treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

DAS TREIBHAUS HAT GESCHLOSSEN. DAMITS BALD WIEDER AUFSPERREN KANN

TROST & ERMUTiGUNG: LiEBE iN ZEITEN DER CHOLERA *** täglich gibts auf dieser seite ein neues trostpflaster aus der treibhaus-suppenküche * verbandwechsel ist jeden tag um 6nach6 * zum nachschauen gibts den link oben (radio / tv) - die coronathek * heute ab 18:06 : erhörl uns. befrei das paznaun. erlöse kappl & galtür und betonier endlich ischgl zu.

THOMAS LACKNER

Vom Fress’n, Saufn, Steab’m und anderen Grauslichkeiten!
Eine Expedition ins Goldene Wienerherz! 


„Ich hänge an dieser Stadt und liebe sie mit Hass und mit Zärtlichkeit, mit Grausen und mit Gelächter …“.  
Dieses Zitat stammt aus dem Text "Wiener Gift" von Inge Merkel. Dieser Text ist für mich als gebürtigem Wiener der Ausgangspunkt zu unserer literarischen Reise in die Abgründe meiner Heimatstadt. Es ist eine Höllenfahrt in neun Kapitel, die schonungslos und gleichzeitig humorvoll die dunklen Seite der Wiener Seele offen legt; eben mit Lachen und Grausen.  
Dabei handelt es sich weniger um moderne Texte, als um Klassiker der Literatur aus und über Wien. Immer wieder habe ich mit dem Gedanken gespielt diese Lesung zu „modernisieren“ und immer wieder komme ich letztlich zum Schluss, dass diese Texte, obwohl viele davon bereits mehrere Jahrzehnte alt sind, ihre Gültigkeit nicht verloren haben.  
Wien bleibt Wien, leider nicht nur im gleichnamigen Marsch von Johann Schrammel! 
(Thomas Lackner)

Das Wiener Gift, das einst Inge Merkel versprüht hat, ist der Ausgangspunkt einer musikalisch-literarischen, heiter-makaberen Höllenfahrt in die Abgründe der Wiener Seele, und gleichzeitig der Rote Faden dieser abgründigen Reise.  Der Schauspieler und gebürtige Wiener Thomas Lackner interpretiert Gedichte, Texte und Lieder, unter anderem von Helmuth Qualtinger, Gerhard Bronner, HC Artmann, Alfred Polgar, Christine Nöstlinger, Inge Merkel, Ernst Jandl und einigen anderen, die „ihre“ Heimatstadt Wien geliebt und unter ihr gelitten haben.   Persönliche Erfahrungen und Erlebnisse aus der Stadt im Schatten des Stephansdoms und des Kahlenberges ergänzen dieses kulinarisch-grausliche Programm.  
Am Klavier begleitet wird er von Hans Jörg Sofka oder Fausto Quintaba. 

DAS PROGRAMM: Nix für schwache Nerven! 

Wenn der Wiener an Schas lost /  Die alte Engelmacherin  / Gerhard Bronner  / Ich lig so gean auf wossaleichn  /  Gerhard Rühm 
Wie schön wäre Wien ohne Wiener / Georg Kreisler  / I zuzl  /  Christine Nöstlinger /  Ned jeda Oasch is a Oasch  /  Gerhard Rühm / I scheangl  /  Christine Nöstlinger
Ogrim und gwassad
und und und:
dazwischen immer wieder: 
Wiener Gift, versprüht von Inge Merkel

INGE MERKEL

* 1. Oktober 1922 +  15. Januar 2006
Inge Merkel wird als eine typische Wiener Dichterin bezeichnet. Viele ihrer Texte spielen in dieser Stadt, zu der sie ein ambivalentes Verhältnis hatte. Diese Haltung ist besonders in ihrem Essay „Das Wiener Gift“ (1985) evident, in dem sie die Wiener einer gewissen moralischen Haltlosigkeit beschuldigt, die dazu führt, Spott für Verantwortung, Nörgeln für Handeln und Theater für Leben einzusetzen, denn die Bewohner ihrer Heimatstadt verkehrten nicht mit der Realität und griffen auch nicht ein, wenn sie ein Unrecht bemerkten. Dies ist für Merkel das Gift, das die Seele erschlaffen lässt. Dennoch liebt sie die Stadt, „dieses schwül entnervende, gauklerisch verwirrende, charakterlose und korrupte, dieses dreckige und überständige, von seiner Vergangenheit überfressene und übertrunkene Wien im Schimmel seiner musealen Prostitution (…). Ich hänge an dieser Stadt und liebe sie mit Haß und mit Zärtlichkeit, mit Grauen und Gelächter und mit einer kühlen, sachlichen Traurigkeit, die irgendwo etwas frivol getönt ist.“

Thomas Lackner 

Nach dem Studium der Musikwissenschaften und seiner Ausbildung zum Tontechniker war Thomas Lackner sieben Jahre als Moderator und Produzent für den Kultursender Ö1 tätig.  Seit 2000 ist er als Schauspieler auf den verschiedensten Bühnen des deutschen Sprachraumes zu sehen, davon 2006 bis 2012 als Ensemblemitglied des Tiroler Landestheaters, wo er immer noch regelmäßig gastiert.  
Er gestaltet spartenübergreifende Soloprogramme, Rezitationen, Lesungen mit Musik, Moderationen und Theaterstücke, die Information mit Entertainment verknüpfen, unter anderem im Tiroler Landesmuseum, im Audioversum Science Center Innsbruck, für die Tiroler Wirtschafts-kammer, den Österreichischen Museumsbund, und das Innsbrucker Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.  
Im Rahmen eines Bildungskarenzjahres ließ er sich an der University of London zum Stimm-, Sprech- und Präsentationstrainer ausbilden. Er hat derzeit Lehraufträge an der Universität Innsbruck, der Hochschule für Musik Würzburg, und der FH Gesundheit Innsbruck. Er leitet die WIFI Stimmakademie, und arbeitet im Rahmen von firmeninternen Trainings und Coachings mit Führungskräften und Mitarbeitern im wirtschaftlichen und administrativen Bereich.