treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

JENSEITS VOM CHRISTKINDLMARKT // DER neue TREIBHAUS-PASS // & MORE.

Den Treibhaus-Konzert-Paß (gilt bis 30.6.'20) oder Eintrittskarten als erlesene Genschenks-Papiere: das Winter & Frühjahr bereits im Vorverkauf. Von Rebekka Bakken bis John Scofield bis Lola Marsh, von Mascheks Jahresrückblick bis Manuel Rubey. Den Paß gibts endlich online - mit dem Link d(r)oben im Menu!

JASON MORAN

der neue BLUE NOTE piano-superstar:  Aktueller ist der alte Blue-Note-Slogan "The Finest in Jazz since 1939" kaum umzusetzen.

Was Esbjörn Swensson für die europäische Jazzszene ist Jason Moran in Amerika. Der 27-jahrige Pianist JASON MORAN hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Lichtgestalt des zeitgenösssischen Jazz entwickelt. Ganz gleich ob Improvisation, Komposition, Gruppenleitung, Repertoire, Technik oder Experiment – MORAN sorgt in jeder für den Jazz wesentlichen Kategorie für Aufsehen. Manche sehen in dem amerikanischen Pianisten JASON MORAN die Zukunft des Jazz. Die Jazz Journalist Association wählte ihn zum „Up Coming Musician 2003“. Mit grossem Abstand kürten ihn die Kritiker des Downbeat Magazines zum „Rising Star“, und zwar in gleich drei Kategorien: als Jazz Artist, Pianist und Composer
Kein Wunder, daß BLUE NOTE ("The Finest in Jazz since 1939") ihn unter seine Fittiche genommen hat.

JASON MORAN THE BANDWAGON
Manche sehen in dem amerikanischen Pianisten JASON MORAN die Zukunft des Jazz. Die Jazz Journalist Association wählte ihn zum „Up Coming Musician 2003“. Mit grossem Abstand kürten ihn die Kritiker des Downbeat Magazines zum „Rising Star“, und zwar in gleich drei Kategorien: als Jazz Artist, Pianist und Composer. Dennoch lässt sich Jason Moran nicht auf das Marketing-Etikett „Young Lion“ reduzieren. „Ich bin ein moderner Pianist, kein Pionier. Ich bin auch kein Avantgardist. Ich bringe nur alte Dinge mit neuen Ideen zusammen.“ Aus dieser Bescheidenheit hat er seinen individuellen Kurs entwickelt, den er selbstbewusst zwischen Neo-Traditionalismus und Zeitgeist hindurch steuert. Heute beherrscht er alle Stile vom Stride Piano, bis zum Free Jazz und weigert sich beharrlich, Schubladen und Vorgaben anzuerkennen. Mit seinem Trio „The Bandwagon“ stellt er seit vier Jahren eigene Kompositionen überzeugend und selbstverständlich neben Ellington, Brahms oder die Musik seiner Generation, den Hip Hop. Der Bassist TARUS MATEEN arbeitete mit Betty Carter und Terence Blanchard genauso zusammen wie mit kalifornischen Rappern. Der Drummer NASHEET WAITS hat bereits mit allen Grössen des Jazz gespielt und ist mit allen Wassern gewaschen. Morans im legendären Village Vanguard mitgeschnittenes Album „The Bandwagon“ (Blue Note) dokumentiert evident, warum das Trio als eines der innovativsten des zeitgenössischen Jazz gehandelt wird: Die Drei haben frische Ideen. Sie haben Überzeugungen und sie haben den Mut, beides konsequent auf die Bühne zu bringen. Bei Redaktionsschluss war noch nicht sicher, ob das Trio durch den Gitarristen MARVIN SEWELL, jahrelanges Mitglied der Band von Cassandra Wilson, ergänzt wird.


"Facing Left" ist bereits das zweite Album des Pianisten Jason Moran. Jetzt, im Trio mit dem Bassisten Tarus Mateen und dem Schlagzeuger Nasheet Waits, werden seine Qualitäten besonders deutlich. Anders als viele seiner Altersgenossen, die virtuos die Errungenschaften von Herbie Hancock, McCoy Tyner oder Keith Jarrett rekapitulieren oder den Lyrizismen eines Bill Evans nachsinnen, wagt Jason Moran mit selbstbewusstem Zugriff das Bekenntnis zu einem eigenen Sound.
      Natürlich ist auch er an Vorbildern geschult, und das sind die wenig besungenen Individualisten der modernen schwarzen Pianotradition wie Muhal Richard Abrams oder Andrew Hill - oder der Duke Ellington der legendären "Money-Jungle"-Trio-Aufnahmen. Jedenfalls liebt es Jason Moran, mit kraftvoller linker Hand nach Auflösung gierende, verquere Ostinato-Reihen gegen virtuos abstrakte Linien der rechten zu setzen. Jede der kurzen Nummern wird so zu einer spannenden Abenteuer-Erkundung mit Bass und Schlagzeug als gleichberechtigten Weggefährten. Dabei klingt das Ganze taufrisch von heute. Aktueller ist der alte Blue-Note-Slogan "The Finest in Jazz since 1939" kaum umzusetzen.


„Same Mother“

Der junge Pianist JASON MORAN hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Lichtgestalt des zeitgenösssischen Jazz entwickelt. Ganz gleich ob Improvisation, Komposition, Gruppenleitung, Repertoire, Technik oder Experiment – MORAN sorgt in jeder für den Jazz wesentlichen Kategorie für Aufsehen. Für sein sechstes Blue-Note-Album ´Same Mother´ hat er jetzt sein angestammtes, aus Tarus Mateen (akustischer und halbakustischer Bass) und Nasheet Waits bestehendes Trio um den Gitarristen Marvin Sewell erweitert, der in der Vergangenheit vor allem durch seine Arbeit mit CASSANDRA WILSON bekannt wurde. Von den ersten Takten von ´Gangsterism On The Rise´ an erweist sich das neue MORAN-Werk als mit Blues durchtränkt. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, denn das Album entstand aus dem von MORAN entwickelten Soundtrack zu einem Kurzfilm, der auf Mississippi-Gefängnissongs der vierziger Jahre beruht. Sewells erdige und zugleich avantgardistische Gitarrenarbeit sorgt auf Tracks wie ´Jump Up´ oder der Albert-King-Ballade ´I Play The Blues For You´ für bluesige Akzente. So erweist sich ´Same Mother´ als zeitgemäßer Beleg dafür, dass Jazz und Blues tatsächlich dieselbe musikalische Mutter haben.