
Der Vinschger Liedermacher wurde durch gemeinsame Bühnenauftritte mit Konstantin Wecker und Reinhard Mey bekannt– eine Verbindung, die diesem Abend eine besondere Authentizität verleiht. Plangger stand außerdem mit Gaby Moreno, Pippo Pollina und Allan Taylor auf der Bühne und erreichte mit seinen Alben „Ansichtshalber" und „Limes" monatelang Platz 1 der deutschen Liederbestenliste, Sein Ruf reicht bis in die USA, wo Woody Guthries Tochter Nora seine deutsche Version von „Deportee" lobte.
Genau diese Nähe zu Mey und zur eigenen musikalischen Tradition bringt Plangger nun in die Interpretation von dessen Liedern ein – mit Präzision und Leidenschaft. Statt eines reinen „Best of" verbindet er Klassiker wie „Über den Wolken" mit weniger bekannten Stücken aus Meys umfangreichem Werk.
Im Zentrum steht dabei nicht das Arrangement, sondern die Stimme allein und die Nähe zum Publikum: Plangger fesselt mit kraftvollem Gesang, Witz und Charme. Aus dieser Reduktion entsteht eine Unmittelbarkeit, die treue Mey-Fans berührt und alle begeistert, die seine Musik gerade erst entdecken.
Der Südtiroler Liedermacher Dominik Plangger ist ein Künstler, der etwas zu sagen hat. Ob es sich um die Gesellschaft, um Politik oder einfach um Probleme des alltäglichen Lebens handelt, stets gelingt es dem Liedermacher, seine Themen auf den Punkt zu bringen. Dominik Plangger war viele Jahre als Straßenmusiker u.a. in Irland und Kanada unterwegs, die Erfahrungen aus jener Zeit sind bei seinen Liveauftritten noch immer zu hören.
Plangger singt (die meisten) seine(r) Lieder auf Deutsch. Englisch ist für ihn zu Mainstream, zu wenig authentisch. Seine Texte sind kritisch: “Sie lügen immer noch und halten uns dumm, so manche Heuchler, die uns verwalten, sie faseln von Podesten mit schüttergrauem Haar, es sind immer noch die Gleichen, die Alten”, heißt es in einem seiner Songs “Da rührt sich was in mir”. Er will mit seiner Musik aber niemanden belehren. “Es gibt Dinge, die mich stören, und darüber singe ich einfach.”, sagt Plangger.