treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

DEN TREIBHAUS-KONZERT-PASS: ES GIBT IHN WIEDER - UM 44€30 (ViERAFIERZG DREISSG)

Der TreibhausPass: das Visum für (fast) alle Konzerte im Treibhaus bis 35.12. '22 - Der Paß kost er statt 44,70 wieder wie vor 18Jahren 44€30. Den Paß gibts hier (TREIBHAUS*PASS) & im Treibhaus an der Bar. SPENDEN: TREIBHAUS-SCHUTZSCHIRM Heizkostenzuschuß & Bier für die Band: IBAN - AT 75 2050 3033 5279 1960

OTTO GRüNMANDL: ROBINSON, FREITAG & DAS KROKODIL. TiROLER ERSTAUFFÜHRUNG

otto grünmandl: robinson freitag und das krokodil / tiroler erstaufführung

„Wir leben schon lange auf dieser Insel. Zu zweit. - Zu zweit allein ist nicht dasselbe wie allein zu zweit.“

Grünmandl über das Stück:
„Robinson und Freitag sind die einzigen Menschen auf der Insel im ozeanischen Meer. Jeder von ihnen hat eine der beiden Landzungen zu seinem Territorium erklärt, die zum Meer hin auseinanderklaffen. Auf der Insel selbst befindet sich ein brodelnder, vulkanischer Sumpf, in dem ein schreckliches Krokodil hausen soll. Ihre ausweglose Lage scheint darin zu bestehen, dass sie sich gegenseitig umbringen wollen, aber nicht können. Daher ist ihr Spiel ein kannibalesisches, weil sie sich auf menschenfressende Weise gegenseitig belauern und es aufeinander abgesehen haben, ham ham …

Otto Grünmandl ist zurück. In einem seiner Wohnzimmer, dem Treibhaus, in welchem nicht nur seine Politischen Trotteln und sein Antlitz an der Wand prangen, sondern viele seiner Werke zur Ur- und pausenlos ausverkauften Wiederaufführung gelangten. Wenn es sowas wie sich schließende Kreise gibt, dann mit der nunmehrigen Tiroler Erstaufführung seines überhaupt erst zwei! mal gespielten Theaterstückes „Robinson, Freitag und das Krokodil.“ 
„Ich stehe auf dem Standpunkt: jeder Mensch hat das Recht bei stürmischer See ins offene Meer hinauszuschwimmen. Alles andere wäre Einmischung in die Privatsphäre. Und das lehne ich ab.“
Bei der Uraufführung 1989 an den Münchener Kammerspielen gab Grünmandl selbst den Robinson, sein kongenialer Lebens-Spielpartner Kurt Weinzierl den Freitag. Im Treibhaus versuchen sich Hannes Pendl und Thomas Lackner in die beiden gestrandeten Streithähne zu verwandeln. 
Begleitet werden sie dabei von zwei ehemaligen Wegbegleitern Grünmandls, dem Regisseur Klaus Rohrmoser sowie dem Akkordeonisten und Musiker Siggi Haider. Ob er das Krokodil spielt, überlegt der Treibhausintendant noch. 

„Wir können uns nicht gegenseitig umbringen. Können schon. Aber wir hätten nichts davon. Weil wir es nicht überleben würden.“

Wie erhellend und erheiternd und erschreckend zeitlos das Grünmandlsche Werk sein kann, manifestiert sich in diesem grotesken und kurzweilig aberwitzigen Bühnenstück. Von sich mit physischer und psychischer Kriegsführung bekämpfenden, in der Isolation alleingelassenen Egomanen über ignoranten Schiffskapitänen die vom sinkenden Board gehen und Flüchtenden Zutritt verwehren bis hin zu explodierenden Energiekosten und grantigen Oberkellnern aus Bundeshauptstädten.

„Einer muss den Anfang machen, muss den Teufelskreis durchbrechen. Ich rüste allein ab.“ "...kostet doch Energie und das ist überhaupt das teuerste das es zur Zeit gibt.“

Robinson

Hannes Pendl Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar in Wien bei Klaus Maria Brandauer und Peter Simonischek. Filmarbeit mit Michael Haneke und Iztvan Szabo. Engagements u.a. am Schauspielhaus Wien, Landestheater Tirol, Schauspielhaus Salzburg, Theater der Jugend Wien sowie dem Stadttheater Klagenfurt. Diverse Film- und TV-Produktionen. U.a.: Arbeiten unter der Regie von Ulrich Seidl, Sabine Derflinger, Laura Pleifer und Wolfgang Murnberger sowie in den TV-Serien „Soko Donau“ und „CopStories“.


Freitag

Thomas Lackner
Stimm- und Sprech-Studium an der University oder London. Lehraufträge u.a.: an der Universität Innsbruck und der Hochschule für Musik Würzburg.
Ensemblemitglied u.a.: am Landestheater Coburg sowie von 2006 bis 2012 am Tiroler Landestheater Innsbruck. Zahlreiche freie Produktionen, Soloprogramme, Rezitationen und Regiearbeiten, zuletzt Ilse Aichingers "Spiegel im Spiegel" im Salon des Treibhauses Innsbruck.

Musik

Siggi Haider
Der Axamer Musiker ist als Akkordeonist seit vielen Jahren solistisch und im Duo unterwegs (seit 2011 mit Tochter Juliana). Komponist von zahlreichen Theater- und Hörspielmusiken, Zusammenarbeit u.a.: mit Werner Pirchner, Bert Breit, Felix Mitterer, Tobias Moretti, Martin Sailer, Haimo Wisser. 2004 Mitwirkung bei der Produktion „Die Beichte“ von Felix Mitterer (ausgezeichnet mit dem europäischen Hörspielpreis Prix d`Italia). 2008 - 1. Preis beim Austrian World Music Award mit AkkoSax. Im selben Jahr Schauspieler im mit dem in Locarno mit dem silbernen Leoparden ausgezeichneten Film „März“ von Händl Klaus. Lehrauftrag am Tiroler Landeskonservatorium. 
Lang tingelte Siggi mit Otto Grünmandl als Mountainsinger durch die Kabarettbühnen des Landes.

Regie

Klaus Rohrmoser
Ausbildung am Lee Strasberg Institute in New York, Arbeiten als Regisseur und Schauspieler u.a.: an der Freien Volksbühne Berlin, Schauspielhaus Bochum, Volkstheater Wien, sowie Theater in der Josefstadt. Insgesamt über 100 Inszenierungen, 13 Jahre lang war er Schauspieldirektor am Tiroler Landestheater. Zahlreiche Film- und Fernsehrollen. Stand u.a.: gemeinsam mit Otto Grünmandl, Hans Brenner und Dietmar Schönherr vor der Kamera. 1990 Gewinn des renommierten Max Ophüls Preises. Am 15. September erschien sein Roman „Flüstern“ im danube books Verlag.


 

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