treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

FERNWEH: DIE WELTREISE iM TREIBHAUSGARTEN & DER EINTRiTT IST FREI & WILLIG.

der Eintritt zu den wunderbaren Konzerten an der frischen Luft im TreibhausGarten - Jeder/r entscheidet selbst, wieviel er/sie/es beitragen kann. Wir vertrauen da auf die Solidarität unseres Publikums mit den Künstlern, dem Treibhaus und denen, die es finanziell nicht so leicht haben. Daneben gibts - welch Freude - wieder den Treibhaus-Pass - der gilt für (fast) alle Konzerte im TreibhausGarten. Für Feinspitze reservieren wir für eine MindestSpende einen Platz im Gelände mit Sicht auf die Bühne - mit Handtuch wie am Strand von Jesolo....

KOMMUNA LUX - ODESSA Gangsta Folk / UKRAJNE / FERNWEH :: OPEN AIR • GARTEN

Der jüdische Spruch „Es findet sich immer ein lebendiger Fisch“ macht die Philosphie der Band klar: „In Odessa kommen die Menschen zusammen. In Odessa werden sie lachen und singen." heißt es in einem alten Couplet - daß das stimmt beweisen Kommuna Lux! Denn ihr „Odessa Gangsta Folk" steht für packende Klezmermusik und mitreißende Ganoven-Lieder aus ihrer Heimat. Den Odessiten sagt man seit jeher ein hohes Maß an Toleranz, einen ungezwungenen Lebensstil und verschmitzten Humor nach. Die Metropole ist weltbekannt für ihre jüdische Identität und als Geburtsort des Russischen Chansons als eigenständiges Genre. Im Milieu der Bohemiens Odessas entstanden diese Lieder seit über 100 Jahren, im Verlauf der späteren Jahrzehnte gelangen sie trotz vieler Verbote von Mund zu Mund und später über selbst kopierte Kassetten bis in den letzten Winkel der Sowjetunion. Mit diesen Melodien aus Odessa und dem ganzen europäischen Osten setzen  Kommuna Lux die ukrainische Schwarzmeerküste in Szene -  voller Anarchie, Nostalgie und ansteckend jüdischer Lebenslust!

Die Musiker sind Söhne Odessas, der berühmten Perle am Schwarzen Meer, und fanden um 2014
zusammen. Ihre umtriebigen Abenteuer als musizierende Straßengang begannen mit kühnen
Flashmobs in den Hinterhöfen im jüdischen Viertel Moldavanka, auf dem städtischen Fischmarkt
„Privoz“, in der alten hölzernen Straßenbahn der Linie 5, an der Flaniermeile Primorsky-Boulevard und  auf schaukelnden Schaluppen am beliebten Arkadia-Strand - und sorgten dabei immer für viel Aufsehen und ein perplexes Publikum. 

Es folgten größere Konzerte auf den renommierten Bühnen der Stadt und im ganzen Land, sowie Auftritte im Radio und Fernsehen, damals noch unter dem ursprünglichen Bandnamen „Felix Shinder & Dengi Vpered". Über all diese Erlebnisse und die Geschichten um ihr ganzes Treiben druckte die Band sogar ihre eigene Zeitung. Für Tourneen bereiste die aufstrebende Band die USA, Israel, Brasilien, Deutschland, Polen, Spanien, die Niederlande und Belgien. Bis heute hat sie zwei Alben veröffentlicht: „Das Gold der alten Odessiten" im Jahr 2016 und „Schalom Bonjour" in 2020, hinzu kommen mehrere Singles und Kooperationen mit anderen Musikern und Bands aus der Ukraine. Nachdem die musikalische Genossenschaft 2020 die Turbulenzen um den Wechsel von Bandname und Sänger sowie um die Pandemie überstanden hat, sticht sie wie eh und je für weitere Abenteuer unter der Schwarzmeersonne in See. Mit ihrem neuen Namen „Kommuna Lux" verweist die Band auf die berüchtigte Kommunalka, eine in der ganzen Sowjetunion weitverbreitete Form von gemeinschaftlichem Wohnen. Hier kommen etliche Menschen zusammen, genau wie in den großräumigen Hinterhöfen Odessas, in denen sich das Leben der Leute aus den anliegenden Häusern vereint. „Lux“ betont die Kostbarkeit und Qualität dieses Beisammenseins, und steht für höchstes Niveau beim kollektiven Musizieren.

Neben Auftritten auf den größten Festivals der Ukraine wie beim Koktebel Jazz Festival, Kyiv Klezmer Fest, Atlas Weekend oder Woodstock Ukraine spielen die Musiker jedes Jahr ausverkaufte Konzerte im Philharmonischen Theater Odessa, einem der schönsten historischen Gebäude der Stadt.

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