treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet alltäglich von 16:00 bis Sperrstund ist.

MANU DELAGO // METROMONK ACOUSTIC TOUR 2018 // DER AUFTAKT // WITH STRINGS

2017 tourte der gefeierte Hang- & Percussion-Spieler, Produzent und Komponist Manu Delago mit seinem aktuellen Soloalbum „Metromonk“ quer durch die Welt.
Nach Konzerten auf allen Kontinenten hat Manu Delago ein neues, 8-köpfiges Ensemble zusammengestellt und präsentiert nun seine Songs in einem sehr außergewöhnlichen akustischen Rahmen.
Der für seinen einzigartigen musikalischen Ansatz gefeierte Musiker dringt immer in neue Klangregionen vor und erkundet dabei die unterschiedlichsten Stimmungen und Dynamiken. Indem er das Hang auf immer neue Arten spielt und bearbeitet, stehen die vielen Stimmen und Sounds dieses außergewöhnlichen Instruments im Mittelpunkt seiner Kompositionen und werden von Akustikinstrumenten in einen grandiosen, aber nie aufdringlichen Klangteppich eingerahmt.
„Auf dem Album wollte ich Klanglandschaften kreieren, die elektronisch klingen, dabei allerdings komplett live eingespielt sind und sich dementsprechend auch organisch und menschlich anfühlen“, so der Kommentar von Delago. Zu den Gästen auf ‚Metromonk‘ zählen die Sänger Douglas Dare (Erased Tapes), Pete Josef (der auch live Teil des Ensembles ist) und Isa Kurz, während auch der renommierte Trompeter Erik Truffaz (Blue Note) im Studio aushalf.
Mit den neuen Tracks knüpft Delago zugleich an seine jüngsten Erfolge an: Erst 2015 wurde sein ambitioniertes zweites Album „Silver Kobalt“ von etlichen Kollegen und Tastemakern regelrecht mit Lob überschüttet, als sich unter anderem Tom Ravenscroft und Don Letts von BBC 6Music genauso begeistert zeigten wie Alex Lester, Nitin Sawhney und Jamie Cullum (alle BBC 2), wobei letzterer ihn sogar für eine exklusive Session in die berühmten Londoner Maida Vale Studios holte.
Obendrein war der Wahl-Londoner in der Zwischenzeit abermals mit etlichen Schwergewichten der internationalen Musikwelt im Studio: Unter anderem machte er Aufnahmen mit Björk (und unterstützte sie auch live), sprang als Percussionist für The Cinematic Orchestra ein und arbeitete noch enger mit Anoushka Shankar zusammen.
Während er auf seinem Vorgängeralbum auch verstärkt auf Synthesizer-Sounds, elektronische Produktionen und eine Vielzahl von anderen Instrumenten gesetzt hatte, rückt Delago auf „Metromonk“ sein virtuoses Hang-Spiel wieder vermehrt in den Mittelpunkt.

Nach intensiven Konzertreisen mit seiner pulsierenden, audiovisuellen ‚Metromonk’-Show besinnt sich Manu Delago für seine Akustik-Tour zurück auf die Ausdruckskraft verschiedenster Orchester- Instrumente und bringt sie in den Mittelpunkt der Performance.
Er teilt sich die Bühne mit namhaften MusikerInnen der österreichischen Klassik- und Jazzszene und schafft dabei eine Atmosphäre, die in Ihrer Virtuosität und Vielfältigkeit einzigartig ist.

Besetzung:
Manu Delago - hang
Pete Josef - vocals
Bernie Mallinger - violin
Lena Fankhauser - viola Clemens Sainitzer - cello
Clemens Rofner - bass
Christoph Pepe Auer - clarinets
Chris Norz - percussion 

METROMONK

Es ist jetzt nicht so, dass man Manu Delago nicht zugetraut hätte, ein wahres Meisterstück abzuliefern. Dass der Hang- und Percussion-Spieler im Dienste der Pop-Ikone Björk sein Handwerk versteht und die hohe Kunst des Musikmachens exzellent beherrscht, weiß man spätestens seit seinem letzten Album „Silver Kobalt“ aus dem Jahr 2015. Doch das, was der gebürtige Tiroler auf „Metromonk“ vom Stapel lässt – alle Achtung. Einen solch großen Wurf hat man vielleicht erhoffen, aber definitiv nicht erwarten können.
Manu Delago zeigt sich auf seinem neuen Album als ein Künstler, der aus seinem Instrument wirklich das Maximum herausholen will. Man hört den Nummern an, wie sehr er sich mit ihnen beschäftigt hat, wie intensiv er mit einer ungemeinen Liebe zum Detail an ihnen herumgebastelt hat. Kein Ton, keine Melodie wirkt fehl am Platz, kein Arrangement, kein Aufbau irgendwie unüberlegt, keines der zusätzlichen Instrumente (u. a. Trompete, Piano) ohne Bedacht gewählt.


Und obwohl sich alles so ausgeklügelt darstellt, besitzt seine Musik eine Seele. Manu Delagos Nummern leben, sie atmen Emotionen, sie malen Bilder und entwickeln eine Atmosphäre der Geborgenheit, eine Stimmung, in die man sich – wie in ein weiches Bett – einfach nur hineinfallen lassen will. Schon der Opener „A Step feat. Pete Josef“ offenbart sich als ein echtes Glanzstück, das so richtig tief unter die Haut geht. Die träumerische und fragile Klangkulisse des in London lebenden Tirolers in Kombination mit der eindringlich sanften Stimme des britischen Sängers sorgt gleich zu Beginn für einen ersten intensiven Gefühlsschauer.

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