treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet alltäglich von 16:00 bis Sperrstund ist.

ENDLICH: DEN NEUEN TREIBHAUS*KONZERT*PASS gibts: für den TURM*SOMMER 2024

der neue treibhaus*konzert*paß ist bereits erhältlich - SOMMER- 2024 - gilt ab 24.05. bis 22.09., kost noch immer 44€30 - online - hier & jetzt. & ab sofort im treibhaus auch. lasset uns singen, tanzen & springen

JULIE CAMPICHE - HARFE: FRiDAYS FOR HOPE / MUSIK FÜR DIE ZUKUNFT

»You Matter« heißt das jüngste Album der Schweizer Harfenistin Julie Campiche. Auf dich kommt es an. Der Hinweis auf die Verantwortung jedes einzelnen fürs Ganze mag auch politisch motiviert sein, doch dürfen sich damit auch alle Menschen gemeint fühlen, die einfach nur ihrer wundervoll eigenwilligen Musik zuhören wollen. Schließlich fällt erst in ihren Ohren das so fantasievoll arrangierte Material, das Julie Campiche mit ihren drei vorzüglichen Mitstreitern an Tenorsaxofon, Schlagzeug und Kontrabass erfindet, auf fruchtbaren Boden.
Die Partner entstammen wie sie der handwerklich und imaginativ immer wieder überaschend großartigen Schweizer Jazz-Szene. Campiches Harfe steht fraglos im Zentrum. Wie sie das Instrument von allen Seiten klanglich befragt, es mithilfe von Elektronik über seine Grenzen hinaustreibt und dabei nie ihr Gespür für Zwischentöne außer Acht lässt, wäre an sich schon aufregend genug. Aber was ihr eng und zugleich sehr frei miteinander interagierendes Quartett in jedem Stück auf andere Art und Weise an Virtuosität, Subtilität und Kraft entfaltet, fügt wie in einem kubistischen Gemälde laufend überraschende Perspektiven und Räume aneinander, die bei all ihrer Fremdheit ganz organisch erscheinen. So ausgefuchst und im besten Sinne des Wortes unerhört die Musik des Julie Campiche Quartetts ist: Sie besitzt auch einen erstaunlichen Flow, von dem man sich nur allzu gern in ungeahnte Gefilde entführen lässt.
Julie Campiche: ein Großer Geheimtipp für alle mit Lust auf echte Klangabenteuer!

Jazz war schon immer auch eine Musik mit politischem Anliegen und gesellschaftlicher Relevanz: Vom Free Jazz der 1960er Jahre bis zu aktuellen Statements vor allem aus den USA zu Polizeigewalt und Rassismus. Aber auch in Europa äußern sich Jazzmusiker:innen zunehmend zu politischen Themen. Die Schweizer Harfenistin Julie Campiche setzt sich in ihrer Musik mit dem Klimawandel, der Flüchtlingskrise und Identitäten im digitalen Zeitalter auseinander.
Campiche ist eine politische Musikerin, schon ihr Vorgänger-Album »Onkalo« war nach einem finnischen Endlager für hochradioaktiven Abfall benannt. Auf »You matter« geht es ihr darum, dass jeder Mensch etwas bewirken könne auf der Welt, dass »unsere Handlungen zählen und bedeutsam sind«, wie sie sagt. Ein Song wie »Aquarius«, benannt nach dem Rettungsschiff für Geflüchtete, bewegt sich zwischen beklemmend bohrendem Sound und melancholischer Zurückgezogenheit.  Die Schweizerin und ihr Quartett, zu dem auch Saxofonist Leo Fumagalli gehört, arbeiten viel mit elektronischen Verfremdungen, und die Harfe klingt zuweilen wie eine E-Gitarre. Auch in Campiches Musik geht es darum, immer wieder den eigenen Gestaltungsspielraum zu erweitern.

Leo Fumagalli - Saxophon & FX
Julie Campiche - Harfe & FX
Manu Hagmann - Kontrabass & FX
Clemens Kuratle - Schlagzeug & FX
Dieses Quartett, bestehend aus Schweizer Musikern der neuen Generation, bietet eine Musik, in der die elektronischen Effekte der einzelnen Instrumente in zarten und kraftvollen Atmosphären verwoben sind. Die vier Gefährten sind seit fünf Jahren auf Tournee in ganz Europa. Ihre große Komplizenschaft kommt in ihrer Musik zum Ausdruck, die dem Kollektiv einen Ehrenplatz einräumt. Mit einer feinen Balance stoßen sie an ihre Grenzen, um ihr Klanguniversum zu vertiefen.

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