treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

DOCH. FÜR HEUTE GIBTS NOCH KARTEN FÜRS SOMMERKINO - AB 16:00 im TREIBHAUS

ab 16:00 werden nicht abgeholte karten vergeben. einen ausweis mitbringen, eine mailadresse & ordentlich in den opferstock spenden, bitte. danke. der eintritt ist frei - aber die veranstaltung kostet recht viel geld.

DOLCE ViTA. VOM SCHöNen LEBEN. GESCHICHTEN & MUSIK. EINTRiTT FREI*WiLLIG

für die konzerte & filme im zeughaus gibts platzkarten - die gibts aber nur online, hier auf www.treibhaus.at - die restln gibts am spieltag ab 16uhr im treibhaus. für konzerte im treibhaus gilt: der frühe vogel - il primo uccello...

item

Spannungs-Bogen mit Klassikern

Das BogenTheater präsentiert sich selbstbewusst mit Woody Allens Kultstück „Spiel´s nochmal, Sam“ und der Eigenproduktion „Romeo und Julia“.
An Selbstbewusstsein und Tatendrang mangelt es den BogenTheater-Leuten wahrlich nicht. Nach „Central Park West“ im Frühjahr letzten Jahres wagten sie sich mit „Spiel´s nochmal, Sam“ im Herbst bereits an den nächsten Woody Allen. Noch dazu an einen, bei dem sich der berühmteste Stadtneurotiker aller Zeiten seine Hauptrolle quasi selbst auf den Leib schrieb. Das birgt für jedwede Inszenierung Gefahren, ganz gleich ob nun Profis oder Amateure auf der Bühne stehen. Denn die Fallhöhe ist angesichts einer Vorlage, die sich längst ins kollektive Bewusstsein eingebrannt hat, schon einigermaßen hoch. Doch davon haben sich Stephanie Larcher-Senn und Eva Pfister in ihrer Inszenierung nicht wirklich beirren lassen. Ganz im Gegenteil: sie machen sich vielmehr die ohnehin übermächtigen Bilder zunutze. Folglich trägt ihr Hauptdarsteller Bruno Graber eine mächtig auffällige Brille und müht sich auch sonst redlich um jene komische Verzweiflung, mit der Allen die Figur des Filmkritikers Allan Felix angelegt hatte. Das ist natürlich alles andere als ein Kinderspiel. Denn dieses pausenlose Hin- und Herschwingen zwischen weinerlichem Selbstmitleid, kindlicher Ratlosigkeit und geradezu grotesker Selbstüberschätzung ist ein Drahtseilakt. Auch wenn im Zusammenspiel nicht jede Pointe wirklich aufgeht, das BogenTheater-Publikum war von der Dynamik und Spielfreude des Ensembles zurecht restlos begeistert. Und die letzten beiden Vorstellungen in dieser Woche sind daher wenig verwunderlich bereits seit geraumer Zeit ausverkauft.

Auch in ihrer aktuellen Eigenproduktion, dem Krimistück „Romeo und Julia“, halten sich die beiden Autorinnen und Regisseurinnen Julia Kotter und Magdalena Nicolussi Castellan zunächst an den gleichnamigen Shakespeare-Klassiker. Doch der dient dieses Mal lediglich dazu, einen Rahmen zu spannen, für ein Stück im Stück sozusagen. Ein Theaterensemble spielt gerade die berühmte fünfte Szene, in der sich Romeo und Julia beim Maskenball im Saal der Capulets das erste Mal begegnen, als plötzlich ein gellender Schrei die Darbietung jäh beendet. Raffael, der Darsteller von Tybalt, ist hinter den Kulissen mit Schaum vorm Mund tot zusammengebrochen. Ein Mord scheint naheliegend. Damit fallen zwar die Masken und Umhänge der Shakespeare-Inszenierung, doch dahinter werden relativ schnell weitere Maskeraden sichtbar. Jeder im Ensemble hat, wie es scheint, sein Geheimnis und ein mögliches Motiv. Die Art und Weise, wie Kotter und Nicolussi-Kastellan diesen zweiten eigentlichen „Maskenfall“ ihrer Figuren nun in ihrem Krimistück vorantreiben, deren Geschichten, Abgründe, Lebenslügen sukzessive lüften, ist zwar durchaus klassisch, aber nicht minder faszinierend. Der Spannungsbogen hält jedenfalls bis zum finalen Black, nicht zuletzt auch dank eines sehr konzentrierten und hochmotivierten Ensembles.


Erst gibt man den Maskenball in Shakespeares „Romeo und Julia“, dann fallen die Masken der Schauspieler im gleichnamigen Krimistück.

Auch im BogenTheater ein Renner: Woody Allens-Kultstück „Spiel´s noch mal Sam“ 

Genie und Wahnsinn

Günter Gräfenberg begeistert in Tankred Dorsts Stück „Ich, Feuerbach“ im Kellertheater mit schillernder Schauspielkunst. Soviel ist schon zu Beginn klar: Dieser alte Schauspieler muss irgendwie ein seltsamer Vogel sein. Wie er etwa noch vor seinem Auftritt zusehends…

Zeitlos ernüchternd: Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“

Das Große Haus des TLT startete mit einem Klassiker des letzten Jahrhunderts ins neue Jahr. Konjunktur für eine Leiche: Das ist der Deal, den sich Milliardärin Claire Zachanassian als Rache oder Vergeltung für das Kaff ihrer Herkunft ausgedacht hat. Wenn die Güllener die…

Spannungs-Bogen mit Klassikern

Das BogenTheater präsentiert sich selbstbewusst mit Woody Allens Kultstück „Spiel´s nochmal, Sam“ und der Eigenproduktion „Romeo und Julia“. An Selbstbewusstsein und Tatendrang mangelt es den BogenTheater-Leuten wahrlich nicht. Nach „Central Park…

Johannes Gabl. Lachschlager im Keller wie im Turm.

Sowohl das Feinripp-Ensemble im Treibhaus wie Glattauers „Wunderübung“ im Kellertheater sorgen derzeit für Begeisterungsstürme Wenn es läuft, dann läuft´s. Das wird sich derzeit wohl auch Johannes Gabl denken, hat er doch in beiden Lachschlagern dieser…

Als Frau im Bann der Geschichte

Das Kammerspiel ‚Maultasch’ des Pitztalers Martin Plattner, das Sonntag im neuen K2 in der Werkstatt seine Uraufführung erlebte, ist ein atemberaubendes Meisterwerk. Letzte Woche galt für Premierengeher/innen mal wieder der alte Spruch: Entweder es passiert nix oder alles…

Performance Tanz Poesie / OFFTANZ tirol

Die neueste Produktion von OFFTANZTIROL (vormals Tanz 41) Tanz, Performance, Poesie: So lautet der Titel des aktuellen und Genre übergreifenden Tanzprojektes von OFFTANZTIROL (vormals Tanz 41), bei dem Eva Müller, Paolo Baccarani und Benito Marcelino gemeinsam mit mir als Autorin drei…

Von Schönheit verführt

Mit seiner opulent angelegten Peer Gynt-Adaption im Großen Haus gelingt Enrique Gasa Valga erneut ein Publikumshit Keine Frage: Dieser Mann weiß, was sein Publikum glücklich macht. Nichts weniger als das scheint Enrique Gasa Valgas Anspruch zu sein. Und auch mit seinem neuesten…

Weihnachten in der Mäuse-WG

Das aktuelle Kinderstück des TLT ‚Anton – das Mäusemusical’ wirft einen hinreißend verschmitzten Blick unter ein Wohnzimmersofa. Eines ist ziemlich sicher: Nicht nur Menschen mit latentem oder ausgeprägtem Putzfimmel werden nach diesem Stück umgehend…

Ver-rückte Wahrnehmung

Das Kellertheater eröffnete seine Saison mit einem meisterhaften Stück über Verdacht und Zweifel. Eines muss man Kellertheater-Chef Manfred Schild lassen: er hat einen überaus guten Riecher für atmosphärisch dichte kammerspielartige Stücke. Und er schaut sich…

Das Leben, ein fatales Spiel

Westbahntheater Jean Paul Sartre: Das Spiel ist aus. Zuletzt ist man fast ein wenig ratlos. Hätten die beiden, die vom Schicksal füreinander bestimmt waren, sich wirklich nur auf sich selbst, sprich ihre Liebe konzentrieren sollen? Reicht das für ein sinnerfülltes Leben? Ist…