treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

DOCH. FÜR HEUTE GIBTS NOCH KARTEN FÜRS SOMMERKINO - AB 16:00 im TREIBHAUS

ab 16:00 werden nicht abgeholte karten vergeben. einen ausweis mitbringen, eine mailadresse & ordentlich in den opferstock spenden, bitte. danke. der eintritt ist frei - aber die veranstaltung kostet recht viel geld.

DOLCE ViTA. VOM SCHöNen LEBEN. GESCHICHTEN & MUSIK. EINTRiTT FREI*WiLLIG

für die konzerte & filme im zeughaus gibts platzkarten - die gibts aber nur online, hier auf www.treibhaus.at - die restln gibts am spieltag ab 16uhr im treibhaus. für konzerte im treibhaus gilt: der frühe vogel - il primo uccello...

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Genie und Wahnsinn

Günter Gräfenberg begeistert in Tankred Dorsts Stück „Ich, Feuerbach“ im Kellertheater mit schillernder Schauspielkunst.
Soviel ist schon zu Beginn klar: Dieser alte Schauspieler muss irgendwie ein seltsamer Vogel sein. Wie er etwa noch vor seinem Auftritt zusehends aufgebrachter nach Licht schreit, sich dann seinen Weg durch die Bühnentür sucht. Er soll Lettau vorsprechen, einem Regisseur, den er noch von früher kennt. Und das in seinem Alter, mit seiner Erfahrung, nach dieser Bühnenkarriere. Dem nicht genug: Lettau lässt sich vertreten. Es ist nur der Assistent da, ein junger, nur mäßig an ihm interessierter Mensch. Feuerbach ist irgendwie fassungslos. Zunächst kaspert er noch rum, demonstriert genüsslich, wie er einen einfachen Stuhl schauspielerisch zu nutzen versteht. Dann schießt er sich auf den Assistenten ein, beginnt einigermaßen süffisant dessen mögliche Schwachstellen auszuloten. Regisseur werde er keiner, dazu sei er viel zu schwach. Doch der Assistent scheint provokationsresistent, hält dagegen, dass er noch nie von ihm gehört habe, fängt selbst an, Fangfragen zu stellen, die den Alten zusehends in die Enge treiben. Irgendwann wird deutlich: dieser Feuerbach da redet und spielt um sein Leben. Das für ihn offensichtlich mit Bühne gleichzusetzen ist. Es hat zudem seine Gründe, warum er sieben Jahre sprichwörtlich weg vom Fenster war. Jene Bretter, welche die Welt bedeuten, sind zwar letztlich eine Fiktion, doch einmal in seiner Rolle gefangen, hält Feuerbach sie immer wieder für sicheren Boden. „Ich, Feuerstein“ von Tankred Dorst ist ein ebenso vielschichtiges wie zeitloses Stück über die Pathologie des Theaterlebens, die gnadenlose Konkurrenz, das ständige Buhlen um Anerkennung, die seelischen Achterbahnfahrten zwischen Hybris und Scheitern, das Abheben und Fallen, die omnipräsente Doppelbödigkeit, die lauernden Gefahren der Überidentifikation und des Selbstverlustes. Das hat etwas ebenso Tragisches wie Komisches. Florian Eisner, selbst ein erfahrener Schauspieler, hat dieses Stück, das 1986 seine Uraufführung erlebte, nun für das Kellertheater inszeniert und setzt dabei ganz auf seinen Protagonisten Günter Gräfenberg. Der spielt diesen Feuerbach mit einer Intensität und Verve, dass einem zuweilen nur noch der Mund offenbleibt. Sein Gegenspieler, verkörpert von Benjamin Lang, agiert hingegen mit erstaunlicher Gelassenheit, die überdrehten Selbstinszenierungen von Rollenanwärtern sind ihm bekannt, sind sie doch ebenso Teil des Spiels. Herrlich skurril auch Ayla Antheunisse, die mit einem Requisitenhund ins Geschäft kommen möchte. Eva Praxmarer konzentriert sich in ihrer Ausstattung indes auf einige wenige Basics. Denn sobald der Vorhang fällt, das Putzlicht angeht, ist Theater alles andere als glamourös.

​Wenn Feuerbach (G. Gräfenberg) sich in Rage spielt, geht man besser in Deckung. 

BERNARDA ALBA: AM ENDE IST SCHWEIGEN.

Irgendwie scheinen García Lorcas Stücke allesamt von einer längst vergangenen Zeit zu erzählen. Und gerade bei seiner Frauentragödie „Bernarda Albas Haus“ mag man sich hinterher durchaus fragen, welche Relevanz so ein Stück für unsere fast durchwegs…

Die Kleinstädter zue Innsprugg

Die Leobühne zeigt derzeit ein Lustspiel des populärsten Theaterautors der Goethe-Zeit. Diese Stadt ist theatermäßig immer wieder für Überraschungen gut. Wer in diesen Wochen mal etwas tiefer in die deutsche Literaturgeschichte eintauchen und sich dabei vor allem…

SPAMALOT. Nonsens der Extraklasse

Das Wichtigste vorweg: mal abgesehen davon, dass die Bühne sich nicht dreht und etwas breitmaulig wie im Cinemascope-Format präsentiert, an diese neuen Übergangs-Kammerspiele wird man sich schnell gewöhnt haben. Denn schon Außenfassade und Entree wirken auf…

Automatenbewegung. Eindrucksvoller Abgesang.

Mit einer Performance im Freien Theater und im Vierundeinzig läutete der Vorbrenner die Theatersaison ein. Als 3-tägiges Fest der Maschinen haben Andreas Pronegg und Ekehardt Rainalter ihr Programm für den diesjährigen Herbst-Vorbrenner im Freien Theater Innsbruck…

cclibera. telfs. die erste. ‚fliegende hitzen’.

ja, es ist sommer. mit zuweilen sogar treibhaushitzen. die nächste rollt grad wieder an. da pausiert die weltstadt. zumindest im theaterbereich. dafür ist jetzt die renommierte kulturhochburg dran. nein, das soll fürwahr keine verunglimpfung sein. so was fiele mit verlaub weder der…