treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

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das treibhaus, ansteckend wie es ist, hat schon wieder die höchststrafe ausgefaßt - es wurde ein betretungsverbot verhängt // bis wann? wer weiß. // damit nicht schon wieder jene auf der strecke bleiben, die zum vierten mal unschuldig ein berufsverbot bekommen haben, hat das treibhaus wiederum beschlossen, den prekären licht & tontechnikern die jobs für die wir sie engagiert haben, auch zu bezahlen. und den musikern einen gutteil der vereinbarten gage. quasi lohnfortzahlung im lockdownfall - egal welche hilfeleistungen wir bekommen. // wir vertrauen auf die solidarität unseres publikums. bleibt uns gewogen und helft mit, damits nach dem winterschlaf ein frohes erwachen geben kann - SPENDENKONTO * IBAN: AT 752050303352791960 *

ABGESAGT  // Marie Spaemann & Christian Bakanic / zwischen bach & soul,

Zwischen Bach, Soul, Jazz und Pop bis hin zu Piazzolla und eigenen Kompositionen bewegt sich das Duoprojekt der in Wien geborenen Cellistin und Singer Songwriterin Marie Spaemann und des österreichischen Akkordeonisten und Komponisten Christian Bakanic. Seit rund drei Jahren musizieren die beiden zusammen und mit Metamorphosis erschien im Dezember 2020 nun ihr Debütalbum, welches nicht nur vom BR-Klassik als Album des Monats enthusiastisch aufgenommen wurde. Auf ihm verwandeln Spaemann und Bakanic ihre unterschiedlichen Einflüsse zu einer tiefgründigen Einheit. Beide brachten Stücke mit, zu denen sie gemeinsam neue Arrangements entwickelten.
„Wie die Musik befand sich auch unser Zusammenspiel in den ersten Jahren in einem ständigen Prozess der Veränderung. Unsere vielen Einflüsse verschmelzen nach und nach zu etwas Gemeinsamen, gleichzeitig bleibt alles in sich wandelbar. Unsere musikalische Entdeckungsreise, weg von den ursprünglichen Schubladen hin zu unserem eigenen Stil, ist noch nicht zu Ende.“
Das virtuose Duo beherrscht seine Instrumente meisterhaft und lässt deren lange, weit verästelte Geschichte in Details aufleuchten. Wesentlich für die Musik von Marie Spaemann und Christian Bakanic ist jedoch, wie elegant und gleichzeitig entschlossen sie verschiedene Traditionen als Sprungbrett für eigene Ideen nutzen. Ihre individuelle Stilfusion trägt einerseits wunderbar feinsinnige kammermusikalische Züge. Andererseits bietet sie mit klaren Melodien, ansteckenden Rhythmen und dem Soul in Spaemanns variabler Stimme Anknüpfungspunkte für Pop-Fans. Wenn dann noch Spielarten von klassischer Moderne, Ideen des Tango Nuevo, des europäischen Folk und Jazz hinzukommen, entsteht eine beeindruckend unkonventionelle, poetische Klangsprache.

„Wir möchten einfach sämtliche Möglichkeiten unserer Instrumente nutzen und dabei die akustische Ästhetik bewahren“ Die Intimität des natürlichen, klaren Sounds bezaubert – und ist genauso auch live umsetzbar. Von atmosphärischen Klangfarben bis zu groovigen Basslines und perkussiven Elementen loten Spaemann und Bakanic die Möglichkeiten ihrer Instrumente immer wieder aufs Neue aus. Vielfalt und Virtuosität, die Grenzen sprengt, musikalische Räume öffnet und mit Gesang und Text erstklassig erfüllt. Oder eben mit Akkordeon –welches seine speziellen Klangmomente und Facetten kongenial einfädelt, bisweilen zum Protagonisten avanciert, um schließlich Spaemann wiederum den Vorhang zu öffnen.

„Eins plus eins ist drei!“

Spaemann und Bakanic klingen nur selten wie ein Duo, sondern meist mehr- und vielstimmig. Durch breite, einflussreiche Musiklandschaften hindurch lassen sie während ihren musikalischen Achterbahnfahrten sämtliche Stereotypen ihrer Instrumente hinter sich.

Marie Spaemann zaubert ebenso zarte wie harsche Töne aus dem Cello und wechselt von obertonreichen Passagen bis zu fast schon rockigen Stakkati, während Christian Bakanic brilliert mit mäandernden Linien und weiten Assoziationen. Bisweilen werden diese von „Beats“ durch Schläge auf das Holz des Cellos oder auf eine Cajon ergänzt. Über allem schwebt Spaemanns volltönender Gesang, der sich mühelos auch in höhere Register schrauben kann und der zwischen zurückhaltender Erzählhaltung, rhythmischen Phrasierungen und insistierenden Zuspitzungen changiert. Souverän und beseelt kreieren Marie Spaemann und Christian Bakanic auf Metamorphosis einen persönlichen Musikklang, der ein großes Publikum erreichen und berühren kann.

MARIE SPAEMANN

Der musikalische Weg der in Wien geborenen Cellistin und Singer Songwriterin Marie Spaemann wurde schon früh von Konzertauftritten und Wettbewerbserfolgen einerseits und ihrer Faszination und Neugierde für die Vielfältigkeit kreativer Arbeit andererseits geprägt. Mehrfach trat Spaemann im Konzerthaus Wien sowie (unter dessen Ägide) in Manhattan auf, ebenso beim Sommerfestival Dubrovnik, bei Puplinge Classique (Genf) und dem südkoreanischen Festival Classic Garden. Andererseits arbeitete sie als Sängerin mit dem österreichischen Elektroswing-Produzenten Dunkelbunt, ging 2016 mit dessen Band sowie als deren Solo-Support auf Tournee. Parallel dazu spielte sie rund zwei Jahre bis 2017 Cello bei dem Jazz-Querdenker Christoph Pepe Auer, wo sie Christian Bakanic begegnete. Zuletzt war Marie Spaemann Solistin in der Bühnenproduktion The World Of Hans Zimmer.

Christian Bakanic

Christian Bakanic  wuchs mit Volksmusik bei Feuerwehr- und anderen Festen auf, schon sein Großvater spielte Akkordeon. Mit 14 kam er nach Graz; davor hatte Bakanic bereits begonnen zu improvisieren und aus traditionellen Walzern und Polkas eigene Stücke zu kreieren. Er studierte u.a. an der Kunstuniversität Graz und spielte in den folgenden Jahren in eigenen Formationen (Folksmilch, Beefolk, Trio Infernal u.a.) sowie an der Seite namhafter Jazzer wie Wolfgang Muthspiel, Heinrich von Kalnein, Gwylim Simcock, Jon Sass u.a. Seit zehn Jahren lebt er in Wien und erhält auch Kompositionsaufträge für diverse Theaterproduktionen.
Sein Zugang zur Musik verbindet die komplexe Spontaneität des Jazz, die temperamentvolle Leidenschaft des Tango Nuevo, das disziplinierte Moment der Klassik mit vielschichtigen Traditionen europäischer Volksmusik. Die Quintessenz der Arbeit des österreichischen Akkordeonisten und Komponisten ist die stete Bewegung, der immerwährende Austausch und nicht zuletzt die spannende Suche nach neuen Möglichkeiten. Bakanics Fähigkeit, seine musikalischen Zugänge und Erfahrungen auf subtile Weise in seinen Kompositionen zu vermischen, machten ihn schon früh zu einem der gefragtesten Musiker Österreichs.

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