treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

SPENDENKONTO * IBAN: AT 752050303352791960 * TREIBHAUS- KATASTROPHENFONDS

das treibhaus, ansteckend wie es ist, hat schon wieder die höchststrafe ausgefaßt - es wurde ein betretungsverbot verhängt // bis wann? wer weiß. // damit nicht schon wieder jene auf der strecke bleiben, die zum vierten mal unschuldig ein berufsverbot bekommen haben, hat das treibhaus wiederum beschlossen, den prekären licht & tontechnikern die jobs für die wir sie engagiert haben, auch zu bezahlen. und den musikern einen gutteil der vereinbarten gage. quasi lohnfortzahlung im lockdownfall - egal welche hilfeleistungen wir bekommen. // wir vertrauen auf die solidarität unseres publikums. bleibt uns gewogen und helft mit, damits nach dem winterschlaf ein frohes erwachen geben kann - SPENDENKONTO * IBAN: AT 752050303352791960 *

Sugar Daisy's Hot Club

"...ohh-shoo-be-doo-bee" steht auf dem Stern unter dem gegeigt und wie die Hölle geswingt wird. Denn wenn diese sieben Jungs loslegen bleibt keine Ferse am Parkett haften und ein paar Takte später ist man schon in Mitten von fliegenden Tweed-Jackets und Petticoats. Fliegen und Krawatten werden gelockert, um die brennende Luft besser atmen zu können, die von den Sounds der Band immer wieder neu angefacht wird. Ein Abend, wie ihn selbst unsere Eltern nur von ratternden Schwarz-Weiß-Filmen kennen. Zeitreise Hilfszeitwort. Nur halt Live und in Farbe.

Was vor ein paar Jahren als Versuch startete, akustische Swingmusik zurück auf die Tanzböden zu bringen, hat es mittlerweile zu einem der spannendsten Konzert-Acts zwischen österreichischem Singer-Songwriting und Old-Skool-Jazz gebracht. Was beim ersten Hinhören als brachiale Antithese zu glattgebügelter und elektronisch aufpolierter Popmusik wirkt, entpuppt sich schon bald als gelungene Kombination von Punkrock-Attitüde und New-Orleans-Sound.

Die Songs handeln von Beziehungen und deren augenscheinlichen Krisen, den Schön- und Grauslichkeiten des Lebens und lassen ab und an sehnsüchtigst tief in die Abgründe der österreichische Seele blicken. Aber alles nicht so schlimm: Schon bricht ein großes Donnerwetter aus Spielfreude und Virtuosität über diese Halb-Ernsthaftigkeiten herein. Es prasselt mit einer  musikalischen Intensität auf das p.t. Publikum, dass man sich zwar kurz im falschen Schwarz-Weiss-Film wähnt, aber letztendlich feststellen muss, dass soviel Spass nicht gescriptet sein kann.

Christoph Mallinger - violin, banjo, conferencier
Christian Kronreif - saxophone, clarinet, backing-conference 
Johannes Probst - trumpet, standing museum for jazz history 
Alois Eberl - trombone, backing-conference
Anda Tentschert - tyrolean-creolean-stridepiano
Martin Heinzle - bullfiddle, spontaneous dances
Michael Prowaznik - marchingdrum, charlestonmachine