DER TREIBHAUS*KONZERT*PASS SOMMER '26 - UM 44€30 - EINE REISE UM DiE WELT
den Treibhaus*Sommer*Paß - gültig ab 4.5. bis 23.9.'26 - als hausmittel gegen fernweh & fast-frei-fahr-schein für eine musikalische weltreise gibts hier im inter-netz. oder im treibhaus - gegen bares - an der bar.
Ein guter Titel sagt oft mehr über eine Angelegenheit als das Programm. In Innsbruck gibt es seit Jahrzehnten sogenannte Wochenendgespräche, mittlerweile hat sich der Bindestrich so in das Wort platziert, daß der wahre Sinn aufkommt: Eine halbe Woche lang soll über das Ende von Gesprächen diskutiert werden. Auch heuer gab es wieder zwei Gruppen von Dichtern. Die einen, die gar nicht hingegangen sind, und die anderen, denen beim Gespräch das fade Auge herausgehangen ist. Der Grund für diese Fadesse ist einleuchtend. Was soll einen normalen Menschen bewegen, sich zu einer Zeit, wo normale Menschen arbeiten müssen, in einen unbequemen Kreis im Foyer des Landestheaters zu setzen, und zu warten, bis jemand ein Thema ausgibt, das einen dann vom Sessel reißt. Das Thema heuer war wieder umwerfend, die Vergangenheit und die Gegenwart sollten aufeinanderprallen, haben sich aber anständig die Hand gegeben und sich mit artigen Floskeln vertschüsst. Das muß man sich bildlich vorstellen. Während das Thema hinausgeht an die Bar und einen hinuntergluckst, hocken in offizieller Steife die sogenannten Thementräger im Kreis und schauen sich wohlwollend an. Was können wir daraus lernen? – Wenn ich abgekoppelt von Raum und Zeit ein Thema diskutieren will, kriege ich nur eine von Raum und Zeit abgekoppelte Diskussion. Dichter, die endlos Zeit haben, diskutieren dann auch endlos über das Ende von Zeit. Die Wochenendgespräche sind also ein Zeitvertreib für Dichter, die unendlich Zeit haben. Da alles völlig losgelöst von der Realität abläuft, ist es zwar ein schönes Glasperlenspiel, aber schon beim Hinausgehen der Dichter aus dem Foyer haut der Innsbrucker Föhn alle Gedanken über den Haufen und bläst das Thema über die Häuser, wie man in Wien zu sagen pflegt.
Je weiter der Kapitalismus voranschreitet, umso mehr klumpt sich der Besitz um ein paar Wenige zusammen. Die Habenichtse müssen eben sehen, wo sie bleiben. Zum Trost für sie: Den Scheiß, den der Kapitalismus meistens anbietet, muss man nicht einmal als Hartz-Vier-Mensch (Tier?) besitzen.Als…
Wenn der Bus vorne beschriftet ist und nach Telfs oder Schwaz fährt, wohin fährt dann der Anhänger? Und warum ist er nicht ebenfalls beschriftet? Und warum sitzt nie jemand drin im Anhänger?Der Verfasser dieses Problems ist meist ein Schweizer, heißt nach Möglichkeit Jakob oder Urs und hat…
Was ein guter Körper ist, schreit Tag und Nacht nach eincremen. Bislang ist man sich nur in pervers ausgeleuchteten Seitenkammern des Lebens mit der Creme ins Gesicht oder zwischen die Beine gefahren. Jüngster Trend jedoch ist das Eincremen von Primär- und Sekundärgenitalien in den…
Das Rasenmähen gilt als das letzte Abenteuer. Man kann dabei die Finger verlieren, wenn man dann doch unten hinein greift, weil sich das Gras am Propeller verwickelt hat.Gerade das doofe Nebenerwerbsgras der Zweitwohnsitze ist völlig widerborstig, weil es sinnlos ist und ständig von zu hartem…
Manche Tibeter fangen zu weinen an, wenn der Name Dalai Lama fällt, und beklagen ihr Schicksal in China, dass sie nicht zu seiner Heiligkeit reisen dürfen.Seit der Dalai Lama von Tibet ausziehen musste werde ich etwa gleich lang in Tirol von einer Arschloch-Partei drangsaliert. Sechzig Jahre lang…
An der Endstation des 13 A in der Wiener Skodagasse hat der Lenker noch Zeit für eine Zigarette und liest nebenher in einem E-Book. Die modernen E-Books sind so raffiniert abgeschattet, dass man sie im Freien vor einem Bus stehend lesen kann.Die Menschen rasen mit dem schnell geklebten Schuhwerk…
Wegen seiner jahrzehntelangen Lärmentwicklung wird der Innsbrucker Flughafendirektor von den Lärm-Geplagten „Düse“ genannt. Jetzt tritt die Düse ab, nicht ohne noch einmal mit einem lauten Interview Geräusch zu machen.„Der Flughafen Innsbruck ist an seinen Grenzen angelangt und wird…
Ein kluges Buch wendet sich an die Intelligenz des Lesers und bietet so nebenbei seine Freundschaft an. Wenn das Buch als abgerissener Konsumartikel mit der Brechstange der Werbesemantik auftritt, wird man als Leser vorsichtig.Bernhard Aichner hat mit seiner „Totenfrau“ einen…
Manche Gesichter entwickeln ihre volle Werbe-Tragkraft erst, wenn man sie beim Scheißen zeigt. Dieses befreiende Grinsen einer von einem Produkt herunter glotzenden gequälten Seele ermuntert üblicherweise zum Kauf dieses Tiegels oder jener Dose, denn wenn auch alles sinnlos ist, so erlöst doch…
Rekonvaleszente treibt man im Frühjahr mit dem Rollator ins Freie hinaus, damit sie etwas Luft kriegen nach dem Winter und ein wenig die Witterung spüren auf der Haut.Diese kaputten Typen latschen dann verloren in der Umgebung herum, die sie nicht mehr authentisch spüren, weil sie längst in die…