treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

DOLCE ViTA. VOM SCHöNen LEBEN. GESCHICHTEN & MUSIK. EINTRiTT FREI*WiLLIG

im zeughaus und im treibhaus: das wird ein schöner sommer. 30 filme und 30 konzerte im zeughaus, 30 konzerte im treibhaus. wir fahren nach italien. fürs treibhaus bleibts wie schon erlernt: wer zuerst kommt - wie der italiener sagt. fürs zeughaus ists coronarrisch komplizierter - da müssen platzkarten reserviert werden (geht nur online, www.treibhaus.at ) die reservierung kann/muß ab 4 tage vor dem spieltag bis mitternacht des vortags in reale karten eingetauscht werden. (im treibhaus oder leokino). / restln gibts am spieltag ab 16uhr im treibhaus. das Kino unter Sternen braucht viele Sterne, damits ein Firmament hat - bitte: IBAN: AT75 20503 03352791960

BIBOUL DAROUICHE

SOLEIL BANTU

Der Perkussionist und Komponist Biboul Darouiche stammt aus Kamerun.  In den 90er Jahren zog Biboul nach Paris, wo er mit verschiedenen Stars der afrikanischen Musik und des Jazz auftrat, sowie an verschiedenen Cd Produktionen mitwirkte, wie z.B Tshala Muana (Paris, Zaire), Roy Ayers (USA), Klaus  Doldingers Passport (Deutschland), Camerlocks (Paris, Kamerun), Charlotte Mbango (Paris, Kamerun), Al di Meola (USA), Paquito de Riviera (Kuba), Graham Haynes (USA), Kurtis Blow (USA), Jazz Baltica Essemble (Deutschland), wie auch verschiedenene Auftritte mit den Bigbands des WDR, SWR und HR.   Soleil Bantu ist ein musikalisches Portrait seiner multikulturellen Geschichte – von seiner Kindheit in Kamerun bis hin zu seiner Arbeit als internationaler Musiker.

Biboul Darouiche, Christian Lettner und Michael Hornek gehören zur festen Besetzung der legendären Band „Klaus Doldingers Passport“.
So ist Biboul Darouiche's  Band ist mit hochkarätigen Musikern der europäischen Jazzszene besetzt und schafft auf der Bühne eine mitreißende Atmosphäre aus Elementen des Afrobeat und Jazz. Das Zusammenspiel in dieser Polyrythmie ermöglicht eine Improvisationsvielfalt, und es entsteht ein Puls, der den Zuhörer auf eine unvergessliche Reise zwischen die Welten führt. Biboul singt auf Ewondo, seiner kamerunischen Muttersprache, Englisch und Französisch.  
Biboul Darouiche: Gesang, Kalimbas, Percussion (u.a. Passport)
Michael Hornek: Keyboards (u.a. Passport)
Christian Lettner: Schlagzeug (u.a. Passport, Joo Kraus)
Igor Kljujic: Bass (u.a. Pee Wee Ellis)
MC Olangué: Rap, Percussion

Die neue Cd „Message from the trees“, ist zeitlos. Hören Sie sich die Cd an und Sie werden jedes Mal neues entdecken. Eine Platte, die einen ein Leben lang begleitet.

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discographie:

Diskographie[Bearbeiten]

Soleil Bantu, "Message from the trees", Unit Records (2013)
Klaus Doldinger Passport, Inner Blue, Warner Music Group (2011)
Klaus Doldinger Passport, Symphonic Project, Warner Music Group (2011)
Passport, On Stage, Warner (2008)
Passport, Passport To Morocco, Warner (2006)
Biboul Darouiche - Soleil Bantu, Africa is Calling GHM/ZYX (2006)
Cusco, "Ancient Journeys", Virgin (2006)
Pee Wee Ellis, Different Rooms, Skip Records (2005)
The Voodoo Gang, Return of the Turtle Enja Records (2005)
Cornelius Caudio Kreusch, "a.f.r.i.c.a.m.b.i.e.n.t", Black Mud Sound (2004)
Passport, Back To Brazil, Warner (2003)
Notwist, "Neon Golden", City Slang (2002)
Jenny Evans, "Gonna go fishing", Enja Records (2002)
Cornelius Claudio Kreusch, "FeFe", Black Mud Sound (2002)
Peter Schärli, "April Works", Unit Records (2000)
Passport, Live, Warner (2000)
Passport, Move, Warner (1998)
Passport, "to Paradise", Atlantic/Wea (1997)
Scales Brothers, Our House, Enja (1997)
Brice Wassy, "Nga Funk", Melt Music Phase Two (1996)
Barry Wedgle, "San Souci", Exit Records (1995)
Babamadu, Bitama, Enja Records, Bellaphon (1995)
Passport, "Heavy Nights", Eastwest (Warner) (1986)
The Voodoo Gang, "Elephants Wedding", Enja Records (1984)


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review:

Biboul Darouiche und seine Band Soleil Bantu begeistern
Feurige Afro-Beats zu Rap-Einlagen
VON KERSTIN RICKERT

Rhythmisch feurige Afro-Beats und eingängiger Jazz, afrikanische Gesänge und Rap-Einlagen auf Französisch ergaben zusammen die spannende Mischung, die beim Publikum im gut besuchten Jazz Club Minden bestens ankam.

Geboren in Kamerun, dann München, Kopenhagen, Paris und wieder München: Biboul Darouiche hat viele Kulturen kennen und scheinbar auch lieben gelernt. In seiner Musik vereint er sie ganz selbstverständlich zu einem stimmigen Ganzen, in dem viele Zutaten ihren wohldosierten Platz haben.

Bekannt ist Biboul Darouiche hierzulande vor allem als Percussionist in Klaus Doldinger´s Passport. Seit 1995 ist er dort festes Mitglied und das prägt. Seine Wurzeln liegen in Kamerun, wo er bis zu seinem 13. Lebensjahr lebte und durch seine Mutter, einer Bantu aus dem Süden Kameruns, mit der traditionellen Musik in Berührung kam. All dies hat in "Soleil Bantu" und der Musik des nunmehr zweiten Albums mit dem vortrefflich gewählten Titel "Message From The Trees" seinen Platz: afrikanische Musiktradition, Fusion-Jazz, Latin, Rap, Soul- und Rock-Anleihen.

An Biboul Darouiches Seite gibt der ebenfalls aus Kamerun stammende MC Olangué den "Baumnachrichten" ein optisch und akustisch eindrucksvolles Gerüst. Er spielt auf der traditionellen Hohlschlitztrommel, einem ausgehöhlten und mit Schlitzen versehenen Baumstamm, der früher auch zur Übermittlung von Nachrichten eingesetzt wurde. Mit Holzstäben oder auch mit bloßen Händen gibt MC Olangué den Takt in wahnwitziger Geschwindigkeit vor, der zusammen mit Biboul Darouiches rasanter Rhythmusarbeit an den Percussions und dem komplexen Drum-Spiel seines "Passport"-Kollegen Christian Lettner immer wieder in ein schwindelerregendes Trommel-Gewitter mündet.

Michael Hornek zeigt sich als Multi-Instrumentalist

Zwischendurch bleibt im lebendigen und fröhlichen Rhythmus-Dickicht genügend Raum für ebenso überraschende wie spontane Beifallsstürme herbeirufende Solo-Einlagen aus der Riege erstklassiger Musiker, die Biboul Darouiche um sich geschart hat. Neben Martin Scales, der mit seinem Gitarrenspiel für Höhepunkte sorgt, begeistert vor allem "Passport"-Keyboarder Michael Hornek immer wieder als außergewöhnlich wandlungsfähiger Multi-Instrumentalist. Es sind besondere Momente, wenn der Österreicher mit der einen Hand ein Percussion-Instrument spielt, während seine andere Hand über die Tasten der Keyboards fegt, er dazu auch noch in afrikanischer Sprache singt und im nächsten Moment die Rhythmus-Fraktion an der Hohlschlitztrommel unterstützt.

Das Publikum jubelt und spart auch am Ende nicht mit Zugaben forderndem Beifall. Absolut verdient.