treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

JOSEPH BOWIE l DEFUNKT

Sind Defunkt nun die beste Funk-Band der Welt? zum 35jährigen Bandjubiläum beantwortet Joe Bowie die alte Frage in Original-besetzung.

Die Kult Band aus den 80 und 90igern "DEFUNKT" aus den USA plant aus Anlass ihres 35 jährigen Bestehens eine Europa Tour und wird im Verlaufe des Jahres auch auf einigen Festivals und  ausgewählten Clubs zu sehen sein.
Auf der Bühne stehen wird die Band in Ur-Besetzung, mit Joe Bowie, Kim Clarke, Kenny Martin, Bill Bickford, Ronny Drayton und John Mulkerin. Diese Band verspricht die Rock & Funk Sensation 2013 zu werden. "Back to the Roots of Defunkt" - kompromissloser Rock & Funk der härteren Gangart.„Defunkt“ klingen immer noch so nervös, hektisch, großstädtisch wie in den Anfangsjahren und im Mittelpunkt: Joseph Bowie. Wenn dieser charismatische Musiker und Entertainer einmal loslegt, lösen sich jegliche Kategorien in Luft auf. Übrig bleibt Musik von mitreißender Energie – wie der hektisch-nervöse, vom Funk geprägte Pulsschlag New Yorks.

35th Anniversary Tour
Joe Bowie (tb)
Bill Bickford (g)
Ronny Drayton (g)
John Mulkerin (tp)
Kim Clarke (b)
Kenny Martin (dr)

Defunkt wurde Ende der Siebziger Jahre in New York City gegründet, zählte von Beginn an zu den führenden Funk Jazz Bands Amerikas und haben solche Megabands wie die Red Hot Chilli Peppers oder Living Colour maßgebend beeinflusst. Unter dem Namen "Joe Bowie and the Defunked" begann die Karriere Joseph Bowies im New Yorker Sqat Theater. Die Musiker für seine Band hatte er aus der Gruppe The Blacks aus dem Umfeld des No-Wave-Protagonisten James Chance rekrutiert. Sehr schnell avancierten sie zum Geheimtipp und erwarben sich den Ruf einer Live-Attraktion. Am Anfang stand der Free Jazz neben dem Funk, Rock Riffs neben Improvisationen, wurden ironische Rückgriffe auf Rockmusik Klassiker etwa von Prince oder dem simplen 12-Takte Blues getätigt. Im Zentrum stand jedoch immer ein energischer, virtuos gespielter Funk, leidenschaftlich und attraktiv verantwortet u.a. durch die Bassistin Kim Clarke. Im Kern bestand die Band aus Joe Bowie (Posaune), Kim Clarke (Bass), Ronnie Drayton (Gitarre), Bill Bickford (Gitarre) John Mulkerin (Trompete) und Kenny Martin (Schlagzeug).

Damit zählte Defunkt zu den ersten Bands, die verschiedenste Musikstile mit dem Funk zusammenführten. Mit bekannten Kollegen, wie James Brown, David Burne oder den Talking Heads wurden 15 Alben in verschiedensten Besetzungen, mit unterschiedlichsten Sounds und Inhalten veröffentlicht. Hervorzuheben sind vor allem "Defunkt" (1982), "Thermonuclear Sweat" (1982), "Live at the Knitting Factory" (1994) oder "Cum Funky" (1994), bei der auch Joe Bowies Brüder Lester Bowie (Trompete) und Byron Bowie (Saxophon) beteiligt waren.

Einflüsse aus R&B, Soul, Funk & Jazz oder gar berauschende Pop-Sounds kreierten ihren unnachahmlichen Sound der 90iger Jahre. Die Band war Sprungbrett für eine Vielzahl von Musikern, wie Vernon Reid von Living Colour, Melvin Gibbs, Kelvin Bell, Ronnie Burrage, Ronny Drayton oder Alex Harding.

Defunkt spielte auf einflussreichen Jazz - und Rock Festivals, regelmäßig in den einflussreichsten Jazz Klubs Europas und ist vor allem für furiose, mitreißende und schweißtreibende Konzerte bekannt, in der sich die Musiker oft in einen Rausch spielten, der in kürzester Zeit, wie ein Funke auf das Publikum übersprang.




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The story of Defunkt has reached 25 years. This punk-funk-jazz unit born in 1978 in New York City merged avant-garde with rocking, funky grooves. Over this period the band made 15 recordings on various independent labels and traveled throughout the world sharing the stage with countless numbers of popular artists including James Brown, David Burne and Talking Heads, The Clash, Hans & Candy Dulfer, Isaac Hayes, Prince, Larry Graham, Michelle N’dChello, Maceo Parker and countless others.


Defunkt is the first band to make a real fusion of popular and extreme music styles, also pioneers in early stages of rap music in the early 80’s. The band uncharacteristically has from the beginning performed at Jazz Festivals as well as Rock & Soul venues throughout the world, gaining cult like respect from musicians and underground music aficionados worldwide. Defunkt has never gained huge commercial success due to unwillingness to compromise creativity and musical uniqueness and integrity for popular acclaim. The message of Defunkt has always been intended to be a “light” for the people in darkness, not a sedative for world sickness. The lyrics have always remained provocative and thought inspiring. Even in the ‘dark ages’ of Defunkt while struggling with drug addiction, lyrics focused on political awareness and issues of human suffering, perhaps making this musical blend unattractive to major record labels.


As the musical journey progressed and Buddhism entered the consciousness of Defunkt, the focus on community issues, family & humanity struggles, have become more of a priority than ever. The focus and uniqueness of this powerful, groovy Defunkt style of music has continued to grow and evolve in spite of the lack of commercial success. It is apparent now that this was a blessing in disguise, because we were able to stay grounded and connected to the realities of the humanity of all people. This has allowed us to mature to an amazing musical and spiritual level. Defunkt is intent on composing and performing with great integrity, while keeping an open communication with reality and all humanity. We draw energy and inspiration from the experiences of all people, especially the children, who are responsible for the care of our future. We want to encourage learning and creativity as well as spiritual development which will nourish our nature of compassion which is vital in the understanding we must obtain to live together in the world, free from war, hate and destruction.

The music of Defunkt is a medicine for the suffering humanity, a pathway for the funky emancipation of your soul, and a mirror to expose your demons of insecurity. Open your eyes and ears and this burning fire of sound will help you get moving on the way to a fulfilling and positive life. “Make Humanity a Priority”


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AUS DEM ROCKLEXIKON

Defunkt, amerikanische Funk-Formation um den Posaunisten Joseph Bowie, 1978 in New York im Umfeld von No-Wave und Free Funk entstanden.

Biografie

Joseph Bowie (* 1953) jüngerer Bruder des Trompeters Lester Bowie, war in der Black Artists Group in St. Louis unter anderem mit den Saxofonisten Oliver Lake, Julius Hemphill und Luther Thomas zusammen gekommen und hatte erste Erfahrungen im avantgardistischen Jazz gesammelt. Nach einem kurzen Aufenthalt in paris 1972 traf er 1973, nunmehr in New York, mit dem Schlagzeuger Bob Shaw, eigentlich Charles Shaw, zusammen und gründete mit ihm gemeinsam das Human Arts Ensemble; parallele dazu spielte er mit Henry Threadgill und Philip Wilson in deren New York All-Star Blues Band.
1978 gründete Bowie die Formation Joe Bowie and the Defunked. Die Musiker für seine Band hatte er aus der Gruppe The Blacks aus dem Umfeld des No-Wave-Protagonisten James Chance rekrutiert.
Mit den ersten Auftritten im New Yorker Squat Theatre, erwarb sich die lose Truppe um den quirligen Posaunisten den Ruf einer Konzert-Attraktion. So war Bowie auch der Rahmen, den die Zusammenarbeit mit James Chance und dessen Contortions, die er 1981 versuchte, bald zu eng. Bei Defunkt stand Free Jazz neben Funk, Rock-Riffs neben Improvisationen, ironische Rückgriffe auf Rockmusik etwa von Prince (»Knuckle Sandwich«) oder vermeintlich simpler 12-Takt-Blues (»Blues«). Im Zentrum stand aber immer ein energischer, virtuos gespielter Funk, für dessen Attraktivität die Bassistin der Gruppe, Kim Clarke, jahrelang verantwortlich war.
Defunkt, wie die Gruppe bald nur noch hieß, war das Sprungbrett für eine Vielzahl von Musikern, darunter der Gitarrist Vernon Reid (Living Colour), der Bassist Melvin Gibbs und der Saxophonist Luther Thomas. 2001 vergrößerte Bowie seine Gruppe zur Big Band, deren Leitung er aber seinem Bruder Byron Bowie übertrug. Im Kern besteht die Gruppe aus Bowie (Posaune), Kim Clarke (Bass), Ronnie Drayton (Gitarre), Bill Bickford (Gitarre) John Mulkerin (Trompete) und Kenny Martin (Schlagzeug).
Defunkt ist vor allem für furiose, mitreißende Konzerte bekannt. Dennoch entstanden im Laufe der Jahrzehnte eine Reihe von Platten und CDs, von denen besonders »Defunkt« (1982), »Thermonuclear Sweat« (1982), »Live at the Knitting Factory« (1994) und »Cum Funky« (1994) zu nennen sind, an letzterer CD waren auch Joe Bowies Brüder Lester Bowie (Trompete) und Byron Bowie (Saxophon) beteiligt.