treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

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hader on ice war in drei stund ausverkauft. für hader/dorfer: indien am 17. gibts noch karten, für dorfer am 16.12. noch ein paar. maschek's jahresrückblick & manuel rubey gibts ab jetzt. lachen ist der hoffnung letzte waffe.

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AFEL BOCOUM

Der Barde vom Niger (Niafunke/TIMBUKTU)

Es ist sonnenklar, daß Afel Bocoum der Schützling von Ali Farka Toure ist. Man braucht nur seinem Gitarrenspiel zuzuhören. Er hat denselben Fluß in seinen Melodien und ein sehr ähnliches, bluesiges Feeling in seiner Spielweise. Aber anders als bei Toure ist das der einzige Punkt, an dem der Blues ins Spiel kommt. Bocoums Musik ist viel afrikanischer als die seines Mentors, voller Unisono-Gesang oder auch call and response zwischen seiner Stimme und einem Frauenchor. Auch wenn Alkibar keinen ganz so unvermittelten Zugang für westliche Ohren ermöglicht, ist es doch ein starkes Album. Bocoums Stimme hat Substanz und Wohlklang in seinen Texten, die vollkommen zeitlos erscheinen und keinen Kompromiß mit irgendeiner Mode eingehen -- sei sie nun afrikanisch oder westlich. Toure hat seinen Nachfolger offensichtlich klug gewählt. --Chris Nickson

"Alkibar" ist das Debut-Album von Afel Bocoum, dem talentierten Sänger, Gitarristen und Komponisten aus Mali, der bereits auf CDs von Ali Farka Toure zu hören war und von diesem auf seinem neuen Album "Niafunké" als Leadgitarrist gefeaturet wurde.

Wie Ali Farka Toure stammt auch Afel Bocoum aus Niafunké, einem Wüstenort am Ufer des Niger und ist mit seinem Land und seiner Kultur fest verwurzelt. "Ali ist mein "Tonton" (liebevolle Bezeichnung für "Onkel") und er hat mir die Augen geöffnet. Wenn er irgendwann mit der Musik aufhören wird, soll ich die Verantwortung für die Musik von Niafunké auf meinen Schultern tragen. Das macht mich sehr stolz."

1955 geboren, begann Afel Bocoum seine Laufbahn als Musiker bereits mit 13 Jahren, als seine Stimme von Ali Farka Toure und Harber Maiga - einem Sänger - entdeckt wurde. 1972 gewann er den zweiten Preis der Biennale in Bamako. "Ich war der einzige Mann, der als Solist auftrat. Alle anderen Solosänger waren Frauen. Ich habe eine sehr hohe Stimme, was die Malinesen lieben. Deshalb bevorzugen sie normalerweise Frauenstimmen." Afel Bocoum begeisterte schon damals die Leute mit seinem außergewöhnlichen Talent, hätte aber niemals einen ersten Platz gewinnen können, da er einer Minderheit angehört - den Sonrai. 

Heute geht es in Mali viel demokratischer zu, dennoch ist es für Afel Bocoum extrem wichtig, mit seiner Musik gegen die Unterdrückung von Minderheiten anzukämpfen. Damit seine Musik auch überall in Mali verstanden wird, singt er in drei verschiedenen Sprachen.

Das faszinierende an seiner Musik ist die Einfachheit, die wogenden Melodien und Rhythmen, die immer wiederkehrenden Refrains und eine friedvolle Ruhe, zeitlos wie der ewige Fluß des Niger. Die Instrumentierung entspricht dem Wesen der Musik. Neben drei Gitarren hört man Njurkle, Kalebasse, Djembe und Njarka, der Gesang von Afel Boboum wird durch mehrere Chorstimmen ergänzt.

"Alkibar" ist die erste vollständige Plattenaufnahme, die in Niafunké stattgefunden hat (kurz darauf gefolgt von Ali Farka Toures CD "Niafunké").

Mali-Blues im besten Sinne - erdig, mit einfach-repetativen Melodienbögen und hypnotisch-schleppenden Rhythmen."  ME Sounds, 2/2000 

"... ein bemerkenswert hohes Niveau in puncto Traditionspflege." 
Jazzpodium, 11/1999 

"World Music-Puristen werden von dem unverfälschten Charakter und dem LoFi-Charme der CD begeistert               sein." ARD/ZDF Videotext, 9/1999 

"Seine Musik ist Landschaft gewordener Ton, gleichbleibend, von hypnotischer Schönheit." 
Jazzthetik, 10/1999 

"... klingt ganz ohne jeden Elektrokram zeitlos." Jazzthing, 9/1999