treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

JENSEITS VOM CHRISTKINDLMARKT // DER neue TREIBHAUS-PASS // & MORE.

Den Treibhaus-Konzert-Paß (gilt bis 30.6.'20) oder Eintrittskarten als erlesene Genschenks-Papiere: das Winter & Frühjahr bereits im Vorverkauf. Von Rebekka Bakken bis John Scofield bis Lola Marsh, von Mascheks Jahresrückblick bis Manuel Rubey. Den Paß gibts endlich online - mit dem Link d(r)oben im Menu!

LES TAMBOURS DE BRONX

Eine Horde wilder Trommler
Sie machen einen Höllenlärm. Die Tambours du Bronx erzeugen eine Sorte Musik, wie sie nur moderne Stadtindianer erfinden können: lautes Trommeln, aggressiv, mächtig, hypnotisch, dazu monotoner Chorgesang. Als hätten die Maschinen eines Stahlwerks plötzlich beschlossen, sich zu einem Orchester zusammenzutun. Gegründet wurden Les Tambours Du Bronx in Nevers, der Hauptstadt von Burgund, einem Stahlrevier. Dort entdeckten etliche junge Männer Ende der 80er Jahre die Ästhetik afrikanischer Trommler und übersetzten dies in ihren eigenen gesellschaftlichen Kontext - eben in die Arbeitswelt einer Industrienation.

"Silence", "Schweigen" - so haben Les Tambours Du Bronx ihr neues Programm und ihre neue CD genannt. Wer die Tambours kennt, weiß um die Ironie dieses Titels, denn eines steht fest - die Tambours sind auch weiterhin der führende Live-Act unter all den Trommelperformances, die mittlerweile auf Tour gehen, und sie sind auch weiterhin laut, brachial und wild. Aber schon immer hat sich eine differenzierte Dynamik durch die Vorstellungen der Trommler gezogen, und dies kosten die Tambours besonders auf ihrem neuen Album aus.

Das erste Mal seit sieben Jahren haben Les Tambours Du Bronx 1999 ein neues Album produziert - wie es der Ideologie der Gruppe entspricht, haben sie selber alle Schritte der Aufnahme und Produktion übernommen, um völlige Freiheit über alle künstlerischen und Produktionsbedingungen zu behalten. Das fertige Produkt wird dann Plattenfirmen angeboten. Nach wie vor dürften Les Tambours Du Bronx eine der wenigen Bands sein, bei der alle Entscheidungen gemeinsam und im Konsensprinzip gefällt werden - eine umso erstaunlichere Leistung, wenn man bedenkt, daß die Band aus knapp 20 Mitgliedern und bereits seit über 10 Jahren besteht.

Gegründet wurden Les Tambours Du Bronx in Nevers, der Hauptstadt von Burgund, einem Stahlrevier. Dort entdeckten etliche junge Männer Ende der 80er Jahre die Ästhetik afrikanischer Trommler und übersetzten dies in ihren eigenen gesellschaftlichen Kontext - eben in die Arbeitswelt einer Industrienation. Die riesigen Trommeln haben Les Tambours Du Bronx aus Ölfässern hergestellt. Die Tambours geben sich den Anschein, laute Stahlarbeiter zu sein, eifrig bemüht, diese höllischen Kadenzen in pulsierende Eingeborenen-Klänge zu verwandeln. So symbolisiert ihre Performance die Welt der Maschinenfabriken, der Stahlwerke und der Menschen, die dort arbeiten. Und die Tambours symbolisieren nicht zuletzt den Aufstand des Individuums gegen die Anonymität der Maschinenwelten, den Kampf Einzelner in einer zerstörten Welt.

In den letzten fünf Jahren haben Les Tambours Du Bronx Hunderte von Konzerten hierzulande gegeben; der stetig wachsende Zuschauerzuspruch - zuletzt bei vierstelligem Tourschnitt - geht einher mit wachsender Medienpräsenz - z.B. bei Shows des ZDF und des NDR oder zuletzt bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises. Darüber hinaus haben die Tambours Zeit für Theaterproduktionen gefunden ("Hamletmaschine" - Musik und Darsteller - in München und bei den Berliner Festspielen); im Jahr 2000 werden sie auf eine 50tägige US-Tournee gehen.

Les Tambours Du Bronx mit ihrem neuen, mit Spannung erwarteten Programm "Silence" - weiterhin eine der bemerkenswertesten und spektakulärsten Gruppen der 90er Jahre!

"Les Tambours Du Bronx trommeln den Marsch für eine kommende Revolution: Musik aus den kulturellen Ursprüngen der Menschheit, passend zu ihrer Endzeit." FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

"Eine Horde wilder Trommler, die seit zehn Jahren europäische Festivals aufmischt." DER SPIEGEL

"Der Trommelzauber entwickelt eine schier unwiderstehliche Bannkraft." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Eine Sorte Musik, wie sie nur moderne Stadtindianer erfinden können: lautes Trommeln, agressiv, mächtig, hypnotisch. Schockierend." STERN