treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

JENSEITS VOM CHRISTKINDLMARKT // DER neue TREIBHAUS-PASS // & MORE.

Den Treibhaus-Konzert-Paß (gilt bis 30.6.'20) oder Eintrittskarten als erlesene Genschenks-Papiere: das Winter & Frühjahr bereits im Vorverkauf. Von Rebekka Bakken bis John Scofield bis Lola Marsh, von Mascheks Jahresrückblick bis Manuel Rubey. Den Paß gibts endlich online - mit dem Link d(r)oben im Menu!

LUBOMYR MELNYK

der Franz Liszt der Moderne - Ukraine / Kandada

Der kanadische Pianist Lubomyr (Eugene) Melnyk, der auch als „Franz Liszt der Moderne“ bezeichnet wird, ist einer der innovativsten und faszinierendsten Soundkünstler unserer Zeit und Mystiker in einer Person. Melnyk entwickelte eine Spieltechnik, die er „continuous music“ nennt und die auf einer physisch/mentalen Methode beruht, Töne und Notenabfolgen in einer unglaublichen Schnelligkeit und Dauer zu spielen, die schwindelerregend ist. Er komponierte über zwanzig Klavierstücke und veröffentlichte 16 Alben. Seine Musik jedoch lebt vom Livecharakter. Konzertbesucher berichten oft, Trompeten, Hörner oder ganze Streichorchester während seiner Auftritte aus dem Klavier gehört zu haben. Ein Spiel, bei dem die Seele ins Transzendente abzugleiten scheint und das Hier und Jetzt auf mystische Art überwindet.

Der kanadische Pianist Lubomyr Melnyk (geboren 1948 als Kind ukrainischer Emigranten in München, aufgewachsen in Winnipeg, Manitoba, Kanada), der auch als „Franz Liszt der Moderne" bezeichnet wird, ist einer der faszinierendsten Soundkünstler unserer Zeit und Mystiker in einer Person. Melnyk entwickelte eine Spieltechnik, die er „continuous music" nennt und die auf einer physisch/mentalen Methode beruht, Töne und Notenabfolgen in einer unglaublichen Schnelligkeit und Dauer zu spielen, die schwindelerregend ist. Manche behaupten er wäre der schnellste Pianist der Welt.
Melnyk transzendiert die Musik mittels extrem beschleunigter Arpeggios und nutzt die Pedale zum Erzeugen von Obertönen und Resonanzen. Hypnotische Interferenzen und endlose Wiederholungen entführen die Zuhörer.
Seine Musik lebt vom Livecharakter. Konzertbesucher berichten oft, Trompeten, Hörner oder ganze Streichorchester während seiner Auftritte aus dem Klavier gehört zu haben. Ein Spiel, bei dem die Seele ins Transzendente abzugleiten scheint und das Hier und Jetzt auf mystische Art überwindet.
Von Ansatz und Wirkung lässt sich Melnyk in einer minimalistischen Tradition mit Künstlern wie LaMonte Young, Terry Riley, Steve Reich und Philip Glass verorten.
Im April 2013 erschien Melnyks erste Veröffentlichung auf Erased Tapes. Das Album trägt den Namen Corollaries, wurde von Peter Broderick produziert und mit Unterstützung von Nils Frahm und Martyn Heyne in Berlin aufgenommen.
Die Zeit war reif, um Melnyks musikalisches Oeuvre wieder zugänglich zu machen. Ob des neu erwachten Interesses soll der Meister denn auch verwundert gefragt haben: „Where were you guys when I was thirty?"


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Liszt der Moderne? Der welt­schnellste Kon­zert­pia­nist? Mit solch’ gewal­ti­gen Beschrei­bun­gen wird der kana­di­sche Pia­nist Lubo­myr Melnyk gerne in den Medien gerühmt. Okay, im Pro­fil ist die Ähnlich­keit zu Franz Liszt tat­säch­lich ver­blüf­fend, musi­ka­lisch tren­nen sich ihre Wege aller­dings schon hin­ter dem Noten­schlüs­sel. Wäh­rend Liszt — einer der Haupt­ver­tre­ter der „Neu­deut­schen Schule” — in sei­ner Kla­vier­mu­sik ein oder meh­rere The­men auf­griff, um sie  aus­zu­schmü­cken und mit höchs­ter tech­ni­scher Kom­ple­xi­tät durch zu kom­po­nie­ren, erscheint das Kla­vier in der Musik Melnyk’s in einem gänz­lich ande­ren Licht und ist durch und durch von Mini­mal Music inspi­riert. Den hypnotisch-repetitiven Stil und die exzes­sive Ver­wen­dung von tona­len Akkord­bre­chun­gen — sehr typisch für die Musik von Steve Reich oder Phi­lip Glass — fin­det man auch bei Melnyk wieder.

Lubo­myr Melnyk selbst spricht von „Con­ti­nuous Music” — eine Spiel­tech­nik, die auf repe­ti­ti­ven, sehr schnel­len Akkord­bre­chun­gen beruht und dadurch fast mecha­nisch klingt. Wenn über­haupt ein Name zum Ver­gleich her muss, dann ist es wohl die des mexi­ka­ni­schen Kom­po­nis­ten Con­lon Nan­car­row, der rasend schnelle und poly­phone Stü­cke auf einem Pia­nola, also auf einer Selbst­spiel­ap­pa­ra­tur fürs Kla­vier, rea­li­sierte. Melnyk aber ver­zich­tet auf Hilfs­mit­tel und ver­traut ledig­lich sei­nen flin­ken Fin­gern, ja eigent­lich sei­nem gan­zen Kör­per. Im Inter­view mit dem BBC ver­rät er, dass er sich beim Kla­vier­spie­len eine ähnli­che Kör­per­en­er­gie wie die von Martial-Arts-Kämpfern zunutze macht. Natür­lich klingt das Ganze im Ergeb­nis etwas etü­den­haft und äußerst hek­tisch. Wenn man sich aller­dings dar­auf ein­zu­las­sen weiß, kann man aus sei­ner Musik nahezu Orches­ter­stü­cke raushören.



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Lubomyr Melnyk is one of the most fascinating pianists and composers of our time, who created a totally new "language" for the piano, called Continuous Music - a musical form that grew out of his concert training but was then greatly influenced by the minimalist movement.  It’s a remarkable new technique that goes far beyond the normal capacities of the concert pianist. Since the early 1970s, he has been continueing to develop this technique, while doing concert tours and radio appearances around the globe, as well as composing a large library of his written music.
Lubomyr Melnyk is acclaimed as the fastest pianist on earth, able to do "super-sonic" speeds of over 19 notes per second in each hand. While he never uses this ability in concert (because it is actually non-musical) this technical ability allows him to present remarkable sound-scapes of tonality and melody that are not possible to do using the normal concert techniques.
Lubomyr's Continuous Music is especially suited for 2 pianos, and this creates a truly exciting sound menage for the listener - a thick and complex vortex of tones flying through space at lightening speeds. His music ranges from the abstract and chaotic, to the most serene and melodic, all running before the listener like a never-ending stream of tones that take "the listener on an immaculate journey through indescribable dimensions" (The Ottawa Journal)

As Lubomyr is the only known pianist in history who can play this difficult, yet beautiful music, it is highly recommended to hear him in live performance - he always reminds people that listening to him on recorded discs, is a pale substitute for the wonder and grandeur of the real piano sound - especially with his Continuous Music where the sonority and over-tones of the piano are so important.
After releasing his latest, highly acclaimed album „Corollaries“ (Erased Tapes, 2013) Lubomyr Melnyk is currently working on a new longplayer, which is planned for 2015.