treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

DAS TREIBHAUS HAT OFFEN. AB 16UHR I GÄSTE: FLOH'S JAZZ CASINO, DIE ESSEN AB 19:00

DAS TREIBHAUS SPERRT AUF - ALS LUFTKURORT. TÄGL AB 16UHR . ehrenschutz: die treibhaus-weiberwirtschaft mit ihren musikern, schauspielern, technikern - mit unüblichem empfang und verstecktem theater, untersagter erbauung, verbotener belustigung & geistiger ertüchtigung. an der frischen luft (vormals: open air) - drum: warm anziehen, händewaschen & kämmen nicht vergessen. tischreservierung ist NICHT mehr vorgeschrieben, wir sind kein haubenlokal & wollns auch nicht werden // BITTE/DANKE -- SPENDE // IBAN: AT75 20503 03352791960 //

SAM RAGGA BAND

Häuser zittern, Straßen brechen auf, Denkgebäude wackeln

Reggae hat hierzulande seine eigene Geschichte, und die Wurzeln stecken tief im Punk-Reggae-Crossover der 80er. The Clash und unzählige andere britische Bands, Ska und Dub schwappten von der Insel aufs Festland. Speziell in Hamburg hat Reggae ein gewisse Tradition. Im "Störtebecker" und in der Flora gab es in den 80ern die ersten Dances und Clashs mit Soundsystems aus England. Anfang der 90er wurde die Dub Conference zur Institution. Soundsystems wie Di Iries, Dub Me Ruff und Silly Walks waren unterwegs und prägten das Verständnis von Reggae auch über Hamburg hinaus. Aus dieser Sozialisation stammen auch Eißfeldt aka Jan Delay und seine Absoluten Beginner. Diese und weitere Verdächtige beschlossen 96, dass es an der Zeit sei, selbst eine Reggaeband zu gründen. Jan Delays "Searching for the Jan Soul Rebels" war das wahrnehmbare Produkt der Sam Ragga Band, die sich immer mehr als eine Crowd mit wechselnde Mitgliedern als eine klassische Combo verstand. "Wir haben nicht den Anspruch, eine Jamaika-Reggae-Platte zu machen... Wir greifen die Idee des Reggae auf und machen was eigenes draus. Wir bezeichnen das als Pop. Als populäre Musik – nicht zwangläufig Radiopop. Basis der Musik ist der Reggae..." Soweit Gitarrist Marc Wilkes, nebenbei auch einer der Aktivisten des einschlägig bekannten Eimsbush-Labels. Genauso wie die meisten der anderen gefeaturten Künstler aus diesem Umfeld stammen. Man kennt sich von gemeinsamen Touren, diversen Studioprojekten und von gemeinsamen Festivals, und so könnte man Sam Ragga als eine Art Best-of-Eimsbush Reggae sehen. Wir werden es erleben...

Loktown bebt. Satte Bässe und wabernde Beats halten die Stadt in Unruhe. Häuser zittern, Straßen brechen auf, Denkgebäude wackeln. Weithin schallt es durch die City. Die Sam Ragga Band spielt auf und wandert mit ihrem Tross durch die Straßen. Seanie T., Flown Immo, Onejiru, Jessica MyIntyre, Samy Deluxe und Jan Delay heizen die Band auf ihrem Weg an. Nein, dies ist nicht New Orleans, und dies ist auch nicht Princeton. Dies ist Hamburg. Basis für ihre Musik ist der Reggae, aber wie sich das pro Song entwickelt, hängt dann davon ab, wie sich die Komposition entwickelt: Grooves von relaxt bis vorantreibend, Ragga-Vibes und HipHop-Styles, Backbeat-Texturen und Dub-Sounds.
Die Kapelle kommt aus Hamburg Lokstedt (Loktown) und besteht aus Marc Wilkes (git), Alexander Busse (b), Oliver Kusterer (kb), Hartmut Karez (dr) und Detlev von Bötticher (perc). Marc Wilkes ist auch einer der ?wichtigen' Leute der Eimsbush-Familie, mittlerweile eine der bedeutendsten Einrichtungen norddeutschen HipHop-Lebens, aus der sich auch die meisten der featured Artists rekrutieren. Speziell in Hamburg hat der Reggae eine lange Tradition. Im Störtebeker (einer Kneipe in der lange Zeit verrufenen Hafenstraße) und in der Roten Flora haben ja schon in den Achtzigern englische Soundsysteme aufgelegt. Anfang der Neunziger gab es dann schon die Dub-Conference, Dub-Abende im Powerhouse mit z.b. Dub Me Ruff oder den Iries. Und Gentleman, auch so ein Urgestein, war mit dem Hamburger Silly Walks Soundsystem unterwegs. Reggae war also immer ein Teil ihrer Umgebung. 1996 beschlossen dann Jan Eißfeldt (alias Jan Delay), Martin Wilkes, Marc und der Rest der Verdächtigen während der Flashnism-Tour der Absoluten Beginner, eine Reggae-Band zu gründen, die dann am Heiligen Abend 1996 ihren ersten Gig hatte. Es folgten diverse Sessions und Demo-Aufnahmen und man ließ sich Zeit, in der man am ersten Jan Delay-Album arbeitete, inzwischen mit Oliver Kusterer (aka Dr. Fink 67) und ohne Martin. Im Sommer 2001 erschien dann das erste Album mit der Sam Ragga Band, nämlich Jan Delays "Searching For The Jan Soul Rebels" und man ging auf die 60Hz-Tour - mit Jan Delay & Sam Ragga Band. Im Herbst 2001 startete die Arbeit an Loktown Hi-Life.
Seit Januar 2002 steht der Longplayer in den Plattenläden eures Vertrauens und natürlich ziehen die Jungs damit auch durch die Straßen, um die Häuser und über die Festivals. Auf der LOKTOWN HI-LIFE TOUR 2003 wird man außerdem Seanie T nebst einigen anderen hochkarätigen Gästen des Albums auf der Bühne erleben können. Die Tatsache, dass das Album komplett "live" (also garantiert und geprüft Sample-frei) eingespielt wurde verspricht ebenfalls Einiges.



Sam Ragga Band - ist das nicht die Begleitgruppe von Jan Delay? Jein, das waren sie mal. In diese Schublade darf man die Hamburger Jungs um das Hip Hop-Label Eimsbush Marc Wilkes (Gitarre), Alexander Busse (E-Bass), Oliver Kusterer (Keyboard), Hartmut Karez (Drum) und Detlev Bötticher (Perkussion) nicht mehr stecken. Mit ihrem eigenen Album "Loktown Hi-Life" und großer Tour versetzen sie ganz Deutschland in Reggae-Laune.

Die Idee, eine Reggae-Band zu gründen, stammt ursprünglich von Jan Delay aka Eißfeld und Marc Wilkes. Beide sind gemeinsam mit Jans anderer Band Die Absoluten Beginner 1996 auf der Flashnizm-Tour unterwegs. Auch Alexander Busse unterstützt die Band auf Tour als E-Bassist und ist sofort Feuer und Flamme, als er von der Idee hört. Hartmut Karez kommt als Schlagzeuger dazu, und der Bruder von Marc, Martin Wilkes steigt als Keyboarder ein. Schon ist eine Rohfassung der Sam Ragga Band fertig.

Und wie kommen sie auf den Bandnamen? Marc Wilkes durchleuchtet kurz sein Gedächtnis und erinnert sich an einen Satz eines gelangweilten Partygastes, der einfach irgendetwas von sich geben wollte. "Jaja, dieser geile Sam Ragga ..." rutschte ihm raus und schon hat man einen Bandnamen gefunden. Am Heiligabend 1996 gibt die Band im Mollotow (Hamburg) mit Jan Delay und Samy Deluxe (die allerdings nur zum Spaß mitmachten) ihren ersten Gig.

Jan hat in den folgenden Jahren ziemlich viel mit den Absoluten Beginner zu tun. Da er ein nominelles Mitglied der Sam Ragga Band ist, beschränkt sich in diesen Jahren auch die Tätigkeit der Reggae-Band auf Demoaufnahmen. Martin Wilkes, der Sam Ragga bisher am Keyboard unterstützt hat, steigt in dieser Zeit aus. Oliver Kusterer nimmt sich der freien Stelle hinter dem Keyboard an und ist dort bis heute zu finden.

Erst 2001 kann die Zusammenarbeit mit Jan Delay richtig beginnen. Sam Ragga Band spielt eine Hälfte seiner Platte "Searching For The Jan Souls Rebels" ein, die andere Hälfte programmiert der Künstler selbst. Anschließend geht Jan featuring Sam Ragga Band auf 60-Herz-Tour. Auf dieser Tour packt die Jungs die Lust eine eigene Platte zu produzieren. Im Herbst 2001 ist es soweit. Sam Ragga Band nimmt im heimischen Hamburger Studio ihr erstes Album auf. Zuerst soll die ganze Platte mit dem Londoner Rapper Seani T. aufgenommen werden. Aus logistischen Gründen (Entfernung London-Hamburg) wird daraus aber nichts. Auch nicht so schlimm, denn genügend andere Freunde haben Bock, auf dem Album mitzuwirken. Auch Jan lässt es sich nicht nehmen, den ein oder anderen Song für das Album zu produzieren. Auch die erste Single der Sam Ragga Band "Die Welt Steht Still" ist unter seinem Einfluss entstanden.