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SILJE NERGAARD

eine grandiose grenzgängerin zwischen jazz, folk & pop: norwegen

Mit der norwegischen Sängerin und Komponistin Silje Nergaard schlagen wir das nächste Kapitel unseres akustischen Skandinavien-Reiseführers auf. Und erneut handelt es von einer Künstlerin, die sich von keiner Stilpolizei festnehmen lässt, sondern sanft und gefühlvoll zwischen Jazz, Folk und Pop hin und her tänzelt. Geschult an ihren Jugendidolen Joni Mitchell und Al Jarreau, gefördert und bewundert von berühmten Kollegen wie Pat Metheny und Morten Harket, dem A-HA-Frontman, entwickelt Silje Nergaard seit Anfang der 90er ihre Formensprache, die stets mit neuen Wendungen überrascht.

Silje Nergaard: Gesang;
Håvar Bendiksen, Nils Einar Vinjor: Gitarre;
Trond-Viggo Solås: Bass


Silje Nergaards Stimme hat einen sanften, mädchenhaft unschuldigen Klang. Mühelos überwindet sie die Distanz von tiefen, dunklen Tönen zu glasklaren, reinen Höhen. In ihrer Musik bewegt sich die norwegische Sängerin leichtfüßig zwischen Jazz, Folk und Rock - aus jedem Genre holt sie sich, was sie braucht, um ihre Melodien zum Leben zu erwecken. Aber nicht zuletzt ist es die Freiheit, die der Jazz gewährt, ihre hohe Professionalität und ihr Charme, die ihre Konzerte zu einer Sensation machen.

Die Grenzen zwischen Jazz und Pop sind ebenso flexibel wie empfindlich. Wer sie auf falschem Fuß überschreitet, droht auf unwegsamem Gelände zu verschwinden. Silje Nergaard war schon immer eine überaus sensible Grenzgängerin. Doch es ging ihr nie um die programmatische Überschreitung von Linien, sondern immer um ein lebendiges Verhältnis zu ihrer ungewöhnlich sanften und doch eindringlichen Stimme. So auch auf ihrer neuen CD "Unclouded".

Wer die Norwegerin kennt, wird überrascht sein. Ihr Timbre klingt vertraut, alles andere ist komplett neu. So lässt sie sich nur von zwei Gitarren begleiten, die auch mal verhalten perkussiv eingesetzt werden können, kein Schlagzeug, keine Keyboards. Was wie ein krasser Bruch mit ihrer Vergangenheit klingt, ist in Wirklichkeit ein Bekenntnis zu ihren Wurzeln. Am Anfang ihrer Laufbahn trat sie meist nur mit zwei Begleitern auf, einer davon in der Regel ein Gitarrist. Und sie fühlte sich großartig. Zu diesem Gefühl zurückzukehren, war für die inzwischen weltbekannte Sängerin ein langer Reifeprozess.

Die beiden Gitarristen sind folglich viel mehr als bloße Begleiter. Sie sind Mitverschworene, deren Saitengesang mit der Stimme der Sängerin zu einem einzigen Klanggedicht verschmilzt. In dieser Umgebung fiel es der erfahrenen Vokalistin auch nicht schwer, sich in einer Art vokalem Spiegel neu zu entdecken.

Mit "Unclouded" wagt Silje Nergaard einen kompletten Neuanfang und bleibt doch ganz bei sich selbst. Ein bewegendes Album, das in seiner ergreifenden Offenheit perfekt in unsere Zeit passt.



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Seit 12 Schallplatten ist Silje Nergaard das musikalische Aushängeschild Norwegischer Sängerinnen. Sie war nicht nur die erste, die weltweit und hierzulande mit ihren modernen norwegischen Klangwelten Furore machte, sondern sie ist immer noch die erfolgreichste. Versehen mit zahllosen Auszeichnungen, wie etwa „Musikerin des Jahres“ und zahllosen Tourneen im Rücken zeigte sich ihr Stellenwert langsam auch bei uns .

Silje Nergaard ist ein musikalisches Markenzeichen für sanfte, eingängige Vokalmusik, schöne Melodien, tiefgehende Texte, gefühlvolle Songs. Sie ist eine Grenzgängerin zwischen Jazz, Folk und Pop: Mal sind ihre Stücke lasziv-bluesig, dann wieder groovender Rocksound, oder entspannter Jazz, mal stark von der Folklore ihrer skandinavischen Heimat beeinflusst. Jazz-Standards präsentiert sie mit traumwandlerischer Sicherheit und ihre eigenen Stücke zeichnen sich durch ihr Gespür für sich festhakende Melodien aus. Alles ist geprägt von ihrer Poetisch warmen Stimme und ihrer ungekünstelten, ehrlichen Vortragsweise.

Eine Quintessenz ihres Schaffens mit den verschiedensten Formation bis hin zum Orchester zeigt sie jetzt in einer besonders intimen und undistanzierten Form, nur unterstützt von zwei der gefragtesten Norwegischen Gitarristen – Hallgrim Bratberg und Havar Bendiksen. Das gibt Silje Nergaard die Möglichkeit, ihre Lieblingsstücke neu zu interpretieren in einer Form, die unter die Haut geht, eine innere Reflexion, eine echte Herzensangelegenheit. (Pressetext)


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Mit einer bezaubernden Stimme, die technisch ungemein versiert ist, findet sich die Sängerin schon mit ihren ersten Veröffentlichungen in den skandinavischen, britischen und japanischen Pop-Charts wieder. Anstatt im Erfolgsmodus zu verharren, veröffentlicht Nergaard darauf hin zwei sehr persönliche Alben in ihrer Muttersprache und entfernt sich dann für vier Jahre gänzlich aus dem Lichtkegel des Musikgeschäfts. 2000 erfolgt schließlich die glänzende Rückkehr mit dem Album "Port of Call" und spätestens seither nimmt die zweifache Mutter ihren festen Platz in der Reihe großer skandinavischer Vokalkünstlerinnen ein - sozusagen als Bindeglied zwischen einer Grande Dame wie Sidsel Endresen und der jüngeren Generation einer Rebekka Bakken.
Auch wenn Silje Nergaard in jeder Konstellation bis hin zum großen Orchester zu bestehen weiß, die Quintessenz ihrer Kunst offenbart sich wohl am deutlichsten im intimen Rahmen. Und dazu lädt die mit zahllosen Ehrungen bedachte Sängerin an diesem Abend: Unterstützt von zwei der gefragtesten norwegischen Gitarristen, Hallgrim Bratberg und Havar Bendiksen, eröffnet uns Nergaard einen tiefen Einblick in ihr reichhaltiges Repertoire - in einer Form, die unter die Haut geht und zur inneren Reflexion, zur echten Herzensangelegenheit gerät.


BESETZUNG:
Silje Neergard: Gesang,
Hallgrim Bratberg: Gitarre
Havar Bendiksen: Gitarre