treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

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DAS TREIBHAUS HAT GESCHLOSSEN. DAMITS BALD WIEDER AUFSPERREN KANN

TROST & ERMUTiGUNG: LiEBE iN ZEITEN DER CHOLERA *** täglich gibts auf dieser seite ein neues trostpflaster aus der treibhaus-suppenküche * verbandwechsel ist jeden tag um 6nach6 * zum nachschauen gibts den link oben (radio / tv) - die coronathek * HEUTE: DORFERS DONNESTALK aus dem jahre 2007 - zugeschaltet: Günther Platter

MARTIN TINGVALL. PIANO.

Udo Lindenberg beschreibt den schwedischen Pianisten und Komponisten schlicht und einfach  als EDWARD GRIEG DES JAZZ. 2015 erscheint, nach zahllosen Trio-CDs und seiner Solo-CD EN NY DAG mit DISTANCE sein zweites Solo-Album. Auch die ZEIT jubelt: "Klavier, nur Klavier, aber wie! Gelebtes Gestern, ersehntes Morgen in Melodien, von denen wir glauben, sie ewig zu kennen. Zwölf Stücke zwischen Lied und Tanz und Traum - innig, verhalten, erfgreifend schön."
"Mit seinem Tingvall Trio wurde er mehrfach ausgezeichnet, aber auch seine Soloalbum "En ny dag" begeistert - und zwar nicht nur Jazz-Fans." Hamburger Morgenpost
„[Tingvalls] Kompositionen, alles starke, sich festsetzende Themen und Melodien, repräsentieren Einflüsse skandinavischer Volksmusik, unüberhörbar aber auch Anklänge an klassische Musik, vorwiegend von Grieg, Bach und Chopin." Jazz'n'More

Als Martin Tingvall 2012 sein erstes Solo Album „en ny dag“ veröffentlichte, präsentierte er eine andere neue Facette, nämlich die ruhige Seite seines künstlerischen Schaffens, die ZEIT lobte das Album als „innig, verhalten, ergreifend schön“ und konstatierte  „Tingvall sammelt die Jazzfreunde da ein, wo Keith Jarrett und Chick Corea sie einst haben stehen lassen …“, die FAZ ergänzte: „Tingvalls Lyrik bemüht sich, unser Zutrauen ins Unscheinbare zu stärken.“ Die Poesie, mit der Martin Tingvall seine Hörer berührte, traf den Nerv eines Publikums, das Informationsüberflutung und sich überbietende Superlative für einen Augenblick aussperren wollte. Und die Frage, ob denn das Jazz oder Klassik sei, beantwortete das deutsche Feuilleton mit dem Schluss, dass dies eine Musik sei, die keine Trennung nach Genres kannte, die demzufolge Edvard Grieg genauso nahe stand wie Chick Coreas Children‘s Songs .

Mit „Distance“ beschreitet Martin Tingvall den eingeschlagen Weg seiner Solo – Werke konsequent weiter. Mit diesem Album geht er nach eigenen Worten „auf die Suche nach der Distanz. Distanz zur Schnelllebigkeit unserer heutigen Zeit, aber zum Beispiel auch die Entfernung, die entsteht, wenn man sich kaum mehr persönlich trifft, weil die meisten zwischenmenschlichen Kontakte über digitale Medien laufen.“ Mit diesem Album will er einen Kontrapunkt setzen gegen die Entfernungen, die Entwicklungen der heutigen Zeit mit sich bringen.

„Auf der Suche nach Distanz bin ich nach Island gereist und habe dort viel Inspiration für die Musik zu diesem Album bekommen. Einem Land, das einem eine ganz neue Perspektive gibt. Und trotz oder vielleicht gerade wegen der riesigen Entfernungen dort habe ich das Gefühl gehabt, dass es eine viel größere zwischenmenschliche Nähe gibt.“ 

„Abstand vom schnelllebigen Alltag – eine kleine Pause – ein wenig Distanz – Ruhe und Zeit für neue Perspektiven.“ Formulierungen, mit denen der in Hamburg lebende schwedische Pianist versucht, seinen Beitrag zum Innehalten im tagtäglichen Overload zu beschreiben.

Im Herbst wird Martin Tingvall auf einer ausgedehnten Solo – Piano – Tour versuchen, diese Ruhepunkte auch live zu setzen, Gelegenheit für die zahllosen Fans seiner Kompositionen, der introvertierten Seite des Pianisten nachzuspüren. 

martin tingvall solo

 

TINGVALL TRIO

Martin Tingvall p
Omar Rodriguez Calvo b
Jürgen Spiegel dr

ein schwedischer Pianist, ein kubanischer Bassist & ein deutscher Drummer als Erben des Esbjørn Svensson Trios

Nicht ohne Grund wird die Formation um den schwedischen Pianisten Martin Tingvall seit ihrem Debüt 2006 immer wieder gerne mit dem Esbjörn Svensson Trio verglichen. Denn ihr einzigartig homogener, die Grenzen zu populären Genres in mitreißender Manier überschreitender Bandsound ist ein idealtypisches Merkmal, mit dem schon e.s.t. einst die Welt eroberten. Anders jedoch als e.s.t. erreicht das Tingvall Trio den unverwechselbaren Klang auf rein akustischem Wege. Sie verstehn es, mitreißende, rockgeschwängerte Energien, bedingungslos groovende Sounds und ohrwurmartige Nordic-Folk-Melodien unter einen Hut zu bringen. Dabei entwerfen die Drei lyrisch klar angelegte Harmonien von betörender Schönheit, scheuen aber auch nicht davor zurück, diese in eruptive Energieausbrüche münden zu lassen. Eine ganz eigene Mischung, deren eingängige Intensität nicht zuletzt den liedhaften Kompositionen Tingvalls geschuldet ist. Mittlerweile agiert das Trio auf höchstem internationalen Niveau. Eine Entwicklung, die auf dem gegenseitigen Respekt der drei Virtuosen beruht und zu einem intuitiven, ja wahrhaft symbiotischen Zusammenspiel im Werden der Musik führt.

Bei den ECHO JAZZ Awards 2012 wurde das Tingvall Trio sowohl mit dem Kritikerpreis „Bestes Ensemble“ als auch mit dem Publikumspreis „Live-Act des Jahres“ ausgezeichnet.
Die Laudatio zum Echo Jazz Award 2012:

Das Tingvall Trio kreiert Melodien, die man sich in ihrer Schönheit erst einmal trauen muss, die aber entwaffnend authentisch daherkommen. Sie wechseln sich mit eruptiven Energieausbrüchen ab – Jazz und Rock werden munter gemischt. Die Musik lässt augenblicklich Bilder entstehen, egal ob nebelverhangene skandinavische Landschaften, tosende Meeresbrandungen oder menschliche Charakterstudien.

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Bei den ECHO JAZZ Awards 2012 wurde das Tingvall Trio sowohl mit dem Kritikerpreis „Bestes Ensemble“ als auch mit dem Publikumspreis „Live-Act des Jahres“ ausgezeichnet. Schlichtweg bemerkenswert, denn sowohl  eine Fach-Jury als auch die Fans zu überzeugen, gelingt wahrlich nicht jedem Künstler, eindrucksvoll wurde dadurch der Ausnahmestatus der drei Musiker auf allen Ebenen dokumentiert.  Mit ihrem Konzept aus starken Melodien, packenden Grooves und einer Natürlichkeit und Authentizität, die ihnen in der Folge der mittlerweile 3 Jazz ECHOS (2010 waren sie zum ersten Mal als „Ensemble des Jahres, national“) auch international begeisterte Reaktionen und Auftritte bei zahllosen europäischen Festivals und in den Top – Clubs des Kontinents verschafften, wurde das Tingvall Trio schnell zu einem der gefragtesten Jazz-Acts der aktuellen Szene. Kontinuierlich in der Ensemblearbeit zusammenwachsend, gelang es dem Trio, die ungestümen Anfänge konstruktiv in einen unverwechselbaren Gruppensound zu verwandeln, der zuletzt das Album „Vattensaga“  in die deutschen Jazz Charts führte, den Nachfolger „Vägen“ gleich auf die No.1 derselben und sogar in die Pop Charts katapultierte. Beide Alben wurden auch mit dem deutschen JAZZ AWARD in Gold ausgezeichnet.  Eine beispiellose Erfolgsgeschichte, die nicht unwesentlich durch die weltweit gefeierten Konzerte befeuert wurde. Und so war es naheliegend, den Stand der Dinge zu dokumentieren und endlich ein von den Fans schon lange gewünschtes Live – Album zu veröffentlichen.
Mit dem gerade in Italien von der Fachzeitschrift Jazzit als Sound – Engineer des Jahres ausgezeichneten Stefano Amerio (der auch für die Aufnahmen von „Vattensaga“ und „Vägen“  verantwortlich zeichnete) an den Reglern, ging das Trio im Herbst 2012 auf Tour und letztendlich wurden Aufnahmen vom Jazz Festival in Bad Wörishofen und aus dem Treibhaus Innsbruck für die Produktion „IN CONCERT“ ausgewählt.  Aus den Titeln aller vier Studioalben und mit den Erfahrungen zahlreicher Konzerte, entwickelte das Tingvall Trio ein spezielles Programm, in dem Pianist Martin Tingvall, Schlagzeuger Jürgen Spiegel und Bassist Omar Rodriguez Calvo einen Bilderbogen ihrer persönlichen Lieblingsstücke präsentierten. Frühe Kompositionen wie etwa „Nu Djävlar“ oder „Mustasch“ (beide aus dem Album „Skagerrak“) profitierten dabei vom gewachsenen Ensemblespiel, poetische Balladen wie „Utsikt“ (Platz 1 aller Tingvall Trio - Downloads bisher) oder „Avsked“  forderten besondere Einkehr, Nachdenklichkeit und Konzentration beim Ausdruck ein, mit einem furiosen Medley aus „Trolldans“ und „Monster“ (beide aus dem Album „Norr“) rockten sie das Publikum und Signet – Nummern wie „Vägen“ und „Hajskraj“  durften, jetzt in special and extended versions, natürlich auch nicht fehlen. Ab 30.4. geht das Trio wieder auf Europa – Tournee, um seinen Fans dann wieder das zu präsentieren, was Stephen Graham im englischen „Jazzwise“ so beschrieb: „Tingvall Trio are all about expression and emotion. They’re not afraid to play what they feel and let it all hang out. In an age when jazz can sometimes hide behind fiendishly and complex forms and cool posturing, it’s a refreshing approach but no less sophisticated. They are clearly a new force.”  



„Beeindruckendes, famoses Zeugnis unverbrauchter Musikalität“


Das Tingvall Trio gehört zu den ganz wenigen jungen Jazz Acts, die sich innerhalb kurzer Zei auf die vorderen Ränge ihres Genres vorgearbeitet haben. Staunten die Medien beim ersten Album SKAGERRAK noch über die durchgehende Qualität ihres gesamten Albums (NDR: „Beeindruckendes, famoses Zeugnis unverbrauchter Musikalität“), kristallisierte sich bei Fans, Funk und Presse mit dem Nachfolger NORR die Erkenntnis heraus, dass der unverwechselbare Gruppensound noch homogener geworden war. Die Live – Konzerte gerieten zu umjubelten Highlights der Konzertsaison und das Unternehmen „TT“ bekam auch international eine neue Dimension.  Mittlerweile ist das Tingvall Trio zu einem der führenden europäischen Piano Trios herangereift: rein akustisch mit einem song-orientierten Repertoire, welches die Musik so eigenständig macht.



Mittlerweile ist das Tingvall Trio zu einem der führenden europäischen Piano Trios herangereift: rein akustisch mit einem song-orientierten Repertoire, welches die Musik so eigenständig macht. Genau diese Eingängigkeit ist bei den Fans mittlerweile zu einem Markenzeichen geraten, welches Hörerschichten weit über den Jazz hinaus erschlossen hat. Der ganz eigene Tingvall Trio Sound speist sich dabei aus den dynamischen Energieströmen in Rhythmus und Groove, die mit fast schon populären Melodie – Miniaturen gepaart werden und dem teilweise „klassischen“ Aufbau der Stücke, der durch Parts der Improvisationen immer wieder auf spielerische Weise aufgelöst wird.
Für die Kompositionen verantwortlich ist Martin Tingvall. (u.a. auch Komponist für Udo Lindenberg) Auf VATTENSAGA (Dt. „Wassersage“) hat der Schwede dreizehn neue Perlen mit seinen Mitstreitern, dem gebürtigen Kubaner Omar Rodriguez Calvo am Kontrabass und Schlagzeuger Jürgen Spiegel erarbeitet. Geschichten rund um das wichtigste Grundelement Wasser, seine Kraft, seinen Zauber und seine Magie (Martin Tingvall lebt zeitweise in Südschweden ganz in der Nähe von Meer und Seen) bestimmen die fast filmisch angelegten Kompositionen. In diesem Herbst werden diese und andere Stücke auf den großen Jazzfestivals wie Leverkusen, Berlin oder Moskau, aber auch bei zahlreichen Auftritten von Oslo über San Javier/Spanien bis nach München und Zürich zu hören sein. und erstmals auch in Österreich: im TREIBHAUS zu INNSBRUCK.



MARTIN TINGVALL – Piano l schweden
OMAR RODRGUES CALVO -  Kontrabass l kuba
JÜRGEN SPIEGEL – Schlagzeug  l deutschland

Die drei Protagonisten kommen aus verschiedenen Ländern und haben bei allem unterschiedlichen Background eine gemeinsame, aber eigenständige musikalische Ebene gefunden. Der schwedische Pianist Martin Tingvall, hat sein Handwerk u.a. von Bobo Stenson gelernt, der ihn eine Zeit lang unterrichtete. Schlagzeuger Jürgen Spiegel aus Bremen spielte zunächst vorwiegend als Rockschlagzeuger, überzeugt aber jetzt auch durch sein enorm facettenreiches malerisches Schlagzeugspiel. Omar Rodriguez Calvo, kubanischer Bassist der Band trat schon in Formationen von Ramon Valle und Roy Hargrove auf. Spätestens mit ihm bekommt die zwischen skandinavischen Jazz/Folk - Melodien und straighten Rockrhythmen pendelnde Musik eine südliche Leichtigkeit, die den Zuhörer mittlerweile auf der ganzen Welt im Sturm erobert.

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Wer Jazz bislang lediglich für intellektuelles Gehabe hielt, den belehrt das Tingvall Trio eines Besseren. Mit eingängigen Melodien und überschwänglichen Improvisationen begeistern der schwedische Pianist, Komponist und Namensgeber Martin Tingvall, Schlagzeuger Jürgen Spiegel und Bassist Omar Rodriguez Calvo nicht nur das Szenepublikum. Auch die Fans populärer Musik schätzen das Schaffen der Truppe.
Für Martin Tingvall ist das kein Wunder. Schließlich nähert er sich dem Jazz aus eben dieser Richtung an. "Ich komme eigentlich aus dem Rock", berichtet der Tastenmann, "meine erste Band, das war so AC/DC-Zeug, Whitesnake, da habe ich ein paar Töne Orgel gespielt. Ein guter Freund, der Gitarrist Anders Nilsson, gab mir dann The Real McCoy, das war unfassbar: pure Energie, jeder Ton. Dadurch bin ich auf Joe Henderson gekommen, der spielt da mit; und dann Coltrane "A Love Supreme" – und von da an gab es keinen Weg zurück."
Zu dieser Zeit lebt der Musiker noch in seinem Heimatland Schweden. Dort feiert er mit dem Quartett Kail die ersten Erfolge. Die Formation, in der sich auch der Saxophonist Joakim Milder befindet, gewinnt einen der wichtigsten Jazzpreise des Landes. Daraufhin geht die Band auf ausgedehnte Clubtour und spielt einen Gig für den öffentlichen Rundfunk ein.
Studien in Komposition und Jazzklavier verschlagen Tingvall ins niederländische Groningen. An der Hochschule trifft er auf den Drummer Jürgen Spiegel, der sich als Studiomusiker im Bereich Rock und Pop bereits einen guten Ruf erspielt hat. Spiegel lädt den Pianisten nach Deutschland ein und offeriert ihm einen Platz in seiner Hamburger WG. Tingvall nimmt das Angebot an.
Infolge musizieren die beiden für das Majorlabel Universal. Unter anderem in der Begleitband des Pop-Duos Orange Blue. In dieser Gruppe befindet sich auch der kubanische Bassist Omar Rodriguez Calvo. Auf einer großen Konzertreise des Pop-Acts versuchen sich die drei Musiker immer wieder gemeinsam an den tingvallschen Kompositionen. Das Vergnügen und die Resultate dieser musikalischen Ausflüge veranlassen 2003 zur Gründung des Tingvall Trios.
Das frische Projekt spielt sich durch die Clubs und erntet gerade beim Jungen Publikum große Begeisterung. Bei einem dieser Gigs weilt auch Bernd Skibbe, Eigentümer der Plattenfirma Skip Records, unter den Zuhörern. Er zeigt sich beeindruckt und ermöglicht bereitwillig die Produktion des Tingvall Trio-Debüts "Skagerrak".
Das Album erscheint 2006 und gerät zu einem nationalen Erfolg mit enormem Presse-Echo. Den untermauert das Trio zwei Jahre später mit dem Longplayer "Norr". Der leicht zugängliche und zugleich qualitativ hochwertige Jazz der Gruppe bleibt auch im Ausland nicht unbeachtet.
Jenseits der umjubelten Tourneen hält sich Martin Tingvall oft im südschwedischen Dorf Snårestad auf, um weitere Songs zu komponieren. Die neusten Früchte seiner Arbeit finden sich auf der 2009 veröffentlichten Platte "Vattensaga"