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JESTOFUNK

DIE GÖTTER DES SOULY-FUNKFOOD-ACID-JAZZ

Begonnen hat alles 1992, als im italienischen Ravenna Claudio „Mozart“ Rispoli, DJ Blade und Kekko Farias mit den Arbeiten an ihrem neuen Studioprojekt begannen. Das Album „I’m Gonna Love You“ erreichte in ihrer Heimat schnell Kultstatus und mit dem 1993 erschienen Werk „Say It Again“ wurde die Dance-Szene auch außerhalb Italiens auf die Werke der Drei aufmerksam.
„Love In A Black Dimension“ erschien. Dabei wurden die drei Italiener vom ex – J.Bs – Posaunisten Fred Wesley und dem US Amerikaner Ce Ce Rogers an den Vocals unterstützt. Mit diesem Album gelang Jestofunk der perfekte Spagat zwischen Soul, Funk und House. Treibende Dancebeats aus dem Computer, jazzige Bläserpassagen und eine soulige Stimme von Ce Ce Rogers vereinen sich im Zeichen des schweißtreibenden Groove. Oberstes Gebot ihrer Musik ist deren Tanz-Tauglichkeit. „Love in A Black Dimension“ ist mittlerweile eine Klassiker des Acid Jazz und die Hits „The Ghetto“ und „Say It Again“ garantieren auch heute noch volle Tanzflächen.

Jestofunk sind drei italienische DJs, die sich verschiedene Gastmusiker zu ihren Stuiosessions und Live-Auftritten holen. Das musikalische Konzept entspricht dem der Besetzung: House/Dance-Grooves verschmelzt die Band mit handgemachtem Soul und Funk zu Acid-Jazz. Dabei entsteht eine Tanzmusik, die durch die tatsächlich gespielten Instrumente viel mehr "Leben" erhält, als rein elektronischen Tracks.
Zu Beginn der 90er Jahre treffen sich die drei, bereits in der italienischen House-Szene, bekannten DJs Glaudio 'MozArt' Rispoli, Francesco Farias und Blade in ihrer gemeinsamen Heimatstadt Ravenna. Sie wollen die Urspünge des House mit der aktuellen Musik wieder zusammen bringen. Zunächst erscheint 1992 die Single "I'm Gonna Love You", die nicht nur in italienischen Clubs einschlägt, sondern die auch der angelsächsische Kulturkreis gut annimmt. In den nächsten Jahren veröffentlichen die Italiener noch zwei weiter Singles " Say It Again" und "Can We Live", die ebenfalls auf den Tanzfächen für Bewegung sorgen.
Vermutlich durch den Erfolg der drei Stücke ermutigt, stellen sie eine ganze Langspielplatte zusammen, welche 1994 erscheint. Und ebenso wie die drei Singles verkauft sich "Love In A Black Dimension" gut. Danach lassen sich die DJs mit einem neuen Album sehr viel Zeit. 1997 erscheint das Album "Remixes", was, wie der Name schon sagt, nur bearbeitete Stücke enthält. Anfang 1998 folgt dann die zweite CD ("Universal Mother") mit eigenem Songmaterial. Als besondere Gäste sind Vokalist Ce Ce Rogers, Fred Wesley und Jocelyn Brown auf dem Album zu hören.

Der Stil von Jestofunk ist mit diesen beiden CDs klar abgesteckt. Er bewegt sich zwischen sehr stark am House orientierten Beats und fast schon traditionellem Funk. Das heißt zum einen hört man die durchlaufende Bassdrum und eine, das ganze Stück sich nicht verändernde treibende Basslinie. Bei diesen Stücken ist der Anteil der vom Computer gesteuerten Instrumente recht groß. Doch immer sind auch vom Menschen gespielte Instrument in Form eines Solos, Perkussion oder Gesang zu hören ("I'm Gonna Love You" oder "Spezial Love"). Dadurch erhalten die Lieder Struktur und leben nicht nur von dem Dazugeben oder Ausblenden der Instrumente. Natürlich sind auch Mischformen vorhanden bei denen die DJs beispielsweise ein Saxophonsolo auseinanderschneiden und neu in das Stück einsetzen. Zum anderen sind bei den Funkstücken die Anteile der vom Menschen gespielten Stimmen sehr groß, wobei auch hier viel am Computer nachbearbeitet wird. Die Grooves sind langsamer und enthalten mehr Synkopen und so ist es auch passend bei dem Stück "If You've Got It, You'll Get It" die Funklegende Fred Wesley an die Posaune zu bitten. Daneben erscheinen gelegentlich noch weitere musikalische Einflüsse. So kann man den ein oder anderen Trip Hop-Groove gepaart mit esoterischen Jazzrock-Akkorden vernehmen oder eine Offbeat-Reggae-Gitarre bringt etwas jamaikanische Abwechslung hinein.