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BEN WILLIAMS

Bassisten mögen ja schon geraume Zeit der Rolle des reinen Rhythmusknechts entwachsen sein. Doch wirklich ins Rampenlicht schaffen es immer noch nur absolute Ausnahmetalente. Ein solches ist, da sind sich die Fachleute einig, der 30-jährige Ben Williams aus Washington, der 2009 den Bassisten-Wettbewerb des Thelonious Monk Institute gewann. Seine Kompositionen haben allemal das Zeug, eines Tages den Katalog der Jazzstandards zu bereichern. Wie so viele Jazzmusiker seiner Generation legt sich Williams keine stilistischen Grenzen auf, sondern verarbeitet unterschiedlichste Einflüsse. Von Funk über hypnotische westafrikanische Grooves bis hin zum Soul-Jazz.

Ben Williams: bass,
Marcus Strickland: tenor-, alto-, soprano saxophone,
Christian Sands: piano, keyboards,
Matt Stevens: guitar,
John Davis: drums

Die besten Bands haben immer etwas, das man nicht erzwingen kann: musikalischen Scharfsinn und die Bereitschaft durch Musik zu kommunizieren. Genau das ist es auch, was “Coming Of Age”, das zweite Soloalbum des Bassisten Ben Williams, ausmacht. Das Album spiegelt den Sound eines Musikers wider, der eine wirkliche, tiefgehende Beziehung zu einigen der besten jungen Kollegen der New Yorker Szene unterhält.

Nachdem er 2009 den angesehenen Wettbewerb des Thelonious Monk Institute gewonnen hatte, machte sich Williams mit Feuereifer daran, das damals gegebene “jugendliche Versprechen” einzulösen. 2011 legte Williams mit “State of Art” sein Debütalbum vor, das hervorragende Kritiken erhielt. Im Anschluss an die Veröffentlichung tourte er mit seiner Band Sound Effect kreuz und quer durch die Welt. Und er schaffte es, den heftig umworbenen Platz des Bassisten in Pat Methenys Unity Band zu ergattern. “Bens Zugang zur Musik ist von Furchtlosigkeit und Offenheit geprägt”, lobt Metheny Williams. “Das ist eine wunderbare Kombination von Fähigkeiten.” Als Mitglied des fabelhaften NEXT Collective zeigte er bereits 2013 sein großes Können, er kann in einem Atemzug mit dem Trompeter Christian Scott genannt werden.



Coming Of Age ist das zweite Album des international gefeierten Bassisten Ben Williams als Bandleader. Sein neues Werk reflektiert seine vielfältigen musikalischen Interessen, wie
auch sein beständiges Wachstum als Musiker, Improvisator und Komponist. "Es ist eine Fortsetzung des Albums State of Art in vielerlei Hinsicht ", sagt Williams, um jedoch zu ergänzen: "spiegelt meine neue Musik besser, wo ich mich aktuell auf meiner Reise befinde. Ich bin als Komponist gereift und bin nun besser in der Lage, meine Ideen meinen Fans und hoffentlich einem neuen Publikum zu vermitteln."
Der Veröffentlichung von State of the Art von Concord Records im Jahr 2011 folgt nun 2015 Coming of Age. Williams Karriere als Musiker bezieht ihre Dynamik aus der wachsenden Erkenntnis, dass er einer der wichtigsten neuen Stimmen der zeitgenössischen Musik darstellt. Im Jahr 2005 erzielte er den ersten Platz in der Jazz-Kategorie des Wettbewerbs der International Society of Bassists und gewann vier Jahre später, 2009, die Thelonious Monk International Bass Competition. Williams wurde darüber hinaus im Zuge der 16th Annual Jazz Journalist Association Jazz Awards als Upcoming Artist ausgezeichnet. 2013 folgten die nächsten Anerkennungen seines Talents, als er den 61st Annual Down Beat Critics Poll Award als Rising Star in der Kategorie Bass erhielt; wie auch den Michigan State University Young Alumni of the Year Award.

Ben Williams hat sich jedoch nicht auf seinen Lorbeeren ausgeruht. Er gründete und tourte mit seiner eigenen Band, "Ben Williams and Sound Effect" im Jahr 2011. In seiner bisher relativ kurzen Karriere arbeitete Williams bereits mit einer Reihe von historisch namhaften und wichtigen Künstlern wie George Benson, Terence Blanchard, Benny Golson, Herbie Hancock, Stefon Harris, Wynton Marsalis, Pat Metheny und Jacky Terrasson.

2013 war ein besonderes Jahr für Williams. Er wurde von Concord Records als Teil des "rising star project" vorgestellt und gewann als Mitglied der Pat Metheny Unity Band einen Grammy für das beste Instrumental Jazz Album. Williams ist auch auf Methenys neuester Aufnahme, „Kin“, und fährt fort sich seine Sporen zu verdienen. "Pat hat einen großen Einfluss auf mein Schreiben und Arranging. Er ist einer der größten lebenden Komponisten. Ihn „hinter den Kulissen“ arbeiten zu sehen ist einfach unglaublich erstaunlich. Er ist ein Genie in jedem Aspekt. Er versteht jemanden über seine bisher gedachten Grenzen hinaus zu motivieren"
"Coming of Age“ ist ein Spiegelbild meines Wachstums nicht nur als Künstler, sondern auch als Mensch. Dieses neue Material stellt die Veränderungen in meinem Leben nach innen und außen hin dar. Es ist auch ein Statement dafür, wie meine musikalische Generation gewachsen ist, und wie ich und meine Kollegen als Individuen und auch als Gemeinschaft sich entwickelt haben. "
 

Die besondere Bedeutung, die die jährlichen Wettbewerbe des Thelonious Monk Institute für den Jazz haben, kann man leicht an der Liste der bisherigen Gewinner ablesen. Die Sieger der letzten Jahre, wie etwa die Pianisten Tigran Hamasyan und Kris Bowers oder Trompeter Ambrose Akinmusire, haben dem Jazz mittlerweile ein frisches Gesicht verliehen und treiben die Entwicklung dieser Musik ohne Scheuklappen voran. Dass sie heute in der "ersten Liga" spielen, zeugt vom Sachverstand der Wettbewerbsjurys. Als Ben Williams 2009 den Bassisten-Wettbewerb gewann, war sie mit Ron Carter, Charlie Haden, Dave Holland, Robert Hurst, Christian McBride und John Patitucci besetzt. Namhaftere Jazzbassisten hätte man kaum finden können. "Meine Karriere als Bandleader und Komponist begann in dem Augenblick, als ich den Wettbewerb gewann", sagt Ben Williams. "Ich hatte diese Gelegenheit, eine wirkliche musikalische Aussage zu machen - mehr noch: ich hatte auch eine Verpflichtung, dies zu tun." Mit seinem zweiten Soloalbum "Coming Of Age" unterstreicht Williams, wie ernst er diese Verpflichtung nimmt. "Erwachsenwerden" (denn so ist der Titel des neuen Albums zu übersetzen) bedeutet für den 30-jährigen Williams nicht nur eine aktive Rolle unter seinen Jazzkollegen einzunehmen, sondern auch eine zentrale Rolle in der Musikwelt im Allgemeinen zu spielen. "Bens Zugang zur Musik ist von Furchtlosigkeit und Offenheit geprägt", lobt Pat Metheny, in dessen Band Williams den heftig umworbenen Platz des Bassisten ergattern konnte. 
"Das ist eine wunderbare Kombination von Fähigkeiten."

Ben Williams beweist mit "Coming Of Age" seine Vielfältigkeit 

Ausgesprochen mutig und stilistisch aufgeschlossen präsentiert er sich nun auch auf "Coming Of Age". Eine Reihe von Stücken sind eine Reaktion auf die heutige Politik und aktuelle Ereignisse. So setzt er sich in dem martialischen Song "Toy Soldiers" mit den Opfern von Kriegen auseinander oder im aufbauenden "Strength And Beauty" mit dem Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School. Dem guten Beispiel Miles Davis' folgend, ermuntert Williams auch die Mitglieder seiner Band, im Studio selbst zu komponieren. Für die Rhythm'n'Blues-Nummer "Voice Of Freedom (For Mandela)" tat er sich zunächst mit der Sängerin und Songschreiberin Goapele zusammen. Bei der Einspielung im Studio schuf Saxophonist Marcus Strickland dann aus dem Stegreif ein Bläserarrangement, dessen sonnige Harmonien an südafrikanische Chöre erinnern. Andere Kompositionen reflektieren respektvoll die musikalische Vergangenheit. Die treibenden Samba-Rhythmen von "Forecast" sind eine Hommage an die Jazz-Fusion-Band Weather Report. "In Half Steppin'" erinnert Williams ungemein agiles Spiel auf dem bundlosen E-Bass an Jaco Pastorius und seinen Klassiker "Teen Town". Und dann ist da auch noch Ben Willimas' außergewöhnliche Solo-Performance von Nirvanas "Smells Like Teen Spirit" auf dem Kontrabass. Spätestens hier wird einem klar, dass die Zukunft des Jazz bei Musikern wie Ben Williams zweifellos in den besten Händen liegt.