treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

3. innsbrucker winterspiele: statt milch & honig - (heißes) wasser & brot.

das gesundheitsministerium konnten wir überzeugen. doch LH platter hat entgegen der bundesverordnung im landesgesetzbaltt für tirol kundgemacht, daß bei veranstaltungen das verabreichen von speisen & der ausschank von getränken untersagt ist. ohne begründung wurde uns durch eine botin das landesgesetzblatt für tirol zugestellt. sie hat immerhin mit der achsel gezuckt. bei der entscheidung entweder wirtshaus oder kulturzentrum haben wir uns für die kultur entschieden. so finden die 3. innsbrucker winterspiele statt, auch wenn unser größter subventionsgeber im verordnungsweg und ohne virologische erklärung von heute auf morgen verboten worden ist. wir dürfen zwar nicht aus-schenken: aber wir ver-schenken, bis man uns auch das verbietet. es wird nicht wie versprochen milch und honig fließen, aber schwarzbrot und heisses wasser wirds geben. sprich brot und tee. glühweingewürz gestiftet von der kurzarbeitenden weiberwirtschaft. dazu bio - äpfel aus aus mals/kortsch. an apple a day keeps the virus away. man muß es sich selber holen. weil verabreichen dürfen wir nix. •••• alles wird gut. keep distance - wash hands - stay human.

DIE WEIBERWIRTSCHAFT IST TOT•LANG LEBE DIE WEIBERWIRTSCHAFT•BITTE•DANKE

die weiberwirtschaft mußten wir schließen. die küche bleibt kalt. bleibt wenigstens ihr uns gewogen: stärkt eure immunkräfte bei den mutmachenden veranstaltungen der winterspiele an der frischen luft , impft das treibhaus mit eurer solidarität. spendenkonto 3. innsbrucker winterspiele - IBAN: AT75 20503 03352791960

FEINRIPP ENSEMBLE: SHAKESPEARE'S SÄMTLICHE WERKE - LEICHT GEKÜRZT


Noch rasanter, und rockiger, noch mehr Morde, noch mehr Rezepte und noch weniger Klamotten - kurz: NOCH BESSER! Ein Abend mit „herzerfrischender, anarchistischer Selbstironie“ der Platz für regionale Statements hat und keine Wünsche offen lässt!  (Standard),

Mit „Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)“ zaubert das Feinrippensemble (Bernhard Wolf, Markus Oberrauch, Thomas Gassner) eine hinreißende Komödie auf die Bühne, bei der auch Tränen fließen. Lachtränen, um genau zu sein.
Zehn Komödien, fünf Romanzen, drei Problemstücke, acht Historiendramen, zehn Tragödien und ein Sonett ergeben in Summe 37 Stücke – und damit knapp 100 Stunden Theater vom Feinsten.
Drei Schauspieler stellen sich dem Wagnis, alle Werke Shakespeares an einem Abend auf die Bühne zu bringen. Und rasen dabei in einem Höllentempo durch Klassiker wie „Romeo und Julia“, „Wie es euch gefällt“, „Maß für Maß“, „Macbeth“, „Hamlet“ und Co.
Sie zappen sich durch Liebe, Tod und Intrigen – und fallen hin und wieder aus den Rollen, weil sie die Kraft des großen Meisters übermannt und die Ebenen zwischen Spiel und Wirklichkeit zu verschwimmen drohen.
Sie verlegen „Titus Andronicus“ ins TV-Kochstudio, machen aus den Königsdramen ein spannendes Fußball-Match, in dem auf Abseits die Todesstrafe steht, und komprimieren die Komödien zu einer wortgewaltigen Performance, die von einer Choreographie begleitet wird, die jede Boygroup neidisch machen würde.
Bei ihrer Hetzjagd durch die Theatergeschichte geben sich die fantastischen drei jedoch nicht nur mit der Hauptbühne zufrieden. Sie erklimmen das Geländer, balancieren wagemutig über Holzbalken, lassen sich in – übers Publikum gespannte – Netze plumpsen und durchbrechen die Zuschauerbarriere, um sich unters Volk zu mischen.

Regisseurin Weber lässt Wolf, Gassner und Oberrauch so leidenschaftlich leben, lieben, leiden, lachen und sterben, dass man ihnen am liebsten im Minutentakt Applaus spenden würde.
Selbst Gassners temperamentvoller Publikumsbeschimpfungs-Monolog im zweiten Akt wird mit Bravo-Rufen gewürdigt. Und wenn Hamlet am Ende das Zeitliche segnet, ist der Rest ausnahmsweise nicht Schweigen – sondern Gelächter.
Und ist auch nicht jeder Satz von Shakespeare, so könnte er doch von dem Meister aus Stratford-on-Avon sein, von dem Großmeisters der englischen Dramatik, dem Schöpfer von Tragödien, Komödien und Königsdramen – so schön sind die Sätze, die geboten werden.
Und ist letztlich nicht egal, von wem die Worte stammen? Eine humoristische Fachzeitschrift hat einmal den alten Philologen-Streit: Wer schrieb Shakespeares Werke? mit dem versöhnlichen Urteil beendet: Es steht fest, dass Shakespeares Dramen nicht von Shakespeare stammen, sondern von einem Mann gleichen Namens!
Von diesem menschenfreundlichen Geist ist auch die Revue Shakespeares Sämtliche Werke (leicht gekürzt) beseelt. Kein Wunder, dass sie seit ihrer Uraufführung Erfolg hat, wo immer auf der Welt sie gespielt wird!

X