treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

JENSEITS VOM CHRISTKINDLMARKT // DER neue TREIBHAUS-PASS // & MORE.

Den Treibhaus-Konzert-Paß (gilt bis 30.6.'20) oder Eintrittskarten als erlesene Genschenks-Papiere: das Winter & Frühjahr bereits im Vorverkauf. Von Rebekka Bakken bis John Scofield bis Lola Marsh, von Mascheks Jahresrückblick bis Manuel Rubey. Den Paß gibts endlich online - mit dem Link d(r)oben im Menu!

JON SASS & HEAVY TUBA

FEATURING DORETTA CARTER

Jon SASS: bass tuba
Als geborener New Yorker und Absolvent der Boston Universität, konzertierte sich Jon Sass weltweit mit Künstlern wie Henry Threadgill, Ray Anderson, David Murray, Vienna Art Orchestra, Hans Theessink und Peter Wolf. Diese vielfältigen Erfahrungen hatten einen nachhaltigen Einfluß auf Jon's außergewöhnlichen Stil und Sound, der sich bestens für Heavy Tuba eignet.
Jon ist als wahrer Virtuose auf der Tuba bekannt und fühlt sich in vielen Stilarten vom Jazz bis hin zur Klassik zuhause. Ein funkiger und gefühlvoller Musiker mit Herz. Jon's frisches Tubaspiel gibt dem Instrument eine neue Dimension.

HEAVY TUBA

JON SASS * Tuba (USA):
Wurde 1961 in New York geboren. Seine Kindheit verbrachte er in West Virginia. Sein Großvater spielte Gitarre und sang Blues und Folksongs. Sein Vater war Basssänger in einem professionellen Gospelquartett. Nach "Music and Arts" in New York, studierte er Tuba bei Sam Pilafian in Boston. Noch während seiner Collegezeit erhielt Jon eine Einladung, dem Vienna Art Orchestra beizutreten. Nach einigen Jahren des Pendlerlebens ließ er sich in Wien nieder, wo er von 1983-89 Mitglied des V.A.O. war. Außer den zahlreichen Auftritten mit Hans Theessink bestreitet Jon auch klassische Konzerte (Art of Brass Vienna), spielt bei dem Ensemble "Heavy Tuba" und wirkt des öfteren bei speziellen Projekten des V.A.O. mit. ("Fe and Males", "The beauty and the beast"). Periodenweise spielte er mit David Murray, Henry Threadgill und Michelle Rosewoman. 1990/91 übernahm er mit Jamaaladeen Tacuma die Bassrolle für Wolfgang Puschnigg's "Alpine Aspects". Er wirkt oft bei Studioproduktionen mit, u.A. "TUBA - a six-tuba musical romp" (die Tuba Referenz) und leitet ab und zu Tuba-Workshops. Jon ist ein Meister auf seinem Instrument. Seine Vielseitigkeit ist unübertroffen - er spielt sowohl Klassik als auch Jazz, Avantgarde und Blues.


Dorretta CARTER: vocals

Geboren in London, mit Eltern aus Jamaika, die Musik im Blut, hat Dorretta Carter ihre Fähigkeiten immer weiter ausgebaut und tourte europaweit mit Künstlern wie Working Week, Osibisa, Wayne Shorter und Bolo Bolo.
Seit 1988 lebt Dorretta Carter in Wien und arbeitete mit internationalen Formationen und Künstlern wie Bingo Boys, Count Basic, Jennifer Rush und viele mehr.
In Deutschland und Österreich ist sie bekannt als Vokalistin der Fusion-Formation ; Sketches" und ihrem eigenen Ensemble ;Dorretta Carter and the Funkmonsters


Heimo SCHMID (1958): leader

1976 - 1981 Studium Konzertfach Posaune und IGP (Instrumental- u. Gesangspädagogik) am Bruckner Konservatorium in Linz bei Prof. Werner Doss
1984 - 1987 Privatunterricht bei Prof. Friedrich Loimayr und Prof. Josef Kürner
seit 1980 Unterrichtstätigkeit im OÖ Landesmusikschulwerk, Musikschule Kremsmünster
Meisterkurs bei: Ray Anderson
Konzerte mit:
Big Band Burghausen (Al Porcino), Big Band GesmbH, Brucknerorchester Linz, Czech Brass Quintett, LMS Big Band Neuhofen ................

HEAVYTUBA

Heavy Tuba wurde 1993 vom Ensembleleiter Heimo Schmid mit Musikern der oberösterreichischen Klassik und Jazzszene gegründet. Nach einem erfolgreichen Konzertjahr konnte der in Wien lebende Tuba Solist Jon Sass für das Projekt gewonnen werden. Drei Bass-Tuben, vier Euphonien, manchmal wechselnd auf Posaune, und eine volle Rhythmusgruppe verleihen dem Ensemble einen eigenständigen Sound. Seit 1997 gehört die britische Vokalistin Dorretta Carter dem Ensemble an.
Musikalisch gesehen ist das übliche meist weit weg von Heavy Tuba. Die guten alten Themen leugnen sie aber dennoch nicht,ganz im Gegenteil. Musik, die ins Ohr geht, aber nicht in Schubladen passt. Funkig/grooviger Jazz - Rock und Powerhouse - Sound fegt über die Bühne. Basierend auf komplexen Arrangements, kraftvoll - dynamischem Spiel, das sich auflöst und wiederfindet.

Neben Konzerten in ganz Österreich gastierte Heavy Tuba unter anderem beim
Stainz Open (A)
Tuba Festival Stadl-Paura(A)
Tuba Festival Dettenhausen (D)
Jazzfestival Montreux (CH)
Juvavum Brass Festival (A)
Jazzfestival Vilshofen (D)
Elojazz & Blues Festival Oulu (FIN)
Lahti Brass Festival (FIN)


P R E S S E

Das am meisten erwartete Jazz Konzert der Internationalen Tuba und Euphonium Konferenz 2001 in Lahti (FIN) war der Auftritt des österreichischen Tuba Ensembles "Heavy Tuba& Jon Sass" mit der Vokalistin Dorretta Carter.
Glücklicherweise konzertierte die Gruppe am Sonntag Abend in der Sibelius Hall und am Dienstag im Jazz & Brass Club, einem Pavillion-Zelt gegenüber der Sibelius Hall.
Obwohl es in der Sibelius Hall anfangs geringfügige Verstärker- und Lichtprobleme gab, verlief das Konzert sehr gut.
Das Ensemble mit vier Euphonien/Posaunen-Spielern, drei Tuben und einer kompletten Rhythmusgruppe forderte Bestleistungen von der Soundtechnik, eine Balance zwischen dem elektronischen und dem natürlichen Klang der Konzerthalle zu treffen, was außergewöhnlich gut gelang.
Im Pavillon gab es keine technischen Probleme mehr, das Ensemble erreichte einen großartigen Sound.
Hunderte von Zuhörern erschienen bei beiden Auftritten.

Die Ensemblemitglieder von "Heavy Tuba" kommen vorwiegend aus Österreich, außer Jon Sass (USA), Dorretta Carter (GB) und Antti Rissanen (FIN).

Das Programm war sehr verschiedenartig, im Mittelpunkt stand ein fundamentaler Funk Groove mit reichlichen Höhepunkten.

Der Konzert-Opener funkig/rockig, "Zarathustra's Reincarnation" eine Bearbeitung von Richard Strauss "Also sprach Zarathustra", gefolgt von "Maybe Later Tonight". Der zweite großartige Hauptsolist von "Heavy Tuba", Antti Rissanen schrieb die Komposition "At The Station", die ein fantastisches Funkgerüst für Jon Sass war, welcher einen bewundernswerten Funkbass spielte.

Petra Krumphuber, die zweite Brass Solistin der Band, zeigte Vielversprechendes in ihren kurzen Improvisationen.

Dorretta eine überzeugende Vocalistin mit Power und Dynamik. Ihre Behandlung des Rap Rhythmus und Blues in J.S.Bach's "Toccata" in D minor war gerade so, wie es sein sollte. Kombiniert mit dem Gospel Rock "Handbags and Gladrags" und Otis Redding souligem "Here comes the night" löste Dorretta Carters Set stürmischen Beifall aus.

Der Höhepunkt des Konzerts war eine abgehobene Version von "Helter Skelter" und Jon Sass' bekannt berühmtem "Meltdown".

Heimo Schmids Ensemble klang bis ins kleinste ebenso hochkarätig wie in ihren Aufnahmen.

Sass war großartig, er verwendete Funk/Soul/R&B-Lines in allen Lautstärken, die zugleich weich, als auch unglaublich intensiv waren.

written by David Spies, Southeastern Oklahoma State University

------------------------------------------------------------------------

Kaleva vom 6.8.2001 - Oulu(FIN)
Es wird behauptet, dass die Größe nicht zählt. Dies stimmt jedoch nicht. Es ist beeindruckend, wenn auf der Bühne drei Basstuben, vier Baritonhörner, ein Klavier, eine Gitarre, ein Bass, ein Schlagzeug und Schlaginstrumente krachen.
Das österreichische Orchester Heavy Tuba & Jon Sass mit Dorretta Carter gehörte zur Elite unter den Bands, die auf dem Elojazz & Blues Festival auftraten, und war das wahre Erlebnis am Samstagabend.
Die zwölfköpfige Gruppe spielte äußerst unerlässlich und energetisch Musik, die sich nur schwer genau einordnen lässt. Wie würde denn Toccata und Fuga von Bach als Funk-Groove-Rap-Interpretation oder Helter Skelter als traditionelle Heavy-Interpretation klingen?
Klassische Musik, Jazz, Funk, Rock, Rap und Powerhouse. Aus ihnen besteht die gewagte und neu schaffende Musik der Band.
Der Klang der Gruppe war natürlich schwer und sehr kräftig, aber auch überraschend rund und sanft. Um die Arrangements hatte man sich viel bemüht, und in ihnen wurde von Kontrasten Gebrauch gemacht. Wenn die Tuben links brausten, wurde dagegen rechts ein Triangel eingesetzt, der den Klang balancierte und heller machte.
Antti Rissanen, der bei diesem Auftritt mit Heavy Tuba spielte, bekam ziemlich viel Raum für Soli, und nicht umsonst. Seine aggressiven Soli passten zum sommerlichen Abend in Kuusisaari wie die Faust ins Auge.
Eine Klasse für sich war die Sängerin Dorretta Carter, die nicht nur eine hervorragende Sängerin, sondern auch eine ausgezeichnete Showfrau war. Ihr Tonskala war breit und ihre Technik perfekt, aber das Wichtigste war das Gefühl und das Groove, mit denen sie sang.
Heavy Tuba spielten ehrgeizig, und musikalisch hatten sie viel zu sagen. Leichtere Kommentare waren in Kuusisaari zu hören, was den Jazzabend zu einem Treffpunkt von Kontrasten machte.

written by Risto Haapsamo, translated by Olli Eloranta/Jazz 20 ry.

------------------------------------------------------------------------

jazz zeit, 2000
AT Montreux Jazz Festival ATS Records 0521 (Extraplatte) Für ihr Montreux Set haben sich die heavy Tubisten einiges einfallen lassen. Dorretta Carter eröffnet die CD mit einer Ballade, swingend, soulig, danach folgt ein anspruchsvolles von Christoph Cech komponiertes Concerto "Aus der Tube" und prüft das Publikum auf Melodietauglichkeit. Robert Bachner erzeugte mit "Didge i do" auf der Posaune Didgeridooklänge, die in einem überblasenen Bolero münden, der in hoher Arrangeurkunst zu einem weiteren Glanzpunkt dieser Konzerte in Montreux und der Auftritte während Heavy Tuba´s Tour in Österreich, wird. Heimo Schmid möge diese Besetzung noch lange zusammenhalten, denn sie sorgt nicht nur für musikalischen Humor, sondern ist zu einem Orchester herangereift, das an Interpetation, Komposition- und Arrangeurkunst jedem Hörer viel zu bieten hat.

------------------------------------------------------------------------
Ausserferner Nachrichten, 1999
Es fegte ein musikalischer Wirbelsturm über das Veranstaltungszentrum Breitenwang und über alle musikalischen Stilrichtungen hinweg. Die Tuba hat ihren Meister gefunden.
------------------------------------------------------------------------
Kronen Zeitung, 1998
Bei wechselnder Instrumentation fegt rasanter rhythmischer Powerhouse-Sound über die Bühne. Hier wiegt die Tuba nicht schwer. Lebendig harmonisierte Arrangements, deftige Soli und die bluesige Sängerin Dorretta Carter machen Abwechslung.
------------------------------------------------------------------------
Kronen Zeitung, 1997
Im originellen Programm finden sich abwechslungsreich orchestrierte Kompositionen der Musiker, die die ungewöhliche Instrumentation für ein knallig frisches Klangkolorit nutzen.
------------------------------------------------------------------------
Kleine Zeitung, 1996
Ein Feuerwerk rasanter und virtuoser Blechklänge - zukunftsweisend und revolutionär
------------------------------------------------------------------------
Welser Rundschau, 1995
Erfrischend, verrückt, unkonventionell, revolutionär, hochkarätig, anders als die anderen.
------------------------------------------------------------------------
Pro Brass Magazin, 1994
Ein musikalischer Kreativstern in der österreichischen Blechbläserszene