man bringe den spritzwein - lasset uns singen, tanzen und springen: 50 jahre kulturarbeit im gebirge - 45 jahre treibhaus - 40 jahre - treibhaus / theater im turm - 25 jahre treibhaus neu samt halle unterm volksgarten.

da hat der norbert pleifer das kulturreferat der hochschülerschaft übernommen,
hat paul flora, otto grünmandl, werner pirchner und norbert c kaser kennengelernt -
bevor er das KOMM begründet und angezettelt hat, hat der pleifer in der neuen mensa in der hirn!strasse, die heut so alt wär, daß es sie gar nimmer gibt,
sechs mensatische mit stricken zusammengebunden und auf dieser wackligen "bühne"
den großen helmut qualtinger aus "mein kampf" vorlesen lassen. später auch noch "die letzten tage der menschheit".
später, in den betonbunker darunter, hat er den georg kreisler hergeholt und die tauben vergiften lassen....
bevor er mit einer handvoll vom virus "kultur für alle"-mitangesteckter diesen "crazy beton salon" zum KOMM umgebaut hat -
das zum grössten selbstverwalteten kommunikations & kukturzentrum westösterreichs geworden ist
- das KOMM gibt es auch schon lang nimmer - bewährte methode im innsbrucker kultursterben: schlösser austauschen.
manchmal fragt man sich, was machen die träubhäusler falsch, daß es das treibhaus noch immer gibt.
(haus am haven, hafen, desinfarkt, akt, utopia, weekender, reif für die insel. to be continued.
haben wir uns vom KOMM abgenabelt und das treibhaus in der anzengruberstraße eröffnet -
als stadtteilkulturzentrum in pradl - (irrtum: nicht mit johannes anzengruber, wie das subkulturarchiv noch immer behauptet)
eröffnet wurde das treibhaus ende oktober 1981 von herbert achternbusch, erich fried und dem wunderbaren vienna art orchester
feat werner pirchner (treibhaus mitgliedsnummer 001 -
eintritt war ein blumenstock.
dier nachbarn wollten tags darauf blumen kaufen:
auf den alternativ angebotenen gras-samen sind wir sitzen geblieben.
stadt-teilkulturzentrum wurd es keines: aber alles andere.
hader, dorfer, schlabarett etc begründeten auch dort ihre karrieren dort.
und das treibhaus auch: seinen ruf als lärmerregendes monster.
weil:musik ist vermeidbarer lärm - so die stadt-verwaltung, noch immer.
nach dem sturm auf den bergisel (1985) mit gianna nannini
erbauten wir am rande der alstadt, abseits vom touristenstrich,
in gefährlicher nähe zum tiroler landestheater das treibhaus
als theater im turm - in der angezellgasse -
eröffnet wurde am 25.10.1986 - mitten im baustaub
mit einem konzert von jan garbarek,
otto grünmandl hielt die eröffnungsrede
der glaubte, es sei die eröffnung der knödelakademie
drum präsentierte er auch erstmals seine pläne für die suppenschöpfmaschine
und meinte zum malheur:
politisch bin ich vielleicht ein trottel,
aber privat kenn ich mich aus.
wird der ganze turm umgebaut,
das theater im turm bekommt ein großes stiegenhaus als foyer,
die toilettanlagen werden verzehnfacht, der "lärm" bekommt eine eigene halle unterm vorlksgarten
und eine putzige kleine bühne als roten salon dazu.
die eröffnung fand am 28.november 2001 (nicht) statt:
da hat die baupolizei rechtzeitig nach dem soundcheck aller bands in turm, keller & salon
eine stunde vor hausöffnung die stecker zog und sämtliche feierlichkeiten untersagt hat - gefahr in verzug
wegen einer noch nicht ausgehärteten stufe am ende des alten notausganges.
die eröffnung fand dann nach abzug der baupolizei zwei stunden später unter ausschluß der öffentlichkeit - heimlich statt - also nicht.
die leiterin des veranstaltungsamtes in der bundespolizeidirektion hat es sich nicht nehmen lassen,
durch die hintertür zum konzert von joe zawinul und seinem syndicat zu kommen. chapeu!
joe spielte nicht wie der ihm nachgesagte wödmasta, nein, er spielte wie gott selber -
hat mit seiner musik unsere tränen getrocknet
und allen ein lächeln in die augen gespielt,
der wödmasta.
auch denen, die nicht da waren.
mercy, mercy, merci - joe!
putzig: in der kaiserjägerstrasse hat sich damals das veranstaltungsamt die amstsstube mit dem amt für waffen und sprengstoff geteilt.
das waren halt noch zeiten - und der wilde westen - wild.
es hat sich halt eröffnet
hats am nächsten tag geheißen
und die 25 jahre danach auch.
es hat sich halt eröffnet.
das tuts noch immer,
tagein, tagaus
außer heilig abend.
und beim bergsilvester
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ganz oben:
das stöcklgebäude in der angerzellgasse, das wir mieten wollten - das aber wegen einsturzgefahr ein betretungsverbot ausgefaßt hatte. nach dem erstem schock haben wir einen neubau gewagt - mit manfred santer als vermittler, gerhard manzl, raimund rainer rainer köber als architektenl - und gianna nannini als patentante
und da drunter:
hannibal marvin peterson spielt mit seinem sunrise orchestra das erste konzert im turm: als firstfeier anfang september 1986
