gut, wenn man verschiedene Standbeine hat, die sich befruchten."
Womit wir zurück beim Thema wären. Auf dem Höhepunkt seines Programms erzählt Fritz, wie er einmal zwei Igel bei der Paarung gestört hatte und aus Mitleid bei der Vollendung des Akts assistierte. Anders als ein erlebter Raubüberfall, von dem er auch erzählt, stimme diese Episode nur zum Teil. "Aber ich mag das Verwirrspiel mit dem Publikum", sagt Fritz, "ein paar Schritte vor, dann zurückrudern, dann wieder nach vor." Und das klingt dann ja tatsächlich nach gelungenem Sex.
(Stefan Weiss, STANDARD 20.9.2022)
"A New Generation Is Born" Im Stile von Jimi Hendrix, Steve Ray Vaughan, Johnny Winter und vielen anderen Bluesgrößen, aufgepeppt mit Rock- und Funksounds, ist Bernard Allison einer der "New Powerhouse-Blues"
In Memory of my Dad, Luther Allison. Der 1997 verstorbene Luther Allison prägte die Blueslandschaft wie kaum ein Zweiter. Nach seinem Tod rückte immer mehr Bernard Allison ins Rampenlicht der Blues-Szene. Bernard, eines von neun Kindern der großen Allison-Family, hat den Blues vom Vater geerbt. Mehr noch, er reichert die grundsoliden Strukturen mit modernen Sound- und Stilmitteln an und drückt so der Musik seinen persönlichen Stempel auf. Das dies sehr gut ankommt, beweist sein neues Album "Across The Water".
"A New Generation Is Born" - Im Stile von Jimi Hendrix, Steve Ray Vaughan, Johnny Winter und vielen anderen Bluesgrößen mehr, aufgepeppt mit Rock- und Funksounds, ist Bernard Allison einer der "New Powerhouse-Blues" Vorreiter. Wir leben im 21. Jahrhundert und hören auch so. Einflüsse aus anderen Genres erweitern das Bewußtsein und lassen Spielraum für neue Kreationen.
Einer der ganz großen, ganz wichtigen Väter des Blues ist 1997 gestorben. Luther Allison gehörte zu den Musikern, die den Blues nicht nur in exzellenter Weise spielten und sangen, er prägte ihn entscheidend mit, gab ihm seinen unverwechselbaren, lebendigen Stil, war einer der Pioniere, die den Blues nicht nur mit rockigen Elementen verkuppelten, ihm eine modernere Richtung gaben. In einer Beziehung, die Bernard Allison als eher brüderlich denn väterlich beschreibt, gab der Vater seinem Sohn manchen Hinweis in Bezug auf das Business. Doch er lehrte ihn nicht, wie er Gitarre zu spielen hätte. Dennoch darf man seinen Einfluss auf die Musik des Sohnes als sehr entscheidend betrachten, obgleich Bernard diesen Einfluss in seinem eigenen Stil reflektiert, der durch sein Selbststudium ebenso geprägt wurde, wie durch die Erfahrungen, welche er bei Koko Taylor, Johnny Winter oder im besonderen auch bei Stevie Ray Vaughan sammelte.
Den wichtigsten Rat erfuhr er dennoch von seinem Vater, der zu ihm sagte „Du wirst Einflüsse und Idole haben, aber du wirst dich selbst hineingeben müssen, in das, was du spielst.“ Die Achtung voreinander und das Profitieren voneinander war bei Bernhard und Luther gegenseitig. Beeindruckt von der Art, mit der sich Bernard Allison mit der frühen Musik des Vaters auseinander setzte, lud dieser den damals dreizehnjährigen dazu ein, zwei Songs auf seinem Album „Gonna Be A Live One Here Tonight“ mit einzuspielen. 1983 standen sie beim Chicago Blues Festival gemeinsam auf der Bühne. Später reiste Bernard als Bandleader der ‚Luther Allison Group’ durch Europa. Sie arbeiteten gegenseitig für ihre Projekte, schrieben Musik und Texte zusammen. Bernard beschrieb es als gegenseitigen Austausch, als Geben und Nehmen.
Nicht zuletzt durch seinen Vater hatte Bernard Allison schon als Jugendlicher die Möglichkeit, bedeutende Musiker zu treffen. Dass er diese Einflüsse umfassend aufsog und sich auch mit den verschiedensten Stilen auseinander setzte, sie in der eigenen Musik verarbeitete, reflektierte, das ist seine eigene Leistung, die ihn aus dem Schatten seines Vaters treten ließ. Die soliden Bluestraditionen bereichert er mit modernen Sounds und Stilen, mixt sie problemlos mit Mitteln des Rock, Funk, R&B, Reggae und Gospel und trägt auf seine Weise die Begeisterung für den guten alten Blues in weitere Generationen. Kein geringerer als Prince lud Bernard Allison dazu ein, neben Stars wie Norah Jones, Maceo Parker oder Sheila E. an der ‚Xenophobia’ in seinen Paisley Park Home Studios teilzunehmen.
MOTIONSICK ist das Ergebnis von vier Individuen, die ihrer Kreativität eine Plattform geben wollen und zusammenkommen, um ein Projekt zu schaffen, das seinesgleichen sucht. Supp: ELECTRIC SUPER WOLVES
Es ist wieder einmal so weit! MOTIONSICK laden zu ihrem nächsten großen Auftritt im Treibhaus ein!
Die Show nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch den Songkatalog der Band. Unterstützt wird das Ganze von einem abgestimmten Licht und Visualkonzept und Showelementen, die es nur bei den Treibhauskonzerten von MOTIONSICK zu sehen gibt. Diesmal bittet die Band heimische Musikergrößen wie Andreas Steiner (2seedsleft, Tom Joseph, uvm..) und Miriam Schmid (MIM, Mad About Lemon, uvm…) auf die Bühne um den Songs eine besondere Note zu verleihen.
...ist das Ergebnis von vier Individuen, die ihrer Kreativität eine Plattform geben wollen und zusammenkommen, um ein Projekt zu schaffen, das seinesgleichen sucht. Eine fortlaufende Geschichte, die Instrumental wie auch lyrisch erzählt wird und sich dabei keine musikalischen Grenzen setzt. Von verzerrten Gitarren Riffs bis hin zu von Klassik angehauchten Instrumentalstücken werden alle verfügbaren Stilmittel verwendet, um so die Emotionen der Hauptfigur und seinem Umfeld bestmöglich widerzuspiegeln.
...is the band of Peter Siess (Vocals, Bass, Synth), Philipp Ossanna (Guitar), and Lukas Laimer (Drums). The trio was founded in 2018 to develop their approach to music based on the influences from psychedelic rock, free jazz, blues and noise.
Jetzt wird nachgeholt: Die französische Erfolgstruppe L'Entourloop kommt mit ihrer energiegeladenen Live-Show und den Gästen N'zeng, Troy Berkley und BlabberMouf nach Innsbruck. REGGAE / HIP-HOP
Im Jahr 2022 präsentierten die unaufhaltsamen Ältesten des L'Entourloop-Kollektivs, King James und Sir Johnny, stolz ihr lang erwartetes drittes und neues Album „La clarté dans la confusion“ („Klarheit in Verwirrung“). Die 20 Tracks des neuen Albums wurden in ihrem mittlerweile legendären Bandulu Studio produziert und sind das Ergebnis eines geduldigen Produktionsprozesses, der mit Sorgfalt und Leidenschaft durchgeführt wurde. Das ganze Album hindurch zeugt L'Entourloop auf seine eigene Art und Weise mit Hilfe eines Puzzles von Filmsamples von dieser seltsamen Zeit, die wir gerade kollektiv durchlebt haben, und setzt sein ganzes Können ein, wenn es darum geht, die Menschen zum Tanzen zu bringen. Seit 1964, als der Song „My Boy Lollipop“ die europäischen Radiosender überflutete, hat die Liebe von L'Entourloop zum Reggae und seiner Kultur nie aufgehört zu wachsen. Mit diesem dritten Album wollten sie den legendären Pionieren dieser unglaublichen Bewegung Tribut zollen – mit Künstlern und Produzenten wie Tom Wong, Count Machuki, Prince Buster und Lee „Scratch“ Perry. Ein Album, das eine wahre Liebeserklärung an die Soundsystem-Kultur und ihre Kinder - Reggae, Dancehall und Hip-Hop ist.
Der Erfolg ihrer vorherigen Alben „Chickens in Your Town“ (2015) und „Le Savoir Faire“ (2017), mit ihrem berühmten „Banging Hip-Hop Inna Yardie Style“ brachte L'Entourloop schnell ins Rampenlicht, zusammen mit ihren Hunderten von Shows in ganz Europa. Das geheimnisvolle Kollektiv bringt weiterhin ein stetig wachsendes Publikum auf der ganzen Welt zusammen, wie die Hunderte von Millionen Plays auf Musikplattformen.
Als wahre Liebhaber des Vinyls und des alten Kinos haben die unersättlichen Digger auf ihrer ständigen Suche nach dem ultimativen Sample ihre Fans warten lassen, indem sie zuerst den exzellenten DJ-Mix „Start From Scratch“ im Sommer 2021, gefolgt von einer Reihe von 3 offiziellen Remixen, darunter die Reunion Insel-Hymne „Li Sem“.
Ein weiteres auffälliges Merkmal von L'Entourloop ist die große Fähigkeit von King James und Sir Johnny, unglaubliche Gäste aus aller Welt zu versammeln. Ob mit Skarra Mucci und ihrem mittlerweile zum Klassiker gewordenen „Dreader Than Dread“ oder ihrer hervorragenden EP „Golden Nuggets“ (2019), Capleton für den extravaganten Remix von „Burn Dem Down“, dem Produzenten Panda Dub, mit dem sie bei „Le Bonheur“ zusammenarbeiteten oder der französischen Sängerin Biga Ranx für ihren Hit „Push The Limits“, L'Entourloop hat die Gabe, Kollaborationen zu kreieren, die den Geist prägen. Mit nicht weniger als 32 Gästen aus der ganzen Welt feuern die MCs Texte wie in einem Westernfilm ab, und das neue Album ist da keine Ausnahme!
Auf der Reggae-Seite treffen jamaikanische Legenden wie Ken Boothe und Bounty Killer auf Stars der neuen Generation wie Alborosie, Kabaka Pyramid, Queen Omega und Marcus Gad. Auf der Hip-Hop-Seite Chali 2Na von der legendären US-Gruppe Jurassic 5, der schwedische MC Promoe von Looptroop Rockers, US-Rapperin Rêverie, der hervorragende JuJu Rogers, der französische Beatmaker Degiheugi und die unwiderstehliche südafrikanische Rapperin Dope St Jude haben alle einen Auftritt.
Der Vibe des Vereinigten Königreichs ist ebenfalls zu spüren, mit Beiträgen von den Jungle- und Dancehall-Pionieren General Levy und Tippa Irie sowie den Schwergewichten der Grime-Szene Flowdan, Lady Chann und Killa P. Französische Künstler wie Big Red, O.B.F und Manudigital stehen ebenfalls im Rampenlicht. Um diese erstaunliche Besetzung zu vervollständigen, hat L'Entourloop wieder einmal den unvergleichlichen Troy Berkley von den Bermudas und den talentierten Trompeter N'Zeng, ehemals Le Peuple de l'Herbe, um das Kollektiv auf der Tour zu begleiten, zusammen mit einem neuen Mitglied - dem hervorragenden niederländischen Rapper BlabberMouf, der sich gerade der neuen Live-Show angeschlossen hat.
Nach mehr als 100 Terminen in 2022 & 2023 ist L'Entourloop auch heuer wieder unterwegs - entschlossener denn je, die französischen und europäischen Bühnen zu rocken. Nach langen Jahren des Wartens schlagen L'Entourloop mit ihrem neuen Album „La clarté dans la confusion“ und ihren Gästen N'Zeng, Troy Berkley und BlabberMouf am Donnerstag, den 7. November in Innsbruck auf!
MAGNETO'S rhythmische Eskapaden à la Karneval in Rio de Janeiro bis hin zu befremdlich anrührenden Balladen treffen auf HHANOI'S New Grunge & Groove Rock. Ein doppelter KonzertDoppler aus Tarroll!
Jesse / Magneto ist die neue Formation der beiden im Titel genannten Kapazunder. Das impulsive Duo, entstanden auf einer Konzertreise nach Armenien, kombiniert ureigene Kompositionen mit gefährlichen Motorradklängen in ohrenbetäubender Lautstärke. Das Debütalbum »Rote Lippen«, das heuer im Frühling erschien, läuft derzeit auf jedem Plattenspieler, der etwas auf sich hält. Die Kompositionen reichen von rhythmischen Eskapaden à la Karneval in Rio de Janeiro bis hin zu befremdlich anrührenden Balladen. Das Werk ist irgendwo zwischen Miles Davis und Reinhold Stecher zu verorten. Wer schnelle und laute Musik fürchtet, sollte beim Hören der Platte möglichst Augen und Ohren bedecken.
DRUMS & VOC ¦
Jesse ist Musikant und Textilmogul aus Telfs. Er veröffentlichte zahlreiche Tonträger, zuletzt die Platte »Uno« mit seiner Band. 2020 wurde er mit dem »Hubert von Goisern Kulturpreis«, 2021 mit dem Euregio Musikpreis »Upload Sounds« ausgezeichnet. Im Jahr 1998 holte er den hervorragenden vierten Platz beim Zwergelerennen in Mösern.
GUITAR ¦
Magneto ist Komponist und Musiker aus Wattens. Er ist Teil des Tiroler Quartetts »HI5«. Zahlreiche Tourneen und Konzertreisen führten ihn in die USA, nach Canada, Mexiko, Polen, China, Japan und Indien. Er wurde unter anderem mit dem »Joe Zawinul Preis«, mit dem »Grand Prize bei der Bucharest International Jazz Competition« und dem »Outreach Young Master Award« ausgezeichnet.
Das Innsbrucker Rock Duo agiert sowohl akustisch als auch visuell abseits von den Klischees des Genres und experimentiert gerne. Strahlender Optimismus trifft auf Weltschmerz, getragen vom unverdorbenen, jugendlichen Spieltrieb der Band. HHΛNOI ist für die beiden Musiker Ventil: Sexismus und andere gesellschaftliche Missstände werden wütend angeprangert - Desillusion, Melancholie und die eigene Vergänglichkeit werden verarbeitet. Ihr Drang, sich in neue Gewässer zu wagen, mündet in Songs zwischen Groove und Grunge, emotional und wuchtig. Der erste HHHANOI Duo - Gig seit fast 7 Jahren. Vorfreude!
HHANOI is:
Hans Hauser (guit, vox)
Lucas Lurz Geiler (drums, back vox)
„Klingt so, als hätten sich die Red Hot Chili Peppers, Velvet Revolver, Pink Floyd und die Black Keys auf einer Party getroffen und die ganze Nacht durchgefeiert!“ (WestPoint Magazin 01/17)
Vier Magische Akkordeons vom Rande Europas „Erfindungsreiche und kreative Instrumentalmusik von einem der besten Kunstmusikensembles Europas" (Rondo) Artur Fernandes / Francisco Miguel / Filipe Cal / Filipe Ricardo
Hinter dem Namen Danças Ocultas verbergen sich vier Akkordeonisten aus Agueda in der Nähe von Porto, die zu den innovativsten und spannendsten Vertretern zeitgenössischer Klänge aus Portugal gehören. Seit einigen Jahren erobern sie die internationalen Bühnen mit einem beim ersten Hinhören unspektakulären Konzept: ruhig, lyrisch, mehr oder minder traditionell, mit nur vier diatonischen Akkordeons.
Der Name des Quartetts hat nichts mit esoterischen Welten zu tun sondern weist darauf hin, dass die vier Musik für Tänze spielen, die erst noch erfunden werden müssen. Der berühmte Fado spielt eine untergeordnete Rolle, eher nehmen sie die traditionelle dörfliche Musik, Tango Nuevo und die Kammermusik z.B. des russischen Terem Quartetts als Basis für ihre Erkundungen. Sie halten weder akkordeonistische Schnelligkeitswettbewerbe ab noch spielen sie reine Volksmusik. Am ehesten lässt sich ihre zeitlose Kunstmusik wohl als impressionistischer Folk bezeichnen: minimalistische, tiefgründige Klanggemälde voll unerwarteter Wendungen und erhabener Melancholie. Sehr spezielle Musik, in die man gar nicht anders kann als hineinzukippen.
Die Band wurde gefördert von Gabriel Gomes, dem Akkordeonisten der portugiesischen Kultformation Madredeus. Er hat sie motiviert, ihre eigene Klangwelt auszuschöpfen. Die Zusammenarbeit mit dem Choreographen Paulo Ribeiro, Auftritte bei zahlreichen internationalen Festivals sowie ein umjubelter Showcase bei der Womex 2010 in Kopenhagen haben Danças Ocultas mittlerweile weit über Portugal hinaus bekannt gemacht.
PRESSE
Nicht nur wegen des brillanten Zusammenspiels der vier Akkordeonisten, sondern auch wegen der phänomenalen Arrangements von Jacques Morelenbaum ist das Album ein absolutes Muss für jeden Folkliebhaber!“
Rootstime, Dentro Desse Mar, BE
„Magisch und tiefgründig, lyrisch und beseelt. (…) Musik vom Rande Europas, bei der einem das Herz aufgeht! (…) eine betörende Welt inspirierter Interaktion, emotionaler Momente und ausgelassener Tänze.“
Bayerischer Rundfunk, Susanne Schmerda über Dentro Desse Mar, DE
„Das Quartett Danças Ocultas hat es längst geschafft, aus dem Kreis der Liebhaber des Akkordeons zu schlüpfen und die grosse Bühne zu bespielen. Dafür ist ‘Amplitude’ das beste Beispiel.”
JazzThing, DE, Amplitude
„Amplitude“ ist ein gewaltiges Album, bei dem einem das Herz aufgeht.“
Sound&Image, DE, Amplitude
„Das Quartett aus der Nähe von Porto zelebriert portugiesische Melancholie. … Sie lassen mit ihren feinen und leisen, präzisen bis schwelgerischen Arrangements Bilder entstehen, die die Zuhörer mit auf eine Reise zu Landschaften im Morgennebel und leichtfüssig tanzenden Gestalten nehmen … auf eine Reise jedenfalls in die eigene, inspirierte Gedankenwelt. Danças Ocultas richten sich mit ihren Kompositionen an ein Publikum, das auserlesene Kammermusik liebt.“
Akkordeonmagazin, DE
fast wie im richtigen leben - ein abend mit dem großartigen gerhard polt - und der helmut sprenger spielt die musik seiner neuen CD AUFFI dazu. das wird ein ereignis...
Wer kennt ihn nicht, den bayrischen Kabarettisten GERHARD POLT mit ausgesprochen handfesten, teils knallhart realistischen und sprachlich höchst raffiniert ausgefeilten komischen Dramoletten über das Tun und Lassen der Menschen?
Der Kabarettist und Schauspieler Gerhard Polt liebt es von kleinbürgerlichen Abgründen der Gesellschaft zu erzählen. Mit seiner Real-Satire grantelte der gebürtige Bayer über verbohrte Spießigkeit und doppelbödigen Alltag, aber auch gegen politischen Starrsinn. Doch nicht jeder versteht seinen Humor. Die Bayerische Staatsregierung beschwerte sich nach einem Fernsehauftritt von Polt Anfang der 1980er-Jahre sogar über die "verleumderische und bösartige Ehrabschneidung" des Kabarettisten.
Der während des zweiten Weltkrieges geborene Bayer, der in dem kleinen Wallfahrtsort Altötting streng katholisch aufwuchs, floh nach seinem Studium der Politikwissenschaft erst einmal ins liberale Schweden. Vier Jahre studierte Polt dort Sprachen und schrieb zurück im konservativen Bayern eine Tätigkeit als Übersetzer und Lehrer auf seinen Steckbrief.
1976 hatte Polt seinen ersten Auftritt als Kabarettist. Kurze Zeit darauf hörte man seine Stimme in der Hörspielproduktion des Hessischen Rundfunks "Als wenn man ein Dachs wär' in seinem Bau" in 30 Rollen und schon drei Jahre später lief seine 12-teilige Sketchserie "Fast wia im richtigen Leben" im Bayerischen Fernsehen.
Die Komödiantin Gisela Schneeberger, die dort an seiner Seite spielte, begleitete ihn in seinem künstlerischen Schaffen bis heute. Auch die Günzlhofener Band "Biermösl Blosn", die den Kabarettisten regelmäßig bei seinen Tourneen begleitete, und der Regisseur Hanns Christian Müller gehören zu Polts engem Kreis. Mit Müller gründete Polt den Baaz-Verlag, um dort seine Texte, Platten und Bücher zu veröffentlichen.
1983 kam der erste Film "Kehraus" des Kabarettisten in die Kinos, es folgten 1988 "Man spricht deutsh" und 2004 "Germanikus". Sein Film "Und Äktschn" kam 2014 in die Kinos.
Weitere Platten folgten, darunter "Da fahrma nimmer hin" (2015), "Wer ist wir" (2017) sowie "Schee war's" (2019). Darüber hinaus wirkte Polt in mehreren Theaterstücken mit, wie etwa in "Ekzem Homo" (2015) im Schauspielhaus der Münchner Kammerspiele.
Fast 30 Preise für sein satirisches Schaffen stehen bis heute auf Polts Steckbrief, unter anderem der "Grimme Preis in Silber", der "Große Karl Valentin Preis" und der "Bayerische Kabarettpreis". Darüber hinaus wurde Polt 2017 mit dem "Bayrischen Fernsehpreis" sowie mit dem "Ehrenpreis des Bayrischen Ministerpräsidenten" geehrt.
"D' Leut wissen, wo der Spaß aufhört, aber net, was er is", meint Gerhard Polt. Der Kabarettist spricht über Kasperl, Stoiber und das Komische als solches - beim Weißwurstessen mit SZ-Redakteur Hermann Unterstöger.
Fragt man Gerhard Polt am Telefon nach dem Wesen des Humors, sagt er "Mei" oder "Ja mei", und wenn man in den Schwingungen seiner Stimme, diesem unverwechselbaren Timbre, einigermaßen zu Hause ist, hört man unschwer heraus, was der Mann damit ausdrücken will.
So gesund will ich sein, heißt das, wie ich nicht weiß, was das Wesen des Humors ist, und ich bin einmal gespannt, wie viele von euch Presseleuten diesen Fasching von mir noch den Humor erklärt bekommen wollen, aber andererseits soll man ja nicht so sein, meine Kollegen erklären schließlich auch immer den Humor, ohne die geringste Ahnung von seinem Wesen zu haben, ja oft ohne über ihn selbst zu verfügen, also red ich halt mit dem Kerl, vielleicht kommt ja was Lustiges raus dabei. Dies die Übersetzung von "Mei"; die von "Ja mei" wäre noch ein paar Zeilen länger.
Polt sagt also "Mei", und weil er ein freundlicher Mensch ist, fügt er hinzu: "Kimmst halt, dann redn ma a weng, und wennsd magst, bring i Weißwürscht mit, aus Miesbach, und a paar Brezn bring i aa mit, und a Weißbier hol ma uns beim Wienerwald, und nacha redn ma halt, wennsd moanst."
Das ist ein Wort. Zur verabredeten Zeit hat Polt schon alles besorgt, pro Nase zwei Weißwürste und zwei zusätzliche, die aber nicht zum Verzehr vorgesehen sind, sondern folgenden unentbehrlichen Dialog hervorrufen sollen: "Magst zwoa Würscht oder drei?" - "Zwoa." - "I aa." - "Weil bei da drittn miassat i schbeim.'' - "I fei aa." In den Kühlschrank also mit den überzähligen. Polt erinnert eindringlich daran, dass ins Weißwurstwasser zwei, drei Scheiben Zitrone gehören. Ins Knödelwasser übrigens auch.
Der Preis und sein Träger
Nach den Würsten erörtert Polt den Humor, und man kann jetzt schon sagen, dass seine Rede dem Mäander gleicht, der einmal hierhin fließt und dann wieder dorthin und der unter den anderen Flüssen deswegen wahrscheinlich als vergleichsweise konfus gilt.
Schön ist er aber schon, der Mäander, und man sollte sich darum hüten, die ihm gleichende Poltsche Rede durch sogenannte zielführende Fragen zur Stringenz zu nötigen. Immerhin gibt es einen Anlass, sie ins Fließen zu bringen. Polt hat vor ein paar Tagen den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor bekommen, und nun sagt er etwas, was er schon ein paar Mal gesagt hat: "Unerbittlich suchen sich die Preise ihre Träger."
Er will das nicht als preiskritisch verstanden wissen, sondern im Sinne des von Karl Valentin formulierten Paradoxons: "Ich bin auf Sie angewiesen, aber Sie nicht auf mich - merken Sie sich das." Wie das genau auf den Preis anzuwenden ist, bleibt in jener Schwebe, die Polts eigentlicher Ort ist und auf der sich außer ihm nur wenige mit Anstand und Grazie halten, geschweige denn bewegen können.
Wenn Humor so etwas ist wie heitere Gelassenheit gegenüber den Unbilden des Lebens, dann hat ihn Polt in hohem Maße. Er bleibt bei der Unbill, den Humor beschreiben zu sollen, absolut locker, schaut zum Senfglas, als säße der Humor da drin, und versucht ihn von außen einzukreisen.
Die Ironiebegabung, doziert er drauflos, sei nicht besonders ausgeprägt. "D' Leut wissen, wo der Spaß aufhört, aber net, was er is", sagt er und vergewissert sich mit einem Seitenblick, dass wir uns einig sind: Das ist ja schon mal was. Polt ist der Ansicht, dass man, Begabung hin oder her, den Sinn fürs Komische wecken und fördern sollte, und zwar schon in der Schule.
"Warum hat das Tragische einen Stellenwert und das Komische nicht", fragt er mit anklagender Gebärde, "und warum haben die Politiker immer die vorderen Seiten, auch bei seriösen Zeitungen?" Wieder ein Seitenblick. Er könnte bedeuten: No ja, des wirst du net ändern, da hast du den Arsch z' weit untn.
Um davon abzulenken, empfiehlt es sich, Polt einen Köder hinzuwerfen. Ob er Herbert Achternbuschs sowohl in der Wurst- als auch in der Humorsphäre verankertes Theorem kenne: "Was is scho lustig? A Bratwurst is lustig!"
Nein, erwidert Polt, steigt aber sofort in die Materie ein und sagt, dass es dabei auf die Perspektive ankomme, so ähnlich wie beim Kasperl, der das Krokodil nicht sieht und sich wundert, warum die Kinder, die es sehen, vor Schreck und Gaudi quietschen. Oder, um auf dem Nahrungssektor zu bleiben, etwas Vergleichbares beim Faschingskrapfen: "Du siehgst an Unschuldigen neibeißen und woaßt, glei schiaßt da Baaz raus."
Von hier aus ist es nur ein kurzer Weg zu der Frage, ob Humor einen Zwang ausübe. Man sage ja: "Ich habe lachen müssen", was schon seiner Mutter widerfahren sei, als sie vor Jahr und Tag mit zwei Freundinnen am Odeonsplatz war und Hitler reden hörte. Die drei Mädchen hätten lachen müssen, das aber nicht gedurft, was ihnen klar wurde, als ein Ordner kam und sie anfuhr: "Jetzt wenns net aufhörts, kriagts a Fotzn!"
Da seien sie dann doch lieber gegangen. Polt hängt an dieser Stelle einen Exkurs über Edmund Stoibers Redekunst an, nicht um einen unzulässigen Vergleich mit der des "Führers" anzustrengen, sondern um aus der Praxis des Kabarettisten zu beteuern, dass Stoibersche Reden in aller Regel nicht lustig seien, aber lustig geschildert werden könnten.
Einmal im Lauf des Gesprächs rückt Polt mit dieser Definition heraus: "So, wia da Alkohol a Geschmacksträger is, so is da Humor a Erkenntnisträger." Da er am Abend im Residenztheater aufzutreten hat, kommt der Geschmacksträger Alkohol nicht zu seinem Recht, und so hat denn auch der Erkenntnisträger Humor nicht den Spielraum, den er vielleicht bräuchte.
Man verabschiedet sich: "Du, da redn ma gscheida a anders Mal drüber." - "Genau, aber wieder bei Weißwürscht." - "Des sowieso." - "Servus nacha." - "Hawediehre."
Seit mittlerweile mehr als 17 Jahren steht die Salzburger Band für einen mitreißenden & anregend tanzbaren Mix aus Roots Reggae, karibischen Klängen, Hip-Hop und wabernden Dub. Support: FLIRTMACHINE
Nach mehr als 17 Jahren gemeinsam auf der Bühne begeistern die sieben Mitglieder von Moby Stick mit mehr Spielfreude denn je: geballte Energie und Good Vibes für junges und jung gebliebenes Publikum und punkten durch zahlreiche Auftritte mit Reggaegrößen wie Lee Scratch Perry, Morgan Heritage, Rebellion The Recaller oder Easy Star All Stars. 2025 präsentiert euch die Band ihren frischen Sound - pulsierender Roots Reggae vermischt sich mit dicken Live-Dubs, Hip-Hop Grooves, Afrobeat und Soul.
Flirtmachine ist eine der Underground-Ästhetik verschriebene Indie Rock-Band aus Salzburg, Linz und Wien. Ursprünglich als Soloprojekt von Robert Gerätendorfer gegründet, hat sich aus der Liveformation mit seinem Bruder Arthur (Gitarre), Simon Ploier (Bass) und Camillo Jenny (Schlagzeug) eine Vollzeitband entwickelt. Unkonventionelle Rockbausteine werden bei Flirtmachine in überraschender Weise neu zusammengesetzt, treffen auf ein Lofi und DIY Mindset und demgegenüber fachkundige Gitarrensolos und zuckrige Hooks. Nach 2 Soloalben, konstanten FM4-Airplay und Auftritte am Popfest Wien oder Take-The-A-Train Festival präsentieren Flirtmachine ihr erstes Album “California Salzburg” als ganze Band, das am 11. April 2025 auf Seayou Records erscheinen wird.
Edi Jäger, Schauspieler & Vollblutkomödiant, spielt Éric-Emmanuel Schmitt's wunderbare & humorvolle Ode an das Leben und die Freundschaft. Regie: Hanspeter Horner. Bühnen-Bild: Klaus Gasperi.
»Ein Lehrstück in Sachen Güte … unendlich zart, schön, liebevoll! Es ist eine Geschichte vom Kummer, vom Verlust, vom Tod, von der Liebe, vom Erwachsenwerden und von der Toleranz in dieser durchgeknallten Zeit, in der wir leben. « Elke Heidenreich (ZDF)
Der alte Mann namens Ibrahim ist aus dem jüdischen Viertel in Wien nicht mehr wegzudenken. Sein Gemischtwarenladen ist fast rund um die Uhr geöffnet und jeden Tag kommt auch der junge Moses, der Zuflucht sucht vor seinen traurigen Lebensumständen. Alle im Viertel halten Monsieur Ibrahim für einen weisen Mann: „wahrscheinlich weil er viel lächelte und wenig sprach. Wahrscheinlich weil er sich der normalen Hektik der Menschen scheinbar entzog.“ Die beiden werden Freunde und durch Monsieur Ibrahim entdeckt Moses eine andere Welt. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis des Glücks.
Moses ist nun erwachsen und erinnert sich gemeinsam mit dem Publikum zurück an diese verrückte Zeit seiner Jugend, wo er gelernt hat, der Welt mit Empathie und Humor zu begegnen.
Èric-Emmanuel Schmitt, geboren 1960, ist heute einer der
weltweit meistgelesenen und meistgespielten französischsprachigen Autoren.
Der wunderbare Theaterstoff erzählt von Toleranz, Mitgefühl und einer ungewöhnlichen Freundschaft. Völkerverbindend und philosophisch sind die zahlreichen Botschaften, die zwischen den Zeilen vermittelt werden.
MIT Edi Jäger
VON Éric-Emmanuel Schmitt
REGIE Hanspeter Horner
ÜBERSETZER Anette und Paul Bäcker
MUSIK Moritz Hierländer
BÜHNE Klaus Gasperi
KOSTÜM Yukie Koji
LICHT Dominik Herout
Eine Kooperation mit dem Wald4tler Hoftheater NÖ und Theater Chronos Salzburg
NÖN • Niederösterr. Nachrichten:
Edi Jäger verzaubert das Publikum mit großartiger Wandlungsfähigkeit … eine einfühlsame Geschichte über Liebe, Güte, Freundschaft, Leben und Glaube mit einer großen politischen und religiösen Brisanz. Edi Jäger verkörpert in dem Stück alle Rollen. Seine enorme Wandlungsfähigkeit begeistert das Publikum bis zur letzten Minute.
drehpunkt kultur Salzburg:
Es ist der Hit schlechthin vom erfolgsverwöhnten Eric-Emmanuel Schmitt … Jäger wechselt blitzschnell die Rollen … er ist Garant dafür, dass es nicht bei vordergründiger Unterhaltung bleibt … pfiffig inszeniert und mit unendlich viel Charme präsentiert … eins ist ziemlich sicher: EJ hat ein Stück im Talon, das ihn auf Jahre begleiten wird. Dass die Konflikte im Vorderen Orient weniger werden, ist nicht zu erwarten, der Theatertext bleibt also aktuell. Und die Botschaft sowieso.
Zuschauer*innen:
• GRANDIOS gespielt! Einfach sensationell!! Ich finde der Zeitpunkt, dieses Stück gerade jetzt auf die Bühne zu bringen, könnte nicht passender sein. Die Menschheit braucht unbedingt ganz ganz viele solcher Impulse!! –
ich bin glücklich lächelnd, begeistert, berührt und inspiriert nach Hause …
• Ihr Momo hat uns heute zu Tränen gerührt. Was für eine Wunder – volle Vorstellung. Danke! … dass Sie immer wieder solch tiefgehende Stücke auf die Bühne bringen •
• Stück und Inszenierung und Bühne … der Abend war für mich überwältigend, diese (Schauspiel) Leistung kann ich kaum nachvollziehen, diese Hingabe … das aktuellste Stück zur Zeit … rührte mich zu Tränen •
Edi Jäger wurde in Salzburg geboren und absolvierte in den Neunziger Jahren seine Schauspielausbildung in Wien, Salzburg und Los Angeles. Seine Engagements führten ihn an zahlreiche Bühnen im deutschsprachigen Raum (u.a. Schauspielhaus Graz, Staatstheater Darmstadt, Volkstheater München, Staatstheater Kassel, Salzburger Landestheater). Er spielte von Shakespeare bis Schiller sowie viele Uraufführungen in weit über 100 Theaterproduktionen. Über seine Rolle in Horvaths Der jüngste Tag etwa schrieb die FAZ: „Jäger, vom Premierenpublikum begeistert gefeiert, meistert grandios den Part des Thomas Hudetz“ und dazu der ORF:
„eine Entdeckung: mit der Souveränität einer ganz großen Begabung“.
Zu seinem „Zettel“ im Sommernachtstraum meinte die FAZ:
„Seine Metamorphose … ließ das Ungeheuerliche zwischen Mensch und Tier, Natur und Kultur aufscheinen. Komische, zugleich bewegende Momente und schließlich brach Zettel sämtliche Tragikrekorde mit seinem Sterbesolo.“
Auch im Film- und Fernsehbereich ist er gefragt. Etwa in der Kinoproduktion Schächten von Thomas Roth oder im Passau Krimi.
2019 im Kinofilm Murer • Anatomie eines Prozesses – ausgezeichnet mit dem Deutschen Schauspielpreis.
2022 war er in der mit dem Grimmepreis ausgezeichneten Sky-Produktion Die Ibiza Affäre zu sehen.
2024 steht er in Die Toten vom Bodensee sowie in der Amazon Prime-Serie Drunter & Drüber vor der Kamera.
Sein künstlerisches Schaffen zeichnet sich darüber hinaus auch durch seine kontinuierlichen Programme mit renommierten Musikern aus – z.B. „Die Blusen des Böhmen“ von Robert Gernhardt – sowie durch seine Kabarettprogramme. Aktuell das Programm „Es ist nur eine Phase, Hase“, das in Salzburg, Innsbruck, Wien und in ganz Österreich zu sehen ist. Außerdem ist er als Sprecher in verschiedenen Hörspiel- und Hörbuchproduktionen zu erleben, z.B. Live-Hörbuch mit Peter Lohmeyer und Christine Urspruch beim größten deutschen Literaturfestival „lit. Cologne“ in Köln.
Edi Jäger, Schauspieler & Vollblutkomödiant, spielt Éric-Emmanuel Schmitt's wunderbare & humorvolle Ode an das Leben und die Freundschaft. Regie: Hanspeter Horner. Bühnen-Bild: Klaus Gasperi.
»Ein Lehrstück in Sachen Güte … unendlich zart, schön, liebevoll! Es ist eine Geschichte vom Kummer, vom Verlust, vom Tod, von der Liebe, vom Erwachsenwerden und von der Toleranz in dieser durchgeknallten Zeit, in der wir leben. « Elke Heidenreich (ZDF)
Der alte Mann namens Ibrahim ist aus dem jüdischen Viertel in Wien nicht mehr wegzudenken. Sein Gemischtwarenladen ist fast rund um die Uhr geöffnet und jeden Tag kommt auch der junge Moses, der Zuflucht sucht vor seinen traurigen Lebensumständen. Alle im Viertel halten Monsieur Ibrahim für einen weisen Mann: „wahrscheinlich weil er viel lächelte und wenig sprach. Wahrscheinlich weil er sich der normalen Hektik der Menschen scheinbar entzog.“ Die beiden werden Freunde und durch Monsieur Ibrahim entdeckt Moses eine andere Welt. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis des Glücks.
Moses ist nun erwachsen und erinnert sich gemeinsam mit dem Publikum zurück an diese verrückte Zeit seiner Jugend, wo er gelernt hat, der Welt mit Empathie und Humor zu begegnen.
Èric-Emmanuel Schmitt, geboren 1960, ist heute einer der
weltweit meistgelesenen und meistgespielten französischsprachigen Autoren.
Der wunderbare Theaterstoff erzählt von Toleranz, Mitgefühl und einer ungewöhnlichen Freundschaft. Völkerverbindend und philosophisch sind die zahlreichen Botschaften, die zwischen den Zeilen vermittelt werden.
MIT Edi Jäger
VON Éric-Emmanuel Schmitt
REGIE Hanspeter Horner
ÜBERSETZER Anette und Paul Bäcker
MUSIK Moritz Hierländer
BÜHNE Klaus Gasperi
KOSTÜM Yukie Koji
LICHT Dominik Herout
Eine Kooperation mit dem Wald4tler Hoftheater NÖ und Theater Chronos Salzburg
NÖN • Niederösterr. Nachrichten:
Edi Jäger verzaubert das Publikum mit großartiger Wandlungsfähigkeit … eine einfühlsame Geschichte über Liebe, Güte, Freundschaft, Leben und Glaube mit einer großen politischen und religiösen Brisanz. Edi Jäger verkörpert in dem Stück alle Rollen. Seine enorme Wandlungsfähigkeit begeistert das Publikum bis zur letzten Minute.
drehpunkt kultur Salzburg:
Es ist der Hit schlechthin vom erfolgsverwöhnten Eric-Emmanuel Schmitt … Jäger wechselt blitzschnell die Rollen … er ist Garant dafür, dass es nicht bei vordergründiger Unterhaltung bleibt … pfiffig inszeniert und mit unendlich viel Charme präsentiert … eins ist ziemlich sicher: EJ hat ein Stück im Talon, das ihn auf Jahre begleiten wird. Dass die Konflikte im Vorderen Orient weniger werden, ist nicht zu erwarten, der Theatertext bleibt also aktuell. Und die Botschaft sowieso.
Zuschauer*innen:
• GRANDIOS gespielt! Einfach sensationell!! Ich finde der Zeitpunkt, dieses Stück gerade jetzt auf die Bühne zu bringen, könnte nicht passender sein. Die Menschheit braucht unbedingt ganz ganz viele solcher Impulse!! –
ich bin glücklich lächelnd, begeistert, berührt und inspiriert nach Hause …
• Ihr Momo hat uns heute zu Tränen gerührt. Was für eine Wunder – volle Vorstellung. Danke! … dass Sie immer wieder solch tiefgehende Stücke auf die Bühne bringen •
• Stück und Inszenierung und Bühne … der Abend war für mich überwältigend, diese (Schauspiel) Leistung kann ich kaum nachvollziehen, diese Hingabe … das aktuellste Stück zur Zeit … rührte mich zu Tränen •
Edi Jäger wurde in Salzburg geboren und absolvierte in den Neunziger Jahren seine Schauspielausbildung in Wien, Salzburg und Los Angeles. Seine Engagements führten ihn an zahlreiche Bühnen im deutschsprachigen Raum (u.a. Schauspielhaus Graz, Staatstheater Darmstadt, Volkstheater München, Staatstheater Kassel, Salzburger Landestheater). Er spielte von Shakespeare bis Schiller sowie viele Uraufführungen in weit über 100 Theaterproduktionen. Über seine Rolle in Horvaths Der jüngste Tag etwa schrieb die FAZ: „Jäger, vom Premierenpublikum begeistert gefeiert, meistert grandios den Part des Thomas Hudetz“ und dazu der ORF:
„eine Entdeckung: mit der Souveränität einer ganz großen Begabung“.
Zu seinem „Zettel“ im Sommernachtstraum meinte die FAZ:
„Seine Metamorphose … ließ das Ungeheuerliche zwischen Mensch und Tier, Natur und Kultur aufscheinen. Komische, zugleich bewegende Momente und schließlich brach Zettel sämtliche Tragikrekorde mit seinem Sterbesolo.“
Auch im Film- und Fernsehbereich ist er gefragt. Etwa in der Kinoproduktion Schächten von Thomas Roth oder im Passau Krimi.
2019 im Kinofilm Murer • Anatomie eines Prozesses – ausgezeichnet mit dem Deutschen Schauspielpreis.
2022 war er in der mit dem Grimmepreis ausgezeichneten Sky-Produktion Die Ibiza Affäre zu sehen.
2024 steht er in Die Toten vom Bodensee sowie in der Amazon Prime-Serie Drunter & Drüber vor der Kamera.
Sein künstlerisches Schaffen zeichnet sich darüber hinaus auch durch seine kontinuierlichen Programme mit renommierten Musikern aus – z.B. „Die Blusen des Böhmen“ von Robert Gernhardt – sowie durch seine Kabarettprogramme. Aktuell das Programm „Es ist nur eine Phase, Hase“, das in Salzburg, Innsbruck, Wien und in ganz Österreich zu sehen ist. Außerdem ist er als Sprecher in verschiedenen Hörspiel- und Hörbuchproduktionen zu erleben, z.B. Live-Hörbuch mit Peter Lohmeyer und Christine Urspruch beim größten deutschen Literaturfestival „lit. Cologne“ in Köln.
Die aktuellen Wahlen, kommende Klimaentwicklungen, dass Alter, Tod & der nächste Eurovisionssongcontest unerbittlich näher rücken: Es gibt wenig Gründe zum Jubeln. Aber sehr viele, „Trotzdem“ zu sagen.
Haben Sie auch schon einmal, wenn Ihr Smartphone die Wochenbildschirmzeit anzeigt, gedacht: „Das muss ein Irrtum sein?“
Oder den Eindruck gehabt daß alles, was ein Spitzenpolitiker in einem Interview sagt, ein ChatGPT-Produkt sein könnte?
Haben Sie manchmal den Verdacht, dass Artifizielle Intelligenz weitgehend für die Erzeugung Artifizieller Idiotie eingesetzt wird?
Dann könnte dieser Abend was für Sie sein.“
Thomas Maurer brilliert in seinem neuen Programm "Trotzdem" als Internet-Junkie im Digital-Detox-Hotel. Kurier Andererseits schafft es Maurer mit viel Spielfreude und treffsicheren Formulierungen, das gefährliche Potenzial der digitalen Wunderwelt mit ihren Echokammern und Manipulationsmöglichkeiten herauszuarbeiten - und zwar auf tatsächlich anschauliche Weise. APA
Als Maurer wieder einmal ohne Seil und Sauerstoffflasche auf die nächstgelegene Metaebene klettert und darüber sinniert, warum ihn diese Theorien so fesseln. Man versteht's - und darf als Gerade-noch-Boomer gönnerhaft sagen: Okay, Laptop ! Okay, Generation X! Und: Guter Abend. Presse
1967 geboren und seit 1988 mit bisher 19 Programmen hauptberuflich Solokabarettist und als solcher zumindest in Österreich einigermassen berühmt.
Daneben arbeitet er aber gerne und regelmässig mit Kollegen zusammen (z.B. Hader, Palfrader, Scheuba, Puntigam), arbeitet federführend an Fernsehprojekten mit (Die kranken Schwestern, Die 4 da, Wir Staatskünstler) und verfasst Kolumnen, Reportagen, Kurzgeschichten und Drehbücher.
2024
Jänner 2024: Premiere: Maurer.Kafka.Komisch Rabenhof Theater
Oktober 2024: Premiere Soloprogramm: Trotzdem im Stadtsaal Wien
2023
Oktober 2023: Premiere: "Wir Staatskünstler - Alte Hunde - Neue Tricks" Rabenhof Theater
2022
Jänner 2022: Premiere Soloprogramm: "Zeitgenosse aus Leidenschaft" Stadtsaal, Wien
2021
Tournee mit "WOSWASI" und
"Wir Staatskünstler - Jetzt erst recht"
Darsteller bei "Soko Wien"/ René Pössl , satel film
2020
Jänner 2020: Premiere Soloprogramm: "WOSWASI" Stadtsaal, Wien
Tournee "Wir Staatskünstler"
und
und
und
*
*
APA: Herr Maurer, wie geht es Ihnen mit dem Wahlergebnis?
Thomas Maurer: Ich teile – wie ich glaube, mit vielen Österreichern – eine gewisse resignierte Angewidertheit. 2000 war halt ein Tabubruch, die Empörung war groß, und ein paar Jahre später war wieder alles vergessen. Dann war Ibiza und bald war wieder alles vergessen. Mittlerweile nimmt man das halt zwar fassungslos, aber doch nur mehr zur Kenntnis.
APA: Wie sieht Ihre Erklärung aus?
Maurer: Es hat einerseits sehr viel mit dem Versagen dessen, was einmal die Volksparteien waren, zu tun – zumal sich ja die ÖVP unter Kurz der FPÖ bis zur Ununterscheidbarkeit angenähert hat. Ganz draußen ist das noch nicht. Andererseits glaube ich, dass Social Media einen großen Einfluss hat, weil Rechtspopulismus und Social Media denselben Treibstoff haben: Aufregung, Empörung, negative Emotionen. Dieser Zustand der dauernden Empörung kombiniert mit dem Blasenzustand der dauernden Bestätigung befördert Schwarz-Weiß-Weltbilder und rein wut- und bauchgetriebene politische Entscheidungen. Das ist sicher einer der Gründe, warum in den vergangenen Jahren praktisch überall die Rechtsaußen-Vereinfacher Triumphe gefeiert haben.
APA: Gibt es trotzdem ein Best-Case-Szenario?
Maurer: Eine Dreierkoalition, in der versucht wird, ein paar vernünftige Reformprojekte auf die Beine zu stellen und die auch zu kommunizieren. So ähnlich, wie es Kern und Mitterlehner damals vorhatten. Das wurde aber damals von Kurz und seinen Loyalisten beendet. Deshalb ist mein Vertrauen nicht sehr hoch, dass man mit der teilweise noch vorhandenen Kurz-Mannschaft so was paktieren kann. Aber man muss auch sagen: Mit wem macht man in der SPÖ etwas aus, das hält, wenn die halbe Partei darauf wartet, den Vorsitzenden eins reinzuwürgen?! Aber dieses hypothetische Szenario wäre noch das Beste: die FPÖ aus der Regierung rauszuhalten, wo sie meiner Ansicht nach nichts verloren hat. Wir hatten einen Innenminister Kickl, der unseren Geheimdienst ruiniert hat. Die FPÖ hatte eine Außenministerin (Karin Kneissl, Anm.) nominiert, die offensichtlich ein russisches Asset ist und von Putin in einer Militärmaschine ausgeflogen wurde. Wie kann man noch deutlicher demonstrieren, dass man in einer Regierung nichts verloren hat? Das scheint aber 30 Prozent der Menschen völlig wurscht zu sein. Das ist aber auch ein Medienversagen. Denn dafür, was für ein Riesenskandal das ist, hätte das über Wochen Dauerthema sein müssen. Man berichtet das, klar. Aber es ist keine Story. Die Story wäre, wenn dem Babler ein Knopf abspringt, weil er das Hemd eine Nummer zu klein gekauft hat.
APA: Wird Kickl Kanzler werden?
Maurer: Ich habe keine Glaskugel. Es kann alles sein. Was ich für realistisch halte: Wenn es zu Blau-Schwarz kommt, dann wird jetzt einmal vier Monate lang verhandelt und dann stellt sich heraus, dass die SPÖ leider viel zu marxistisch ist und von ihren Maximalforderungen nicht und nicht abrückt – siehe Niederösterreich. Irgendwo hat man dann halt die staatspolitische Verantwortung, doch mit Nazis zu koalieren.
APA: Wenn es so kommt: Wird es unlustig in Österreich?
Maurer: Es wird definitiv unlustig. Das Hauptmatch wird sein, ob ein Umbau der Institutionen nach ungarischem Vorbild verhindert werden kann. Da sind ja weite Teile der ÖVP dafür zu haben. Wenn es zu Blau-Schwarz kommt, wird dieser Angriff sicher stattfinden. Ob unsere Institutionen und unsere Verfassung so gut gebaut sind, dass sie dem widerstehen, werden wir sehen.
APA: Für den “Staatskünstler” Maurer wäre aber immerhin einiges drinnen…
Maurer: Da ist momentan der Staatsbürger in mir stärker als der “Staatskünstler”. Lieber mache ich einen Abend über Paprikazucht als einen Abend darüber, dass das Land, in dem auch meine Kinder aufwachsen, möglicherweise als liberale Demokratie gerade über die Klippe geschickt wird.
APA: Ihr neues Programm “Trotzdem” hat am 8. Oktober Premiere. Wird noch ein bisschen Wahlanalyse eingearbeitet?
Maurer: Nein, das war nie der Plan. Die Tagespolitik lebe ich bei den “Staatskünstlern” aus. Fast alle meiner Solos hatten keinen oder nur wenig tagespolitischen Bezug. Ich suche mir stattdessen Themen, über die ich dann eine adäquate Form suche. Das soll auch eine gewisse Theaterqualität haben.
APA: Der Titel “Trotzdem” lässt an einen Grundton der Auflehnung denken, Dinge nicht einfach so hinzunehmen.
Maurer: Um ein gar nicht so gut gehütetes Geheimnis der Branche zu lüften: Man gibt einen Titel oft ab, bevor man das Programm überhaupt geschrieben hat. In den vergangenen Jahren war es so, dass es deutlich mehr Gründe zum “Trotzdem”- als zum “Hurra”-Sagen gebeben hat. Da dachte ich mir, das kann einmal nicht so falsch sein als Titel (lacht). Ich glaube auch, dass angesichts der aktuellen Stimmung im Land ein “Trotzdem” gescheiter ist als ein “Oh Gott, ich will mich nur mehr in meinem Bett einrollen und von nix mehr was wissen.”
APA: Worum geht’s also?
Maurer: Es hat einen Theaterstückcharakter und spielt in einer Mischung aus Wellnesshotel und Socia-Media-Entzugsklinik. Die Inhalte ergeben sich daraus. Was macht Social Media mit uns? Artificial Intelligence spielt auch eine Rolle. Wir sehen ja gerade die ersten groben Umrisse und die lassen wenig Gutes erahnen. Was Kommunikations- und Gesellschaftsorganisation angeht, wird AI noch etwas sein, worüber wir zumindest staunen werden. Die Figur, die wieder einmal meinen Namen und meinen Beruf hat, kämpft sich da durch. Das ist das Grundsetting. Dazu kommen Spielereien mit dieser Technologie. Es gibt auch AI-erstellte Dinge. Zwei Deep Fakes kommen vor, kann ich verraten. Also es hantelt sich auch formal ein bisschen am Thema entlang.
APA: Kann KI – bei allen Warnrufen – die Welt nicht auch besser machen?
Maurer: Natürlich, keine Frage – in der Wissenschaft, der Pharmakologie zum Beispiel. Aber die Erfahrung lehrt, dass das erste Hauptanwendungsgebiet das Militär sein wird. Und ich weiß nicht, ob sich irgendjemand schon auf von AI-Systemen geführte Schlachten und Strategiepläne freut. Grundsätzlich gibt es unglaubliche Möglichkeiten der Gesamtmanipulation. Interessant ist auch, dass Systeme, die mit dem Internet als Basis gefüttert werden, jetzt schon delirieren. Das ist glaube ich der Fachausdruck, wenn eine AI totalen Blödsinn zu produzieren beginnt. Nur: Diese Fehlinformationen landen wieder im Internet und werden als Basis für die nächste Generation verwendet. Der Punkt ist, dass diese Systeme vom Menschen erstmals nicht mehr verstanden werden können, weil sie selbstlernend sind. Wir arbeiten dann mit unglaublich potenten Maschinen, deren Reaktion niemand voraussagen kann, weil niemand weiß, wie sie zu diesen Reaktionen kommen. Dass das nicht nur optimistisch stimmt, finde ich nachvollziehbar. Sogar dem Technologie- und Disruptionsfreak Herrn (Peter, Anm.) Thiel, derzeitiger Chef von Herrn Kurz, ist in einem Interview mit den Perspektiven von AI ein bissl die Muffn gangen.
APA: Das klingt alles relativ düster. Wie sich also die Zuversicht bewahren?
Maurer: Alles andere ist ja ein Blödsinn. Die Welt war ja immer krisenhaft und am Zusammenbrechen. Aber es hat immer wieder Auswege gegeben. Der Unterschied ist: Wir sind seit Jahrzehnten erstmals in der Lage, die Welt auch richtig kaputt zu machen und sind im Begriff, das zu tun. Aber ich könnte anders gar nicht leben. Ich habe Kinder. Du musst daran glauben, dass sich alles erfangen kann, weil es sich erfangen muss. Es wird alles zu spät passieren, es wird 100 Mal schwieriger und auf jeder Ebene – nicht nur finanziell – teurer als es notwendig gewesen wäre, wenn wir früher begonnen hätten, halbwegs intelligent zu reagieren. Aber es hat sich bisher gezeigt, dass die Menschheit eine Resilienz gegenüber den Dingen entwickelt, die sie zu ihrem eigenen Schaden entwickelt hat.
APA: Ist Humor oder Satire auch ein Gegenmittel?
Maurer: Es ist jedenfalls eine Möglichkeit, sich Dinge ein bisschen vom Leib zu halten. Satire kommt immer aus einem analytischen Prozess und der trennt dich kurz von dieser Primäremotion.
APA: Sie stehen seit gut 35 Jahren auf der Bühne. Schon mal den Gedanken gehabt, das nächste Programm soll dann das letzte sein?
Maurer: Erstens könnte ich mir gar nicht leisten, in Pension zu gehen. Und zweitens freut’s mich schon immer noch. Natürlich fluche ich auch – wie jeder, der arbeiten muss. Aber ich stehe immer noch gern auf der Bühne und finde persönlich, dass ich das auch ganz gut kann. Insofern möchte ich das auch noch eine Weile weitermachen.
(Das Gespräch führte Thomas Rieder/APA)
Die aktuellen Wahlen, kommende Klimaentwicklungen, dass Alter, Tod & der nächste Eurovisionssongcontest unerbittlich näher rücken: Es gibt wenig Gründe zum Jubeln. Aber sehr viele, „Trotzdem“ zu sagen.
Haben Sie auch schon einmal, wenn Ihr Smartphone die Wochenbildschirmzeit anzeigt, gedacht: „Das muss ein Irrtum sein?“
Oder den Eindruck gehabt daß alles, was ein Spitzenpolitiker in einem Interview sagt, ein ChatGPT-Produkt sein könnte?
Haben Sie manchmal den Verdacht, dass Artifizielle Intelligenz weitgehend für die Erzeugung Artifizieller Idiotie eingesetzt wird?
Dann könnte dieser Abend was für Sie sein.“
Thomas Maurer brilliert in seinem neuen Programm "Trotzdem" als Internet-Junkie im Digital-Detox-Hotel. Kurier Andererseits schafft es Maurer mit viel Spielfreude und treffsicheren Formulierungen, das gefährliche Potenzial der digitalen Wunderwelt mit ihren Echokammern und Manipulationsmöglichkeiten herauszuarbeiten - und zwar auf tatsächlich anschauliche Weise. APA
Als Maurer wieder einmal ohne Seil und Sauerstoffflasche auf die nächstgelegene Metaebene klettert und darüber sinniert, warum ihn diese Theorien so fesseln. Man versteht's - und darf als Gerade-noch-Boomer gönnerhaft sagen: Okay, Laptop ! Okay, Generation X! Und: Guter Abend. Presse
1967 geboren und seit 1988 mit bisher 19 Programmen hauptberuflich Solokabarettist und als solcher zumindest in Österreich einigermassen berühmt.
Daneben arbeitet er aber gerne und regelmässig mit Kollegen zusammen (z.B. Hader, Palfrader, Scheuba, Puntigam), arbeitet federführend an Fernsehprojekten mit (Die kranken Schwestern, Die 4 da, Wir Staatskünstler) und verfasst Kolumnen, Reportagen, Kurzgeschichten und Drehbücher.
2024
Jänner 2024: Premiere: Maurer.Kafka.Komisch Rabenhof Theater
Oktober 2024: Premiere Soloprogramm: Trotzdem im Stadtsaal Wien
2023
Oktober 2023: Premiere: "Wir Staatskünstler - Alte Hunde - Neue Tricks" Rabenhof Theater
2022
Jänner 2022: Premiere Soloprogramm: "Zeitgenosse aus Leidenschaft" Stadtsaal, Wien
2021
Tournee mit "WOSWASI" und
"Wir Staatskünstler - Jetzt erst recht"
Darsteller bei "Soko Wien"/ René Pössl , satel film
2020
Jänner 2020: Premiere Soloprogramm: "WOSWASI" Stadtsaal, Wien
Tournee "Wir Staatskünstler"
und
und
und
*
*
APA: Herr Maurer, wie geht es Ihnen mit dem Wahlergebnis?
Thomas Maurer: Ich teile – wie ich glaube, mit vielen Österreichern – eine gewisse resignierte Angewidertheit. 2000 war halt ein Tabubruch, die Empörung war groß, und ein paar Jahre später war wieder alles vergessen. Dann war Ibiza und bald war wieder alles vergessen. Mittlerweile nimmt man das halt zwar fassungslos, aber doch nur mehr zur Kenntnis.
APA: Wie sieht Ihre Erklärung aus?
Maurer: Es hat einerseits sehr viel mit dem Versagen dessen, was einmal die Volksparteien waren, zu tun – zumal sich ja die ÖVP unter Kurz der FPÖ bis zur Ununterscheidbarkeit angenähert hat. Ganz draußen ist das noch nicht. Andererseits glaube ich, dass Social Media einen großen Einfluss hat, weil Rechtspopulismus und Social Media denselben Treibstoff haben: Aufregung, Empörung, negative Emotionen. Dieser Zustand der dauernden Empörung kombiniert mit dem Blasenzustand der dauernden Bestätigung befördert Schwarz-Weiß-Weltbilder und rein wut- und bauchgetriebene politische Entscheidungen. Das ist sicher einer der Gründe, warum in den vergangenen Jahren praktisch überall die Rechtsaußen-Vereinfacher Triumphe gefeiert haben.
APA: Gibt es trotzdem ein Best-Case-Szenario?
Maurer: Eine Dreierkoalition, in der versucht wird, ein paar vernünftige Reformprojekte auf die Beine zu stellen und die auch zu kommunizieren. So ähnlich, wie es Kern und Mitterlehner damals vorhatten. Das wurde aber damals von Kurz und seinen Loyalisten beendet. Deshalb ist mein Vertrauen nicht sehr hoch, dass man mit der teilweise noch vorhandenen Kurz-Mannschaft so was paktieren kann. Aber man muss auch sagen: Mit wem macht man in der SPÖ etwas aus, das hält, wenn die halbe Partei darauf wartet, den Vorsitzenden eins reinzuwürgen?! Aber dieses hypothetische Szenario wäre noch das Beste: die FPÖ aus der Regierung rauszuhalten, wo sie meiner Ansicht nach nichts verloren hat. Wir hatten einen Innenminister Kickl, der unseren Geheimdienst ruiniert hat. Die FPÖ hatte eine Außenministerin (Karin Kneissl, Anm.) nominiert, die offensichtlich ein russisches Asset ist und von Putin in einer Militärmaschine ausgeflogen wurde. Wie kann man noch deutlicher demonstrieren, dass man in einer Regierung nichts verloren hat? Das scheint aber 30 Prozent der Menschen völlig wurscht zu sein. Das ist aber auch ein Medienversagen. Denn dafür, was für ein Riesenskandal das ist, hätte das über Wochen Dauerthema sein müssen. Man berichtet das, klar. Aber es ist keine Story. Die Story wäre, wenn dem Babler ein Knopf abspringt, weil er das Hemd eine Nummer zu klein gekauft hat.
APA: Wird Kickl Kanzler werden?
Maurer: Ich habe keine Glaskugel. Es kann alles sein. Was ich für realistisch halte: Wenn es zu Blau-Schwarz kommt, dann wird jetzt einmal vier Monate lang verhandelt und dann stellt sich heraus, dass die SPÖ leider viel zu marxistisch ist und von ihren Maximalforderungen nicht und nicht abrückt – siehe Niederösterreich. Irgendwo hat man dann halt die staatspolitische Verantwortung, doch mit Nazis zu koalieren.
APA: Wenn es so kommt: Wird es unlustig in Österreich?
Maurer: Es wird definitiv unlustig. Das Hauptmatch wird sein, ob ein Umbau der Institutionen nach ungarischem Vorbild verhindert werden kann. Da sind ja weite Teile der ÖVP dafür zu haben. Wenn es zu Blau-Schwarz kommt, wird dieser Angriff sicher stattfinden. Ob unsere Institutionen und unsere Verfassung so gut gebaut sind, dass sie dem widerstehen, werden wir sehen.
APA: Für den “Staatskünstler” Maurer wäre aber immerhin einiges drinnen…
Maurer: Da ist momentan der Staatsbürger in mir stärker als der “Staatskünstler”. Lieber mache ich einen Abend über Paprikazucht als einen Abend darüber, dass das Land, in dem auch meine Kinder aufwachsen, möglicherweise als liberale Demokratie gerade über die Klippe geschickt wird.
APA: Ihr neues Programm “Trotzdem” hat am 8. Oktober Premiere. Wird noch ein bisschen Wahlanalyse eingearbeitet?
Maurer: Nein, das war nie der Plan. Die Tagespolitik lebe ich bei den “Staatskünstlern” aus. Fast alle meiner Solos hatten keinen oder nur wenig tagespolitischen Bezug. Ich suche mir stattdessen Themen, über die ich dann eine adäquate Form suche. Das soll auch eine gewisse Theaterqualität haben.
APA: Der Titel “Trotzdem” lässt an einen Grundton der Auflehnung denken, Dinge nicht einfach so hinzunehmen.
Maurer: Um ein gar nicht so gut gehütetes Geheimnis der Branche zu lüften: Man gibt einen Titel oft ab, bevor man das Programm überhaupt geschrieben hat. In den vergangenen Jahren war es so, dass es deutlich mehr Gründe zum “Trotzdem”- als zum “Hurra”-Sagen gebeben hat. Da dachte ich mir, das kann einmal nicht so falsch sein als Titel (lacht). Ich glaube auch, dass angesichts der aktuellen Stimmung im Land ein “Trotzdem” gescheiter ist als ein “Oh Gott, ich will mich nur mehr in meinem Bett einrollen und von nix mehr was wissen.”
APA: Worum geht’s also?
Maurer: Es hat einen Theaterstückcharakter und spielt in einer Mischung aus Wellnesshotel und Socia-Media-Entzugsklinik. Die Inhalte ergeben sich daraus. Was macht Social Media mit uns? Artificial Intelligence spielt auch eine Rolle. Wir sehen ja gerade die ersten groben Umrisse und die lassen wenig Gutes erahnen. Was Kommunikations- und Gesellschaftsorganisation angeht, wird AI noch etwas sein, worüber wir zumindest staunen werden. Die Figur, die wieder einmal meinen Namen und meinen Beruf hat, kämpft sich da durch. Das ist das Grundsetting. Dazu kommen Spielereien mit dieser Technologie. Es gibt auch AI-erstellte Dinge. Zwei Deep Fakes kommen vor, kann ich verraten. Also es hantelt sich auch formal ein bisschen am Thema entlang.
APA: Kann KI – bei allen Warnrufen – die Welt nicht auch besser machen?
Maurer: Natürlich, keine Frage – in der Wissenschaft, der Pharmakologie zum Beispiel. Aber die Erfahrung lehrt, dass das erste Hauptanwendungsgebiet das Militär sein wird. Und ich weiß nicht, ob sich irgendjemand schon auf von AI-Systemen geführte Schlachten und Strategiepläne freut. Grundsätzlich gibt es unglaubliche Möglichkeiten der Gesamtmanipulation. Interessant ist auch, dass Systeme, die mit dem Internet als Basis gefüttert werden, jetzt schon delirieren. Das ist glaube ich der Fachausdruck, wenn eine AI totalen Blödsinn zu produzieren beginnt. Nur: Diese Fehlinformationen landen wieder im Internet und werden als Basis für die nächste Generation verwendet. Der Punkt ist, dass diese Systeme vom Menschen erstmals nicht mehr verstanden werden können, weil sie selbstlernend sind. Wir arbeiten dann mit unglaublich potenten Maschinen, deren Reaktion niemand voraussagen kann, weil niemand weiß, wie sie zu diesen Reaktionen kommen. Dass das nicht nur optimistisch stimmt, finde ich nachvollziehbar. Sogar dem Technologie- und Disruptionsfreak Herrn (Peter, Anm.) Thiel, derzeitiger Chef von Herrn Kurz, ist in einem Interview mit den Perspektiven von AI ein bissl die Muffn gangen.
APA: Das klingt alles relativ düster. Wie sich also die Zuversicht bewahren?
Maurer: Alles andere ist ja ein Blödsinn. Die Welt war ja immer krisenhaft und am Zusammenbrechen. Aber es hat immer wieder Auswege gegeben. Der Unterschied ist: Wir sind seit Jahrzehnten erstmals in der Lage, die Welt auch richtig kaputt zu machen und sind im Begriff, das zu tun. Aber ich könnte anders gar nicht leben. Ich habe Kinder. Du musst daran glauben, dass sich alles erfangen kann, weil es sich erfangen muss. Es wird alles zu spät passieren, es wird 100 Mal schwieriger und auf jeder Ebene – nicht nur finanziell – teurer als es notwendig gewesen wäre, wenn wir früher begonnen hätten, halbwegs intelligent zu reagieren. Aber es hat sich bisher gezeigt, dass die Menschheit eine Resilienz gegenüber den Dingen entwickelt, die sie zu ihrem eigenen Schaden entwickelt hat.
APA: Ist Humor oder Satire auch ein Gegenmittel?
Maurer: Es ist jedenfalls eine Möglichkeit, sich Dinge ein bisschen vom Leib zu halten. Satire kommt immer aus einem analytischen Prozess und der trennt dich kurz von dieser Primäremotion.
APA: Sie stehen seit gut 35 Jahren auf der Bühne. Schon mal den Gedanken gehabt, das nächste Programm soll dann das letzte sein?
Maurer: Erstens könnte ich mir gar nicht leisten, in Pension zu gehen. Und zweitens freut’s mich schon immer noch. Natürlich fluche ich auch – wie jeder, der arbeiten muss. Aber ich stehe immer noch gern auf der Bühne und finde persönlich, dass ich das auch ganz gut kann. Insofern möchte ich das auch noch eine Weile weitermachen.
(Das Gespräch führte Thomas Rieder/APA)
Cousines Like Shit wissen Witz und Verweigerungsgestus mit „zufälliger“ Hipness zu verbinden - Ihre Songs „oszillieren zwischen tiefgehender Sozialkritik und der Faszination für das Banale.“
Cousines Like Shit ist das Bandprojekt der beiden österreichischen Cousinen Laura und Hannah Breitfuss, bekannt für ihren „Avant Trash“-Sound – eine Mischung aus Lo-Fi, Indie-Pop und Punk, gepaart mit scharfen und ironischen Texten. Nach ihrem Debütalbum „AVANT TRASH“ (2023) steht im März 2025 ihr zweites Album „Permanent Earthquake“ zur Veröffentlichung bereit. Die erste Single, „NO“, ist bereits erschienen!
Das Duo hat ihre dynamischen Live-Auftritte über die Grenzen Österreichs hinausgebracht und Konzerte in Deutschland, Großbritannien, Europa und den USA gespielt. Gemeinsam mit ihrer Live-Band, bestehend aus Bass und Schlagzeug, liefern sie auf der Bühne eine rohe Energie, die ihnen einen Platz in der internationalen Indie-Musikszene sichert.
Wenn Cousinen Hannah und Laura Breitfuss in familiärer Harmonie Zeilen wie „I could lick you / I could kick you / I could trick you / But we’ve been cousins all our life“ singen, mag man sie ganz offiziell zu den Everly Sisters des 2020er Post-Twee-Indie-Pop ernennen. Aus ihrem Bandnamen, den man so oder aber auch so lesen kann, ist schon ersichtlich, dass Cousines Like Shit Witz und Verweigerungsgestus mit „zufälliger“ Hipness zu verbinden wissen. Oder wie zutreffend im Info-Text zu ihrer Debüt-EP „Young and Online“ (September ’22) zu lesen war: Ihre Songs „oszillieren zwischen tiefgehender Sozialkritik und der Faszination für das Banale.“
Die heuer genau rechtzeitig zu Barbie The Movie erschienene Single „Barbie“ verbindet einen ernsthaften Punkt (die ewige sexistische Herabsetzung von Frauen) mit genau der richtigen Dosis Meta-Ironie, um dem Thema das Potenzial zur Säuerlichkeit zu nehmen: „You call me Barbie, but my name is Barbara / You call me stupid and the truth is I got a degree in law / You reduce me to my body but I’m so much more / You call me Barbie and see a dumb blonde whore / Ken you’re the only doll for me / We may be plastic but our love is real“
Ihre Band-Bio sagt: „So ist dann auch ihre Musik gekennzeichnet vom Experiment mit der Sprache, dem Kontrast zwischen Nonsens und Message. Da entsteht ein Text im Cut-up-Verfahren einer vermeintlich wahllosen Aneinanderreihung von Worten, ein Song wurde sogar gänzlich den Wortvorschlägen der Handy- Autokorrektur überlassen. Der nächste widmet sich dann aber vielleicht schon wieder ohne Metaphern und Umschweife der kritischen Auseinandersetzung mit einem konkreten Thema. Unberechenbarkeit und Ratlosigkeit beim Publikum sind durchaus einkalkuliert und erwünscht. […] Manchmal glaubt man etwas Nico oder Moldy Peaches zu hören, Cousines Like Shit selbst nennen es avant-trash. […]Seit einiger Zeit treten die Cousines mit Schlagzeugerin Anna Sophie Adelt und Bassistin Lisa Maria Weinberger auf.“
wieder ein schwedisches Klaviertrio am Jazzhimmel - angeführt von einem Drummer: EMIL BRANDQVIST aus Göteborg - der weniger Taktgeber als Klangmaler ist. Dazu Tuomas Turunen p & Max Thomberg b
Das Emil Brandqvist Triospielt in der Top-Liga europäischer Piano-Jazz-Formationen. Nachdem sie mit ihrem letzten Album bis auf die No.2 der Deutschen Jazz Chartsvorgedrungen sind und 2024 mit einem Special Award für 50 Millionen Streamsihrer Erfolgsstücke, einer für das Instrumentaljazz –Genre ausgesprochen selten erreichten Marke, ausgezeichnet wurden, wird sicher auch das brandneue Projekt bei der stetig wachsenden Fangemeinde überzeugen.Erstmals haben die drei Skandinavier dabei auf Gäste verzichtet und ihren bei den Fans so beliebten Mix aus prägnanten Melodien und sehr komplexen Arrangements im Studio nur als Trio eingespielt, wobei alle drei Bandmitglieder auch kompositorisch in Erscheinung treten. Bereits der Opener, das zupackende „A Visit To Reality“signalisiert, dass diesmal das Trio im Zentrum des Geschehens steht, alle drei Protagonisten sind entsprechend solistisch präsent.Der Schlagzeuger Emil Brandqvistspart aber auch nicht mit eingängigen Melodien, für die die der Göteborger so geschätzt wird, hier sei zum Beispiel die berührende Ballade „Endless LikeThe Sea“genannt. In Bestform präsentiert sich auch Tuomas A.Turunen, dessen perlende Pianoläufe seine Eigenkomposition „Shades Of Leaving“veredeln, daneben zeichnet er auch für den Song „Run Away“verantwortlich. Solistisch tritt der Finne mit einem Solo Piano Beitrag, dem klassisch geprägten „Interlude No.2“von Emil Brandqvistin Erscheinung. MaxThornberg ist es vorbehalten, mit seiner Komposition, der gefühlvollen Ballade „Evening Land“,den Schlußpunkt zu setzen. „Poems For Travellers“ist einweiterer Höhepunkt in der Vita des mittlerweile über zehn Jahre erfolgreichen skandinavischen Trios.
Das Geheimnis dieses Trios liegt dabei in der raren Gabe, einen ganz eigenen Sound entwickelt zu haben, der geprägt wird durch die filigranen Klangmalereien von Namensgeber Emil Brandqvist am Schlagzeug und den mal sensibel dahingetupften, mal rasant rollenden Neo-Klassizismen des finnischen Pianisten Tuomas A. Turunen. Die stoisch treibende Kraft im Kontrabass-Spiel von Max Thornberg verleiht dem Trio dabei einen unverwechselbaren Körper. Wie gewohnt zeichnet sich für die meisten Kompositionen Emil Brandqvist verantwortlich, aber es ist schon gute Tradition, dass der in Südfrankreich lebende Tuomas A. Turunen auch kompositorisch mitwirkt.
Emil Brandqvist – Drums
Tuomas Turunen - Piano
Max Thornberg - Bass
Der Eine: Ein Kenner der Volksmusik wie kein Anderer und Virtuose auf der Ziehharmonika. Der Andere: Ein Meister des bissigen Kabaretts mit Lachgarantie. Ei, das wird was werden - RUNDUMERNEUERT!
Das Treibhaus war einmal mehr Geburtshelfer einer besonderen Kooperation: Franz Posch und Markus Koschuh, die im Treibhaus-Turm anklöpfelten und nicht nur gemeinsam sondern zusammen auf die Bühne wollten. Die vom Publikum gefeierte Premiere am 3. März nahmen die beiden zum Anlass, ihren gemeinsamen Abend noch enger zu verweben und der Erfolg der ersten Folgetermine gibt den beiden recht. Die Frage war: Volksmusik und Kabarett made in Tirol - ja, kann das funktionieren? Ja, und wie! Oder wie schreibt es die Vielleicht-doch-nicht-Lügenpresse: "Hunderte Besucher waren in den drei Städten von dieser ersten kleinen Tournee der zwei Publikumslieblinge begeistert. Sie hörten zu, lachten herzlich und freuten sich, dass die zwei so unterschiedlichen Künstler so sehr harmonisieren". Das Publikum dankt den beiden das Tüfteln mit Standing Ovations!
Franz Posch und Markus Koschuh: VolksmusiKabarett - Quetschn trifft Schmäh!
Bei einem gemeinsamen Benefizabend Anfang 2024 sorgten Franz Posch und Markus Koschuh für Begeisterungsstürme - die Idee für eine weiterführende Kooperation war geboren.
2025 ist es nun tatsächlich so weit und die beiden touren mit einem gemeinsamen Programm durch's Land - der Auftakt für dieses außergewöhnliche Projekt findet im Treibhaus-Turm statt. Dann gehts raus aus Provinnzbruck und rein in die Provinz!
Franz Posch und Markus Koschuh ergänzen sich, stellen sich gegenseitig Weichen, legen sich Brücken: Franz Posch spielt und singt Volkmusikalisches bis Wienerisches, Markus Koschuh nimmt Tirol und Wien ins Visier - und die eine oder andere gemeinsame Nummer ist auch dabei. Wie passt Volksmusik und Kabarett zusammen? Nur so viel: Das Publikum beim allerersten gemeinsamen Auftritt im Kolpingheim Hall vor einem Jahr feierte die Kooperation mit Standing Ovations.
Es wird hochwertig und lachhaft, Genregrenzen überschreitend, musikalisch und humoristisch.
Volksmusik ergänzt Kabarett ergänzt Volksmusik.
Gelebtes Gestern, ersehntes Morgen - in Melodien, von denen wir glauben, sie ewig zu kennen - innig, verhalten und erfgreifend schön. (ZEIT) Martin Tingvall piano / Omar Rodriguez Calvo b / Jürgen Spiegel dr
Martin Tingvall - piano / Omar Rodriguez Calvo - bass / Jürgen Spiegel - drums
«Eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht»
Das Tingvall Trio feiert 2023 sein zwanzigjähriges Bandjubiläum - auf der ganzen Welt, nur nicht im GTreibhaus, beide ausverkauften Konzerte mußten aus privaten Gründen abgesagt werden: endlich...
Besonders bemerkenswert ist, dass das Trio seit der Gründung bis zum vorliegenden neunten Album, BIRDS, immer in der gleichen Besetzung agiert. Neben dem Pianisten und Namensgeber Martin Tingvall am Piano sind dies Omar Rodriguez Calvo am Kontrabass und Jürgen Spiegel, der für Drums und Percussion verantwortlich zeichnet. Und die Drei in Hamburg ansässigen Musiker haben es geschafft, in diesen vielen Jahren eine Erfolgsgeschichte zu schreiben, die ihresgleichen sucht: mehrere ECHO JAZZ Preise als Ensemble und Live Act des Jahres, insgesamt sechs JAZZ Awards in Gold, zwei Impala Awards für internationale Verkäufe, eine ganze Serie von No.1 Jazz Chart Alben und viermalige hohe Platzierungen in den Deutschen Top 100 Album Charts – im deutschen Jazz durchaus als herausragend zu bezeichnen. Mit BIRDS erreicht diese Entwicklung nun ihren vorläufigen Höhepunkt.
Martin Tingvall erklärt den Titel: ”Das Album BIRDS ist den Vögeln gewidmet. Sie sind die Musiker der Natur. Sie umgeben uns tagtäglich mit ihrer Musik und können unglaublich inspirierend sein. Man muss nur genau hinhören. Leider scheinen wir das häufig nicht mehr zu machen, zu viele andere Geräusche umgeben uns und wir werden abgelenkt. Ich hoffe, dieses Album kann dazu anregen, die Umwelt um uns herum anders wahrzunehmen. Ich selber kann schon Veränderungen im Verhalten der Vögel beobachten, die durch die globale Erwärmung bedingt sind. SOS, es ist höchste Zeit, innezuhalten, der Natur zuzuhören und zu handeln.”
Wie immer ist Martin Tingvall für alle Kompositionen verantwortlich, die Stücke wurden aber vom Trio gemeinsam in Proben und Konzerten zur Aufnahmereife in Arrangement und Spiel erarbeitet. Und natürlich findet man auf dem Album wieder Titel mit Ohrwurmcharakter, wie etwa Woodpecker, Hummingbird oder Air Guitar. Wunderbare Balladen wie The Day After mit einem gestrichenen Kontrabass von Omar Rodriguez Calvo, wechseln sich ab mit Stücken wie Africa, das sich in seiner Leichtigkeit sofort in die Gehörgänge schraubt. SOS, der Hilferuf, unserer Erde endlich eine Überlebensperspektive zu geben, bietet virtuosen Tingvall Trio Sound und eine berührende Komposition. Mit seinem Solo – Stück Call For Peace steuert Martin Tingvall abschließend einen besonders introvertierten Moment bei.
Ein Schwede, ein Kubaner und ein Deutscher, sie sind das Tingvall Trio.
Piano Trios gibt es weltweit viele, die klassische Basisformation des Jazz hat in den letzten Jahres ein fulminantes Revival erlebt. Doch wenn man nach der Essenz aller derzeit tourenden Trios dieser Bewegung sucht, sticht, wenn es um die Akzeptanz beim Publikum und den unverwechselbaren, eigenständigen Sound geht, aus internationaler Perspektive das Tingvall Trio hervor. Konzerte in mehr als 30 Ländern, eine Handvoll Auszeichnungen mit dem ECHO JAZZ als „Ensemble“ und „Live Act“ des Jahres, Jazz Awards in Gold für jedes einzelne ihrer Studioalben, Platz 1 der Jazzcharts, ja sogar hohe Platzierungen in den Pop Charts, die Popularität der drei ist auf dem Niveau aktueller Popbands angekommen. Erfolg, zumindest in in unseren Breiten gelegentlich als Makel von der Jazzpolizei gebrandmarkt, sucht sich seinen Weg zum Publikum, so erfuhr das Tingvall Trio die Ehre, in der neueröffneten Elbphilharmonie zwei Testkonzerte zur Erprobung des Raumsounds zu spielen
In den 60er- & frühen 70er-Jahren revolutionierten Colosseum rund um Jon Hiseman die Jazz-rock-Szene. Schön daß sich der “Koloss“ mit Chris Farlowe, Clem Clempson & Mark Clarke wieder in Bewegung setzt...
In den späten 60er- & frühen 70er-Jahren revolutionierten Colosseum rund um Drummer Jon Hiseman die Jazz-Rock-Szene. Der Gründer ist mittlerwei-le verstorben, doch 3 frühe Weggefährten sind quietschfidel.: die Originals Chris Farlowe, Clem Clempson & Mark Clarke mit Band erinnern and das Original & an die Colosseum Klassiker wie “Lost Angeles“ & die “Valentyne Suite“!
Der Name klingt bombastisch, und tatsächlich sind COLOSSEUM so etwas wie Saurier in der Geschichte der Rockmusik: ein Zusammenschluss von ungeheuer virtuosen Solisten, dabei trotzdem mit einem geschlossenen, kompakten Sound und in den verschiedenen Konstellationen musikalisch stets sehr innovativ. Das Doppelalbum "Colosseum Live" kann sicherlich auch heute noch getrost als ein Juwel in der Geschichte der Rockgeschichte bezeichnet werden.
2022 setzte sich der “Koloss“ zur Freude zahlreicher Fans wieder in Bewegung. Unter dem Motto “The Return Of The Legend“, präsentieren die Originals Chris Farlowe, Clem Clempson & Mark Clarke neben Colosseum Klassikern wie “Lost Angeles“ & der “Valentyne Suite“ auch Songs ihres brandneuen Studioalbums “Restoration“
Der Name klingt bombastisch, und tatsächlich sind COLOSSEUM so etwas wie Saurier in der Geschichte der Rockmusik: ein Zusammenschluss von ungeheuer virtuosen Solisten, dabei trotzdem mit einem geschlossenen, kompakten Sound und in den verschiedenen Konstellationen musikalisch stets sehr innovativ. Die beiden ersten Alben, "Those Who Are About To Die Salute You" und "Valentyne Suite", beide 1969, erreichten die Top 20 in den britischen Album-Charts.
Gegründet wurde die Band 1968 von Schlagzeuger Jon Hiseman und dem Saxophonisten Dick Heckstall-Smith zusammen mit dem Organisten Dave Greenslade, dem Bassisten Tony Reeves und dem Gitarristen/Sänger James Litherland. Hiseman und Heckstall-Smith lernten sich 1967 in der GRAHAM BOND ORGANIZATION (mit Ginger Baker später Cream) kennen und stießen dann zu JOHN MAYALL ́S BLUESBREAKERS (mit Mick Taylor später Stones), um die Studio-LP "Bare Wires" einzuspielen. Dieses erste COLOSSEUM line up war Teil des legendären Rock Movies SUPERSESSION mit Eric Clapton, Buddy Guy, Stephen Stills, Buddy Miles & Led Zeppelin.
Der eigentliche Kopf der Band war Schlagzeuger Hiseman - sein musikalischer Werdegang prägte auch die Stilvielfalt von COLOSSEUM: Er kam eigentlich vom Jazz, hatte aber auch Erfahrungen in Sachen Blues und Rock gesammelt und brannte darauf, komplexe musikalische Ideen mit einer Gruppe von handwerklichen Könnern umzusetzen. Was ihm auch gelang: Kritiker äußerten sich begeistert über das Plattendebüt, insbesondere über das Zusammenspiel raffinierter Bläsersätze mit der virtuosen, aber dabei ungeheuer kraftvollen Rhythmusmaschinerie. Beim Publikum kam zunächst das zweite Album ("Valentyne Suite", 1969) am besten an & COLOSSEUM schaffte es, sich einen Ruf als hervorragender und innovativer Live-Act aufzubauen. Anfang 1970 ging Litherland zu MILLION und Reeves zog sich wieder auf seinen Posten als Produzent zurück, diesmal für Sandy Denny und John Martyn. Hiseman ersetzte sie durch den früheren BAKERLOO-Gitarristen Dave 'Clem' Clempson, den Bassisten Mark Clarke und verpflichtete einen professionellen Sänger: Chris Farlowe. Farlowe galt als prominenter Vertreter der britischen Rhythm'n'Blues-Szene & hatte schon 1966 einen Nummer-Eins-Hit mit dem ROLLING STONES-Song "Out Of Time".
In dieser Besetzung, verstärkt durch Barbara Thompson, Hisemans Lebensgefährtin und hervorragende Jazz-Saxophonistin, nahmen COLOSSEUM 1970 die dritte LP, "Daughter of Time" auf - es sollte die letzte Studio-LP werden. Denn ein knappes Jahr später, im Oktober/November 1971 ließ sich diese Band von Solo-Virtuosen nicht länger zusammenhalten. Clempson ging als Nachfolger von Peter Frampton zu HUMBLE PIE; Farlowe widmete sich - nach einem Zwischenspiel bei ATOMIC ROOSTER - weiter seiner Solokarriere; Greenslade gründete eine Band unter eigenem Namen & Heckstall-Smith zog ebenfalls eine eigene Band auf. Clarke und Hiseman gründeten mit Sänger Paul Williams (Ex- Zoot-Money-Band) und Gitarrist Allan Holdsworth, der später zu SOFT MACHINE gehen sollte, TEMPEST.
Praktisch gleichzeitig mit dem Split der Band kam allerdings noch ein Doppelalbum auf den Markt, das man sicherlich auch heute noch getrost als ein Juwel der Rockgeschichte bezeichnen kann: "Colosseum Live".
1994 reformierte sich die Formation in der ́klassischen ́ "Colosseum Live"- Besetzung von 1971 und präsentierte seither ihr Programm mit großem Erfolg auf zahlreichen Festivals und Europa-Tourneen, flankiert durch ihre Veröffentlichungen "The Reunion Concerts 1994", "Bread And Circusses" (1997), “Tomorrows Blues“ (2003) & „LIVE ́05“ (2007) & “TIME On Our Side“ (2014).
Für den im Dezember 2004 verstorbenen Saxophonisten Dick Heckstall-Smith spielte Barbara Thompson das Saxophon bis zum Abschiedskonzert am 28.02.2015 der Band im alterwürdigen Shepherd ́s Bus Empire.
Aber die Fans lieben nun mal die grandiosen Colosseum Werke, und sie wissen genau, dass noch genug Mitglieder den legendären Koloss wieder in Bewegung setzen können: Die Konzerte des legendären Sextetts haben 2021 wieder begonnen. Die Farlowe-Clempson- Clarke-Frontline ist intakt; es gibt drei Neue. Wer ersetzt nun Jon Hiseman, den 2018 tragisch verstorbenen Gründer/Drummer/Chef? Gitarrist Clem Clempson: "Malcolm Mortimore, unser neuer Drummer [Gentle Giant, Arthur Brown, Frankie Miller], geht Risiken ein wie Jon! Wir brauchten beim Jon Hiseman Memorial in Londons Shepherds Bush Empire einen Drummer. Seitdem trommelt Malcolm bei uns: Nicht wie Hiseman, sondern was der Song braucht.“
Auch der Saxophon-Posten ist bei Colosseum entscheidend. Clem: „Mehrere Saxer standen zur Auswahl. Eines Abends saßen wir in einer kleinen Bar in Arnis, Schleswig-Holstein, sahen das Video eines Chris-Farlowe-Songs, auf dem Kim spielte. Sein Solo haute uns um: er war der richtige Saxophon-Spieler für Colosseum!“ Kim Nishikawara tourte mit R&B-Legenden wie Cliff Bennett und Alan Price. Und der neue Greenslade? "Als die Suche nach einem neuen Keyboarder Fahrt aufnahm, war es Kim Nishikawara, der Nick Steed empfahl. Nick war in ganz Europa mit einer Reihe von großartigen Musikern unterwegs, Dennis Chambers, Gary Husband, Jeff Berlin, Steve Hackett, David Sancious, Ginger Baker, Van Morrison und schickte uns Aufnahmen, die absolut beeindruckend waren!" Steed zeigte schon im August 2021 in Hamburg, wie er Colosseums Markenzeichen bedient, mit ganz eigener emotionaler Handschrift.
Mortimore, Nishikawara & Steed geben dem Farlowe-Clempson-Clarke-Triumvirat einen heftigen Kick. Farlowe hat mit 81 Jahren rein gar nichts von seiner vokalen Kraft verloren – er interpretiert klassische Colosseum-Songs mit offensichtlicher Freude und Überzeugung, vergisst auch seine berühmten Scat-Gesänge nicht und garniert „Stormy Monday Blues“ mit Textzitaten zwischen “Flip, Flop & Fly“ und “The girl can’t help it – she’s in love with - me!“ Clem Clempson – auf der Bühne Band- und Cheerleader – ruft Breaks aus, dirigiert dramatische Höhepunkte im Repertoire, zelebriert Solo-Passagen zum Niederknien und glänzt mit humorvollen Extras wie im epischen “Lost Angeles“. Mark Clarke bleibt der Anker mit Basseinsätzen, die oft eine exquisite zweite Melodielinie einführen. Gleichzeitig ist Clarke unentbehrlich als verlässlicher Chor-Vokalist sowie gelegentlicher Leadsänger.
Unter dem Motto “Out Into The Fields“, präsentieren die Originals Chris Farlowe, Clem Clempson& Mark Clarke neben Colosseum Klassikern wie “Lost Angeles“ & der “Valentyne Suite“ auch Songs ihres aktuellen Studioalbums “Restoration“ (Repertoire/Repuk 1430) & des neuen Longplayers "XI".
Line-Up:
Chris Farlowe (lead vocals),
Clem Clempson (guitars & vocals),
Mark Clarke (bass & vocals),
Malcolm Mortimore (drums),
Nick Steed (keyboards),
Kim Nishikawara (saxophones).
Manuel: „Es geht um Lebenszeit. Komm‘ doch einfach mit auf die Bühne.“ Simon: „Ok, aber wenn das schief geht, war es das auch mit der Freundschaft. Das muss dir klar sein.“ - Eine tragische Komödie
Manuel Rubey und Simon Schwarz haben gemeinsam vier linke Hände. Mindestens. Trotzdem halten die beiden Freunde es für eine großartige Idee, ein Restaurant zu eröffnen. Simon hat schon einmal in einem Film einen Koch gespielt und Manuel trinkt gerne Wein. Das dürfte reichen, zwecks Expertise, denken sie. Das Nobellokal mitten in der Provinz soll alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Im Lichte betrachtet wirkt es aber eher wie ein Kandidat für "Pfusch am Bau."
Als das Restaurant dann auch noch abbrennt, riecht es stark nach Brandstiftung. Zumindest für die Dorfpolizistin, die die Ermittlungen mit den Schauspielstars nutzt, um mit ihrem True Crime Podcast durchzustarten.
Die Suche nach dem Feuerteufel führt Manuel Rubey und Simon Schwarz zurück in die Vergangenheit, hinein in ihr Innerstes und zu wesentlichen Fragen, wie: Sind wir nicht alle irgendwie kleine BrandstifterInnen? In unseren Freundschaften? Im Beruf? In der Beziehung?
Für die Polizistin ist der Fall sowieso klar: Der Rubey war's, der hat die Hütte warm abgetragen. Weil die Mörder sind vielleicht immer die Gärtner, aber die Brandstifter, das sind immer die Wiener. *
* Wir haben uns dafür entschieden das Sprichwort nicht zu gendern.
Buch: Sebastian Huber, Jürgen Marschal, Manuel Rubey, Simon Schwarz
Regie: Sebastian Huber & Jürgen Marschal
Manuel Rubey / Simon Schwarz – die vermessung der freundschaft. (Arbeitstitel)
Manuel: „Es geht um Lebenszeit. Komm‘ doch einfach mit auf die Bühne.“
Simon: „Ok, aber wenn das schief geht, war es das auch mit der Freundschaft. Das muss dir klar sein.“
Eine tragische Komödie.
Manuel: „Es geht um Lebenszeit. Komm‘ doch einfach mit auf die Bühne.“ Simon: „Ok, aber wenn das schief geht, war es das auch mit der Freundschaft. Das muss dir klar sein.“ - Eine tragische Komödie
Manuel Rubey und Simon Schwarz haben gemeinsam vier linke Hände. Mindestens. Trotzdem halten die beiden Freunde es für eine großartige Idee, ein Restaurant zu eröffnen. Simon hat schon einmal in einem Film einen Koch gespielt und Manuel trinkt gerne Wein. Das dürfte reichen, zwecks Expertise, denken sie. Das Nobellokal mitten in der Provinz soll alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Im Lichte betrachtet wirkt es aber eher wie ein Kandidat für "Pfusch am Bau."
Als das Restaurant dann auch noch abbrennt, riecht es stark nach Brandstiftung. Zumindest für die Dorfpolizistin, die die Ermittlungen mit den Schauspielstars nutzt, um mit ihrem True Crime Podcast durchzustarten.
Die Suche nach dem Feuerteufel führt Manuel Rubey und Simon Schwarz zurück in die Vergangenheit, hinein in ihr Innerstes und zu wesentlichen Fragen, wie: Sind wir nicht alle irgendwie kleine BrandstifterInnen? In unseren Freundschaften? Im Beruf? In der Beziehung?
Für die Polizistin ist der Fall sowieso klar: Der Rubey war's, der hat die Hütte warm abgetragen. Weil die Mörder sind vielleicht immer die Gärtner, aber die Brandstifter, das sind immer die Wiener. *
* Wir haben uns dafür entschieden das Sprichwort nicht zu gendern.
Buch: Sebastian Huber, Jürgen Marschal, Manuel Rubey, Simon Schwarz
Regie: Sebastian Huber & Jürgen Marschal
Manuel Rubey / Simon Schwarz – die vermessung der freundschaft. (Arbeitstitel)
Manuel: „Es geht um Lebenszeit. Komm‘ doch einfach mit auf die Bühne.“
Simon: „Ok, aber wenn das schief geht, war es das auch mit der Freundschaft. Das muss dir klar sein.“
Eine tragische Komödie.
Ida Nielsens Stern am Bass-Himmel ging auf, als ein gewisser Prince sie 2010 in seine Formation NPG und später dann in 3rdEyeGirl einlud.. Die Dänin hat den Funk gepachtet, mit umwerfender Bühnenpräsenz.
Ida Kristine Nielsen alias Bassida oder auch Ida Funkhouser, wurde durch ihre Zusammenarbeit mit Prince bekannt. Als Bassistin, Musikerin und Eyecatcher sorgte die dänische Schönheit ab dem Jahre 2010 in den Backing Bands des Meisters „The New Power Generation“ und „3rdeyegirl“ für die tiefen Töne.
Doch bis in die heiligen Hallen der Paisley Park Studios war es ein weiter Weg. Von 1993 bis 1998 studierte sie an der „The Royal Danish Academy of Music“, diplomierte am E-Bass, spielte in den Bands Zap Mama, MLTR, schrieb Songs und veröffentlichte 2007 ein Solo-Album Namens Marmelade, das sie unter dem Künstlernamen Bassida veröffentlichte. 3 Jahre später wurde sie zum „Purple Pick of …“, also zu etwas vom Meister auserkorenen.
Ida hat bisher 2 funkige Alben veröffentlicht! Bis zum Tode von Prince hat Ida an ihrem dritten Album gearbeitet, das wegen der Verabschiedung des Meisters kurzzeitig auf Eis gelegt wurde. Nun aber ist „Turnitup“ im Handel erhältlich und groovt sich mit einer Mischung aus Oldschool Funk, HipHop, Reggae, Weltmusik und einem nicht zu überhörenden Schuss Prince in die Ohren der Fans.
Ida Nielsens Stern am Bass-Himmel ging auf, als ein gewisser Prince sie 2010 in seine Formation NPG und später dann in 3rdEyeGirl einlud. Und das aus gutem Grund, denn die Dänin hat den Funk gepachtet, mit allem, die man dafür braucht: Slap, Fingerstyle, Improvisation, Sound und Bühnen-Präsenz – immer unter dem gemeinsamen Nenner: Funk mit fettem F! So fett wie ihr typischer Bass-Sound, den sie mit ihrem Sandberg Signature Bass und einer TC-Bassanlage produziert.
Doch es würde der Musikalität Ida Nielsens nicht gerecht werden, sie nur auf Zeit mit 3rdEyeGirl zu reduzieren, denn sie spielt seit Jahren nicht nur in vielen verschiedenen Formationen, sondern ist auch mit ihrem eigenen Projekt unterwegs. 2016 erschien das aktuelle Solo-Album ‚turnitup’, auf dem sie nicht nur Bass, sondern mit Ausnahme der Live-Drums alle anderen Instrumente selbst spielt.
Ida Nielsen: Bass + vocals
Mika Vandborg: Guitar + vocals
Patrick Dorcean: Drums
Kuku Agami: Rap/Spoken word (TBC)
Flamenco, arabische Vierteltöne, afrikanische Rhythmen, jazzige Improvisationen, Barock und Klassik: Mit unverwechselbaren Klang hat er sich als einer der faszinierendsten Cellisten seiner Generation etabliert !!!
Mit einem unverwechselbaren Klang und einer beeindruckenden musikalischen Bandbreite, hat sich Matthieu Saglio als einer der faszinierendsten Cellisten seiner Generation etabliert. Nach einer klassischen Ausbildung am Conservatoire de Rennes, ist der gebürtige Franzose heute in Valencia ansässig. Dort zählt er zu jenen Pionieren, die die Fusion des Cello mit der spanischen Flamencotradition etablierten – insbesondere mit seiner Band Jerez-Texas, mit der er seit 2002 um den Globus tourt. Parallel dazu verfolgt Matthieu zahlreiche Solo-, Duo- und Bandprojekte und ist ein gefragter Begleiter in verschiedensten Formationen. Dazu zählt auch das Trio NES, mit dem er drei Jahre nach seiner Gründung das Album Ahlam (2018) beim renommierten deutschen Label ACT veröffentlichte. Von der internationalen Presse einhellig gefeiert, spielt das Trio nun intensiv in ganz Europa. Aber auch Matthieus Qualitäten als Komponist sind regelmäßig in Original-Soundtracks für Theater oder Fernsehen zu hören.
Bei seinem Schaffen leitet ihn, als Künstlerbotschafter der Internationalen Yehudi Menuhin Stiftung, vor allem ein Ziel: einen Dialog zwischen seinem Instrument und anderen Kulturen zu eröffnen.
Auf der Bühne präsentiert Matthieu Saglio eine mitreißende Kombination von klassischen Musiktraditionen und fernen Klängen und Rhythmen, die er von seinen Begegnungen auf der ganzen Welt mitbringt: In seinen Kompositionen erklingen Echos von westlichen Kathedralen neben den Souks des Maghreb, lateinamerikanischer Tango neben iberischem Flamenco. Mithilfe des Samplers tritt Matthieu in Livekonzerten in einen faszinierenden Dialog mit sich selbst. Eine Grundlinie hier, luftige Pizzicati dort, ergänzt von einem Leitmotiv im Bogen… So gelingt es ihm, eine originelle und elegante Architektur aufzubauen, die den emotionalen Facetten der Musik trotz aller technischen Brillanz den Vortritt lässt: “More than a cello. His music will accompany us with his emotional beauty for a long time. Maybe even forever” (Amancio Prada)
Mit "Serben sterben langsam" eroberte die Tiroler Serbin die Kabarettbühnen. Im 2. Solo fragt sie, warum Männer wie Trump oder Gudenus Frauen vom Balkan wählen? Und – wie wird man selbst zur Trophäe?
Malarina ist eine Halbgöttin. Wie ein glitzernder Faden durchzieht sie die Geschichte der Menschheit, erlöst Epoche für Epoche vom Männerblick, überwindet zehntausend Jahre Patriarchat für ein paar echte Höhepunkte. Klingt nice? Es ist überragend. Der Olymp ist jetzt dort, wo Malarina ist. "Trophäenraub" heißt ihre neue Show. Aber, was red ich? Ihr habt eh schon Karten.
Das zweite Solo ist die Hölle. Das weiß sogar ich. Wie heftig der Druck sein muss, wenn dein erstes Stück eine Offenbarung war und ein ganzes Genre auf den Kopf gestellt hat, das kann ich aber nur ahnen. Wie Malarina diesen Druck aufsaugt und als silbrigen Konfettiregen durch den Saal bläst, ist jedenfalls beeindruckend. Das ist kein künstlerischer Schritt, das ist ein Stabhochsprung über alle Mauern der Kunstform hinweg.
Es gibt von dieser Show keine fuffzehn Reels, aber es gibt Kostüme, Bühnenbild, Dramaturgie, Lichtkonzept, Maske, Gesang und zwei Stunden mit einer Frau, die so derart viel Witz im kleinen Finger hat, dass es nur so raucht. (Es raucht manchmal wirklich). Das Kabarett kann sich glücklich schätzen, dass es von einer so flammenden Künstlerin bespielt wird. Weil das ist Malarina, ein großes Glück.
Malarina lässt ihre Vergangenheit als Sozialistin hinter sich und schwört, auf der Suche nach altem Geld, der FPÖ ab. Aber wer ist nun die Trophäe: die Frau oder das Erbe? Und wer wird beraubt? Die österreichischen Frauen, denen ein reicher ÖVP-ler entgeht, oder die balkanischen Männer, denen die “Trophäen-Frauen” gestohlen werden? Und sind Frauen die einzige Ressource, die ihnen genommen wird? Sie geht diesen Fragen auf den Grund und zeigt, dass trophy wives meistens nicht nur optisch ihren Männern deutlich überlegen sind.
Zwischen Kapitalismus und Kommunismus, zwischen der Europäischen Union und China, ergründet Malarina die Wege der modernen Kolonialisierung.
Austroserbin Malarina: Mit dem Oberschwabo auf drei letzte Bier
Wenn Malarina serbisch-österreichische Völkerverbindung demonstrieren will, dann geht sie auf den Wiener Zentralfriedhof. Im Tod sind alle gleich, nur manche sind sich dort gleicher. Morbidität und Melancholie, Jenseits- und Aberglaube, das ist in beiderlei Welten oberstes Kulturgut. Malarina ist blond und schlank, sie spricht akzentuiertes Deutsch ohne Umlaute, trotz "iben, iben, iben", wie sie sagt. Sie schwört auf ihren Pelzmantel sowie aschenbechergroße Jetset-Sonnenbrillen. Beweint wird dahinter der tiefe Fall des einzigen Oberschwabos, der sie je verstanden hat: H.-C. Strache. Auch Kurz ist nunmehr eine Träne wert.
Malarina ist die Kunstfigur von Marina Lacković. Die 31-Jährige zählt mit ihrer Rolle als rechtsaffine Austroserbin zu den interessantesten Kabarettaufsteigern des Landes. Ihr Debütprogramm Serben sterben langsam hatte ironischerweise am Tag des allerersten Corona-Lockdowns Premiere, durchstarten kann es erst jetzt. Und geht es nach dem Zuspruch von Kritik und Publikum, wird die Kleinbühne bald nicht mehr reichen. Denn Malarina ist keine Figur, die zu einer eng gefassten Minderheit spricht, sie hat gerade der Mehrheitsgesellschaft viel zu sagen.
Vom Schuss von Sarajewo über die Gastarbeiter bis zum Fall Peter Handke werden Geschichte und Gegenwart, Gemeinsamkeiten und Unterschiede, kollektive Neurosen, Opfer- und Täterkomplexe durch die Balkanbrille betrachtet aufs Korn genommen. "Wir haben nur verloren in der Geschichte, und sie wird trotzdem glorifiziert. Es ist wie mit Andreas Hofer und den Tirolern", heißt es da.
Marina Lacković wirkt beeindruckend abgebrüht, als sie DER STANDARD nach ihrem Auftritt im Kabarett Niedermair zum Gespräch trifft. Ihr Akzent ist imitiert, abseits der Bühne keine Spur davon, auch Nervosität ist keine zu spüren, dabei habe sie immer noch das "Hochstaplersyndrom", wie sie sagt. Kein Wunder, denn Lackovićs Erfolg kommt völlig aus dem Nichts. Sie hatte keinerlei Bühnenerfahrung, nicht einmal besondere Affinität zum Kabarett, nur die Lust am Schreiben war vorhanden. Zufällig landete sie 2019 beim Politically Correct Comedy Club (PCCC) im Wiener Wuk. Die Ermunterung, sich selbst auf die Bühne zu stellen, kam von der queeren Stand-up-Comedienne Denice Bourbon, ihrer "Mentorin". Zur Kunstfigur Malarina inspirierten sie aber die legendären ORF-Sozialreportagen von Elizabeth T. Spira.
Dass "politisch korrekt" nicht gerade nach Spaß klingt, sieht sie als Missverständnis. Verschrieben hat sich der PCCC bloß der Devise, "nicht nach unten, sondern nach oben zu treten". Das hält auch Lacković so. Wenn sie sich über ihre rechten Landsleute mokiert, dann erzählt sie immer die politischen Bedingungen mit, die zu deren Verhalten geführt haben: nichtaufgearbeitete historische Wunden, die von Populisten in Serbien wie Österreich dankbar ausgeschlachtet werden.
Geboren wurde Lacković 1990 in einem serbischen Dorf. Ihre Großmutter war die Erste, die als Gastarbeiterin nach Tirol ging. Sie selbst kam als Kindergartenkind. Die Mutter arbeitete in der Hotellerie, der Vater am Bau. Angst hatte man vor Jörg Haider: "Mein Vater ist oft von der Arbeit nach Hause gekommen und hat gesagt, wir müssen packen, bald müssen wir zurück." Willkommenskultur, Integrationsmaßnahmen? "Das gab es alles nicht." Strache schließlich habe es verstanden, die Islamophobie der Serben sowie das kollektive und teils verständliche Gefühl, wegen des Jugoslawienkriegs moralisch härter als andere beurteilt zu werden, auszunützen.
Zum Studium der vergleichenden Literaturwissenschaft zog es Lacković schließlich nach Wien. Die Tiroler Enge, das von Bergen eingekesselte Innsbruck, die harte Bergbauernmentalität, das war alles nicht ihr Fall. Noch arbeitet sie Teilzeit beim ORF, aber daneben entsteht schon ihr zweites Bühnenprogramm. Darin wird sich Malarina u. a. Gedanken zum serbischen Frauenbild machen.
Stilistisch bekommt Lacković öfter den Vergleich mit Lisa Eckhart zu hören. "Na wenn die wüsste, dass sie mit einer Tschuschin verglichen wird!", sagt sie lachend. Ist "Tschusch" nicht tabu? "Es kommt auf den Kontext an und wer es sagt. Wir Ex-Jugoslawen sagen es öfter spaßhaft zueinander, aber es ist schon klar, dass es von Anfang an als Schimpfwort gemeint war." "Jugo" oder "Ex-Jugo" hingegen hätte nie negativ konnotiert werden müssen, findet sie: "Allzu oft werden Wörter zu schnell aufgegeben, wenn Rechte sie besetzen." So hält Lacković auch das Wort Asylant für nicht anrüchig, erst die Rechten hätten es verunglimpft.
Im Gegensatz zu Eckhart legt Lacković bei all diesen Fragen wert auf eine Trennung zwischen ihrer Person und der Kunstfigur. Das findet sie wichtig, schon allein um Missverständnisse auszuschließen.
Was sie mit ihrer Kunst letztlich erreichen will? "Fairness – Fairness für alle."
(Stefan Weiss, Standard 13.10.2021)
Falsett, singende Säge und groteske Clownmaske: We proudly present – The Tiger Lillies back im TreibhausTurm! seit über 30 Jahren begeistern die Briten mit Dark Cabaret, Musical, Punk und Gypsy Music.
Die Grammy nominierten Urväter des alternativen Cabaret sind seit Frühjahr 2024 mit ihrem brandaktuellen, neuen Album „Lessons In Nihilism“ auf Welttournee. Eine Thematik, die sich immer schon durch ihr Werk gezogen hat: die Sinnlosigkeit und Absurdität der Existenz. Vollgepackt mit geistreichen Witz argumentieren sie, dass alle unsere Errungenschaften zu nichts führen – als würde man Steine in einen Teich werfen, der Effekt schwappt davon ins Nichts. Martyn Jacques dazu: "One of the big words used to describe us has always been nihilists. I checked Google to see if anyone has given lessons in nihilism. It appears nobody has. It is considered a philosophy though actual definitions seem to vary as to what it actually is. Some people seem to think it’s bad, for others it’s fine. Anyway it seemed like as good a title as any to write a new collection of songs on. And when it’s your 50th album you do need to find some kind of excuse to write another one."
Streng genommen ist die Band seit über 30 Jahren auf permanenter Welttournee. Nicht umsonst werden sie immer wieder mal „the hardest working band on earth“ genannt. Kein Jahr ohne 1-2 Alben, neues Programm, Theaterinszenierungen und permanenten, weltweiten Touren. Dunkle und abwegige Theatralik sind ihr Markenzeichen, das ab den frühen 2000ern populär gewordene Genre Dark Cabaret beruft sich zentral auf sie.
Mit einem internationalen Renomée als eine der interessantesten Avantgarde Bands der Welt, hören die TIGER LILLIES mit ihrem unimitierbaren Sound nie auf zu überraschen, zu schockieren und zu unterhalten. Und dabei die makabre Magie des Berlins der Vorkriegszeit mit der bissige Randständigkeit des Punk zu fusionieren.
Die Welt der TIGER LILLIES ist dunkel, eigentümlich und abwechslungsreich, mit Momenten schwarzen Humors und ungemeiner Schönheit. Dieses einzigartige Brechtsche Straßenoper Trio betourt seit über 30 Jahren die Welt mit Konzerten und Theaterstücken wie The Tiger Lillies Christmas Carol, The Ancient Mariner und dem West End Hit Shockheaded Peter.
Mit schrägem Humor und scharfer Ironie zeigen die TIGER LILLIES mit einem implizit vorwurfsvollen Finger auf uns zurück: Was zur Hölle tun wir da, warum lachen wir über solches Zeug? Die Musik ist eine Mischung aus Berliner Cabaret der Vorkriegszeit bzw. Weimarer Republik, anarchistischer Oper und Gypsy Music bei der auch Erinnerungen an Bertolt Brecht, Jacques Brel und Edith Piaf wach werden.
“It's not surprising that their cult following is worldwide - a Tiger Lillies gig is a journey into wild emotion which passes right through melodrama and out the other side into bizarre beauty.” London Evening Standard
“In an ideal world, The Tiger Lillies would represent Britain in the Eurovision song contest.” The Times
“It is hard to do justice to the dark, poetic brilliance of The Tiger Lillies, so the best thing I can advise is that you seek out a ticket for this glorious show.
★★★★★” The Scotsman (Edinburgh Festival).
‘‘Martyn Jacques is a charismatic focus. Trudging between his piano and accordion like a man weighed down by supernatural dread – yet his voice is a molten cascade. The execution is impeccable throughout. Phenomenal.
★★★★★“ Guardian
Mit schrägem Humor und scharfer Ironie zeigen die TIGER LILLIES mit einem implizit vorwurfsvollen Finger auf uns zurück: Was zur Hölle tun wir da, warum lachen wir über solches Zeug? Die Musik ist eine Mischung aus Berliner Cabaret der Vorkriegszeit bzw. Weimarer Republik, anarchistischer Oper und Gypsy Music bei der auch Erinnerungen an Bertolt Brecht und Jacques Brel wach werden.
“It's not surprising that their cult following is worldwide - a Tiger Lillies gig is a journey into wild emotion which passes right through melodrama and out the other side into bizarre beauty.” London Evening Standard
“In an ideal world, The Tiger Lillies would represent Britain in the Eurovision song contest.” The Times
‘‘Martyn Jacques is a charismatic focus. Trudging between his piano and accordion like a man weighed down by supernatural dread – yet his voice is a molten cascade. The execution is impeccable throughout. Phenomenal. ★★★★★“ Guardian
Jazzzwio2.0 Matthias Legner (Vibraphon) und Clemens Rofner (Bass) – in Mils und Hall aufgewachsen – spielen am 14. Mai anlässlich des 85. Geburtstags des gebürtigen Hallers Werner Pirchner Jazztunes von ihm .
WERNER PIRCHNER
FREUND UND TONSETZER,
1940 - 2001
treibhaus gründungsmitglied
mitgliedsausweis 01
ehrenschützer des ehrwürdigen nach seinem UPTOWN JAZZSALON nachbenannten
DOWN TOWN JAZZSALON
Werner Pirchner, der hintersinnige Saboteur und frivolfröhliche Förderer zeitgenössischer E-Musik-Strapazen, ist und war ein wohltuendes Vorbild für den erfrischenden Geist der kreativen Subversion. Pirchner nahm einfach wahr, wo in seiner Umwelt Menschen und Umstände durch Machtmissbrauch entrechtet und belastet werden, wogegen er sich in seiner Musik manchmal ätzend böse, manchmal mit Witz und Ironie wehrte...
Und wo gehts hier zum Panamakanal?
JAZZZWiO 2.0
inhaltschafftform Die Musikjournalisten Andreas Felber (u. a. Ö1) und Stefan Parnreiter haben in ihrem »Versuch über Werner Pirchner« im Jahr 2002 geschrieben: »›Grenzgänger‹, ›Seiltänzer über E- und U-Musik-Welten‹, ›Wanderer zwischen den Stilen‹. Irgendwie hinterlassen all diese oft strapazierten Stehsätze gerade im Hinblick auf Werner Pirchner einen schalen, unbefriedigenden Nachgeschmack. Auch wenn man den Tiroler Komponisten nicht persönlich gekannt hat: Sobald man sich in die Kompositionen vertieft, seine Vita Revue passieren lässt, Texte liest, entsteht der Eindruck eines Menschen, bei dem Person und künstlerische Arbeit, Leben und Denken, Form und Inhalt schlicht einen höheren Grad der Koinzidenz erreicht haben als bei anderen. Vielleicht gerade deshalb, weil sich hier der Inhalt oft selbst seine Form schuf, schaffen musste, anstatt bestehende auszufüllen. Pirchner, der Autodidakt wider Willen, Pirchner, der Tiroler, Pirchner, der gesellschaftskritische Nonkonformist, Pirchner, der Grübler, der Perfektionist. Auf seinen Partituren und Schallplatten ist alles Pirchner, vom ersten bis zum letzten Buchstaben, von der ersten bis zur letzten Zeichnung, von der ersten bis zur letzten Note. Alles ist durchdrungen von einer pointenreichen und doch feinsinnigen kreativen Energie, die sich urwüchsig Bahn bricht und zu sinnlich-plastischen Gestalten gerinnt. Alles hat Bedeutung, nichts ist Zufall. Keine Note scheint je überflüssig.«
https://www.youtube.com/watch?v=D05vT4gGcnQ&t=3s
Manuel Randi, Gitarrist, daheim im Flamenco, Blues, Funk, Jazz & der italienischen Folklore - sein TRiO SUD mit Marco Stagni b & Mario Punzi dr ist quasi der-feurig-italienische Teil der Pixner Italo Connection.
Ein Konzert mit dem „Trio Manuel Randi“ ist immer ein intensives Live-Erlebnis, das seit vielen Jahren für ausverkaufte Konzerte sorgt. Manuel Randi, der sympathische und großartige Gitarrist, zeigt an einem einzigen Abend die gesamte Bandbreite seines Könnens und sein großes Repertoire. Im Programm finden sich Stücke für akustische Gitarre, Mandoline bis hin zur E-Gitarre, mit dem unverkennbaren Sound seiner eigenen Gitarrenmusik. Die Kompositionen sind vielseitig, stets südländisch mediterran oder südamerikanisch, aber auch spanisch beeinflusst. Begleitet wird Manuel Randi wieder von seinen zwei kongenialen Partnern, dem italienischen Bassisten Marco Stagni und Mario Punzi am Schlagzeug. Alle drei Musiker sind Showtalente auf der Bühne, sie genießen Live-Konzerte und ihre eigene Musik, die inzwischen eine verrückte Mischung aller Genres ist. Von Flamenco, über Balladen, argentinischer Rumba, Blues-Rock, bis hin zur Discomusik der 70er Jahre. Wilde und leidenschaftliche Improvisationen, sentimentale und lyrische Momente, Romantik und italienische Leidenschaft, Jazz und Akustik-Rock. Manuel Randi ist auch Mitglied des "Herbert Pixner Projekt", mit dem er jedes Jahr auf Tour ist. Besonders in Deutschland, Österreich, Italien und in der Schweiz feiert diese Formation seit über 15 Jahren sehr große Erfolge mit dast ausschließlich ausverkauften Konzerten.
Manuel Randi ist ein brillanter Musiker, dessen Vielseitigkeit es ihm erlaubt, mit den anerkanntesten Tonkünstlern auf nationaler und internationaler Ebene zusammenzuarbeiten. Derzeit ist er Mitglied des „Herbert Pixner Projekt“, mit dem er ganzjährig auf Tournee ist. Besonders in Deutschland, Österreich, Italien und in der Schweiz feiert diese Formation große Erfolge mit einer fast endlosen Reihe ausverkaufter Konzerte. Begleitet wird Manuel Randi im Trio von Marco Stagni (Kontrabass und E-Bass), Mario Punzi (Percussions und Drums).
Die drei Musiker sind musikalisch zusammengewachsen, und schaffen es, einen echten musikalischen Dialog aufzubauen, in den die Instrumente zu einer Einheit verschmelzen. Von ganz leisen Tönen bis zu feurigen Flamenco Rhythmen und Rock-Fusion Explosionen. Es gibt kaum eine Stimmung, die die drei nicht leidenschaftlich inszenieren. Das Programm beinhaltet viele neue Kompositionen, die verschiedenste Musikrichtungen wie Flamenco, italienische Folklore, Bossa Nova und afrikanische Einflüsse, zu einem originellen und ganz eigenen Musikcocktail verschmelzen lassen. Eine Musik, die wie der Süden, mit romantischer Landschaft und mediterranem Charme, feurigen Rhythmen und ekstatischen Melodien verzaubert, und die Seele zum Tanzen bringt.
Manuel Randi - Gitarren
Marco Stagni - Bass
Mario Punzi - Percussion and Drums
Vari generi di musica come il flamenco, folklore, Bossa Nova e influenze africane s’amalgamano a un cocktail musicale originale
– riescono a mettere in scena atmosfere uniche nel loro stile inconfondibile e appassionato.
Mit ihrem neuen Programm stürzt sich Maschek mitten ins Chaos. Was, wenn die Zukunft schon da ist, aber niemand mehr den Notausgang findet? Der neue Streich der Anarcho-Synchronisten! TIROL PREMIERE!
ChatGPT, schreib einen Pressetext zum neuen Maschek-Programm, in dem es um das mögliche Ende des Lebens geht, wie wir es kennen. Durch Künstliche Intelligenz, Turbokapitalismus, Postdemokratie und Umweltzerstörung ist die aufgeklärte Welt in Gefahr. Wie kann man sich ironisch damit befassen? Der Titel ist „EXIT – Ausgang ungewiss“
ChatGPT:
Die Welt, wie wir sie kennen, wackelt bedenklich. Künstliche Intelligenz schreibt die Regeln neu, Turbokapitalismus frisst seine Kinder, die Postdemokratie schickt die letzten Illusionen in Pension, und die Umwelt wehrt sich verzweifelt gegen den Menschen. Und wir? Wir schauen hilflos zu – oder klicken wenigstens “Gefällt mir”.Mit ihrem neuen Programm “EXIT – Ausgang ungewiss” stürzt sich Maschek mitten ins Chaos. Was, wenn die Zukunft schon da ist, aber niemand mehr den Notausgang findet? Maschek nimmt die großen Krisen unserer Zeit ins Visier. Das Ende des Lebens, wie wir es kennen, mag unausweichlich sein, aber mit Maschek wird es zumindest unterhaltsam.
Danke, ChatGPT.
Nach dem North Sea Jazz Festival & Montreux nun endlich auch im TreibHaus: FORQ bewegen sich an der Schnittstelle von mitreißenden Grooves, überraschenden Harmonien und Melodien. Einfach virtuos!
FORQ bewegen sich an der Schnittstelle von mitreißenden Grooves, überraschenden Harmonien und Melodien, die noch lange nach Ende der Nacht im Ohr bleiben. Die Band, die aus erstklassigen Solo-Improvisationskünstlern besteht, zeigt nicht nur außergewöhnliches Können am Instrument, sondern liefert auch mitreißende, genreübergreifende Kompositionen ab. Ursprünglich gegründet von Keyboarder Henry Hey (bekannt durch seine Zusammenarbeit mit David Bowie, Empire of the Sun, Jeff "Tain" Watts) und Bassist Michael League (Grammy-prämierter Leiter von Snarky Puppy), hat sich Forq weiterentwickelt und umfasst nun Gitarristen wie Chris McQueen (Snarky Puppy, Bokanté) oder Jordan Peters (Jon Batiste, Bokanté, Lauryn Hill), Schlagzeuger Jason "JT" Thomas (bekannt für seine Arbeit mit Roy Hargrove’s RH Factor, Marcus Miller, Snarky Puppy, Mark Lettieri Trio) und Bassist Kevin Scott (Government Mule, Wayne Krantz, Col. Bruce Hampton). Was FORQ auszeichnet, ist nicht nur ihre Virtuosität, sondern auch ihr Engagement, ein Musikerlebnis zu schaffen, das sowohl unterhaltsam als auch beeindruckend ist. Mit einer Vorliebe für packende und spaßige Auftritte ist die Musik von FORQ ein mitreißendes Fest, das weltweit das Publikum begeistert. Auf internationalen Bühnen wie den renommierten Festivals North Sea Jazz, Montreux Jazz und Jazz á Vienne hinterlässt FORQ mit ihrer unwiderstehlichen Mischung aus Talent und purem Vergnügen weiterhin einen bleibenden Eindruck.
The band:
Henry Hey - Keyboard
Chris McQueen - Guitar
Jason ‘JT’ Thomas - Drums
Eli Menezes - Bass
Mit ihrem neuen Programm stürzt sich Maschek mitten ins Chaos. Was, wenn die Zukunft schon da ist, aber niemand mehr den Notausgang findet? Der neue Streich der Anarcho-Synchronisten! TIROL PREMIERE!
ChatGPT, schreib einen Pressetext zum neuen Maschek-Programm, in dem es um das mögliche Ende des Lebens geht, wie wir es kennen. Durch Künstliche Intelligenz, Turbokapitalismus, Postdemokratie und Umweltzerstörung ist die aufgeklärte Welt in Gefahr. Wie kann man sich ironisch damit befassen? Der Titel ist „EXIT – Ausgang ungewiss“
ChatGPT:
Die Welt, wie wir sie kennen, wackelt bedenklich. Künstliche Intelligenz schreibt die Regeln neu, Turbokapitalismus frisst seine Kinder, die Postdemokratie schickt die letzten Illusionen in Pension, und die Umwelt wehrt sich verzweifelt gegen den Menschen. Und wir? Wir schauen hilflos zu – oder klicken wenigstens “Gefällt mir”.Mit ihrem neuen Programm “EXIT – Ausgang ungewiss” stürzt sich Maschek mitten ins Chaos. Was, wenn die Zukunft schon da ist, aber niemand mehr den Notausgang findet? Maschek nimmt die großen Krisen unserer Zeit ins Visier. Das Ende des Lebens, wie wir es kennen, mag unausweichlich sein, aber mit Maschek wird es zumindest unterhaltsam.
Danke, ChatGPT.
Das blaue Meer, die stolzen Berge. Endlich sind die Ferien da. Herbert und Mimi sind auf Entdeckungsreise in einem fremden Land. Theater für Menschen im besten Alter.
Das blaue Meer, die stolzen Berge. Endlich sind die Ferien da. Und nun sind Herbert und Mimi auf Entdeckungsreise in einem fremden Land.
Aber es warten einige Überraschungen auf die beiden, und nichts ist so wie es im Urlaub sein sollte.
Statt der wohlverdienten Ruhe lauern widerspenstige Angelruten, wunderliche
Koffer und uneinsichtige Enten auf Herbert und Mimi.
Wie soll man sich da erholen!
Komposition des Liedes "Tropf Tropf Tropf": Ratzfatz
Anhand von 5 überlebten Tinder Dates werden Fehler, Red Flags & die eigene Vergangenheit aufgearbeitet. Von Opernball mit DJ Ötzi bis Maturareise: die Storys landen gesammelt auf der Bühne. Ob das eine gute Idee ist?
Im Jahr 2017 haben wir damit begonnen, die Begeisterung für ausgeflippte Outfits und seichte Gags in bewegtes Bild umzusetzen.
Die Idee dafür entstand nach dem Versuch eines Geburtstagsvideos, bei dem mit dem legendären Pfannenwender als Mikrofon, random Menschen auf der Straße zum Interview über das ihnen nicht bekannte Geburtstagskind gebeten wurden.
Nach einem langen Nachmittag in der Wiener Innenstadt und der Erkenntnis, dass sich kaum jemand vor einem Iphone und einem Pfannenwender zu einer Aussage über einen ihm fremden Menschen hinreißen lässt, mussten wir uns mangels Material selber interviewen.
Der auf diese Weise entstandene Cage-Fight Trainer und die französische Hebamme des Geburtstagskindes kamen beim Publikum so gut an, dass wir das Format weiterführen wollten.
Wir haben selbstverständlich oft mehr zu sagen, als in Kurzvideos unterzubringen ist. Dementsprechend wollten wir uns und unseren Charakteren die Bühne bieten, die sie verdammt nochmal verdienen!
Zur Begeisterung der österreichischen Zivilbevölkerung kam es im Jänner 2020 zur Weltpremiere unseres ersten Programmes „Dr.Bohl – Live!“. Vor knapp 120 geladenen Freunden hatten wir in dem Keller unserer alten Schule bei gefühlten 50 Grad Celsius einen wirklich großartigen Abend (für ehrliche Schwitzer). Dass es jemals darüber hinaus gehen würde, hätten wir in diesem Moment vermutlich maximal zu hoffen gewagt.
Eine kleine Pandemie und ein paar Social Media Aufrufe später wagten wir ab Jänner 2023 den nächsten Coup:
Unser zweites Programm „ANABOHLIKA“!
Nun galt es, das Potpourri um eine neue Facette zu erweitern.
Ab Februar 2025 heißt diese „SOLO“!
Bohl und fünf Tinder Dates… Ob das eine gute Idee ist?
Jeder war’s mal, viele sind es. Viele wollen’s, wenige lang. Mickie besingt es und Han heißt so.
Erstmals hat es auch Paulus erwischt: Nach zwei bahnbrechenden Programmen mit seinem kongenialen Bruder muss er diesmal alleine ran. Er nutzt dies, um für alle Suchenden da draußen aufzuarbeiten, wovon er viele hatte: Dates. Das häufigst anvisierte Minenfeld dieser Welt.
Anhand von fünf überlebten Tinder Dates werden Fehler, Red Flags und vor allem die eigene Vergangenheit aufgearbeitet. Von Opernball mit DJ Ötzi bis Maturareise Exzess, all die Storys, die im Zuge dieser Treffen erzählt wurden, landen nun gesammelt auf der Bühne.
Ob das eine gute Idee ist?
Paulus Bohls "Solo": Ein Tinder-Tagebuch in fünf Akten - Sofia Teresa Müller / Standard 12.2.2025
Paulus Bohl ist bekannt als eine Hälfte des Wiener Comedy-Duos Dr. Bohl. Am Montagabend feierte er im ausverkauften Stadtsaal die Premiere seiner ersten One-Man-Show Comedian Paulus Bohl hat eine besondere Gabe – oder besser gesagt: ein Problem, das ihm das Dating-Leben schwermacht. Er erkennt "Red Flags", also erste Warnzeichen beim Gegenüber, binnen Sekunden. Eine Fähigkeit, die eher hinderlich als hilfreich ist und zum zentralen Thema seiner One-Man-Show im Stadtsaal wird.
Dort feierte der auf Tiktok bekanntgewordene Social-Media-Satiriker am Montagabend die Premiere von Solo. Der Titel ist Programm. Während Benji, die zweite Hälfte von Dr. Bohl, im Medizinstudium versinkt, wagt es Paulus alleine auf die Bühne und dorthin, wo es wirklich wehtut: in die Abgründe des modernen Datings. In der Rückschau auf seine fünf schlimmsten Tinder-Dates trifft schonungslose Gesellschaftskritik auf eine gehörige Portion Selbstironie.
Paulus testet bei seinen Dates immer wieder die goldene Regel: Innerhalb von 20 Sekunden erkennt man, ob jemand heiratstauglich ist. Die ernüchternde Bilanz? Fünf Dates, null Hochzeitspläne. Paulus bleibt weiterhin solo. Kein Wunder, wenn die potenziellen Abturner alias Red Flags so vielfältig sind wie die Dates selbst.
"Instagram ist die Visitenkarte unserer Generation", stellt Bohl in seinen Erzählungen fest – eine Erkenntnis, die ihn bei einer kunstaffinen Dame ereilt, die zwar eine Albertina-Jahreskarte, aber zu wenige Follower hat. Virtuelle Relevanz ist für ihn eben nicht verhandelbar.
Benji und Paulus sind zusammen als Dr. Bohl auf Tiktok und der Kabarettbühne unterwegs. Ihr Markenzeichen: Das Schlüpfen in stereotypische Rollen und ein gelber Pfannenwender als Mikrofonhalterung.
Ebenso unverständlich bleibt für Paulus das Konzept des Ausdauersports. Ein weiteres Date entpuppt sich als viel zu fitnessbegeistert und schwärmt ernsthaft davon, freiwillig einen Marathon zu laufen. Sein Fazit: "Laufen ist ein Fluchtinstinkt" – und damit unromantisch.
Selbst zwischenmenschliche Feinheiten abseits des Dating-Lebens bereiten Paulus Kopfzerbrechen. Die größte aller sozialen Hürden: die Begrüßung. Wer die falsche Entscheidung trifft – Umarmung, Handschlag oder doch Wangenbussi? –, ruiniert sich die Begegnung.
Seine schlimmste Erfahrung: Ein gescheiterter Handschlag mit Andi Knoll, der sich überraschenderweise als "Hugger" entpuppte, also als Umarmer statt Händeschüttler. Ein Schockmoment, der ihn bis heute verfolgt. Um peinliche Situationen wie diese zukünftig zu vermeiden, wagt Bohl den Praxistest. Er umarmt einen Zuschauer für volle 20 Sekunden. Beide überleben, das Publikum feiert.
Solo ist allerdings nicht nur eine Abhandlung gescheiterter Dates und unangenehmer Erfahrungen. Bohl schwelgt auch in Erinnerungen an seine Highlights des letzten Jahres – darunter ein Besuch beim Opernball, wo er als unseriöser Reporter österreichische Promis interviewte. Etwa DJ Ötzi – ein Treffen und Match, das besser endete als manches seiner Dates.
Zum Finale wagt sich Bohl dann an das, was ihn als Tiktok-Comedian groß gemacht hat: Online-Interaktion mit dem Publikum. Er öffnet Tinder, zeigt sein Profil und wischt in Echtzeit. Das verdeutlicht nicht nur die Absurdität von Online-Dating, sondern zeigt, dass Social-Media-Humor durchaus bühnenfähig ist.
Auch ohne seinen Bruder Benji bleibt Paulus Bohl weiterhin das, was ihn ausmacht: ein Meister des trockenen Wiener Schmähs, ein Gesellschaftskritiker und ein Selbstironiker par excellence. Solo ist wie eine Dating-App in Kabarettform. Ein ständiger Dopaminausstoß, begleitet von einem Hauch Fremdscham. Doch man kann es einfach nicht lassen, es zu lieben – ein klarer Swipe nach rechts.
Radio Diwanistan vereint musikalische Einflüsse aus Osteuropa, dem Nahen Osten und vom Balkan zu einem frischen neuen Sound zwischen orientalischer Partystimmung und osteuropäischem Blues.
Radio Diwanistan vereint musikalische Einflüsse aus Osteuropa, dem Nahen Osten und vom Balkan zu einem frischen neuen Sound zwischen orientalischer Partystimmung und osteuropäischem Blues. Eine explosive Mischung, entstanden aus der Zusammenarbeit von Julia Rhomberg und Hassan Ibrahim Berzencî, die im Dialog, aber in unterschiedlichen Sprachen singen. Auf dem Programm stehen Interpretationen zu regionalen Traditionals, fast verloren gegangenen jüdischen Liedern aus Ungarn und Siebenbürgen, kurdischen Balladen, nahöstliche urbaner Tanzmusik, Roma Traditionals und RomPop, sefardischen Liedern vom Balkan bis Istanbul.
DIe Band:
Julia Rhomberg - Stimme
Hassan Ibrahim-Berzencî - Oud, Tanbur, Stimme
Vincent Meller - Gitarre
Gösta Müller - Bass
Elie Shacra - Perkussion
Nach Zwerchfell-OP & Bergwelt-Unfall kommt Pepe Auer zurück auf die Bühne mit funkelnagelneuem Album: LAKE. Ein Album, das in verschiedenste Klangwelten eintaucht: aufrichtig, facettenreich, lebendig
Christoph Pepe Auer bringt mit „Lake“ ein Album, das in verschiedenste Klangwelten eintaucht. Aufrichtig, facettenreich, lebendig. Ein Aufeinandertreffen von Freiheit und Experiment, mit klarer Vision & mutigem Klang: Saxophon und Kontrabassklarinette treffen Klavier, Analoger Synthesitzer, Cello und Drums.
LiNE UP:
Christoph Pepe Auer – clarinets, saxophone
Michael Tiefenbacher - piano, analog synthesizer
Clemens Sainitzer - cello
Christian Grobauer - drums
Da spricht jemand. Er braucht das und man hört den Nachdruck. Mehrfach durfte oder konnte Christoph Pepe Auer während der vergangenen Jahren nicht spielen. Erst war es ein Bergunfall, dann eine Operation, die ihn daran hinderten, seine Instrumente zur Hand zu nehmen. Für einen Musiker ist das eine Strafe, unverschuldet und daher umso unverständlicher. Es ist aber auch ein Aufgabe. Denn ein markanter Einschnitt in einer Künstlerbiographie kann auch zu mehr Klarheit führen: „Ich habe am Klang gearbeitet. Es sollte bei meiner aktuellen Band kein Bass dabei sein. Die Idee war eine Form von Durchlässigkeit, wie das Auftauchen aus dem Wasser, das einem den Kopf freimacht. Außerdem wollte ich Kontrabassklarinette spielen, das heißt auch da mit einem Sound arbeiten, den sich so vorher noch nicht viel eingesetzt hatte.“
Daraus folgt White Noise in seiner gegenwärtigen Form. Das Quartett ist vielfarbig, aber transparent besetzt. Der Pianist Michael Tiefenbacher ist einerseits Auers kammermusikalisch fein ausbalanciertes Gegenüber, harmonisch gerade konkret genug, um einen Rahmen zu bilden, der der Musik Halt gib. Seine Ergänzungen mit manchmal charmant retromodern klingenden Synthesizern sind klangliche Anker in einer vordigitalen Zeit. Sie passen zur Idee eines natürlichen Flows der Stücke, an die wiederum Clemens Sainitzers Cello anknüpft. Sein Instrument ist ein Link in Kammermusik ebenso wie in das Experimentelle. Er muss diese Klangformen noch nicht einmal ausführlich bedienen, um damit eine gefühlte Offenheit beim Hören zu erzeugen. Sainitzer kann damit aber auch Improvisation solistisch integrieren, ein weit gefächertes Angebot an die Möglichkeiten, der Musik nahe zu kommen.
Dann ist da noch das Schlagzeug von Christian Grobauer. Es klingt trocken, wuchtig, präzise im Groove und zugleich allzeit bereit, rhythmische Frakturen zuzulassen. Das Spektrum der Beats reicht von rockig herb bis ziseliert, eine erstaunliche Breite der Optionen, die den Bandsound insgesamt erdet, ohne ihn schwer werden zu lassen. Auf dieser Basis kann Christoph Pepe Auer arbeiten. Und er genießt es, sich ausbreiten zu können. Denn er will einiges mitteilen und viel ausprobieren. Die hohen Klarinetten spielen mit dem melodischen Element, etablieren Motive, manchmal frech, mal dezent melancholisch. Das Saxophon ist der Link in Jazz und Stilverwandtes, mit einer Verbindung zum Ekstatischen und zu Tonausbrüchen. Die Bassklarinette ergänzt das Schlagzeug, perkussiv oder auch melodisch umrundend. Und die Kontrabassklarinette greift bis in Klangbereiche von Drones und tiefen Flächeneffekten aus.
White Noise ist also eine Band mit vielen Perspektiven, die Christoph Pepe Auer und seine Teamkollegen ausführlich und mit einer Prise Humor sichten. Und „Lake“ ist das zweite Album der Band seit dem selbstbetitelten Debüt von 2019, bei dem noch Gregor Hilbe am Schlagzeug saß. Es ist ein klares Statement des Tiroler Multiinstrumentalisten, der neben der Arbeit mit anderen Bands u.a. mit dem Schlagwerker Manu Delago oder der Jazz Big Band Graz, auch an der Universität Mozarteum Salzburg neben Saxophon auch Fächer wie Ensemble und Gehörbildung unterrichtet. Denn die Musik nimmt Hörende an der Hand. Sie erzählt von Freiheit im Gespräch mit Freunden, vom Auftauchen aus einem See der Gefühle, vom Spaß, den es machen kann, aus der Kargheit klanglicher Vorgaben ein vielfältig buntes und stellenweise auch verschmitzt mit Details spielendes Programm zu entwickeln. „Lake“ spricht und erzählt vom Optimismus, Musik aus der eigenen Mitte zu machen. (Ralf Dombrowski)
In ihrem Kabarett - Erstling „Feminismus für alle“ präsentiert die Momentum-Chefin unterhaltsamst ein Fakten-Feuerwerk. Sie wills endlich wirklich wissen: Wie steht es um die Gleichberechtigung von Mann & Frau?
Weder Wind noch Wetter können Barbara Blaha davon abhalten, ihr Programm „Feminismus für alle“ auch im Treibhaus auf die Bühne zu bringen
Jetzt kommt endlich der milde ? Westen dran. nachdem sie praktisch alle Kleinkunstbühnen des Landes abgefrühstückt hat - mit großartigem Erfolg.-
Kein Wunder - bei diesem Wissen und den großartigen Faktencheckereien der Momentum-Mitbegründerin.
Die Welt um uns herum kann nur gestalten, wer sie auch versteht. Dafür sucht Barbara Blaha ständig neue Wege.
Einer davon führt sie auf die Bretter, die die Welt bedeuten – die Kleinkunst-Bühne.
In ihrem Programm „Feminismus für alle“ geht sie den Fragen unserer Zeit nach und präsentiert unterhaltsam ein wahres Fakten-Feuerwerk.
Dieses Mal will sie wissen: Wie steht es um die Gleichberechtigung von Mann und Frau?
Barbara Blaha arbeitet am liebsten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik.
Sie leitet das Momentum Institut wie den Momentum Kongress,
ist Universitätsrätin der Universität Wien und Mitgründerin des Wiener Balls der Wissenschaften.