im neuen jahre glück und heil
"Im neuen Jahre Glück und Heil;
Auf Weh und Wunden gute Salbe!
Auf groben Klotz ein grober Keil!
Auf einen Schelmen anderthalbe!
Johann Wolfgang Goethe
*
legendär: ein subventionsansuchen des treibhauses vor 5 jahren
nach zig ansuchen all die jahre war ichs leid, irgendeine floskel neu zu erfinden -
und hab die frage nach dem "nutzen des treibhauses für die stadt innsbruck" abgekürzt
und mit "was woass i" beantwortet.
der kulturausschuß des gemeinderates hat laut gelacht,
mit ausnahme des herrn kunst, dem damaligen kultursprecher der fpö.
zwei wochen später im gemeinderat, der herr kunst war aus dem häuschen:
eine geschlagene stunde wurde im innsbrucker gemeinderat dieser witz debattiert.
die versuche einiger gemeinderäte, ihm die pointe zu buchstabieren, scheiterte
aber auch der versuch, mir den "professor" aberkennen zu lassen ....
was woass i ?
https://tinyurl.com/u2m8s6ae
bevors verjährt:
eine nachlese zum prüfbericht des rechnungshofes:
2025 wollte die stadt innsbruck "den nutzen des treibhauses für die stadt innsbruck" wirklich wissen:
der rechnungshof hat sich vorgenommen, 2025 in innsbruck die kultur zu prüfen:
exemplarisch: landestheater und treibhaus
(was für eine ehre)
das treibhaus wurde von drei prüfern des städtischen rechnungshofes von ende februar bis ende september 2025 durchleuchtet.
sämtliche belegsammlungen, bilanzen, konten, abläufe etc etc haben wir für die "einschau" komplett offengelegt:
wir bedanken uns bei der stadt innsbruck für die aufmerksamkeit,
die sie uns mit dem besuch des rechnungshofes geschenkt hat.
die prüfung war von anfang an von einer wachsenden gegenseitigen wertschätzung getragen.
das nachfragen und hinterfragen unserer abläufe – nach doch schon 44-jähriger wirkungsgeschichte
und so manchen im alltag festgefahrenen routinen, hat dem treibhaus gut getan.
für diese zeit, die vielen gespräche, für die erfahrene wertschätzung bedanken wir uns – sehr herzlich.
das kontrollamt der stadt innsbruck hat schon bei seiner einschau 1993 festgestellt:
daß „die Verwaltungskosten äußerst gering zu Buche schlagen.“
tief beeindruckt waren die prüfer damals,
dass ein haus dieser größe und mit derartigem publikumsaufkommen und umsätzen weder ein büro noch eine sekretärin,
ja nicht einmal eine schreibkraft hat.
das hat sich bis heute nicht geändert. trotz minimalistisch bürokratischem aufwand hat sich am rande der innsbrucker altstadt ein blühender hotspot entwickelt, ein haus mit einer stetig wachsenden bevölkerung quer durch alle sozialen schichten und quer durch alle altersgruppen. trotz minimal - bürokratie wurde der neubau 1986 und ein großer umbau 2000 geplant und abgewickelt: es wurden pro jahr bis zu 500 veranstaltungen geplant und durchgeführt, den künstlerInnen hotel organisiert und eine große bühne, dem publikum tagein tagaus geheizte und geputzte sääle, den künstlerInnen wurde rechtzeitig ihre angemessene gage überwiesen, das equipment samt gestimmtem klavier organisiert – und und und.
Insgesamt hat der rechnungshof lediglich zwei (in worten; zwei) anmerkungen / empfehlungen) abgegeben, die beide unserer minimalistischen bürokratie geschuldet sind - die restlichen vier anmerkungen sind formaler art - das treibhaus hat nämlich mit seinen rund 20 mitgliedern immer geglaubt, ein kleiner verein zu sein. daß wir ein großer verein mit weit über 3 millionen € umsatz - sind, daß wir plötzlich erwachsen sind, verdanken wir der prüfung. dazu gibts formale buchungsvorschläge für steuerberater und die bilanz.
für uns empfehlungen:
--- Der Stadtrechnungshof empfiehlt dem Verein Treibhaus, hinkünftig die Vollversammlungen sowie die Vorstandssitzungen gemäß den Vereinsstatuten zu protokollieren, um die Transparenz und Überprüfbarkeit der getroffenen Beschlüsse fortan sicherzustellen.
----Es lagen keine Dienst- oder Arbeitsverträge vor. Dazu merkt der Stadtrechnungshof an, dass nach Ansicht des Prüforgans der Abschluss eines schriftlichen Dienst- bzw. Arbeitsvertrages aus Gründen der Rechtssicherheit zu empfehlen ist.
weils die stadt freut und es auch sonst gute gründe dafür geben kann:
seit juli 25 gibts wieder beschluß-protokolle – für beschlüsse, die das alltagsgeschäft übersteigen.
arbeitsverträge werden auch wieder ausgefüllt – nicht nur, wenn jemand einen einen arbeitsvertrag für die kinderbeihilfe braucht
sondern weil auch wirs manchmal für sinnvoll erachten, vereinbarungen zu verschriftlichen.
unsere stellungnahme zu diesen zwei anmkerkungen/empfehlungen wurde in den Schlußbericht der Rechnungshofes miteingearbeitet:
"es wurde seit dem bestehen des vereins noch nie das schiedsgericht angerufen.
es mußte seit der einführung der weiberwirtschaft 2000 kein cent für rechtsstreitigkeiten ausgegeben werden,
es gab keinen einzigen rechtlichen konflikt mit den mitarbeiterInnen, keine anmerkung bei der arbeiterkammer und schon gar nicht beim arbeitsgericht.
das ist bei über 50 angestellten mitarbeiterInnen, zehn freien licht & tontechnikern und zig künstlern und künstlerinnen auch ein kunststück:
dank der umsicht und fürsorge der dafür zuständigen:
und dem glück der tüchtigen, der handschlagqualität und manche gutem händchen, das uns vor querulanten verschont hat....
schön und lustig auch – daß der rechnungshof neben vier angekauften winterreifen auch den saugroboter gefunden hat:
der heißt meister propper und kümmert sich als raumpfleger um den angemieteten backstagebereich und die künstlergarderoben -
bis heute in vertragslosem zustand ...."
die tt hat ausführlich berichtet, nachdem der bericht durch den kontrollausschuß und mitte dezember im gemeinderat behandelt wurde -
TT Innsbruck –
"Der Berufstitel „Professor“ wurde Treibhaus-Chef Norbert Pleifer 2018 von Bundespräsident Alexander Van der Bellen verliehen – mitsamt schmucker Urkunde. Seit kurzem hält Pleifer ein weiteres, viel umfänglicheres Schriftstück in Händen: den Bericht des Innsbrucker Stadtrechnungshofes (RH). Auch diesen Bericht kann sich Pleifer einrahmen...im Innsbrucker Gemeinderat kam der Treibhaus-Bericht am Donnerstag zur Sprache. In den Wortmeldungen überwogen Lob und Anerkennung für die Arbeit dieser Innsbrucker Kulturinstitution....."
der völkische beob-Wachter im tt-leserforum sah das natürlich alles anders, skandalös, voller gravierender mängel.
"Fragen sie sich nicht, was das für Personen sind, die ohne schriftliche Verträge dort arbeiten? 50 Mitarbeiter ohne Dienstverträge. Halten sie das allen Ernstes für hinnehmbar? Es erstaunt mich immer wieder, wie viele - erschreckend (moralisch) korrupte Personen es bei uns gibt..." etc etc
freude: der im tt-forum alles kommentierende herr ist ganz allein geblieben - und hat sich 500 rotstriche eingetreten.
stadtbenutzer antworteten ihm - was für eine freude: "Was sind gravierende Mängel? Dass nicht alles schriftlich festgelegt wurde, sondern einfach mündlich mit Handschlagsqualität abgesprochen wurde? Wenn das das Einzige ist, was bemängelt wurde, nachvollziehbar, weil der RH halt nur auf Basis von Papieren etwas nachvollziehen kann, dann ist das Treibhaus vorbildlich. Sparsamer Mitteleinsatz, große Effektivität, keine Selbstbereicherung, das könnte eher ein Vorbild für die Politik sein...." danke, ganz lieb.
• überschaubar:
sehr erfreut hat uns im bericht des stadtrechnungshofes die bemerkung 111
„mit Verweis auf das vielfältige Angebot an kulturellen Veranstaltungen des Vereins Treibhaus bemerkt der Stadtrechnungshof,
daß sich die Förderungshöhe der Stadt Innsbruck für das Jahr 2023
auf einen überschaubaren Betrag von
rd €1,32 pro Kopf
beläuft. (BevölkerungsZahl lt Registerzählung 31.10.2022 / 131.403). -
*** überschaubar ** eine wunderbare umschreibung
für eine jahressubvention von 105.000 fürs programm -
allein die miete für den grund auf dem wir das treibhaus 1986 gebaut haben,
beträgt 88.407,92 €
zu zahlen an die tochter der stadt innsbruck: die IIG.
der herr hat gegeben, die tochter hats genommen.
• die nachfrage des rechnungshofes nach zahlen und statistiken, haben dem rechnungshof aber auch uns selber erstmals dokumentiert,
was das treibhaus ist und umsetzt.
• 2023 & 2024 wurden jeweils 389 veranstaltungen durchgeführt.
bei einer jahressubvention für das kulturprogramm von 105.000,-- € ist das eine zuwendung der stadt von 269,92 € pro veranstaltung
(berechnet ohne den investitionszuschuß von 42.500.-- € / jahr.
dankenswerterweise hat der Stadtrechnungshof aus unserem zur verfügung gestellten elektrischen tools, die der programmierer unserer website speziell für die prüfung programmiert hat, die verkauften eintrittskarten aus dem finanzamtsrelevanten buchhaltungsreports herausgerechnet und in tabellen verpackt.
2024 wurden allein im netz 44.592 ticktes verkauft, mit dem tickervorverkauf und der abendkasse und der auswertung der passbesucher waren das 90.000 zahlende besucher! enorm.
und da fehlen noch all jene besucher der veranstaltungen, die bei freiem eintritt stattfinden.
von der konzertserie SzeneBunteToene bis zu den Vorlesungen, dem Wort am Montag, oder der "katz im Sack" jeden ersten Montag im Monat
oder die neue Serie: Jazz und Rock statt alkopop jeden freitag (nov/dez: 3000besucher !!!!)
insgesamt im jahr bei freiem / freiwilligem eintritt: 10.000 stadtbesucher und mehr!
so hat das treibhaus allein mit seinen veranstaltungen
100.000 (einhunderttausend) besucher im jahr.
der zuschuß der stadt innsbruck pro veranstaltungsbesucher beträgt
einen euro und fünf cent.
auch wenns im herzen des volksgartens
und im abseits des kulturquartiers
manchmal juckt:
wir wissen:
man soll äpfel nicht mit birnen vergleichen.
*
zu den 100.000 veranstaltungsbesuchern
kommt noch die nachlese der weiberwirtschaft.
die nachweislich eine stätte ohne konsumzwang ist.
eine hochrechnung mit nachprüfung:
das kaffeehaus im treibhaus bedient 24 tische.
der gastgarten ebenso. (weil die hälfte dort wegen winter wegfällt) sinds der rechnung halber nur 12
also insgesamt 36 tische - mit bänken und sessel gibts jeweils 5 plätze pro tisch
das sind 180 sitzplätze plus 40 barhocker - also insgesamt 220 sitzplätze.
das cafe hat offen von 16uhr bis knapp nach 1 - also 9 stunden
leere tische sind im treibhaus mangelware, der besuch macht Sie sicher.
in der regel berechnet man in der gastro eine verweildauer von 90 minuten/gast.
wir rechnen die doppelte dauer - also 3 stunden und hiemit nur einen dreimaligen wechsel
und kommen trotzdem gut und gerne auf 660 gäste. pro tag.
tag für tag.
bei 360 geöffneten tagen im jahr sind das: 230.000 gäste
* cafe-gegenprobe: 2025 wurden 499.563 getränkeportionen verkauft. bier, wein, kaffee.
wasser wird nicht boniert. wenn jede/r 2 getränke bestellt/bezahlt, sind das 693 personen an einem tag
und beglaubigt die vorangegangene er-rechnung mit 666 gästen am tag.
*
so sinds zusammen 333.333 leute, die sich 2023 und 2024 im treibhaus die klinke in die hand gegeben haben.
*
• prüfbericht ad 70)
„die altersstruktur der betriebs- und geschäftsausstattung ist aus dem anlagenabnutzungsgrad erkennbar
und läßt auf doch eher veraltete anlagen und einen künftigen inverstitionsbedarf schliessen.“
so ists.
es ist aber auch die patina eines funktionierenden kulturbetriebes.
die türklinken im gesamten treibhaus erzählen ihre geschichten.
*
nachschlag für freunde und freundinnen der statistik:
die winzige küche produzierte 2025 im schnitt 329 essen pro tag !!! da brauchts einige leute, die das aufessen.
zigaretten (camel filter) gibts nur einzeln zu kaufen, max 2 Tschick pro Person,
2024 warens 31.712 zigaretten
also ziemlich genau 88 zigaretten pro tag.
und ziemlich gleich viele pleitegeier (himbeersoda, ingwersoda, ribislsoda, soda citron)
insgesamt 31389 stück a 1€.
noch eine zahl - fast am ende dieses newsletters
der hat mittlerweile 18.734 abonnenten!
*
manche meinen, lechts und rinks...
zusammenfassung: es sind viel mehr leute, die im treibhaus ein & ausgehen als manche vermuten,
nein, es sind nicht nur linke - wie uns manche unterstellen:
so viele kritische geister gibts in innsbruck (leider) nicht.
es ist ein wunderbarer querschnitt durch die ganze bevölkerung,
quer durch alle sozialen schichten und quer durch alle altersgruppen.
eine minderheitenfeststellung der besonderen art
ists schon lang nimmer
*
*
ich sende meinen wehmütigsten Glückwunsch zum Neujahr über den Rhein.
Ich wünsche den Dummen ein bißchen Verstand und den Verständigen ein bißchen Poesie.
Den Frauen wünsche ich die schönsten Kleider und den Männern sehr viel Geduld.
Den Reichen wünsche ich ein Herz und den Armen ein Stückchen Brot.
Vor allem aber wünsche ich:
daß wir in diesem neuen Jahr einander sowenig als möglich verleumden mögen.
Heinrich Heine / Lutetia
*
bei immanuel kant nachzulesen
kritik der urteilskraft, I, § 54. anmerkung):
voltaire sagte
der himmel habe uns
zum gegengewicht
gegen die vielen mühseligkeiten des lebens
zwei dinge gegeben:
die hoffnung und den schlaf.
voltaire hätte noch das lachen dazurechnen sollen
meint der vielosoph.
DEMNÄCHST IN DIESEM THEATER / DAS CALENDARIUM
Auf Weh und Wunden gute Salbe!
Auf groben Klotz ein grober Keil!
Auf einen Schelmen anderthalbe!
Johann Wolfgang Goethe
*
wos woass i.
legendär: ein subventionsansuchen des treibhauses vor 5 jahren
nach zig ansuchen all die jahre war ichs leid, irgendeine floskel neu zu erfinden -
und hab die frage nach dem "nutzen des treibhauses für die stadt innsbruck" abgekürzt
und mit "was woass i" beantwortet.
der kulturausschuß des gemeinderates hat laut gelacht,
mit ausnahme des herrn kunst, dem damaligen kultursprecher der fpö.
zwei wochen später im gemeinderat, der herr kunst war aus dem häuschen:
eine geschlagene stunde wurde im innsbrucker gemeinderat dieser witz debattiert.
die versuche einiger gemeinderäte, ihm die pointe zu buchstabieren, scheiterte
aber auch der versuch, mir den "professor" aberkennen zu lassen ....
was woass i ?
https://tinyurl.com/u2m8s6ae
bevors verjährt:
eine nachlese zum prüfbericht des rechnungshofes:
2025 wollte die stadt innsbruck "den nutzen des treibhauses für die stadt innsbruck" wirklich wissen:
der rechnungshof hat sich vorgenommen, 2025 in innsbruck die kultur zu prüfen:
exemplarisch: landestheater und treibhaus
(was für eine ehre)
das treibhaus wurde von drei prüfern des städtischen rechnungshofes von ende februar bis ende september 2025 durchleuchtet.
sämtliche belegsammlungen, bilanzen, konten, abläufe etc etc haben wir für die "einschau" komplett offengelegt:
wir bedanken uns bei der stadt innsbruck für die aufmerksamkeit,
die sie uns mit dem besuch des rechnungshofes geschenkt hat.
die prüfung war von anfang an von einer wachsenden gegenseitigen wertschätzung getragen.
das nachfragen und hinterfragen unserer abläufe – nach doch schon 44-jähriger wirkungsgeschichte
und so manchen im alltag festgefahrenen routinen, hat dem treibhaus gut getan.
für diese zeit, die vielen gespräche, für die erfahrene wertschätzung bedanken wir uns – sehr herzlich.
das kontrollamt der stadt innsbruck hat schon bei seiner einschau 1993 festgestellt:
daß „die Verwaltungskosten äußerst gering zu Buche schlagen.“
tief beeindruckt waren die prüfer damals,
dass ein haus dieser größe und mit derartigem publikumsaufkommen und umsätzen weder ein büro noch eine sekretärin,
ja nicht einmal eine schreibkraft hat.
das hat sich bis heute nicht geändert. trotz minimalistisch bürokratischem aufwand hat sich am rande der innsbrucker altstadt ein blühender hotspot entwickelt, ein haus mit einer stetig wachsenden bevölkerung quer durch alle sozialen schichten und quer durch alle altersgruppen. trotz minimal - bürokratie wurde der neubau 1986 und ein großer umbau 2000 geplant und abgewickelt: es wurden pro jahr bis zu 500 veranstaltungen geplant und durchgeführt, den künstlerInnen hotel organisiert und eine große bühne, dem publikum tagein tagaus geheizte und geputzte sääle, den künstlerInnen wurde rechtzeitig ihre angemessene gage überwiesen, das equipment samt gestimmtem klavier organisiert – und und und.
Insgesamt hat der rechnungshof lediglich zwei (in worten; zwei) anmerkungen / empfehlungen) abgegeben, die beide unserer minimalistischen bürokratie geschuldet sind - die restlichen vier anmerkungen sind formaler art - das treibhaus hat nämlich mit seinen rund 20 mitgliedern immer geglaubt, ein kleiner verein zu sein. daß wir ein großer verein mit weit über 3 millionen € umsatz - sind, daß wir plötzlich erwachsen sind, verdanken wir der prüfung. dazu gibts formale buchungsvorschläge für steuerberater und die bilanz.
für uns empfehlungen:
--- Der Stadtrechnungshof empfiehlt dem Verein Treibhaus, hinkünftig die Vollversammlungen sowie die Vorstandssitzungen gemäß den Vereinsstatuten zu protokollieren, um die Transparenz und Überprüfbarkeit der getroffenen Beschlüsse fortan sicherzustellen.
----Es lagen keine Dienst- oder Arbeitsverträge vor. Dazu merkt der Stadtrechnungshof an, dass nach Ansicht des Prüforgans der Abschluss eines schriftlichen Dienst- bzw. Arbeitsvertrages aus Gründen der Rechtssicherheit zu empfehlen ist.
weils die stadt freut und es auch sonst gute gründe dafür geben kann:
seit juli 25 gibts wieder beschluß-protokolle – für beschlüsse, die das alltagsgeschäft übersteigen.
arbeitsverträge werden auch wieder ausgefüllt – nicht nur, wenn jemand einen einen arbeitsvertrag für die kinderbeihilfe braucht
sondern weil auch wirs manchmal für sinnvoll erachten, vereinbarungen zu verschriftlichen.
unsere stellungnahme zu diesen zwei anmkerkungen/empfehlungen wurde in den Schlußbericht der Rechnungshofes miteingearbeitet:
"es wurde seit dem bestehen des vereins noch nie das schiedsgericht angerufen.
es mußte seit der einführung der weiberwirtschaft 2000 kein cent für rechtsstreitigkeiten ausgegeben werden,
es gab keinen einzigen rechtlichen konflikt mit den mitarbeiterInnen, keine anmerkung bei der arbeiterkammer und schon gar nicht beim arbeitsgericht.
das ist bei über 50 angestellten mitarbeiterInnen, zehn freien licht & tontechnikern und zig künstlern und künstlerinnen auch ein kunststück:
dank der umsicht und fürsorge der dafür zuständigen:
und dem glück der tüchtigen, der handschlagqualität und manche gutem händchen, das uns vor querulanten verschont hat....
schön und lustig auch – daß der rechnungshof neben vier angekauften winterreifen auch den saugroboter gefunden hat:
der heißt meister propper und kümmert sich als raumpfleger um den angemieteten backstagebereich und die künstlergarderoben -
bis heute in vertragslosem zustand ...."
die tt hat ausführlich berichtet, nachdem der bericht durch den kontrollausschuß und mitte dezember im gemeinderat behandelt wurde -
TT Innsbruck –
"Der Berufstitel „Professor“ wurde Treibhaus-Chef Norbert Pleifer 2018 von Bundespräsident Alexander Van der Bellen verliehen – mitsamt schmucker Urkunde. Seit kurzem hält Pleifer ein weiteres, viel umfänglicheres Schriftstück in Händen: den Bericht des Innsbrucker Stadtrechnungshofes (RH). Auch diesen Bericht kann sich Pleifer einrahmen...im Innsbrucker Gemeinderat kam der Treibhaus-Bericht am Donnerstag zur Sprache. In den Wortmeldungen überwogen Lob und Anerkennung für die Arbeit dieser Innsbrucker Kulturinstitution....."
der völkische beob-Wachter im tt-leserforum sah das natürlich alles anders, skandalös, voller gravierender mängel.
"Fragen sie sich nicht, was das für Personen sind, die ohne schriftliche Verträge dort arbeiten? 50 Mitarbeiter ohne Dienstverträge. Halten sie das allen Ernstes für hinnehmbar? Es erstaunt mich immer wieder, wie viele - erschreckend (moralisch) korrupte Personen es bei uns gibt..." etc etc
freude: der im tt-forum alles kommentierende herr ist ganz allein geblieben - und hat sich 500 rotstriche eingetreten.
stadtbenutzer antworteten ihm - was für eine freude: "Was sind gravierende Mängel? Dass nicht alles schriftlich festgelegt wurde, sondern einfach mündlich mit Handschlagsqualität abgesprochen wurde? Wenn das das Einzige ist, was bemängelt wurde, nachvollziehbar, weil der RH halt nur auf Basis von Papieren etwas nachvollziehen kann, dann ist das Treibhaus vorbildlich. Sparsamer Mitteleinsatz, große Effektivität, keine Selbstbereicherung, das könnte eher ein Vorbild für die Politik sein...." danke, ganz lieb.
• überschaubar:
sehr erfreut hat uns im bericht des stadtrechnungshofes die bemerkung 111
„mit Verweis auf das vielfältige Angebot an kulturellen Veranstaltungen des Vereins Treibhaus bemerkt der Stadtrechnungshof,
daß sich die Förderungshöhe der Stadt Innsbruck für das Jahr 2023
auf einen überschaubaren Betrag von
rd €1,32 pro Kopf
beläuft. (BevölkerungsZahl lt Registerzählung 31.10.2022 / 131.403). -
*** überschaubar ** eine wunderbare umschreibung
für eine jahressubvention von 105.000 fürs programm -
allein die miete für den grund auf dem wir das treibhaus 1986 gebaut haben,
beträgt 88.407,92 €
zu zahlen an die tochter der stadt innsbruck: die IIG.
der herr hat gegeben, die tochter hats genommen.
• die nachfrage des rechnungshofes nach zahlen und statistiken, haben dem rechnungshof aber auch uns selber erstmals dokumentiert,
was das treibhaus ist und umsetzt.
• 2023 & 2024 wurden jeweils 389 veranstaltungen durchgeführt.
bei einer jahressubvention für das kulturprogramm von 105.000,-- € ist das eine zuwendung der stadt von 269,92 € pro veranstaltung
(berechnet ohne den investitionszuschuß von 42.500.-- € / jahr.
dankenswerterweise hat der Stadtrechnungshof aus unserem zur verfügung gestellten elektrischen tools, die der programmierer unserer website speziell für die prüfung programmiert hat, die verkauften eintrittskarten aus dem finanzamtsrelevanten buchhaltungsreports herausgerechnet und in tabellen verpackt.
2024 wurden allein im netz 44.592 ticktes verkauft, mit dem tickervorverkauf und der abendkasse und der auswertung der passbesucher waren das 90.000 zahlende besucher! enorm.
und da fehlen noch all jene besucher der veranstaltungen, die bei freiem eintritt stattfinden.
von der konzertserie SzeneBunteToene bis zu den Vorlesungen, dem Wort am Montag, oder der "katz im Sack" jeden ersten Montag im Monat
oder die neue Serie: Jazz und Rock statt alkopop jeden freitag (nov/dez: 3000besucher !!!!)
insgesamt im jahr bei freiem / freiwilligem eintritt: 10.000 stadtbesucher und mehr!
so hat das treibhaus allein mit seinen veranstaltungen
100.000 (einhunderttausend) besucher im jahr.
der zuschuß der stadt innsbruck pro veranstaltungsbesucher beträgt
einen euro und fünf cent.
auch wenns im herzen des volksgartens
und im abseits des kulturquartiers
manchmal juckt:
wir wissen:
man soll äpfel nicht mit birnen vergleichen.
*
zu den 100.000 veranstaltungsbesuchern
kommt noch die nachlese der weiberwirtschaft.
die nachweislich eine stätte ohne konsumzwang ist.
eine hochrechnung mit nachprüfung:
das kaffeehaus im treibhaus bedient 24 tische.
der gastgarten ebenso. (weil die hälfte dort wegen winter wegfällt) sinds der rechnung halber nur 12
also insgesamt 36 tische - mit bänken und sessel gibts jeweils 5 plätze pro tisch
das sind 180 sitzplätze plus 40 barhocker - also insgesamt 220 sitzplätze.
das cafe hat offen von 16uhr bis knapp nach 1 - also 9 stunden
leere tische sind im treibhaus mangelware, der besuch macht Sie sicher.
in der regel berechnet man in der gastro eine verweildauer von 90 minuten/gast.
wir rechnen die doppelte dauer - also 3 stunden und hiemit nur einen dreimaligen wechsel
und kommen trotzdem gut und gerne auf 660 gäste. pro tag.
tag für tag.
bei 360 geöffneten tagen im jahr sind das: 230.000 gäste
* cafe-gegenprobe: 2025 wurden 499.563 getränkeportionen verkauft. bier, wein, kaffee.
wasser wird nicht boniert. wenn jede/r 2 getränke bestellt/bezahlt, sind das 693 personen an einem tag
und beglaubigt die vorangegangene er-rechnung mit 666 gästen am tag.
*
so sinds zusammen 333.333 leute, die sich 2023 und 2024 im treibhaus die klinke in die hand gegeben haben.
*
• prüfbericht ad 70)
„die altersstruktur der betriebs- und geschäftsausstattung ist aus dem anlagenabnutzungsgrad erkennbar
und läßt auf doch eher veraltete anlagen und einen künftigen inverstitionsbedarf schliessen.“
so ists.
es ist aber auch die patina eines funktionierenden kulturbetriebes.
die türklinken im gesamten treibhaus erzählen ihre geschichten.
*
nachschlag für freunde und freundinnen der statistik:
die winzige küche produzierte 2025 im schnitt 329 essen pro tag !!! da brauchts einige leute, die das aufessen.
zigaretten (camel filter) gibts nur einzeln zu kaufen, max 2 Tschick pro Person,
2024 warens 31.712 zigaretten
also ziemlich genau 88 zigaretten pro tag.
und ziemlich gleich viele pleitegeier (himbeersoda, ingwersoda, ribislsoda, soda citron)
insgesamt 31389 stück a 1€.
noch eine zahl - fast am ende dieses newsletters
der hat mittlerweile 18.734 abonnenten!
*
manche meinen, lechts und rinks...
zusammenfassung: es sind viel mehr leute, die im treibhaus ein & ausgehen als manche vermuten,
nein, es sind nicht nur linke - wie uns manche unterstellen:
so viele kritische geister gibts in innsbruck (leider) nicht.
es ist ein wunderbarer querschnitt durch die ganze bevölkerung,
quer durch alle sozialen schichten und quer durch alle altersgruppen.
eine minderheitenfeststellung der besonderen art
ists schon lang nimmer
*
*
ich sende meinen wehmütigsten Glückwunsch zum Neujahr über den Rhein.
Ich wünsche den Dummen ein bißchen Verstand und den Verständigen ein bißchen Poesie.
Den Frauen wünsche ich die schönsten Kleider und den Männern sehr viel Geduld.
Den Reichen wünsche ich ein Herz und den Armen ein Stückchen Brot.
Vor allem aber wünsche ich:
daß wir in diesem neuen Jahr einander sowenig als möglich verleumden mögen.
Heinrich Heine / Lutetia
*
bei immanuel kant nachzulesen
kritik der urteilskraft, I, § 54. anmerkung):
voltaire sagte
der himmel habe uns
zum gegengewicht
gegen die vielen mühseligkeiten des lebens
zwei dinge gegeben:
die hoffnung und den schlaf.
voltaire hätte noch das lachen dazurechnen sollen
meint der vielosoph.