treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet alltäglich von 16:00 bis Sperrstund ist.

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Frauen wollen nur das Eine & Öffi für alles...

Ungeheuerliches spielt sich im Wiener Wahlkampf ab. Ein Sujet der Grünen zeigt einen Mann, der übersät ist mit Kussmündern, also nur sein Gesicht. Dazu liest man den Slogan: „Ich bin Öffi für alles.“ Diese Plakat wurde nun beanstandet . Nicht wegen mangelnder Originalität, wie zu erwarten wäre, sondern wegen Sexismus. Und zwar von der so genannten Werbewatchgroup. Mit der originellen Begründung, der Slogan suggeriere, dass der Kussmundmann offen sei für sexuelle Abenteuer. Und dadurch fände eine Sexualisierung des Mannes an sich statt. Seltsam, dass ähnliche Assoziationen nicht auch bei Plakaten mit dem Bürgermeister aufkamen. Doch zurück zur Sexualisierung des Mannes. „Mann“ ist ja an sich bereits eine Geschlechtsbezeichnung und daher schwierig zu sexualisieren, also weiter zu vergeschlechtlichen.

Vermutlich meint die Watchgroup aber, es läge eine Diskriminierung des Mannes vor, der sich nicht gegen weibliche Küssmonster zu wehren vermochte. Vielleicht wurde er sogar in einem Auto dazu genötigt. Als logische Folge dieses traumatischen Erlebnisses schwor er sich auf die öffentlichen Verkehrsmittel ein. „Öffi für alles“, was für ein dadaistischer Hilferuf. Der Diminutiv als Symbol reduzierter Virilität, das Wort „Verkehr“ wird vermieden als posttraumatischer Reflex. Dennoch bleibt das Opfer auf subtile Art offen. Vielleicht liegt da das Problem des Sujets. Heißt das, wer für sexuelle Abenteuer offen ist, sollte nicht die Öffis benützen? Oder etwa für die Grünen Werbung machen. Möglich ist aber auch, dass die Werbewatchgroup einfach nur an Unterbeschäftigung leidet.
 

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