treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

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ALIN COEN

der charmanteste Tupfer der neuen deutschen Innerlichkeit in der Musik

Davon will man mehr, ständig auf Repeat“. Kritiker und Fans sprechen begeistert von den vergangenen Konzerten: „Zum niedersinken schön“ schwärmt die Frankfurter Neue Presse, „Umwerfend“ bringt es die Leipziger Volkszeitung auf den Punkt. „Das ist eine Stimme, in deren poetischer Intensität man sich verlieren kann. Ein ganz und gar hinreißendes Konzert“ (Weser-Kurier), „Alin Coen ist vielleicht der charmanteste Tupfer der neuen deutschen Innerlichkeit in der Musik“ (Badische Zeitung)

Irgendwann im Leben eines Musikers gibt es diesen magischen Moment. Man weiß, jetzt ist der Augenblick, jetzt kann etwas Neues entstehen. Der Moment, in dem sich die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Fleck finden.
So muss es gewesen sein, als die Sängerin Alin Coen sich vor etwa fünf Jahren zum ersten Mal mit ihrer Band traf, in einem dunklen Proberaum in Weimar. Die drei Jungs - Jan Frisch an der Gitarre, Philipp Martin am Bass und Fabian Stevens am Schlagzeug - vermochten es einen musikalischen Raum aufzuspannen für die warme Stimme von Alin Coen und so die einfühlsamen Balladen der jungen Singer-/Songwriterin zu veredeln. Aber da war mehr. Es ging nicht nur darum, einer fabelhaften Sängerin eine Begleitung zu geben. Es ging um vier Musiker, die einen eigenständigen Sound entwickeln wollten.

Und das tun sie seit diesem magischen Moment. 2010 veröffentlichte die Band ihr Debüt-Album „Wer bist du?“, inzwischen hat es sich mehr als 30.000 Mal verkauft. Die Band ist in kleinen und großen Hallen aufgetreten. Vor insgesamt mehr als sechzigtausend Zuhörern haben sie bereits gespielt, fast jedes Konzert ihrer letzten Tour war ausverkauft. 2011 nahm die Alin Coen Band an Stefan Raabs Bundesvision Song Contest teil, spielte als Vorband von Sting und wurde mit dem deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Nachwuchsförderung“ ausgezeichnet.

Jetzt hat die Band ihr zweites Album fertiggestellt: „We're Not The Ones We Thought We Were“. Es ist frischer und anspruchsvoller als der Vorgänger. Die Sounds sind mächtig im Klang und mutig in den Arrangements. Es klingt international, was auch daran liegen mag, dass auf diesem Album mehr englisch- als deutschsprachige Lieder sind. Die hervorragenden Texte von Alin Coen sind Gedichte, Geschichten. Eins der Stücke, „A no is a no“, richtet sich gegen Beziehungsgewalt. Ein anderes heißt „Disconnected“ und es erzählt von der Entfremdung zwischen Menschen und den Produkten, die sie konsumieren. Es sind Themen, die den Finger in die Wunden der Gesellschaft legen.

Der Albumtitel „We're Not The Ones We Thought We Were“ kann als Statement eines ganzen Lebensgefühls gelesen werden. Die neuen Songs treffen auf Herz und Verstand einer Generation, die sich noch finden will und stetig auf der Suche ist. .

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Seit Erscheinen ihres Debütalbums "Wer bist du?" 2010 wird die Sängerin und Songschreiberin Alin Coen regelmäßig von den Kritikern gelobt, begeistert Prominente wie die Moderatorin Ina Müller und wurde mit ihren Auftritten bei der Musiksendung TV Noir zum regelrechten Phänomen auf YouTube. Am 12. Februar kommt die Künstlerin mit ihrer Band wieder ins Freiburger Jazzhaus.

Intensiv – so müsste man Alin Coens Musik mit einem Wort beschrieben, wäre sie dieses. Ihre häufig spartanisch arrangierten Songs, die von fragilen Strukturen geprägt sind und in denen die Sängerin mit ihrer zarten und doch ungeheuer ausdrucksstarken Stimme von Liebesleid, Beziehungsgewalt und geplatzten Träumen erzählt, lassen einen nicht mehr los. Eingängig, ohne anbiedernd oder banal zu sein, gefühlvoll, ohne ins Wehleidige abzugleiten, erreichen Alin Coens Stücke Herz und Hirn gleichermaßen.

Doch der Reihe nach. Geboren ist Coen 1982 in Hamburg. Ihr Vater war mexikanischer Künstler, ihre Mutter deutsche Ärztin. "Mein Vater ist definitiv der treibende Teil meiner ersten musikalischen Erfahrungen", sagt sie. Klassische Musik stand im Elternhaus hoch im Kurs. Ein zentrales Element ihrer Stücke findet sich bereits in der Kindheit: Es ist die Zweisprachigkeit, mit der die Liedschreiberin aufwuchs. Alin Coen singt auf Deutsch und Englisch – auch ein französisches Stück findet sich in ihrem Repertoire –, gelernt hat sie Deutsch und Spanisch. Welche Sprache sie verwendet, entscheidet sie nach dem, was sich richtig anfühlt und was zu der Geschichte passt, die sie im Lied erzählen möchte.

Mit dem Erzählen ihrer Musikgeschichten begann Alin Coen im Alter von 19 Jahren während eines Aufenthaltes in Schweden in einem anthroposophischen Dorf, wo es eine Einrichtung zur Ausbildung von Musiktherapeuten gab. Den ersten Songs folgte 2007 die Gründung der Alin Coen Band, im Folgejahr durfte die Gruppe am Popcamp des Deutschen Musikrats teilnehmen. "Da habe ich zum ersten Mal begriffen, dass die Band für die anderen Musiker nicht nur ein Projekt von vielen ist, sondern dass wir alle es ernst damit meinen", erinnert sie sich. "Im übertragenen Sinne ist das so, als ob man die ganze Zeit in einem Beziehungsstatus lebt und sich dann schließlich zum ersten Mal sagt: Wir sind jetzt zusammen."

"Wir", das sind der Gitarrist Jan Frisch, Bassist Philipp Martin und Fabian Stevens am Schlagzeug, die für den unverwechselbaren Klang sorgen. Alin Coen, die selbst auch Gitarre spielt, lernte ihre Mitstreiter während des Studiums in Weimar kennen. Die vier schreiben ihre Stücke gemeinsam. Die Musik pendelt zwischen sphärischem Pop, Funk und akustischem Folk und wirkt häufig gerade durch ihre unaufdringliche Reduziertheit. Etwa wenn Alin Coen in "Andere Hände" einen Brief vorträgt, den eine Mutter ihrem neugeborenen Kind mit in die Babyklappe gelegt hat. Wenn sie in "Einer will immer mehr" das immer wieder angestrebte Ideal einer Beziehung in Worten beschreibt, mit denen sich jeder identifizieren kann.

Auch "A No Is a No", die aktuelle Single der Band, lässt sich nicht hören, ohne tief berührt zu sein. "A No Is a No" ist aber auch sehr eingängig, fast schon auf Hit getrimmt. Birgt das nicht die Gefahr, dass viele das Lied einfach als poppigen Ohrwurm wahrnehmen, ohne auf den – in diesem Fall englischsprachigen – Text zu achten, der sich intensiv mit Gewalt in Beziehungen und dem Nicht-Einhalten persönlicher Grenzen auseinandersetzt? "Ich denke, dass sich gerade wegen der Zugänglichkeit des Songs viele Menschen mit dem Thema beschäftigen", legt Alin Coen dar.

Mit diesem Text, der Respekt vor den Bedürfnissen anderer einfordert, hatte die Künstlerin eines ihrer eindrücklichsten Erlebnisse: "Eine österreichische Sozialarbeiterin erzählte mir, dass sie diesen Song mit einer Gruppe 14-jähriger Mädchen anhörte und einige von diesen den Text zum Anlass nahmen, über eigene schlechte Erfahrungen zu sprechen, die sie bereits mit älteren Männern machen mussten."